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Cover des Buches 'Eine kurze Geschichte der deutschen Philosophie'

Hösle, Vittorio

Eine kurze Geschichte der deutschen Philosophie

Rückblick auf den deutschen Geist

2013. 320 S.: Gebunden

ISBN 978-3-406-64864-9

Auch als E-Book lieferbar.

Von Vittorio Hösle

Erschienen: 21.01.2013, sofort lieferbar!

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SZ/NDR-Sachbuch-Bestenliste des Monats März 2013


Vittorio Hösle bietet in diesem Buch eine Übersicht über die deutsche Philosophiegeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Er beginnt mit einer Erörterung der Frage, inwieweit es überhaupt legitim ist, den Gang der deutschen Philosophiegeschichte von den restlichen europäischen Philosophiegeschichten abzusondern, und endet mit verhaltener Skepsis hinsichtlich des Überlebens deutscher Philosophie im 21. Jahrhundert.
Der Sonderweg deutscher Philosophie beginnt im Mittelalter mit Meister Eckhart und Nicolaus Cusanus. Eine neue Pointierung wird durch die Reformation gewiesen, die gerade wegen ihrer antiphilosophischen Polemik einen Neubeginn des Denkens ermöglicht und die für Deutschland so charakteristische Verbindung von Philosophie und Philologie hervorbringt. Leibniz, Kant und die Fundierung der Geisteswissenschaften im späten 18. Jahrhundert sind Voraussetzungen der Synthese des Deutschen Idealismus, auf die mit Schopenhauer, Feuerbach, Marx und Nietzsche eine rasche Auflösung des Christentums ebenso wie der bisherigen Vernunftmetaphysik folgt. Die Neubegründungen der Philosophie bei Frege und im Logischen Positivismus, bei den Neukantianern und in der Phänomenologie Husserls werden als die wirkungsmächtigsten Versuche des frühen 20. Jahrhunderts dargestellt; auf sie folgt die Philosophie des Nationalsozialismus (Martin Heidegger, Arnold Gehlen, Carl Schmitt) und schließlich diejenige der Bundesrepublik (Hans-Georg Gadamer, Karl-Otto Apel, Jürgen Habermas und Hans Jonas). Das Buch ist eine auf gründlicher Kenntnis der Primärquellen beruhende Gesamtinterpretation der deutschen Philosophie. Zugleich versteht es sich als Rückblick auf den "deutschen Geist".

Mehr dazu

1 Gibt es überhaupt eine Geschichte der deutschen Philosophie? Und hat es je einen «deutschen Geist» gegeben?


2 Die Gottesgeburt in der Seele: Anfänge deutschsprachigen Philosophierens im Mittelalter bei Meister Eckhart. Nikolaus von Kues’ Vollendung und Sprengung des mittelalterlichen Denkens


3 Die Veränderung der philosophischen Situation durch die Reformation: Paracelsus’ neue Naturphilosophie und das Nein im Gott Jakob Böhmes


4 Für Gott ist nur das Beste gut genug: Leibniz’ Synthese von Scholastik und neuer Wissenschaft


5 Die deutsche ethische Revolution: Immanuel Kant


6 Geisteswissenschaft als religiöse Aufgabe: Lessing, Hamann, Herder, Schiller, die Frühromantik und Wilhelm von Humboldt


7 Die Sehnsucht nach dem System: Der deutsche Idealismus


8 Die Revolte gegen die christliche Dogmatik: Schopenhauers Entdeckung der indischen
Welt


9 Die Revolte gegen die bürgerliche Welt: Ludwig Feuerbach und Karl Marx


10 Die Revolte gegen die universalistische Moral: Friedrich Nietzsche


11 Die exakten Wissenschaften als Herausforderung und der Aufstieg der analytischen Philosophie: Frege, der Wiener und der Berliner Kreis, Wittgenstein


12 Die Suche nach einer Begründung der Geistes und Sozialwissenschaften im Neukantianismus und bei Dilthey und die Auslotung des Bewußtseins bei Husserl


13 Gibt es eine Mitschuld der Philosophie an der deutschen Katastrophe? Heidegger, Gehlen, Schmitt: Entschlossenheit, starke Institutionen und die Beseitigung des Feindes als Wesen der Politik


14 Die bundesrepublikanische Anpassung an die westeuropäische Normalität: Gadamer, die zwei Frankfurter Schulen und Hans Jonas


15 Warum nicht damit zu rechnen ist, daß es weiterhin eine deutsche Philosophie geben wird


Personenregister

"Ein Lesevergnügen.“
Arno Widmann, Berliner Zeitung, 16. Mai 2015

" (...) reizvolle Mischung aus Analyse und Polemik"
Durs Grünbein, Buchreport express, 19. Juni 2014

"Einführung mit vielen Stärken"
Buchreport Express, 3. Mai 2013

"Ist deutsches Denken etwas Besonderes? Vittorio Hösle weiß um die Tollkühnheit seines Vorhabens – und nutzt jede Zeile, so gut er kann."
Johannes Saltzwedel, KulturSpiegel, 25. Februar 2013

Leseprobe:
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