Nur wenn du alleine kommst

Souad Mekhennet, geboren 1978 in Frankfurt, hat ihr Leben lang zwischen den Welten gelebt. Die Tochter einer türkischen Mutter und eines marokkanischen Vaters ist teils bei ihren Eltern in Deutschland, teils bei ihrer Groß- mutter in Marokko aufgewachsen. Nach dem Besuch der Henri-Nannen-Schule für Journalismus in Hamburg und dem Studium der Politologie in Frankfurt lenkte der 11. September 2001 schlagartig ihr Interesse auf den islamistischen Terror. Sie recherchierte die Hintergründe und das Umfeld der Hamburger Terrorzelle und berichtete darüber in großen deutschen und amerikanischen Zeitungen. Kurz darauf deckte sie die Entführung und Folterung des Deutsch-Libanesen Khaled al-Masri durch die CIA und mit deutscher Rückendeckung auf und sorgte damit für Skandale in den USA und Deutschland.
Seitdem verfügt sie über ungewöhnliche Verbindungen zu den Most Wanted des Jihad. Sie sprach mit Taliban-Führern in Afghanistan und mit IS-Offizieren in Syrien. Es gelang ihr, den Anführer von Al-Qaida im Maghreb zu interviewen, obwohl ihr CIA-Agenten auf den Fersen waren, die den Al-Qaida-Chef suchten und dabei das Leben der Journalistin aufs Spiel setzten. Mit einzigartigem investigativem Talent enttarnte sie den berüchtigten IS-Henker «Jihadi John» und wusste nach den Pariser Anschlägen schon vor der Polizei, wer der in Saint Denis erschossene Attentäter war.
In ihrem bewegenden, höchst spannenden Buch berichtet Souad Mekhennet von ihrem Leben zwischen den Welten und ihren teils lebensgefährlichen Recherchen. Ihre meisterhaften Nahaufnahmen lassen uns die Kämpfe und Wünsche der islamischen Welt besser verstehen und führen uns heilsam vor Augen, dass sich der Clash zwischen Islam und Westen in Wirklichkeit nur in den Köpfen abspielt.
Heute arbeitet die Journalistin und Politikwissenschaftlerin für das Investigativteam der Washington Post. Zuvor hat sie für die ARD aus Marokko berichtet und für große amerikanische und deutsche Zeitungen geschrieben, u. a. New York Times, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Stern und ZEIT. Als Fellow an der School of Advanced International Studies (SAIS) in Washington und als Nieman Fellow an der Harvard University hat sie sich wissenschaftlich mit dem Jihadismus beschäftigt. Sie ist Mitautorin von Die Kinder des Dschihad (2008) und Islam (2008). 2012 wurde sie gemeinsam mit Elmar Theveßen für die Dokumentation 9 /11 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet und vom World Economic Forum zum «Young Global Leader 2014» ernannt. Bei C.H.Beck erschien von ihr zuletzt Dr.Tod. Die Jagd nach dem meistgesuchten NS-Verbrecher (mit Nicholas Kulish, 2015).

Souad Mekhennet erhält den Daniel Pearl Award 2017

Souad Mekhennet wurde der Daniel Pearl Award zuerkannt. Benannt nach dem 2002 ermordeten Wall Street Journalisten Daniel Pearl wird dieser Preis jährlich vom International Consortium of Investigative Journalists für außergewöhnlichen internationalen Investigativ-Journalismus verliehen.

Wir gratulieren sehr herzlich!


"Nur wenn du alleine kommst" in den Medien

«Eine herausragende Journalistin nimmt mich mit auf ihren eigenen, gefährlichen, schwierigen Weg zu den Quellen des Weltkonflikts, der unsere Zeit zu beherrschen scheint: der Glaubenskrieg des 21.Jahrhunderts. Ihr großartiges Buch hat mich nicht nur Faktengelehrt, sondern das,was uns offenbar mehr als alles andere fehlt: Verständnis.» 
Claus Kleber

«Nur wenn du allein kommst liest sich wie ein Thriller, in dem uns Souad Mekhennet ins Herz der islamischen Welt führt.»
Jessica Stern, Terrorismus Expertin an der Boston-University und für die Hoover Institution

«Mehr als eine großartige Erzählung: … eine Geschichte für unsere Zeit, ein erhellender Blick auf die Wurzeln des Islamismus von einer begnadeten, ungewöhnlich kühnen Journalistin.»
Joby Warrick, Pulitzer-Preisträger

«Souad Mekhennet hat ein faszinierendes Memoir geschrieben, das auf zwei Ebenen funktioniert: Auf der einen ist sie die Tochter muslimischer Immigranten in Deutschland, die nach Brücken zwischen beiden Welten sucht. Auf der zweiten Ebene ist sie eine unerschrockene Journalistin, die einige der gefährlichsten und wichtigsten Storys der letzten Jahre recherchiert und einen beispiellosen Zugang zu führenden Jihadisten bekommt. Beide Ebenen zusammen machen ihr Buch unwiderstehlich.»
Peter Bergen, Journalist und CNN-Terrorismus-Experte

«Wenn doch nur jeder Journalist mit Souad Mekhennets Kulturen überspannender Perspektive und ihren Verbindungen ein so scharfsinniges Buch schreiben würde! Es wird Sie nicht mehr loslassen.»
Azadeh Moaveni, iranisch-amerikanische Journalistin und Autorin

«Ein mutiges, einfühlsames, äußerst kenntnisreiches Buch über den gegenwärtigen militanten Islam. Von einer Reporterin, die wiederholt bewiesen hat, dass sie eine der besten in diesem Geschäft ist, darf man nicht weniger erwarten.»
Jason Burke, Journalist und Buchautor

«Ein erschütternder Bericht aus erster Hand über die Motive der Jihadisten… Beim ersten Prozess gegen die Attentäter vom 11. September traf Mekhennet einen New Yorker Feuerwehrmann, der die amerikanische Regierung und die Medien dafür verantwortlich machte, dass die Bürger keine Ahnung vom Hass auf den Westen hatten. Auf der Grundlage zahlreicher Interviews mit Mitgliedern jihadistischer Gruppen, Folteropfern, Angehörigen von Terroristen, Flüchtlingen und verzweifelten Menschen legt sie die Ursachen des Hasses frei und hilft so unserem Unwissen ab… Ein Augen öffnendes Bild.»
Kirkus Review

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