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Cover des Buches 'Blut will reden'
Toptitel

Kirn, Walter

Blut will reden

Eine wahre Geschichte von Mord und Maskerade

2014. 288 S.: mit 2 Abbildungen. Gebunden

ISBN 978-3-406-66768-8

Auch als E-Book lieferbar.

Von Walter Kirn. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Conny Lösch

Erschienen: 14.07.2014, sofort lieferbar!

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Im Sommer 1998 begibt sich Walter Kirn, ein vielversprechender junger Romanautor, auf eine ungewöhnliche Reise: Er bringt einen behinderten Jagdhund von Montana nach Manhattan – in das Apartment von Clark Rockefeller, einem Finanzinvestor und Kunstsammler, der den Hund via Internet adoptiert hat. So beginnt eine fünfzehn Jahre währende Beziehung, die Kirn immer tiefer in die bizarre Welt eines absonderlichen Multimillionärs hineinzieht, der sich am Ende als Hochstapler, Kidnapper und eiskalter Mörder erweist.

Denn Clark Rockefeller ist in Wahrheit weder ein Rockefeller noch ein Freund. Er ist Christian Gerhartsreiter, ein Psychopath, der seine ganze Umgebung, seine eigene Ehefrau und auch sich selbst in einem Netz aus Lügen gefangen hält. Während Kirn eine zweite Reise antritt in die Abgründe der menschlichen Seele, entdeckt er nicht nur einen Mann, den er kaum kannte – einen echten Mr. Ripley und Zombie-Gatsby, der sich mit Mord und Maskerade seine eigene Realität erschaffen hat. Er entdeckt auch, wer auf der Liste seiner zukünftigen Opfer weit oben stand: Er selbst.


Stimmen zur amerikanischen Originalausgabe
„Dieses verblüffende Buch seziert Psychopathie, das perverse Verhalten der Generation Internet, Kunst, Reichtum und das Wesen jeglichen Glaubens. Im Grunde genommen porträtiert es auf brillante Art die Reise eines Mannes von Schwindeleien hin zu einem Punkt absoluter Überzeugung. Es ist zugleich boulevardesker Enthüllungsjournalismus und alttestamentarischer Zeigefinger. Es gleicht einem Werk von Roethke: Es macht uns deutlich, dass der Abgrund nur einen Schritt entfernt ist.“
James Ellroy

„Es gibt niemanden, der einem das Wesen des ‚Amerikanischen Berserkers‘ besser vor Augen führen kann, als Walter Kirn. „Blut will reden“ ist mehr als nur die Geschichte des selbsternannten Dandys und „Kannibalen der Seelen“ Clark Rockefeller. Es ist ein Buch über den perfiden Psychopathen in jedem von uns. Kirns Kombination aus Mut, Aufrichtigkeit und Selbstergründung ist umwerfend und unvergesslich.“
Gary Shteyngart

„Ein Psycho-Thriller à la Hitchcock und eine der ehrlichsten und ergreifendsten Memoiren, die ich je gelesen habe. Es ist ausgezeichnet geschrieben, jeder Satz ein Wunder, mit jeder Seite wuchs meine Anerkennung für Kirns präzise Beobachtung der menschlichen Natur.“
Amy Tan

„„Blut will reden“ ist mit dem für Walter Kirn typischen stilistischen Schwung, Tiefblick und der ihm eigenen Imagination geschrieben worden, tatsächlich handelt es sich jedoch um eine verstörende Darstellung einer einseitigen, unschuldig fehlgeleiteten ‚Freundschaft‘ mit einem gefährlichen Soziopathen. Nur zu wahrscheinlich wird sich der Leser noch im Nachhinein Sorgen um diesen unerschrockenen jungen Schriftsteller aus dem Mittleren Westen machen, der außerstande zu sein scheint, das zu sehen, was der Leser beinahe sofort sieht, nämlich, dass das Objekt seiner Faszination ein Betrüger ist; es ist ein Schock, wenn auch nicht ganz überraschend, wenn der Betrüger sich zudem noch als Mörder entpuppt. Dies sind Memoiren, die sich als ‚wahre Kriminalgeschichte‘ ausgeben – ein Doppelportrait eines Schriftstellers und des Objekts seines Interesses, wobei dieses Objekt teilweise entschwindet, obgleich der Schriftsteller all die beträchtlichen Mittel seiner Imagination zu Hilfe ruft um es und seine eigenen Motive in dieser bizarren Beziehung zu rekonstruieren.“
Joyce Carol Oates

„In diesem gekonnten, auf Tatsachen beruhenden Thriller ist der falsche Rockefeller ein Zombie-Gatsby und Kirn der postapokalyptische Fitzgerald.“
The New York Times Book Review

„Die Parallelen zu Patricia Highsmiths „Der talentierte Mr. Ripley“ sind Kirn durchaus bewusst, verwendet er doch genauso viel Zeit auf den Versuch zu verstehen wie er und andere Gerhartsreiters Zauber erliegen konnten, wie darauf, die eigentliche Geschichte des Kriminellen zu erzählen. Kirns Offenheit, seine gekonnten Dialoge und seine knackige Prosa ergeben eine meisterliche, auf Tatsachen beruhende Kriminalerzählung, die man unmöglich wieder weglegen kann. Das Buch hat es verdient ein Klassiker zu werden.“
Publishers Weekly

„Rockefeller war ein solch meisterhafter Manipulator, sagt Kirn, dass offensichtliche Warnsignale leicht zu ignorieren waren, wie etwa die Tatsache, dass das Appartement in Manhattan verstaubt und wenig eindrucksvoll war, oder, dass sein Freund niemals die Rechnung übernahm.“
USA Today

„Fesselnd und aufwühlend ist „Blut will reden“ eine Mischung aus Memoiren, bis zur Unglaubhaftigkeit fantastischem Kriminalbericht und kultureller Kritik.“
Miami Herald

„Kirn ist ein dermaßen guter Schriftsteller und Gerhartsreiter ein solch pompöses, dämonisch farbenfrohes Subjekt, dass dies ein wunderbar unterhaltsames Buch sein könnte, wäre da nicht diese persönliche Verbindung.“
Entertainment Weekly

„Walter Kirns „Blut will reden“ ist laut Untertitel „eine wahre Geschichte von Mord und Maskerade“. Es ist all dies, aber vor allem ist es eine Geschichte über die Verführung… ein spannungsgeladenes, packendes Buch…“
New York Times

„Faszinierend… Das höchst lesenswerte, komplex erzählte „Blut will reden“ gehört in eine Reihe mit den großen Büchern über die oft unvereinbar scheinenden Ansprüche, die das Dasein eines Schriftstellers bestimmen, und die Schwierigkeiten, die einen Autor schier verrückt machen können, wenn es darum geht der Wahrheit auf den Grund zu kommen.“
Slate

(Übersetzung: Kathrin Moosmang)


Mehr dazu

„Eine wahre Geschichte, so gut, spannend und bizarr wie ein fiktiver Krimi. Hervorragend.“
Münchner Merkur, 11. Dezember 2014

„‚Blut will reden‘ ist mehr als das dichte Psychogramm eines Mörders. Es ist ein Lehrstück über Eitelkeiten.“
Stern, 27. November 2014

"Wir wollen betrogen werden – man muss nur das Passende anbieten – von genau dieser gefahrvollen, aber auch faszinierenden Dialektik handelt Walter Kerns Buch.“
Peter Henning, Westdeutscher Rundfunk, 19. November 2014

"eine abgründige und hochspannende Geschichte über Eitelkeit und die Sehnsucht nach Ruhm."
Anke Grönewold, Neue Westfälische, 28. August 2014

"Großartige, höchstvergnügliche Lektüre."
Ijoma Mangold, Zeit online Video, 15. August 2014

"Abgründig"
Donna, August 2014

"Kirn (lässt) seine Leser in die seelische Dunkelheit eines notorischen Hochstaplers blicken, der selbst vor Mord nicht zurückschreckt, um sein Lügengebilde zu schützen."
Eberhard Falcke, Bayern2, 05. August 2014

"(...) Paradestück amerikanischer Erzählkunst (...)"
Marianna Lieder, Cicero, August 2014

"(Kirns Recherche wird) in ihrer waghalsigen Mischung aus persönlicher Vergangenheitsbewältigung, Autobiografie und Tatsachenthriller nicht nur zu einem Buch mindestens dieses Jahres."
Christian Schachinger, Standard 01. August 2014

"Ein großer Wurf."
Augsburger Allgemeine, 26. Juli 2014

"Man wird gefangen genommen durch sprühende Intelligenz, ironisches Selbstbewusstsein, entwaffnende Vertraulichkeit."
Patrick Bahners, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Juli 2014

"Kirn hat über die Geschichte seiner 15jährigen Freundschaft mit ‚Clark Rockefeller‘ ein umwerfendes Buch geschrieben, eine Mischung aus Boulevardjournalismus, Bildungsroman und biblischer Erzählung. Ich habe es in zwei Stunden inhaliert und konnte danach tagelang an überhaupt nichts anderes mehr denken."
Hannes Stein, Welt am Sonntag, 13. Juli 2014

"‘Blut will reden‘ ist auf paradoxe Weise auch eine Feier: der Beweglichkeit des menschlichen Geistes, sich Geschichten auszudenken oder sie anzupassen an die Gegenwart."
Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 13. Juli 2014

"Das Buch, das Walter Kirn nun über seine unheimliche Freundschaft mit einem Hochstapler, Kindesentführer und Doppelmörder geschrieben hat, ist so etwas wie ein zweiter Prozess.“ „Das Unheimlichste an Kirns schönem Buch über die Manöver des Verführens und die Manöver der Gutgläubigkeit ist aber, dass man am Ende nicht weiß, wer gewonnen hat."
Peter Praschl, Die Welt, 12. Juli 2014

""Blut will reden. Eine wahre Geschichte von Mord und Maskerade" heißt Walter Kirns Buch, das sich so spannend liest wie die besten Kriminalromane."
Ronald Düker, Die Zeit, 10. Juli 2014

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