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Cover des Buches 'Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart'

Brenner, Michael

Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart

Politik, Kultur und Gesellschaft

2012. 542 S.: mit 62 Abbildungen und 2 Karten. Gebunden

ISBN 978-3-406-63737-7

Herausgegeben von Michael Brenner. Autorinnen und Autoren: Michael Brenner, Dan Diner, Norbert Frei, Lena Gorelik, Constantin Goschler, Atina Grossmann, Anthony Kauders, Tamar Lewinsky und Yfaat Weiss

Erschienen: 14.09.2012, sofort lieferbar!

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Erstmals schildert dieser Band auf der Grundlage breiter Archivrecherchen, wie jüdisches Leben sich nach dem Holocaust über sechs Jahrzehnte in Deutschland entfaltete, welche Rolle es für die deutsche Gesellschaft in West und Ost spielte und wie im wiedervereinigten Deutschland durch die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion die am schnellsten wachsende jüdische Gemeinde der Welt entstand.

Nach dem Holocaust galt Deutschland den meisten Juden als „blutgetränkte Erde“, auf der jüdisches Leben unmöglich erschien. Dennoch bildete in den ersten Nachkriegsjahren das besetzte Deutschland eine Durchgangsstation für jüdische Überlebende aus Osteuropa. Ein kleiner Teil von ihnen blieb und baute gemeinsam mit überlebenden und aus dem Exil zurückgekehrten deutschen Juden wieder jüdische Gemeinden auf. International renommierte Zeithistoriker beschreiben die Entwicklung der Gemeinden, die Politik des Zentralrats und seiner Vorsitzenden, die „Wiedergutmachung“ sowie den Umgang mit altem und neuem Antisemitismus. Das Buch dürfte für längere Zeit zum Standardwerk über das jüdische Leben in Deutschland seit 1945 werden.

Die Autorinnen und Autoren: Dan Diner (Jerusalem, Leipzig), Norbert Frei (Jena), Lena Gorelik (München), Constantin Goschler (Bochum), Atina Grossmann (New York), Anthony Kauders (Keele, München), Tamar Lewinsky (Basel), Yfaat Weiss (Jerusalem).

Mehr dazu

Einleitung. Von Michael Brenner

Im Zeichen des Banns. Von Dan Diner
Verbotenes Land
Schisma der Zugehörigkeit
Abwesende Anwesenheit

Erster Teil: 1945–1949 Zwischenstation. Von Atina Grossmann und Tamar Lewinsky
1. Displaced Persons
«Mir senen do»
Unter britischer Kontrolle
Rettungshafen amerikanische Zone
Zwischenstation Berlin
Zuzug aus dem Osten
Auf nach Palästina
2. Eine autonome Gesellschaft
Vom Untergrund zur politischen Repräsentation
Neue Chancen
Kulturelle Aktivitäten
Das religiöse Leben
Der Aufbau von Netzwerken
Der Zionismus und die Verbindungen zu Palästina
Jüdische DPs und Deutsche
3. Deutsche Juden
Viererlei Besatzung
Fremd gewordene Heimat
Rückkehr mit gemischten Gefühlen
4. Auflösung und Etablierung
Die Schließung der Lager und ihre Folgen
Unbehagen bei den Verbliebenen
Die «Hard Core»-Fälle

Zweiter Teil: 1950–1967 Konsolidierung. Von Michael Brenner und Norbert Frei
5. Institutioneller Neubeginn
Die Gründung des Zentralrats der Juden in Deutschland
Die jüdischen Gemeinden in der Bundesrepublik
Die Situation in der DDR
6. Religion und Kultur
«Wer ein Haus baut, will bleiben»
Das historische Erbe
Auf der Bühne der Öffentlichkeit
7. Deutsche Juden oder Juden in Deutschland?
Ablehnung und Akzeptanz
Leben im Feindesland?
Verbundenheit mit Israel
8. Nach der Tat
Signale aus Bonn
«Wiedergutmachung»
Antisemitismus und Philosemitismus
Institutionalisierte Aussöhnung
9. Deutsche und Juden im Jahrzehnt der «Aufklärung»
Alter und neuer Judenhass
Antisemitismus im Wirtshaus
«Juden raus»
«Erziehung nach Auschwitz»
Sehnsucht nach Normalität und kritische Jugend

Dritter Teil: 1968–1989 Positionierungen. Von Constantin Goschler und Anthony Kauders
10. Die jüdische Gemeinde
Eine jüdische Sozialgeschichte?
Generationenkonflikt und Generationenwandel
Politik und Religion
Israel und seine Kritiker
11. Die jüdische Bevölkerung in der deutschen Gesellschaft
Kampf um die Wiedergutmachungsleistungen
Der Fall Nachmann
Auf der Suche nach Sicherheit
Der Gabentausch
Jüdische Normalität und nichtjüdische Normalisierung
Aneignung und Erfindung

Vierter Teil: 1990–2012 Aufbrüche
12. Die russisch-jüdische Zuwanderung.
Von Yfaat Weiss und Lena Gorelik
Die DDR öffnet ihre Tore
Die Vierte Welle
«Kontingentflüchtlinge»
Zahlen und ihre Deutungen
Die Zuwanderer und die Gemeinden
Die Selbstwahrnehmung der Zuwanderer
13. Ein neues deutsches Judentum? Von Michael Brenner
Reale und symbolische Existenz
Debatten und Kontroversen
Ein neuer Pluralismus
«Ein ganz normaler Fall»?

Anhang
Dank
Zeittafel
Vorsitzende und Präsidenten des Zentralrats
Statistiken
Abkürzungen
Anmerkungen
Archive
Gedruckte Quellen und Literatur. Von Andrea Sinn
Bildnachweis
Die Autorinnen und Autoren
Personenregister
Ortsregister

"Eine lesenswerte Geschichte des jüdischen Lebens."
Juliane Wetzel, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 2/2014

"Standardwerk über das jüdische Leben in Deutschland seit 1945"
Martin Liepach, Historische Zeitschrift, 12/2013

"Eine unverzichtbare Lektüre"
Peter L. Münch-Heubner, Politische Studien, Mai/Juni 2013

"Ein Standardwerk"
Judith Leister, Neue Zürcher Zeitung, 10. April 2013

"Ihr Schicksal wurde bislang kaum so kompakt und zugleich so anschaulich beschrieben wie in dem Kompendium."
Werner Hornung, Süddeutsche Zeitung, 26. Februar 2013

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