Blome, Hans-Joachim

Die Entdeckung des Urknalls

Georges Lemaître und die moderne Kosmologie

Der Entdecker des Urknalls war Astronom und zugleich katholischer Priester: der Belgier Georges Lemaître (1894 – 1966). Der Astrophysiker Hans-Joachim Blome zeichnet zum ersten Mal den spannenden Lebens- und Erkenntnisweg eines Mannes nach, der, obwohl er zu seinen Lebzeiten ein bekannter Forscher war, heute nur in Fachkreisen ein Begriff ist und es verdient, dem Vergessen entrissen zu werden. Lemaître hat schon in den 1920er Jahren aus den damals vorliegenden Messungen und seiner profunden Kenntnis von Einsteins Theorie gefolgert, dass sich nicht Galaxien durch den Raum bewegen, sondern der Weltraum selbst expandiert. Daraus folgte, dass das Universum seinen Anfang vor endlicher Zeit aus einer kompakten Energiekonzentration nahm. Lemaître nannte diesen Anfang noch „Ur-Atom“; als „Big Bang“ gehört er heute zum Standardmodell der Kosmologie. Bei einem persönlichen Treffen Ende des Jahres 1927 bemerkte Albert Einstein zu Georges Lemaître, dass er sein kosmologisches Modell als „abscheulich“ empfinde. Einstein stand mit dieser Auffassung keineswegs allein. Lemaîtres Entdeckung stieß anfänglich auf große Skepsis. Hans-Joachim Blomes Rekonstruktion von Lemaîtres ursprünglicher Einsicht ist ein Stück Wissenschaftsgeschichte als Detektivgeschichte – spannend zu lesen und äußerst zugänglich.


Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-69215-4

Rund 224 S.

Gebunden

Hardcover 21,95 € Kaufen