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Cover des Buches 'Der Schrecken Gottes'

Kermani, Navid

Der Schrecken Gottes

Attar, Hiob und die metaphysische Revolte

2. Auflage 2015. 335 S.: mit 6 Kalligraphien. Broschiert

ISBN 978-3-406-68703-7

Von Navid Kermani. Mit Kalligraphien von Karl Schlamminger

Erschienen: 10.09.2015, sofort lieferbar!

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Das "Buch der Leiden" des klassischen persischen Dichters Attar ist die vielleicht schwärzeste Dichtung, die je von einem Menschen geschrieben worden ist. Navid Kermani nimmt es zum Ausgangspunkt, um die Geschichte jener Religiosität zu erzählen, die Gott kennt, aber Ihm zürnt: Eine Gegen-Theologie, die lange vor Hiob einsetzt und mit Georg Büchner noch längst nicht zu Ende ist. Sie zieht sich durch viele Religionen, vor allem aber verbindet sie auf hintergründige Weise das Judentum, den Islam und die europäische Moderne - das Alte Testament, den Sufismus und die deutsche Literatur, wo sie am dunkelsten ist, Navid Kermani zieht den Leser mit fast magischer Kraft in den Bann eines Glaubens jenseits der Rechtgläubigkeit. Die offene Ratlosigkeit, zu der sich diese häretische Frömmigkeit bekennt, dürfte der Welt, wie sie sich auch in unserer Zeit durch Krieg und Hunger, Erdbeben und Tsunamis zeigt, eher gemäß sein als die Antworten der Freitags- und Sonntagspredigten.

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Vorauflage:

"Es ist nicht weniger als ein kompletter Abriss der Theodizee und ihres Gegenteils, des Haderns mit Gott, durch drei Jahrtausende und zwei Weltteile, das Morgen- und das Abendland, wobei besonders die morgenländische Tradition, die den meisten Lesern unbekannt sein dürfte, sich in gedrängter Fülle erschließt. (...) Es ist, ohne sich das Mindeste von seinem wissenschaftlichen Anspruch abhandeln zu lassen, ein sehr persönliches Werk geworden."
Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung

"In einer Zeit politisch motivierter neuer Abgrenzung und Ausgrenzung zwischen islamisch-orientalischer und christlich-westlicher Welt ist Kermanis Unternehmen buchstäblich grenzensprengend. Es ist für religiösen  Fanatismus und Totalitarismus auf allen Seiten gefährlicher als die Attacke durch einen religionskritischen Atheisten."
Karl Josef Kuschel, Frankfurter Rundschau

"Ihm ist da ein erstaunlicher Wurf gelungen: ein brillanter Essay - sehr persönlich und ganz universal, ausufernd und stringent zugleich, der die Kraft hat, den Leser unmittelbar zu berühren. Man trägt dieses Buch noch lange mit sich herum, nachdem man es zugeklappt hat."
Hannes Stein, Die Welt