Beinart, Peter

Die amerikanischen Juden und Israel

Was falsch läuft

Israel ist die einzige etablierte Demokratie im Nahen Osten, doch die fortdauernde Besetzung und illegale Besiedlung der 1967 eroberten Gebiete hinterlassen ihre Spuren. Peter Beinart zeigt in diesem Buch, warum sich immer weniger junge amerikanische Juden mit Israel identifizieren. Er schildert den Zusammenstoß zwischen Obama und Netanjahu über die Nahostpolitik der USA und beschreibt das Versagen der amerikanischen jüdischen Organisationen, die sich kritiklos in den Dienst der israelischen Regierung stellen und damit ihre eigenen liberalen Wurzeln verraten.
Anders als noch vor 50 Jahren besteht, so die zentrale These dieses Buches, das Problem nicht mehr in der Schwäche des jüdischen Volkes. Vielmehr ist die wichtigste Aufgabe der Gegenwart, mit der Macht, die der jüdische Staat besitzt, richtig umzugehen. Dieser Herausforderung werden die israelische Regierung und die amerikanischen jüdischen Organisationen nicht gerecht. In Israel unterhöhlt die Besatzungspolitik die Demokratie. In den USA entfremdet die kritiklose Unterstützung der israelischen Politik durch Lobby-Organisationen wie AIPAC viele junge liberale Juden dem Zionismus. Schon in der nächsten Generation könnten die amerikanischen jüdischen Organisationen von Ultraorthodoxen dominiert werden. Beides zusammen könnte das Ende bedeuten für den Traum liberaler Zionisten, zu deren profiliertesten Vertretern Peter Beinart gehört: den Traum von einem Staat, der das jüdische Volk schützt und gleichzeitig demokratisch ist.
Von Peter Beinart. Aus dem Englischen von Stephan Gebauer.

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Bibliografie

978-3-406-64547-1

Erschienen am 12. März 2013

320 S.

Gebunden

Hardcover 24,95 € Kaufen
Inhalt
Einleitung

1 Die Krise in Israel

2 Die Krise in den Vereinigten Staaten

3 Sollten die amerikanischen Juden Israel kritisieren?

4 Ist die Besatzung Israels Schuld?

5 Der jüdische US-Präsident

6 Der monistische Ministerpräsident

7 Der Zusammenstoß

8 Die Demütigung

9 Die Zukunft

Schluss

Nachwort zur deutschen Ausgabe

Ein Hinweis zu den Quellen

Dank

Anmerkungen

Register
Pressestimmen

Pressestimmen

"Beinarts Buch (...) besticht durch die Entschiedenheit der Stellungnahme."
Urs Bitterli, Neue Zürcher Zeitung, 26. Mai 2013



"Ein Buch, das provoziert – und dadurch die dringend notwendige Debatte bereichert."
Katja Riddersbusch, Deutschlandfunk, 5. August 2013



"Peter Beinarts scharfsinnige Analyse wird womöglich vielen Wohlmeinenden manche liebgewonnenen Überzeugungen nehmen."
Heiko Flottau, Süddeutsche Zeitung, 2. Juli 2013



"Dieses Buch sollte für all jene, die sich mit dem Israel-/Palästinakonflikt befassen, eine absolute Pflichtlektüre sein! [Diese] Studie hat in den USA für Diskussion und Aufregung gesorgt und wird dies auch hier tun."
Micha Brumlik, Jüdische Allgemeine, 14. März 2013



"Lesenswert"
Wolfgang Taus, Wiener Zeitung, 4. Juni 2013



"Schonungslose[n] gesellschaftliche[n] Analyse der Gegenwart"
Detlev Claussen, taz, 25. Mai 2013