Google Product Vorschau
Cover des Buches 'Du Jane, ich Goethe'

Toptitel

Deutscher, Guy

Du Jane, ich Goethe

Eine Geschichte der Sprache

2008. 381 S.: Gebunden

C.H.BECK ISBN 978-3-406-57828-1

Von Guy Deutscher. Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer

Erschienen: 22.09.2008, sofort lieferbar!

24,90 €   inkl. MwSt.
In den Warenkorb

Versandkostenfrei

Mehr zum Buch

Aktuelle Pressestimmen:

"Guy Deutscher veranstaltet eine Safari durch die Linguistik, die regelrecht mitreißend ist und vor witzigen Beispielen schier birst."
KulturSPIEGEL

"Großer rhetorischer Sport. Ausgesprochen lesenswert."
DIE WELT

"Guy Deutscher erfindet die Sprachwissenschaft neu."
Süddeutsche Zeitung

"ausgesprochen klug, kenntnisreich und brilliant geschrieben", "Das Buch schreckt nicht ab von der Linguistik, sondern es macht Lust auf sie."
Prof. Dr. Rudi Keller

"Guy Deutscher schafft es, die Komplexitäten der Grammatik lebensnah und humorvoll aufzudröseln".
Tagesspiegel

"Guy Deutscher ist ohne Zweifel der richtige Führer für eine Tour de Force über die Sprachlandschaften der Welt."
Handelsblatt


Der „Niedergang“ unserer Sprache wird viel beklagt. Dabei haben die gleichen treibenden Kräfte, die hinter dem Verfall der Sprache stecken, auch

Mehr dazu

Vorwort zur deutschen Ausgabe

Einleitung: «Diese wunderbare Erfindung»

1 Ein Luftschloss
2 Fortwährender Wandel
3 Die Kräfte der Zerstörung
4 Ein Riff aus toten Metaphern
5 Die Kräfte der Erschaffung
6 Das Verlangen nach Ordnung
7 Die Entfaltung der Sprache
Epilog

Anhang A: Kategorienwechsel
Anhang B: Noch einmal Laryngale?
Anhang C: Der Teufel im Detail
Anhang D: Der Kontrapunkt des Kochs
Anhang E: Der türkische Spiegel
Anhang F: Das Doppelleben der Eigenschaftswörter

Karte: Die wichtigsten indoeuropäischen Sprachen in Europa und Asien
Karte: Die semitischen Sprachen in ihren ursprünglichen Heimatländern

Anmerkungen
Literatur
Bildnachweise
Register

"Der israelisch-niederländische Sprachwissenschaftler Guy Deutscher hat unter dem Titel 'Du Jane, ich Goethe. Eine Geschichte der Sprache' (München 2008) ein wunderbares Buch über die vermeintlichen Untergänge der Sprache veröffentlicht."
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 29. März 2010

" ... gehört Deutschers Buch zum Aufschlußreichsten, was in den letzten Jahren über das Phänomen Sprache geschrieben worden ist."
Frank Ufen, Junge Welt, 10. August 2009

"Jede Veränderung in der Sprache wird gern für ein Zeichen des Niedergangs gehalten. Wie sehr im Wandel geradezu das Wesen von Sprache besteht, die antagonistischen Kräfte der Ersparnis und der Verdeutlichung tätig sind, ähnlich den Kräften der Hebung und der Erosion in den Landschaften der Erde – das macht der israelische Linguist Guy Deutscher auf so verblüffende wie amüsante Weise deutlich."
Burkhard Müller, Börsenblatt, 23. April 2009

"‚Die Sprache verhüllt die Kunst, die in ihr steckt’, schreibt Deutscher. Wer mit ihm hinter den Schleier blickt, erkennt, wie lebendig sie tatsächlich ist – und kann sich von der Begeisterung des Autors anstecken lassen."
Jan Dönges, Gehirn und Geist, 6. Februar 2009

"Guy Deutscher erfindet die Sprachwissenschaft neu
Denn das Buch des israelischen Linguisten Guy Deutscher [...] hat das Zeug zum Grundbuch einer ganzen Disziplin: Es fasst ein weites Wissensgebiet in anschaulicher, straff strukturierter und souveräner Weise zusammen; es ist von einer starken These getragen, die das Bekannte in anderem Licht erscheinen lässt; es widerspricht auf diskrete, aber bestimmte Art einer großen Zahl bisheriger Forschungen. [...]

Und zwar geschieht dies in einer Weise, die alle dilettierenden Liebhaber der Sprachwissenschaft entzücken müsste: in Gestalt einer grammatischen Wortherkunftslehre, einer Etymologie. Insbesondere widmet sich Guy Deutscher dabei der Entwicklung der Wortendungen sowie der Entstehung von Präpositionen aus den Bezeichnungen für Körperteile - und der Entstehung eines Wortschatzes für Abstrakta aus Metaphern, deren ursprüngliche, einfache Bedeutung schlicht sinnlich ist.

Denn in dem, was Guy Deutscher hier treibt, mit Tausenden von Beispielen aus den verschiedensten Sprachen, vom Englischen über das Türkische bis zum Kuschitischen, einer in Äthiopien gesprochenen Sprache, ist tatsächlich eine linguistische Universaltheorie. Und auch wenn er eingangs behauptet, mit der ebenso lang andauernden wie heftigen Diskussion darüber, ob die Fähigkeit zur Sprache und ihre grundlegenden Strukturen angeboren sind, nichts zu schaffen haben zu wollen, ist diese Sprachgeschichte ein offener Widerspruch zu den Lehren des amerikanischen Linguisten Noam Chomsky. (...) Mit dieser Geschichte der Sprache könnte die öffentliche Laufbahn der Sprachwissenschaften neu beginnen."
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 4. Februar 2009

"Deutschers Verdienst ist es, die Geschichte der Sprache mit leichter Feder zu erzählen und sie so zu einem Faszinosum für alle zu machen."
Stefana Sabin, Frankfurter Rundschau, 31. Januar/1. Februar 2009

"Seinen historisch genauen und dennoch unterhaltsamen Duktus hält Deutscher durch: bei Erörterungen über Nutzen und Nachteil des deutschen Futur II für das Leben ebenso wie hinsichtlich der Frage, warum die Türken vermeintlich rückwärts sprechen. Großer rhetorischer Sport. Ausgesprochen lesenswert."
Hendrik Werner, Die Welt, 31. Januar 2009

"Unter dem Titel ‘Du Jane, ich Goethe’ führt der in Israel geborene Wissenschaftler unterhaltsam und auch für Laien gut lesbar in die Evolutionsgeschichte der Sprache ein."
tz, 7. Januar 2009

"Es geht also durchaus nicht nur abwärts mit der Sprache. Deutscher zeigt auf, dass es neben der allgegenwärtigen Erosion auch immer wieder neue Wörter oder Wortkombinationen gibt. Das befürchtete Endstadium in der Einsilbigkeit wird uns erspart bleiben."
Geneviève Lüscher, Neue Züricher Zeitung, 28. Dezember 2008

"Dieses Buch zeichnet den Sprachwandel seit Urzeiten nach und welche Kräfte dahintersteckten. Und es zeigt: Sprachen sind immer im Fluss."
wom, Die Welt, 16. Dezember 2008

"Der Sprachforscher Guy Deutscher schafft es, die Komplexitäten der Grammatik lebensnah und humorvoll aufzudröseln und die Kräfte dazustellen, die bis heute in der Sprache wirken. Nebenbei erfahren wir, was das türkische "sehirlilestiremediklerimizdensiniz" bedeutet und warum es überhaupt so lange Wörter gibt."
D.N., Der Tagesspiegel, 15. Dezember 2008

"Unter dem Titel ‘Du Jane, ich Goethe’ führt der in Israel geborene Wissenschaftler unterhaltsam in die Evolutionsgeschichte der Sprache ein. Unterlegt mit amüsanten Beispielen, erklärt er unter anderem, wie aus einfachen Lauten komplexe Bedeutungen wurden. (...) Eine seiner Thesen: Die Früher-war-alles-besser-Stereotypen gab es schon in der Vergangenheit immer wieder, die Sprache war stets im Wandel begriffen. Schwieriger zu verstehende Fachbegriffe der Linguistik setzt er nur dort ein, wo sie nicht zu umgehen sind."
dpa, 8. Dezember 2008

„ ‚Du Jane, ich Goethe’ ist natürlich ein reichlich schriller Titel. Der Untertitel lautet gemäßigter ‚Eine Geschichte der Sprache’, der englische Originaltitel ‚The Unfolding of Language’. Trotzdem ist der Titel nicht schlecht, aus mehreren Gründen. Erstens passt er besser als die beiden anderen zur Art, wie Deutscher sein Thema angeht: locker, witzig und stets um Verständlichkeit bemüht. Zweitens spielt ‚Ich Tarzan, du Jane’, wovon der Titel ja deutlich abgeleitet ist, in dem Buch eine Rolle als angenommener Ausgangspunkt der Entwicklung differenzierter Sprachstrukturen. Deutscher Untertitel und englischer Titel beschreiben dagegen mehr das Was und Wie.
Der Auftakt des Buches macht eine ausführliche Untersuchung über den wahrgenommenen und beklagten Sprachverfall. Der wurde und wird stets als neues, bedrohliches Phänomen beschrieben. Nichts könnte falscher sein, die älteste Quelle, die Deutscher für das Jammern anführt ist fast 4.000 Jahre alt und in Hieroglyphen verfasst. Interessanter für uns Deutsch Sprechende sind etwa Ausführungen Schopenhauers zum Sprachverfall seiner Zeit, die heute auch der schärfste Sprachpfleger nicht mehr nachvollziehen könnte, beispielsweise die Verwendung von der, die und das als Relativpronomen – nach Schopenhauer dürfen allein welcher, welche und welches verwendet werden.“
Wolfgang Hömig-Groß, Bremer Sprachblog, 26. November 2008

"Guy Deutscher (...) veranstaltet hier eine Safari durch sein Fachgebiet, die regelrecht mitreißend ist und vor witzigen  Beispielen schier birst. Vom tschechischen Zungenbrecher (...) über das „Riff“ absterbender Metaphern und die je nach Sprachform höchst verschiedenen Arten, etwas zu „haben“, bis zu Slang, Dialekt und der ewigen Frage nach Korrektheit reicht dieser fröhliche Rundblick nach neuestem Forschungsstand. Besonders zu rühmen ist der Übersetzer Martin Pfeiffer, der oft erheblich am Spaß beteiligt gewesen sein muss, ohne dass man es dem Ergebnis anmerkt."
Johannes Saltzwedel, Kulturspiegel, Dezember 2008

"Was hat mich nun an diesem Buch so beeindruckt? Es hat mich endgültig dazu gebracht zu glauben, dass es so etwas wie Sprachverfall nicht gibt. Dass Sprache nicht still steht, nicht still stehen kann, darf nicht als Verfall, sondern muss als Entwicklung begriffen werden. Sie führt etwa dazu, dass in nur 15 Generationen eine Sprache wie das Deutsche sich derart verwandelt hat, dass wir heute, begegneten wir einem Deutschen aus dem 15. Jahrhundert, ihn kaum noch verstehen würden. Der Effizienzdruck unter dem die Sprecher stehen, der Drang nach neuen, klaren, unmissverständlichen Ausdrücken und das nach gusto erfolgende Bedienen an den Wörtern und Strukturen anderer Sprachen — ja sogar eigentlich fehlerhafte, sprachgestaltende Analogiebildungen innerhalb der eigenen Sprache – sind Prozesse von einer Gewalt, wie man sie ansonsten bei der Auffaltung und Abtragung von Gebirgen beobachten kann. Und ein Wanderer auf diesem Berge, der sich die Faltungen verbittet, weil doch alles so bleiben möge wie es ist, verkennt seine Position. Das Buch verschafft mir sehr viel mehr Vertrauen, dass der „Verfall“ nicht wahllos ist, sondern in Wirklichkeit eine zutiefst kreative und notwendige Anpassung der Sprache an die von ihren Sprechern gewünschten Ausdrucksmöglichkeiten darstellt. In diesem Lichte betrachtet führt keine einzige der laut beklagten sprachlichen Degenerationen – etwa Anglizismen – tatsächlich zu einer Verengung der Ausdrucksmöglichkeiten; das erledigen in Wahrheit die wohlmeinenden Kritiker, die taub für mit diesen neuen Wörtern eingeführte Bedeutungsverschiebungen oder -erweiterungen sind. Zudem habe ich den Eindruck, mit Deutschers Buch einen tiefen Blick in die Seele der Sprachbewahrer getan zu haben: Der Versuch, Sprache gegen alle Vernunft und alle Anderen in der als richtig erlernten Form zu bewahren, muss der von Logik und dem Verständnis für die eigentlichen Prozesse unberührte Wunsch nach Beständigkeit in einem wesentlichen Lebensbereich sein, nach den goldenen Tagen der Kindheit, als das Obst noch gut schmeckte, der Himmel noch richtig blau war und der Kaiser noch einen Bart hatte. Und als, zum Beispiel, eben Kontrahenten noch Vertragspartner waren und keine Gegner – dochdoch, so war das in meiner Jugend. Einen anderen Grund kann ich mir nicht vorstellen; denn sachlich und fachlich ist die Wahrnehmung von Sprachentwicklung als Sprachverfall haltlos. Nebenbei sind – ganz pragmatisch betrachtet – die Erfolgsaussichten der Kritiker desaströs schlecht, man verbringe seine Zeit also besser mit Sinnvollerem. Zum Beispiel mit der Arbeit an einer Art innerem Toleranzedikt. Dieses Buch ist eine große Hilfe dabei."
Wolfgang Hömig-Groß, www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog, 26.November 2008

"Formeln sind der Feind der Leser, sagt man von Sachbüchern über Mathematik. Gleiches gilt für Fachbegriffe in der Linguistik. Guy Deutscher tut deshalb gut daran, sie nur dort einzusetzen, wo sie unvermeidbar sind. Nicht nur das macht seine Geschichte über die Sprache besonders für Nicht-Linguisten zu einem großen Lesevergnügen. Dem israelischen Sprachwissenschaftler gelingt es, die hochkomplexe und längst noch nicht erschöpfend erforschte Entwicklung der menschlichen Sprache unterhaltend, originell und in weiten Teilen verblüffend suggestiv darzustellen. Sei Kniff besteht darin, dem Leser sprachliche Kuriositäten zu entdecken: Warum heißt es „das Mädchen“ und nicht „die“? Was hat der englische Löffel („spoon“) mit deutschem Holz zu tun? Und wieso schreibt Luther im Alten Testament, dass Gott den  Propheten Jeremia ausgerechnet „auf schlechtem Wege“ leiten wolle? (...) Das schmälert aber nicht die Leistung Guy Deutschers, so mitreißend in die Geschichte der Sprache einzuführen, dass der Leser am Ende der gut vierhundert Seiten kaum bemerkt haben dürfte, dass er soeben ein kleines Proseminar über die moderne Linguistik besucht hat."
André Hatting, Deutschlandradio Kultur, 21. November 2008

"Sehr empfehlenswert."
Knut Cordsen, Bayrischer Rundfunk, Sozusagen!, Oktober 2008

Leseprobe:
Leseprobe
Herunterladen - Adobe PDF (185,68 KB)
Mehr zu diesem Buch