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Reinhardt, Volker

Pontifex

Die Geschichte der Päpste
Von Petrus bis Franziskus

2017. 928 S.: mit 109 Abbildungen und 4 Karten. Gebunden

ISBN 978-3-406-70381-2

Von Volker Reinhardt

Erschienen: 16.02.2017, sofort lieferbar!

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Hüter einer ewigen Ordnung: So sehen sich die Päpste, deren Institution durch ihre lange Kontinuität fasziniert. Volker Reinhardt zeigt, dass diese Unveränderlichkeit eine Fiktion ist. Er erzählt höchst spannend, wie sich das Papsttum immer wieder neu erfunden hat, und vollbringt das Kunststück, dabei jedem Pontifikat in seinen theologischen, politischen und kulturellen Besonderheiten gerecht zu werden.
Volker Reinhardt legt nach dreißigjähriger Forschung zur Geschichte Roms und des Papsttums mit diesem Buch die seit Langem erste Gesamtgeschichte der Päpste aus der Feder eines Historikers vor. Er schildert, wie die Bischöfe von Rom in der Antike den Primat über alle anderen Bischöfe durchsetzten, im Mittelalter die Hoheit über Könige und Kaiser gewannen, als weltliche Herrscher den Kirchenstaat vergrößerten und dabei jahrhundertelang die Erhöhung der eigenen Familie im Blick hatten. Unzählige Kunstwerke zeugen bis heute von diesem vielfältigen Machtanspruch, und die meisten entstanden in Renaissance und Barock, als die Machtfülle schon bröckelte. Bis weit ins 20. Jahrhundert stemmten sich die Päpste gegen die Moderne und handelten dem Papsttum das Stigma des Ewiggestrigen ein. Aber der Ruf nach Reformern ist, wie die fulminante Darstellung zeigt, so alt wie das Papsttum.

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Einleitung 


1. Legenden, Uranfänge und erste Machtkämpfe: Von Petrus bis Eusebius (309/310)

Das Petrus-Problem

Schattenbeschwörung: Von Linus zu Eleutherus

Streit um Ostern und das Problem des Kaiserkults: Victor I., Zephyrinus, Calixtus I.

Das Problem der «Gefallenen»: Urban I., Pontian, Anterus, Fabian, Cornelius, Lucius I. 

Taufstreit und Autoritätskonfl ikte: Stephan I., Sixtus II., Dionysius

Meeresstille und unruhige Fahrt: Felix I., Eutychianus, Caius, Marcellinus, Marcellus I., Eusebius

 

2. Die «Konstantinische Wende» und der Weg zum doppelten Primat: Von Miltiades bis Johannes II. (311–535)

Toleranzedikt und Konzil: Miltiades, Silvester I.

Streit um ein Jota: Marcus, Julius I., Liberius

Der erste Papst: Damasus I.

Reichsverfall und Primatansprüche: Siricius, Anastasius I., Innozenz I.

Günstlingswirtschaft , Gnadenstreit, Grabenkämpfe: Zosimus, Bonifaz I., Cölestin I., Sixtus III.

«Konsul Gottes»: Leo I.

Zwischen Arianern und Monophysiten: Hilarius, Simplicius, Felix III.

Zwei Schwerter, ein Papst: Gelasius I.

Zwischen Goten und Kaisern: Anastasius II., Symmachus, Hormisdas, Johannes I.

Streit um die Designation: Felix IV., Bonifaz II., Johannes II. .

 

3. Am langen Arm von Byzanz: Von Agapet I. bis Constantin (535–715)

Marionette und Märtyrer: Agapet I., Silverius, Vigilius

Zwischen Langobarden und Byzanz: Pelagius I., Johannes III., Benedikt I., Pelagius II.

Schutzherr der Ewigen Stadt: Gregor I.

Blicke nach Westen: Sabinian, Bonifaz III., Bonifaz IV., Deusdedit, Bonifaz V.

Der Papst als Ketzer? Honorius I.

Gegen den Monotheletismus: Severinus, Johannes IV., Th eodor I., Martin I., Eugen I., Vitalian

Ruhe vor dem Sturm: Adeodatus, Donus, Agatho, Leo II., Benedikt II., Johannes V.

Eiszeit und Beginn der Emanzipation: Konon, Sergius I., Johannes VI., Johannes VII., Sisinnius, Constantin . .

 

4. Der Weg nach Westen: Von Gregor II. bis Nikolaus I. (715–867)

Bilderkämpfe: Gregor II., Gregor III.

Die fränkische Wende: Zacharias, Stephan II.

Adelsherrschaft : Paul I., Stephan III.

Familienmacht und Nepotismus: Hadrian I.

Kaisermacher und Kirchenbauer: Leo III., Stephan IV., Paschalis I.

Symbolische Selbstbehauptung: Eugen II., Valentin, Gregor IV., Sergius II.

Seeschlacht, Borgomauern und Reliquien: Leo IV.

Legenden und letzter Glanz: Benedikt III., Nikolaus I.

 

5. Silberstreifen an blutigen Horizonten: Von Hadrian II. bis Gregor VI. (867–1046)

Verbrechen an Lebenden und Toten: Hadrian II., Johannes VIII., Marinus I., Hadrian III., Stephan V.

Papst oder nicht Papst? Formosus, Bonifaz VI., Stephan VI., Romanus, Theodor II., Johannes IX., Benedikt IV., Leo V.

Mord und Geblütsheiligkeit: Sergius III., Anastasius III., Lando, Johannes X., Leo VI., Stephan VII., Johannes XI.

Alberichs Päpste: Leo VII., Stephan VIII., Marinus II., Agapet II., Johannes XII.

Für und gegen Otto I.: Leo VIII., Benedikt V., Johannes XIII.

Marionetten der Crescenzier: Benedikt VI., Benedikt VII., Johannes XIV., Johannes XV.

Träume von einem neuen Rom: Gregor V., Silvester II.

Crescenzier-Päpste, neue Folge: Johannes XVII., Johannes XVIII., Sergius IV., Benedikt VIII., Johannes XIX. . 244 Drei sind zwei zu viel: Benedikt IX., Silvester III., Gregor VI. 

 

6. Kirchenreform und Hegemoniekämpfe: Von Clemens II. bis Cölestin III. (1046–1198)

Päpste von Kaisers Gnaden: Clemens II., Damasus II., Leo IX.

Emanzipation vom Reich: Victor II., Stephan IX., Nikolaus II., Alexander II.

Radikalreform: Gregor VII.

Reformkurs und Kreuzzug: Victor III., Urban II.

Kämpfe mit dem Kaiser: Paschalis II.

Der Weg zum «Wormser Konkordat»: Gelasius II., Calixtus II.

Normannen und Schismatiker: Honorius II., Innozenz II.

Kämpfe um die Kommune: Cölestin II., Lucius II., Eugen III., Anastasius IV., Hadrian IV.

Kampf gegen Barbarossa: Alexander III.

Ketzerbekämpfung und staufi sche Umklammerung: Lucius III., Urban III., Gregor VIII., Clemens III., Cölestin III.

 

7. Der Kampf um die Vormacht: Von Innozenz III. bis Benedikt XI. (1198–1304)

Herr der Christenheit: Innozenz III.

Trügerische Harmonie: Honorius III.

Gegen den Antichrist: Gregor IX.

Erstes «Konklave» und fi nale Kämpfe gegen die Staufer: Cölestin IV., Innozenz IV., Alexander IV.

Für die Monarchie der Anjou: Urban IV., Clemens IV., Gregor X., Innozenz V., Hadrian V., Johannes XXI.

Bärchen an der Macht: Nikolaus III.

Zwischen Rom und Neapel: Martin IV., Honorius IV., Nikolaus IV.

Der Eremiten-Papst: Cölestin V.

Kleriker gegen Laien: Bonifaz VIII., Benedikt XI.

 

8. Umzug nach Avignon und Schisma: Von Clemens V. bis Gregor XII. (1305–1415)

An der Seite Philipps des Schönen: Clemens V. 

Finanzgenie mit Tiara: Johannes XXII.

Müllerssohn und Minister: Benedikt XII., Clemens VI.

Reform- und Rückkehrversuche: Innozenz VI., Urban V., Gregor XI.

Der Weg ins Schisma: Urban VI.

Neapel am Tiber: Bonifaz IX., Innozenz VII.

Ein Papst mit zwei Rivalen: Gregor XII.

 

9. Neuanfang, Renaissance-Kultur und Krise: Von Martin V. zu Paul III. (1417–1534)

Rom, süßes Rom: Martin V.

Triumph des langen Atems: Eugen IV.

Ausgleich im Westen, Katastrophe im Osten: Nikolaus V.

Türkenkrieg, Nepotismus und Personenkult: Calixtus III. und Pius II.

Intermezzo mit Rufmord: Paul II.

Der entfesselte Franziskaner: Sixtus IV.

Atempause: Innozenz VIII.

Die Borgia an der Macht: Alexander VI.

Zurück in die 60er-Jahre – vorwärts ins Goldene Zeitalter: Pius III., Julius II.

Genussmensch und Machtpolitiker: Leo X.

Schuldzuweisungen und Selbstzerfl eischung: Hadrian VI.

Selbstzerstörung: Clemens VII.

 

10. Konzil, Reform und die Grenzen der Erneuerung: Von Paul III. bis Clemens VIII. (1534–1605)

Januskopf: Paul III.

Förderer des Frohsinns: Julius III.

Reform, milde und hart: Marcellus II. und Paul IV.

Rollentausch: Pius IV.

Radikalreform: Pius V.

Rekatholisierung und neue Zeitrechnung: Gregor XIII.

Banditenkrieg und Sternplan: Sixtus V.

Nachhall der Reform: Urban VII., Gregor XIV., Innozenz IX., Clemens VIII., Leo XI.

 

11. Nepotenherrlichkeit und barocke Prachtentfaltung: Von Paul V. bis Clemens X. (1605–1676)

Verflechtung und Ängstlichkeit: Paul V.

Aktives Intermezzo: Gregor XV.

Der Kosmos der Barberini: Urban VIII.

Die «Päpstin» und ihre Skandale: Innozenz X.

Den Sonnenkönig im Nacken: Alexander VII.

"Packend und detailreich."
Jörg Ernesti, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. April 2017

"Höchst spannend und gut verständlich."
Theodor Kissel, Spektrum der Wissenschaft, April 2017

Leseprobe:
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