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Sabrow, Martin

Erich Honecker

Das Leben davor
1912-1945

2016. XXXII, 623 S.: mit 62 Abbildungen. Gebunden

ISBN 978-3-406-69809-5

Von Martin Sabrow

Erschienen: 19.09.2016, sofort lieferbar!

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Nichts verkörpert die DDR so sehr wie das maskenhafte Gesicht Erich Honeckers und dessen kommunistische Musterbiographie, die ihm der Parteiapparat maßschneiderte. Martin Sabrow zeigt auf der Grundlage zahlreicher unbekannter Quellen, welche überraschenden Brüche und Nebenwege das Leben des saarländischen Jungkommunisten prägten. Erich Honecker (1912 – 1994) war von frühester Kindheit an fest im kommunistischen Milieu des Saarlands verwurzelt, und doch war er als Teenager auch offen für neue Orientierung. Er fuhr nach Pommern, um Bauer zu werden, kehrte für eine Dachdeckerlehre in die Heimat zurück, studierte an der Parteihochschule in Moskau und ging 1933 in den Widerstand. Erstmals werden diese Stationen detailliert nachgezeichnet, und sie eröffnen überraschende Ausblicke, etwa auf Honeckers enges Verhältnis zu Herbert Wehner oder seine Beteiligung an einem Terroranschlag. 1935 musste der Jungfunktionär untertauchen. Was machte er monatelang in Paris? Wie kam es zu seinem konspirativen Einsatz in Berlin und wie zu seiner Verhaftung? Von Rätseln umrankt war bisher auch, wie es Honecker gelang, wenige Wochen vor Kriegsende zu fliehen und bald darauf unbehelligt ins Gefängnis zurückzukehren. Die bahnbrechende Jugendbiographie des Revolutionärs und Überlebenskünstlers endet im Mai 1945, als Honecker eher zufällig Zugang zu Ulbricht fand und der Kaderabteilung seinen kommunistischen Lebenslauf einreichte, über den fortan die Partei wachte.

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Einleitung: Erich Honecker erzählen

 

Erster Teil: Honeckers Heimat

1. Wieder in Wiebelskirchen

2. Von der Schweiz an die Saar

3. Wege in die Welt

4. Jungkommunistische Lehr- und Wanderjahre

 

Zweiter Teil: Zwischen Legalität und Illegalität

1. Nach Hitler kommen wir

2. Polleiter im Saargebiet

3. Wechsel ins Ruhrgebiet

4. Im Visier der Gestapo

 

Dritter Teil: Heroismus der Schwäche

1. Oberberater Süd-West

2. Die Saarschlacht

3. Im Wartesaal des Exils

4. Der letzte Einsatz

 

Vierter Teil: In Hitlers Hand 

1. Endstation Anhalter Bahnhof

2. Die Verhaftung

3. Vor dem Volksgerichtshof4. Sträfling 523/37

5. Strategien des Überlebens

 

Fünfter Teil: Die Rückkehr der Zukunft

1. Entscheidung zur Flucht

2. Befreiung in Etappen

3. Der Weg zu Ulbricht

 

Sechster Teil: Das biographische Gepäck

1. Lesarten des Lebens

2. Jugendbiographie unter Parteikontrolle

3. Honeckers Memoiren

4. Die Lehren der Jahre davor


Anhang
Dank
Anmerkungen
Abkürzungsverzeichnis
Quellen und Literatur
Bildnachweis
Personenregister

"Es ist die große biographische Erzählung, die den Leser in ihren Bann zieht. Dafür hat Martin Sabrow historische Detektivarbeit geleistet"
Ulrich Mählert, damals, Januar 2017

"Solide recherchierte und brillant geschriebene Biographie"
Detlef Nakath, Junge Welt, 24. Dezember 2016

"In seiner großen Biographie des jungen Honecker unterzieht Martin Sabrow den 'über Jahrzehnte gebildeten und geschützten Heiligenschein von Honeckers Lebensgeschichte' einer kritischen Überprüfung"
Petra Weber, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Oktober 2016

"eine sachliche und quellengesättigte Jugendbiografie"
Siegfried Prokop, Neues Deutschland, 21. Oktober 2016

"gibt überraschende Einblicke in das Leben des Spitzenfunktionärs, der an seinen einfachen Überzeugungen bis zum Schluss festhielt. Der 62-jährige Autor versteht seine differenzierte Beschreibung als 'Legendenkritik'. Er habe den 'Heiligenschein' von Honeckers Leben gegen die 'Blässe der biografischen Wirklichkeit' gehalten"
Jutta Schütz, dpa, 16. Oktober 2016

"Die Formel vom 'Heroismus der Schwäche', die Sabrow für Honeckers Jahre vor der Macht findet, zeigt seine hohe Kunst, eine Reizfigur der Geschichte zu beschreiben - ganz ohne Schaum vor dem Mund"
Rainer Volk, SWR2 Kultur Info, 30. September 2016

"liest sich wie ein Agententhriller [...] großartiges Buch"
Marc Reichwein, Literarische WELT, 1. Oktober 2016

"bahnbrechend"
Nürtinger Zeitung, 29. September 2016

"Ein wichtiges Buch"
Morgenpost, 25. September 2016

"hervorragend recherchiertes und glänzend geschriebenes Buch"
Henry Bernhard, Deutschlandfunk, 19. September 2016

"Brillante Studie"
Wolfgang David, Sächsische Zeitung, 19. September 2016

"überzeugt durch originelle Beobachtungen, Sinn für Ironie und kluge Analyse"
Klaus Wiegrefe, Der Spiegel, 10. September 2016

Leseprobe:
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Heute!
26. April
20:00 Uhr
  • Vortrag
  • Geschichte als Aufklärung? Zur Krise eines liebgewonnenen Denkmodells
    Veranstaltungsort: Heinrich-Böll-Stiftung
  • Berlin, Schumannstr. 8
  • Moderation: Alfred Eichhorn, Journalist und Radiomoderator
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