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Cover des Buches 'Wilhelm Müller'

Borries, Erika von

Wilhelm Müller

Der Dichter der Winterreise
Eine Biographie

2007. Mit zwei CDs (CD 1: Gert Westphal liest Die Winterreise und Die schöne Müllerin. CD 2: Neueinspielung der Winterreise (Schubert) von Florian Prey (Bariton) und Wolfgang Leibnitz (Klavier)). 320 S.: mit 29 Abbildungen. In Leinen

C.H.BECK ISBN 978-3-406-56212-9

Von Erika von Borries

Erschienen: 15.09.2007, sofort lieferbar!

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Die erste große Biographie Wilhelm Müllers

Wilhelm Müller (1794 – 1827), der Dichter der Winterreise und der Schönen Müllerin, die durch Franz Schubert zu den berühmtesten Liederzyklen der Musikgeschichte wurden, war zu Lebzeiten einer der angesehensten deutschen Lyriker. Erika von Borries erzählt in ihrer anschaulichen und fesselnden Biographie sein Leben. Sie löst seine Texte aus dem Bann der Musik und gibt ihnen ihre literarische Bedeutung zurück.
Wilhelm Müller hat es in seinem kurzen Leben vom einfachen Schneidersohn zum herzoglich Dessauischen Hofbibliothekar und Hofrat gebracht. In höchstem Maße sprachbegabt und weltoffen, wurde er einer der wichtigsten Vermittler der europäischen Literatur. Als Übersetzer,

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Vorbemerkungen

I. Kindheit und Jugend in Dessau (1794–1812)
Biographische Unstimmigkeiten, Fragen und ein Gerücht: ein Exkurs
Der Schüler Wilhelm Müller
Erste Liebe

II. Studienjahre in Berlin (1812–1813 und 1815–1817)
Unterbrechung des Studiums: Krieg gegen Napoleon
und eine verbotene Liebe (1813–1814)
Berlin: Fortsetzung des Studiums
Eine keusche Liebe: Luise Hensel
Dichter oder Gelehrter: Profilierungsversuche

III. Wilhelm Müllers Italienische Reise (August 1817– November 1818)

IV. Neubeginn in Dessau (Ende 1818–1820): auch eine Heimatsuche
Eine Liebe zu Esther
«Jelängerjelieber-Tage» mit Tieck
Tod und Liebe

V. Sozialer Aufstieg: Ehe mit Adelheid Basedow (1821–1827)

VI. Höhepunkte lyrischen Schaffens: ‹Die schöne Müllerin› (1819/20) und ‹Die Winterreise› (1821/22)
Romantisches Wandern: ein Exkurs
«Desillusionsromantik»: ‹Die schöne Müllerin›
Poetologische und politische Positionen
Der Prolog
Anverwandlungen, Anregungen
Zeitgemäßes im Biografischen: Enttäuschungen, Täuschungen
Zwischen Idylle und Abgrund
«Bekenntnissehnsucht und Sprachhemmung»
Scherz, Satire und Ironie
Bemerkungen zu Schuberts Interpretation
Ende der Romantik: ‹Die Winterreise›
Byron und Barock: Weltschmerz und vanitas
Dichtung und Leben
«Lieder des Lebens und der Liebe»: bittere Wahrheiten
Neuer Volksliedton: Wilhelm Müller und Heinrich Heine
Reiz des Naiven
«Volksgut und Meisterwerk zugleich»: Das Lied vom ‹Lindenbaum›
«Ohne Ruh, und suche Ruh»
Liebe und Treue
Verzweiflungsmut: «… sind wir selber Götter!»
Bemerkungen zu Schuberts Interpretation

VII. Griechisches Feuer im epochalen Winter: ‹Lieder der Griechen› (1821–1826)

VIII. «Schafft mir eine neue Flasche / Oder eine neue Welt» – ‹Tafellieder für Liedertafeln›

IX. «Und ich wandre sonder Maßen …» Rastlose Schaffens jahre (1822–1825)
‹Homerische Vorschule›
Walter Scott und Lord Byron
Die Novellen
Die Legende vom heiteren, leichten Dichterleben

X. «Transplantationspläne»

XI. Fluchten aus der Provinz: Reisen, Freundschaften (1824–1827)
«Nur Täuschung ist für mich Gewinn!»
Letzte Reise
Vom leichten Tod
XII. «…fremd zieh ich wieder aus»

Anhang
‹Die schöne Müllerin› (Texte)
‹Die Winterreise› (Texte)
Anmerkungen
Abbildungsverzeichnis
Personenverzeichnis
Zu den CDs

„Erika von Borries macht mit einer ebenso einfühlsamen wie kenntnisreichen Biografie auf den „Dichter der Winterreise“ aufmerksam (…)“.
Dieter Hildebrandt, Die Zeit, 24. Januar 2008

"Ein gut vernetzter „Kleinmeister“ nimmt in diesem mitunter etwas langatmig positivistischen Buch Gestalt an, eine Übergangsfigur zwischen Romantik, Biedermeier und Jungem Deutschland."
Die Welt, 5. Januar 2008

"Die Münchner Literaturwissenschaftlerin Erika von Borries hat es nun unternommen, Wilhelm Müller als eigenständige Figur in der Literaturgeschichte der Romantik zu positionieren und ihn gleichsam vollplastisch auftreten zu lassen als Mann von eigenem Gewicht, eigener Klasse, der eigenwillige Konzeptionen in Leben und Werk zu verfolgen."
Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung, 19. Dezember 2007

"Ausführlich geht Erika von Borries auf biografische, politische und stilistische Bezüge der Liederzyklen ein. Gerade der Kontrast in der „Winterreise“ zwischen einer eisig erstarrten Seelenlandschaft und dem harmlosen Volksliedton wühlt auf und greift auf Resignation und Selbstentfremdung der Moderne voraus. "
Sabina Meier, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 2. Dezember 2007

"Das Buch ist verdienstvoll, schon allein deshalb, weil in Deutschland seit 1908 (!) keine einzige Müller- Biographie mehr geschrieben wurde. Und die  Beschäftigung mit seinem Leben und seinem Schreiben lohnt. Es war das Leben eines Mannes zwischen den Zeiten: selber hin- und hergerissen zwischen Dichtung und Gelehrtentum, gab er sich mit Verve der Euphorie der Befreiungskriege hin, um dann der nachfolgenden Restauration enttäuscht und ratlos gegenüberzustehen."
Jürgen König, Deutschlandradio Kultur, 6. November 2007

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