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Cover des Buches 'Sartre' Ebook Icon

Schönherr-Mann, Hans-Martin

Sartre

Philosophie als Lebensform

Von Hans-Martin Schönherr-Mann

vergriffen, kein Nachdruck

2005. 174 S.: Broschiert

ISBN 978-3-406-51138-7

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Statt 16,90 € jetzt nur noch 7,95 €



Jean-Paul Sartre, dessen Geburtstag sich am 21. Juni 2005 zum hundertsten Male jährt, hat durch sein Denken und sein Engagement eine ganze Epoche geprägt. Hans-Martin Schönherr-Mann stellt Sartres intellektuelle Existenz vor und führt den Leser durch Sartres Werk. Er wird dabei von der Frage geleitet, inwieweit Sartres Philosophie und Lebensform des Existenzialismus Antworten auf die aktuellen Probleme im Zeitalter der Globalisierung und Individualisierung zu geben vermag.

Hilft die Philosophie? Der moderne Mensch muß heute sein Leben weitgehend selber gestalten und wird dadurch für seine Existenz auch selbst verantwortlich. Doch kaum ein Philosoph des 20. Jahrhunderts interessiert sich für individuelle Lebensprobleme. Anders Jean-Paul Sartre: Gerade Ungewißheit eröffnet die individuelle Freiheit; der einzelne erhält nicht von außen, von Gott, Vaterland, der Familie oder der Klasse seine Aufgaben, die er nur noch gut auszuführen hat. Er muß den Sinn seines Lebens, sein Wesen selber zusammenstellen. Niemand nimmt ihm dafür die Verantwortung ab. Sartre verlangt in diesem Sinne vom Einzelnen Engagement. Sein Existenzialismus nimmt die notwendig reflexiven Lebensformen unter den Bedingungen der Individualisierung und Globalisierung in der Risikogesellschaft (Ulrich Beck) vorweg.
Das Buch gibt einen Überblick über Sartres Leben und sein Werk, führt dabei vor allem in seinen Existenzialismus ein und zeigt dessen Aktualität auf: eine philosophisch durchdachte Lebensform könnte dem modernen Menschen helfen, unter unsicheren sozialen, ethischen und religiösen Umständen die eigene Existenz zu gestalten.

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Einleitung: Zur Aktualität von Sartres Existentialismus: Eine Philosophie des Individuums für das 21. Jahrhundert

  1. Auf der Suche nach dem Sinn der individuellen Existenz in einer orientierungslosen Welt
  2. Die riskante Freiheit des Individuums als Chance und Zwang, die Lebensform selbst zu gestalten
  3. Zwischenmenschliche Herausforderungen und situative Grenzen der individuellen Freiheit
  4. Ein verdrehtes Bewusstsein (mauvaise foi) als Flucht vor der Entscheidung
  5. Individuelle Verantwortung als Realisierung der Freiheit unter Globalisierungsbedingungen
  6. Engagement als reflexive Lebensform zwischen Hingabe und Distanz gegenüber der Umwelt
  7. Entscheidung als vergeblicher Abschied von der Freiheit? Kommunismus, Marxismus, Linksradikalismus: Etappen von Sartres Engagement

Nachwort: uns bei der Bewältigung unserer lebensweltlichen Probleme?

Anmerkungen

Literatur

Personenregister