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Maas

Furchtlose Juristen

Richter und Staatsanwälte gegen das NS-Unrecht

2017. 333 S.: mit 15 Abbildungen. Gebunden

ISBN 978-3-406-70746-9

Herausgegeben von Heiko Maas

Erschienen: 05.07.2017, sofort lieferbar!

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Mutige Juristen während der NS-Zeit.

Richter und Staatsanwälte gegen das NS-Unrecht.

Ja. Es gab sie!

In der NS-Justiz waren viele furchtbare, aber auch einige wenige furchtlose Juristen tätig. Das Buch stellt 17 Richter und Staatsanwälte vor, die sich dem Unrecht verweigert haben. Ihr Beispiel zeigt, dass es damals durchaus Handlungsalternativen gab, aber viel zu wenige den Mut hatten, sie zu nutzen. In der Öffentlichkeit sind diese Juristen heute meist vergessen, dieses Buch erinnert an die wenigen Mutigen.

Friedrich Bräuninger (1877–1942), Amtsgerichtsrat in Triberg (1); Hans von Dohnanyi (1902–1945), Reichsgerichtsrat in Leipzig/Berlin (2); Wilhelm Ehret (1898–1982), Amtsgerichtsrat in St. Blasien (3); Martin Gauger (1905–1941), Gerichtsassessor in Wuppertal (4); Heinrich Heldmann (1871–1945), Vizepräsident des Oberlandesgerichts in Frankfurt a. M. (5); Paulus van Husen (1891–1971), Oberverwaltungsgerichtsrat in Berlin (6); Lothar Kreyßig (1898–1986), Amtsgerichtsrat in Brandenburg an der Havel (7); Otto Lenz (1903–1957), Landgerichtsdirektor in Berlin (8); Karl Mosler (1872–1946), Landgerichtspräsident in Bonn (9); Karl Reichling (1888–1978), Amtsgerichtsrat in Münster (10); Johann David Sauerländer (1881–1969), Oberlandesgerichtsrat in München (11); Karl Steinmetz (1893–1955), Amtsgerichtsrat in Neukirchen (ohne Abbildung); Ernst Strassmann (1897–1958), Landgerichtsrat in Berlin (12); Alfred Weiler (1898–1970), Amtsgerichtsrat in Pforzheim (ohne Abbildung); Karl Wintersberger (1880–1970), Oberstaatsanwalt in München (13); Josef Hartinger (1893–1984), Erster Staatsanwalt in München (14) und Paul Zürcher (1893–1980), Amtsgerichtsrat in Freiburg (15).


Das Buch

wendet sich über Juristenkreise und die historische Forschung hinaus an alle, die sich für die Themen NSUnrecht, Widerstand und Zivilcourage interessieren. Es leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Frage, welches Ethos junge Juristinnen und Juristen heute haben sollten.

Mehr dazu

"(...) Erfasst sind nach einer Einführung Johannes Tuchels über Möglichkeiten und Grenzen des Widerstandes von Richtern und Staatsanwälten insgesamt siebzehn Biographien - Bräuninger, Friedrich (1877 - 1942), Dohnanyi, Hans von (1902 - 1945), Ehret, Wilhelm (1898 - 1982), Gauger, Martin (1905 - 1941), Heldmann, Heinrich (1871 - 1945), Husen, Paulus von (1891 - 1971), Kreysig, Lothar (1898 - 1986), Lenz, Otto (1903 - 1957), Mosler, Karl (1872 - 1946), Reichling, Karl (1888 - 1978), Sauerländer, Johann David (1881 - 1969), Steinmetz, Karl (1880 - 1970), Hartinger, Josef (1893 - 1984) und Zürcher, Paul (1893 - 1980) - sechzehner Autoren (darunter auch Ingo Müller) des gesamten schwarz-weiß gehaltenen Bandes. Wie die furchtbaren Juristen keine Furcht erzeugen hätten müssen, hätten auch die furchtlosen Juristen eigentlich keine Furcht haben müssen, weil sie ja nur das von der Gesellschaft gewollte Recht auf Mitmenschen anzuwenden hatten. Weil das Recht aber die subjektive Entscheidung eröffnet und der Mensch im oft gefälligen Dienste der Macht auch davon aus unterschiedlichsten Beweggründen in vielfältigen Hinsichten Gebrauch macht, verdient die Minderheit, die dabei persönlichen Mut gegenüber Druck oder Gefahr zeigt, ehrende Anerkennung, wie sie das vorliegende Buch gegenüber wenigen, deren Namen überwiegend längst vergessen sind, beispielhaft versucht."
Gerhard Köbler, in: Zeitschrift für integrative europäische Rechtsgeschichte 07/2017, zur 1. Auflage 2017


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