Inhalt
Einleitung
Begegnung
1. Das Atelier Heinrich Hoffmann
Hausfotograf der NSDAP
«Herr Wolf»
Der private Treuhänder
2. München nach dem Ersten Weltkrieg
Stadt zwischen den Extremen
Alltag und politische Milieus
Die nationalsozialistische Bewegung
3. Die Familie Braun
Bürgerliche Normalität
Die dauerhafte Begleiterin: Margarete Braun
Schwester auf Abstand: Ilse Braun
4. An der Seite Hitlers zur Macht
Geliebte des «Führers» auf Distanz
Aufopferung oder Kalkül?
Einsamkeit im Vorhof der Macht
Gegenwelten
1. Frauen im Nationalsozialismus
Ideologie und Wirklichkeit
Magda Goebbels – First Lady des «Dritten Reiches»
Emmy Göring und Ilse Heß
Die Rolle Eva Brauns
Das «Tagebuch»
2. Führermythos oder Herr Hitler privat
Auf dem Parteitag in Nürnberg 1935
Die unsichtbare Aufsteigerin
Ein «verlorenes Leben»?
Hitler und die Familie Braun
3. Die Mätresse und der innere Kreis
Albert und Margarete Speer
Karl und Anni Brandt
Martin Bormann
4. Leben auf dem Obersalzberg
Refugium und Machtzentrale
Der «Hofstaat»
Politik und private Geschäfte
Dr. Morell
Hermann Esser
«Hausherrin» des Berghofs 1936–1939
Reisen
Untergang
1. Isolation im Krieg
Kriegsausbruch
«Führerhauptquartier» Berghof
Der Niedergang beginnt
2. Der 20. Juli 1944 und seine Folgen
Reaktion des inneren Kreises
Trophäe für Eva Braun
Das Testament
3. Entscheidung für Berlin
Schlußoffensive
Leben unter Tage
Hochzeit und Ende im «Führerbunker»
4. Über den Tod hinaus
Schlußbemerkung
Anhang
Anmerkungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Bildnachweis
Personenregister
"In this first fullscale biography of Eva Braun, the German historian Heike B. Görtemaker examines the known sources for Brauns’s life and emerges with a highly readable and consistent portrait of an ordinary woman who loved sports, fashion and jazz; and who was, without a doubt, utterly devoted to the man history has seen as 'evil incarnate'."
Dorothy Gallagher, The New York Times Book Review, 20. November 2011
"Im Gegensatz zu den meisten Hitler-Büchern ist dies eine seriöse Arbeit mit Hunderten Fußnoten, die wissenschaftlichen Anforderungen entspricht."
Henryk M. Broder, Deutschlandradio Kultur, 25. April 2010
"Konkretes erfährt man dennoch, was es erlaubt, ein vages Persönlichkeitsbild zu skizzieren."
Julia Onken, Die Weltwoche, 15. April 2010
"Wer sich mit Hitler beschäftigen will, kommt um diese Biografie nicht herum: ein Standardwerk."
Andreas Tobler, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 28. März 2010
"Die Historikerin Heike B. Görtemaker zeigt nun ein neues Bild. ‘Eva Braun – Leben mit Hitler’ ist die erste wissenschaftlich fundierte Biografie über eine Frau mit Kalkül und bedingungsloser Loyalität."
3sat, 13. März 2010
"So mündet Görtemakers erster Dekonstruktionsversuch in den zweiten: ebenso wenig, wie Eva Braun ein willenloses Werkzeug des NS-Apparates gewesen war, lässt sich Adolf Hitler in seiner Privatsphäre ausschließlich als skrupelloser, von sexueller Abartigkeit getriebener Wahnsinniger begreifen. Gerade das Portrait der Parallelwelten eines den Genozid orchestrierenden politischen Führers und eines zu Gefühlen fähigen Menschen, der zudem einer einzigen Frau über Jahre hindurch die Treue hielt, eröffnen der NS-Forschung neue Deutungsperspektiven in Feldern, die sie bisher nicht gerne aufgegriffen hat. (…) Es sind vor allem diese Deutungsveränderungen im NS-Frauenbild, die Görtemakers Buch einen wichtigen Platz in der NS-Forschung zuweisen."
Irene Etzersdorfer, ORF, Sendung ‚Kontext’, 10. März 2010
"Als Hoffmans Mitarbeiterin in Vertrieb, Verkauf, Labor und später in seinem Kunstverlag sowie als passionierte Schmalfilmerin stand sie im Zentrum sowohl der propagandistischen Bilderproduktion wie auch der boomenden, von Goebbels massiv geförderten Amateurfotografie. Zur Mätresse avanciert, gelangen ihr begehrte ‘Schnappschüsse’ von dem zum Leidwesen aller Fotografen stets steif und wenig fotogen wirkenden Hitler – bevorzugtes Motiv: der ‘Führer’ mit Kindern."
Sabine Fröhlich, Neue Zürcher Zeitung, 10. März 2010
"Ein ganzes Buch über Eva Braun, das ist bei der äußerst dürftigen Quellenlage ein Kunststück, das Heike Görtemaker vollbringt."
Rainer Blasius, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. März 2010
"Eine neue, lesenswerte Biografie."
Elke Schneefuß, Hamburger Abendblatt, 5. März 2010
"Die Grundlage für den Eva-Braun-Film, die akribisch genau recherchierte, zu Recht gelobte und über jeden Verdacht erhabene Biografie von Heike B. Görtemaker, [ist] ein gutes Beispiel. (…) Mit einem Erfolg dieses gänzlich unreißerischen Buches hatte man in dem für seine profunden Darstellungen bedeutender Historiker wie Thomas Nipperdey, Hans-Ulrich Wehler und Heinrich August Winkler bekannten Verlag gerechnet, aber nicht in diesen Dimensionen. Binnen Kurzem waren auch die italienischen, französischen, spanischen und englischen Übersetzungsrechte vergeben."
Alexander Cammann, Die Zeit, 4. März 2010
"A groundbreaking attempt to dismantle the prevailing ideas about the woman who was Hitler’s longtime companion – and, for forty hours, his wife."
Meredith Blake, The New Yorker, Blog ‘The Book Bench’, 2. März 2010
"Eine Frau aus kleinbürgerlichen Verhältnissen macht Karriere als Mätresse des Diktators – das ist nur ein Stein im Puzzle, das die Historikerin Heike Görtemaker zu der ersten fundierten Biografie Eva Brauns zusammengefügt hat. Eine jahrelange, mühsame Spurensuche nach der wahren Eva Braun, die die Historikerin unter einem Berg an Gerüchten vermutete. Das Ergebnis ihrer akribischen Recherche, die Biografie 'Eva Braun – Leben mit Hitler', ist eine Sensation. Denn Görtemaker zeichnet nicht nur das Porträt einer überraschend starken Frau, sondern durchbricht auch anhand der Analyse ihrer Beziehung zum 'Führer' das gängige Hitler-Bild: Hinter dem 'Dämon' macht sie den Menschen sichtbar: einen, der ein Privatleben hatte, was er in der Propaganda nicht haben durfte."
Elisabeth Weyer, ARD / titel thesen temperamente, 28. Februar 2010
"(...) Heike Görtemaker[s] (...) soeben erschienenes Buch über Eva Braun hat sofort ein ungewöhnlich großes Medieninteresse auf sich gezogen. Und dies zu Recht. Denn es handelt sich um die erste seriöse Biografie der Frau an Hitlers Seite. Dabei geht es der Autorin nicht nur darum, zu klären, wer Eva Braun war, sondern über die Beschäftigung mit ihr auch neue Perspektiven auf Hitler zu gewinnen."
Volker Ullrich, Tages-Anzeiger, 25. Februar 2010
"(...) abgewogen argumentierenden, (...) spannend geschriebenen Biografie (...)."
Jörg von Bilavsky, Rheinischer Merkur, 25. Februar 2010
"Heike Görtemakers Biografie wirft jetzt ein neues Licht auf die 'Unperson' und erhellt damit auch einige blinde Flecken unseres Hitler-Bildes. Eva Braun war kein bloßes Opfer. Zielstrebig, eitel, gelegentlich ausgesprochen raffiniert, hat sich die unscheinbare Verkäuferin aus dem Fotoladen Heinrich Hoffmanns im Verlauf ihrer sechzehnjährigen Beziehung zu Hitler zur selbstbewussten, kapriziösen Hausherrin auf dem Berghof emporgedient, Freundinnen und Verwandte protegiert, Feinde wie Geli Raubals Schwester Angela verdrängt, sich skrupellos bereichert – und dabei für Hitler unentbehrlich gemacht."
Martin Halter, Berliner Zeitung, 25. Februar 2010
"Die Autorin kann durch fundiertes historisches Wissen (...) überzeugen. Auch ihr Schreibstil ist sehr gut lesbar. Als Leser bekommt man einen hervorragenden Einblick in die damalige Zeit, in die Geschehnisse auf dem Berghof, in Berlin und in München, wo Hitler seine 23 Jahre jüngere Freundin kennen gelernt hatte."
Sigrid G. 'www.kultur-ostbayern.de', amazon.de, 23. Februar 2010
"[Görtemaker] veranschaulicht den privaten Kosmos des Despoten, der sich auf dem Obersalzberg eine Ersatzfamilie schuf, die ihn offensichtlich nach außen abschirmte und nach innen in seinem Wahn bestätigte.
Der Anspruch der Historikerin, Hitler als Privatperson in einem vielleicht nicht 'neuen Licht', wie sie es selbst sieht, aber doch intensiveren Licht zu zeigen und damit 'zu dessen Entdämonisierung' beizutragen, das ist der Autorin in dieser Studie durchaus gelungen."
Angela Gutzeit, Frankfurter Rundschau, 23. Februar 2010
"(...) eines der wichtigsten Sachbücher dieses Frühjahrsprogramms (...). Es ist ein besonderer Vorzug dieser Biografie, dass kein Zeugnis ungeprüft übernommen, vielmehr jedes sorgfältig auf seinen Wahrheitsgehalt abgeklopft wird. Die hohe Schule historische Quellenkritik – sie wird hier auf mustergültige Weise vorgeführt. Heike Görtemakers Biografie ist ein wichtiger Beitrag zur Hitler-Forschung. Sie bietet nicht nur eine neue Sicht auf Eva Braun, sondern öffnet tiefe Einblicke in die vom Führerkult verborgen gehaltene private Existenz des Diktators. Mehr noch: sie zeigt, dass sein Privatleben nicht von seinem politischen Leben zu trennen ist, beides vielmehr im Zusammenhang gesehen werden muss. Der Jahrhundertverbrecher war, was man lange nicht hat wahrhaben wollen oder können, auch ein Mann mit ganz normalen menschlichen Bedürfnissen und Empfindungen. Das macht die Lektüre des Buches so verstörend und aufschlussreich zugleich."
Volker Ullrich, Deutschlandfunk, 22. Februar 2010
"Görtemaker sichtet das vorhandene – disparate – Quellenmaterial zu Eva Braun mit der angemessenen quellenkritischen Vorsicht und zerstört viele Legenden. (…) Görtemaker kontextualisiert ihre Untersuchung des Verhältnisses zwischen Braun und Hitler immer wieder detailgenau. So wird deutlich, wie widersprüchlich etwa die Überlieferung der Familie Braun zur Kindheit und Jugend Eva Brauns und zur Beziehung mit Hitler ist. (…) Heike Görtemaker hat mit besonderer quellenkritischer Vorsicht akribisch eine legendenumwobene Lebensgeschichte rekonstruiert. Dabei ist ihr zugleich eine Darstellung des persönlichen Umfelds Adolf Hitlers gelungen, die viel über Kommunikation und Politikgestaltung im innersten Zirkel des NS-Regimes aussagt und auch ein lesenswerter Beitrag zur Rezeptionsgeschichte der NS-Diktatur geworden ist."
Johannes Tuchel, Die Welt, 20. Februar 2010
"Die Historikern [macht], im Unterscheid zu den Hitler-Biografien Ian Kershaw und Joachim Fest, nun eine Frau sichtbarer, die an der Verfertigung der Figur Hitler aktiven Anteil hatte: durch ihre eigenen Fotos und Filme, aber besonders durch eine Treue, die dem Verantwortlichen für Abermillionen von Morden bis zuletzt erlaubte, an dem wahnhaften Kult um seine Figur festzuhalten. Diese Eva Braun wird man nicht als harmlose Mätresse exkulpieren können. Sie hat Hitler bis zur Eheschließung und der unmittelbar darauffolgenden Doppelselbsttötung als Frau an seiner Seite tätige Unterstützung gewährt."
Elisabeth von Thadden, Die Zeit, 18. Februar 2010
"For decades she has been seen as a decorative companion to Adolf Hitler, an apolitical ‘dumb blonde’ whose attentions served as an occasional diversion for the Führer. But the first academic biography of Eva Braun draws a different picture of the dictator's long-standing girlfriend, claiming historians have hugely underestimated the role she played in his life.
Berlin historian Heike Görtemaker reveals her as a politically committed woman who won Hitler's affections, enjoyed a healthy sex life with him, sympathised with Nazi politics and gave him psychological support. Görtemaker spent three years researching her book, Eva Braun: Life With Hitler, due out this month from the prestigious C.H.Beck publishing house. She was able to draw on previously unseen or little-known documents, letters, diary entries and photographs. (…) Görtemaker blames British historians for shaping the image of Braun, claiming that writers such as Ian Kershaw and Hugh Trevor-Roper, and German historians such as Sebastian Haffner, judged her insignificant and her relationship with Hitler to be banal."
Kate Connolly, The Observer, 14. Februar 2010
"Die Historikerin Heike Görtemaker (...) legt (...) die erste wissenschaftlich fundierte Lebensbeschreibung der Dauergeliebten des Jahrhundertverbrechers vor. Sie kommt zu dem Schluss, dass Eva Braun keineswegs das hörige Dummchen war, als das sie lange erschien. Die nahm ihr Schicksal selbst in die Hand. Sie war weder so unpolitisch noch so uninformiert wie lange angenommen."
Stefan Schmitz, Stern, 11. Februar 2010
"Die erste seriöse Lebensbeschreibung Eva Brauns (...)."
Sven Felix Kellerhoff, Berliner Morgenpost, 10. Februar 2010
"She was the mystery figure at Hitler’s side, unknown by the world during the lifespan of the Third Reich. But now the first serious biography of Eva Braun has shed light on her influence she had on her husband. Eva Braun: Life With Hitler by historian Heike Görtemaker has been hailed by Germany’s Spiegel magazine as the `first scientifically researched biography to correct the image of the dumb blonde at the side of the mass murderer`."
Allan Hall, The Scotsman, 10. Februar 2010
"(...) the first comprehensive biography of Eva Braun reveals how the hidden First Lady of Nazism was the polar opposite of everything her beloved Adolf decreed should be found in a woman. 'Eva Braun: Life With Hitler', by renowned German historian Heike B. Goertemaker, paints Eva not as an air-head besotted by a dominant man, but a fiercely loyal, independent thinker at odds with Hitler’s public proclamations about 'the fairer sex'."
Daily Mail, 10. Februar 2010
"So genau wie kein Historiker zuvor betrachtet sie die zahllosen einzelnen Äußerungen und Hinweise auf Eva Braun. Daraus zeichnet sie das Bild einer Frau, die doch ganz anders war als das gängige Bild. So war sie keineswegs eine ‘unpolitische’ Frau. (...)
Am Ende der detaillierten, wenngleich naturgemäß oft ebenfalls spekulativen Analyse der zahlreichen Informationssplitter kommt Görtemaker zu einem klare Urteil: ‘Somit gewährt das Leben Eva Brauns mit Hitler einen tiefen Einblick in die im NS-Staat sorgsam verborgene und offiziell geleugnete private Existenz des Diktators, die entgegen späteren Beteuerungen der Mitglieder des ‘Hofstaates’ nicht vom politischen Dasein Hitlers zu trennen war.’ (...) Wie die meisten Schlüsse der Autorin klingt auch dieses Urteil plausibel. Mehr Annäherung an Eva Braun dürfte kaum möglich sein."
Sven Felix Kellerhoff, Die Welt, 10. Februar 2010
"Die erste seriöse Lebensbeschreibung Eva Brauns stammt von der Historikern Heike B. Görtemaker."
Berliner Morgenpost, 10. Februar 2010
"Die Wissenschaftlerin nimmt die Figur ihres Buches ernst, und in dem von ihr aufbereiteten Material finden sich eindrückliche Hinweise dafür, dass Eva Braun für Hitler mehr war als ein ‘attraktives junges Ding’, in dem der Diktator ‘trotz oder vielleicht gerade wegen ihres unscheinbaren und dümmlichen Aussehens die Art von Entspannung und Ruhe fand, die er suchte’."
Klaus Wiegrefe, Der Spiegel, 8. Februar 2010