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Cover des Buches 'Papst und Teufel'
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Wolf, Hubert

Papst und Teufel

Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich

2., durchgesehene Auflage 2009. 360 S.: Mit 28 Abbildungen und 1 Karte. Gebunden

ISBN 978-3-406-57742-0

Von Hubert Wolf

Erschienen: 29.08.2008, sofort lieferbar!

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Warum Hitler nicht auf den Index kam – Hubert Wolf knackt die Geheimnisse der vatikanischen Archive

In diesem meisterhaft geschriebenen Buch präsentiert Hubert Wolf überraschende Erkenntnisse aus den kürzlich geöffneten vatikanischen Archiven zum Verhältnis von Vatikan und Nationalsozialismus. Auf faszinierende Weise wird dabei die Gedankenwelt von Päpsten, Kardinälen und Bischöfen erkennbar, die sich in einem weltgeschichtlichen Kampf gegen das Böse sahen. Noch nie wurden die Hintergründe ihrer wichtigsten Entscheidungen und Manöver so fundiert und anschaulich dargestellt.
Der Umgang des Heiligen Stuhls mit Weimarer Republik und „Drittem Reich“ ist von Spekulationen und Mythen umrankt. Nach fast siebzig Jahren wurden endlich die entscheidenden Akten für die Zeit bis 1939 freigegeben. Damit werden erstmals die harten Kämpfe hinter den hohen Mauern des Vatikans sichtbar. Philosemiten und Antisemiten, geschmeidige Diplomaten und dogmatische Fundamentalisten, selbstbewußte Bischöfe vor Ort und mächtige Kardinäle in Rom rangen um den richtigen Umgang mit den Mächten der Moderne: Liberalismus, Kommunismus, Faschismus und Nationalsozialismus. Hubert Wolf erklärt, warum eine philosemitische Vereinigung aufgelöst, gleichzeitig aber der Antisemitismus verurteilt wurde, wie es 1933 zum Konkordat mit dem „Dritten Reich“ kam, warum Hitlers „Mein Kampf“ nicht verboten wurde und wie es sich mit dem päpstlichen „Schweigen“ zur Judenverfolgung verhält.

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PAPST UND TEUFEL?
Rom und die Herausforderungen des 20. Jahrhunderts
In den geheimen Archiven des Vatikans

1. DAS BÖSE NEUTRALISIEREN? VATIKANISCHE DIAGNOSEN UND REZEPTE FÜR DEUTSCHLAND (1917–1929)
Instruktionen für einen Nuntius
Ein Römer in Deutschland: Eugenio Pacelli
Einmischung oder Neutralität: Die päpstliche Friedensinitiative
Papstknechte oder Staatsknechte: Die deutschen Oberhirten
Vertrauensmann Pacellis: Die Karriere Bischof Preysings
Brave Schäfchen und aufmüpfige Intellektuelle: Die katholischen Laien
Zwischen Skylla und Charybdis: Die katholische Zentrumspartei
Als «Deutscher» zurück nach Rom: Prägungen und Handlungsmuster

2. PERFIDE JUDEN? STREIT IM VATIKAN ÜBER DEN ANTISEMITISMUS (1928)
«Laßt uns beten für die perfiden Juden»
Das Votum der Ritenkongregation
Vor dem Tribunal des Heiligen Offiziums
Antisemitismus auf katholisch?
Laßt uns beten für das auserwählte Volk Gottes

3. DER PAKT MIT DEM TEUFEL? DAS REICHSKONKORDAT UND SEINE VORGESCHICHTE (1930–1933)
Geheime Aufzeichnungen des Kardinalstaatssekretärs 
Bischöfe, Zentrum und NSDAP vor der «Machtergreifung»
Tausche Reichskonkordat gegen Ermächtigungsgesetz? Eine Forschungskontroverse
Marionetten Roms oder eigenständige Akteure? Zentrumspartei und Bischöfe
Das Reichskonkordat. Oder: Von der Pistole am Kopf des Kardinalstaatssekretärs

4. MOLTO DELICATO? DIE RÖMISCHE KURIE UND DIE JUDENVERFOLGUNG (1933–1939)
«Wenn das Schweigen noch länger anhält …» Edith Steins Brief an Pius XI.
Von Rabbinern und Lufthansapiloten: Bitten um päpstlichen Protest
Pius XI. auf dem Weg in die Öffentlichkeit
Bischöfe können reden, der Papst muß schweigen: Pius XII. und Bischof Galen

5. DOGMA ODER DIPLOMATIE? KATHOLISCHE WELTANSCHAUUNG UND NS-IDEOLOGIE (1933–1939)
Katholischer Totalitarismus gegen weltanschauliche Totalitarismen
Reine Lehre oder politischer Opportunismus? Pacelli und die Ökumene in Deutschland
Alfred Rosenberg auf dem «Index der verbotenen Bücher»
Hitlers «Mein Kampf» im Visier der römischen Glaubenswächter
Ein typisch römischer Kompromiß?

DANK

ANHANG
Zeittafel
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Literaturhinweise
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Die Leseprobe - für Sie vorgelesen
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