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Cover des Buches 'Der Kosmopolit'

Appiah, Kwame Anthony

Der Kosmopolit

Philosophie des Weltbürgertums

2007. 222 S.: Gebunden

C.H.BECK ISBN 978-3-406-56327-0

Von Kwame Anthony Appiah. Aus dem Englischen übersetzt von Michael Bischoff

vergriffen, kein Nachdruck

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Ein Menschenbild für das 21. Jahrhundert

Kwame Anthony Appiahs Philosophie des Kosmopoliten ist das Werk eines Denkers, der selbst verkörpert, wofür er eintritt: die Vielfalt der Kulturen auch dann als einen gemeinsamen Gewinn zu begreifen, wenn wir nach ganz unterschiedlichen Werten und Wahrheiten leben.
In einer Welt, die stärker verflochten ist als je zuvor, wendet sich Kwame Anthony Appiah sowohl gegen das Bild vom „Krieg der Kulturen“ als auch gegen einen naiven Multikultirelativismus. Sein elegant geschriebenes Buch holt das klassische Ideal des „Weltbürgers“ zurück in unsere Zeit – das Ideal eines Menschen, der über

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Einleitung
Das Gespräch suchen

Erstes Kapitel
Der zersprungene Spiegel

Zweites Kapitel
Der Ausweg aus dem Positivismus

Drittes Kapitel
Bodenständige Tatsachen

Viertes Kapitel
Moralische Meinungsverschiedenheiten

Fünftes Kapitel
Der Vorrang der Praxis

Sechstes Kapitel
Imaginäre Fremde

Siebtes Kapitel
Kosmopolitische Kontamination

Achtes Kapitel
Wem gehört die Kultur?

Neuntes Kapitel
Gegenkosmopoliten 

Zehntes Kapitel
Freundlichkeit gegenüber Fremden

Anmerkungen
Danksagung
Register

"Es ist eine optimistische Botschaft, die Appiah verkündet – mit wenig professoralem Gepäck und viel gesundem Menschenverstand."
Jörg von Uthmann, Die Welt, 19. Januar 2008

"In Zeiten, in denen die zusammengeschrumpfte Welt nicht nur bei religiösen Fundamentalisten, sondern auch bei einer wachsenden Zahl von Globalisierungsverlierern Magenschmerzen auslöst, geht es darum, welche Einheit die Welt der Dutzend kleinen Unterschiede noch zusammenhält. Diese Frage ist es, die Kwane Anthony Appiah in seinem unterhaltsam geschriebenem Buch letztlich umtreibt. Die Antwort findet er im Gespräch. (...) Für Appiah ist Gespräch ein Wert an sich. Es hilft nicht nur, Unterschiede zu überbrücken, es dient vor allem dabei sie auszuhalten. Nicht das schweigsame Dulden ist der Königsweg zwischen den globalen Dörfern; es ist die unentwegte Neugier aufeinander. Dieser Kosmopolit stimmt optimistisch."
Ralf Hanselle, Das Parlament, 10. Dezember 2007

"Es geht Appiah nicht um einen Zusammenprall der Kulturen, sondern er will klarmachen, dass kulturelle Differenzen nur zu gern überbewertet werden. Sein neues Buch Der Kosmopolit enthält nun jede Menge intellektuellen Sprengstoff, den man fast übersieht, weil es derart locker und elegant erzählend daherkommt. (...)
Appiah (...) sucht „Bräuche für das Zusammenleben“. Er versucht den Kosmos im Inneren, im Haus, mit der Welt zu verknüpfen und hält uns den Spiegel vor – oder dessen Splitter: Auch die heimische Kultur besteht aus vielen Schichten, selbst diese lokal überschaubare Identität ist nicht in sich naturwüchsig, authentisch und ewiglich. „Kulturelle Reinheit ist ein Widerspruch in sich“. (...) Appiah ist ein Minenentschärfer. Werte, lautet dabei sein Hauptargument, können durchaus auch „objektiv“ sein, auch wenn wir dächten, sie seien nicht so real „wie Atome oder Spiralnebel“. Es gebe einige Werte, die lokalen Charakter haben. (...) Die eigentümlich lockere Wucht, mit der Kwame Anthony Appiah daherkommt, stammt nicht aus der politischen „Lösung“. Kulturelle Differenzen? Niedriger hängen! Man muss und kann sich praktisch arrangieren, ohne einer Meinung zu sein. Nur wer „in den Klauen einer grauenhaften Theorie“ sei, stelle Prinzipien vor so einer Verständigung. (...)
„Universalität plus Unterschied“: in seinen Konsequenzen ein radikaler Gedanke, aber - Realität."
Gunter Hofmann, Die Zeit, 8. November 2007

"Das Buch beginnt im Plauderton – und ist doch ein Meisterwerk der Präzision. In den folgenden zehn Kapiteln wird Appiah mal die Abstraktionsschraube anziehen, mal Anekdoten erzählen und interpretieren, nie aber auf gedankliche Klarheit und stilistische Geschliffenheit verzichte. (...)
Kwame Anthony Appiah verkörpert das Weltbürgertum, für das er wirbt. (...)
Doch Appiahs Buch entfaltet eine besondere Wucht. Denn er nimmt nicht die Politik George W. Bushs oder die Politikberatung Samuel P. Huntingtons auseinander, sondern das dem zugrunde liegende Denken. (...) Er bringt Positionen miteinander ins Gespräch, die auf den ersten Blick strikt unvereinbar scheinen. (...) Appiah beschönigt nichts, sein Kosmopolitismus hat nichts Pastorales. (...)
Dass Appiah das Weltbürgertum nicht ohne die Wurzeln des Einzelnen denkt, ist sicher einer der Gründe dafür, dass er so ausgiebig von seiner Familie spricht: Er pflegt die eigene Herkunft. Ein anderer Grund hängt mit der Form des Essays zusammen. Wie einst Michel de Montaigne weidet Appiah sein Selbst als Material aus und übersetzt es in Schrift – auf der Suche nach Erkenntnis, die das eigene Ich überschreitet. Und wie bei Montaigne erfährt der Leser so keineswegs nur Einzelheiten aus dem Leben eines Autors. Denn natürlich ist die Biografie des Kwame Anthony Appiah besonders, wie keine zweite; doch zugleich ist sie in einer Hinsicht auch allgemein: insofern sich darin Ereignisse, Begegnungen, Verknüpfungen kristallisieren, die in der einen Welt des 21. Jahrhunderts potentiell jedem widerfahren können."
René Aguigah, Literaturen, November 2007

"Seit einigen Jahren beschäftigt sich der Kosmopolit Appiah auch als Moralphilosoph mit dem Kosmopolitismus; seine jetzt auf Deutsch erschienene „Philosophie des Weltbürgertums“ ist eine ethische Einweisung in die Herausforderungen, welche die globalisierte Welt an den Einzelnen stellt. Und gerade in Zeiten, in denen allerorten die Waffen des „Kulturkampfs“ geschärft werden, sind Appiahs nüchterne Betrachtungen zur interkulturellen Kommunikation ausgesprochen wohltuend. Es ist auch ein ausgesprochen schönes und unterhaltsames Buch, voller Beispiele und Anekdoten aus Appiahs eigenem Leben zwischen Afrika, Europa und Amerika und voller faszinierender Beschreibungen der Kultur des ghanaischen Volks der Asante; Appiah wechselt virtuos zwischen philosophischen Argumenten und soziologischen, politischen oder ökonomischen Überlegungen und hat für einen Philosophen erstaunlich wenig Berührungsängste zur Empirie."
Catherine Newmark, Deutschlandradio Kultur, 1. November 2007

"Ein leichthändig geschriebenes, aber nicht oberflächliches Buch (...)."
ujw, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 28. Oktober 2007

"Der Begriff des Kosmopoliten richtet sich an den Einzelnen, der immer Mehrfaches zugleich sein kann: Familienmitglied, Ortsbürger, Staatsbürger und dann auch Weltbürger. (...) Dieses tiefsinnige und leicht lesbare Buch gehört in die Hand jedes Migrationsbeauftragten und in jede Einwanderungsbehörde."
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 11. Oktober 2007

"So ist auch das Buch selbst in einem sehr zurückhaltenden Ton – eine Wohltat in diesem Bereich, wo meist Aggression und Ressentiment vorherrschen – und seiner konzisen Argumentation so etwas wie eine Einladung zum Gespräch. (...) Das Ziel des Gesprächs soll keine rationale Übereinkunft, kein Konsens sein. „Es genügt, wenn das Gespräch den Menschen hilft, sich aneinander zu gewöhnen.“ Nicht überzeugen, nicht tolerieren – nur an das Fremde gewöhnen."
Isolde Charim, Die Tageszeitung, 10. Oktober 2007

"Er ist ein Teil der wirklich kosmopolitischen Elite, die über Globalisierung nicht nur schreibt, sondern sie lebt. (...) Es gibt keine Identität, die uns einigt, es gibt Ziele und Verfahren, auf die wir uns einigen können."
Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, Literaturbeilage zur Frankfurter Buchmesse 2007, 10. Oktober 2007

"Endlich weist jemand auf einen lichten Streifen am dunklen Himmel einer nach kulturalistischer oder religiöser Eindeutigkeit agierenden Welt. Und das geschieht nun gar in der edelsten Form: Es ist der "Kosmopolit", den Kwame Anthony Appiah  in eine Welt voller Konflikte und Unvereinbarkeiten schickt."
Michael Jeismann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Literaturbeilage zur Frankfurter Buchmesse 2007, 10. Oktober 2007

"So Appiah ist vieles schlicht eine Frage des Gewöhnens. Gegen eine philosophische Sicht des Menschen als eines vorrangig von seiner Vernunft geleiteten Wissens betont Appiah, dass unser Denken, Meinen, Handeln vor allem mit Gewohnheit zu tun habe. (...) Wir brauchen gar nicht vollständige Übereinstimmung oder umfassende gegenseitige Liebe, sondern bloß gelassene, grundsätzlich wohlwollende Toleranz. (...) Das wir uns also verständigen können, wenn wir wollen, zeigt Appiah mit großer Verve und Überzeugungskraft; ein Rezept gegen jene, die nicht wollen, hat er aber nicht. (...) ein philosophisches Werk ungewöhnlich spannend zu lesen, voller reizvoller historischer Beispiele und Anekdoten aus aller Welt."
Catherine Newmark, Berliner Zeitung, 10. Oktober 2007

"Kwame Anthony Appiah ist einer jener brillanten Köpfe, von denen das angelsächsische Universitätssystem gar nicht so wenige hervorbringt: weltläufig, geistreich, gebildet, redegewandt, um Klarheit bemüht, besonnen und thematisch an dem orientiert, was auf der Agenda der Gegenwart steht."
Uwe Justus Wenzel, Neue Zürcher Zeitung, 2. Oktober 2007

"Als aufgeklärtes Kursbuch in einer kleinen Welt der vielfältigen Kulturen empfiehlt sich schließlich Kwame Anthony Appiahs Werk „Der Kosmopolit“. Gegen die Überbetonung der Differenz im abendländischen Denken macht Appiah die „Gemeinsamkeit des Menschseins“ zur Grundlage seiner an klassische Ideale anschließenden, fürs 21. Jahrhundert aufpolierten Philosophie des Weltbürgertums."
Wolfgang Schneider, Börsenblatt, 28. Juni 2007

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