Bußmann, Hadumod

Ich habe mich vor nichts im Leben gefürchtet

Die ungewöhnliche Geschichte der Therese Prinzessin von Bayern 1850 - 1925

Therese von Bayern (1850 – 1925), die Tochter des Prinzregenten Luitpold, darf als eine der bemerkenswertesten Frauen der Moderne gelten: Statt Erwartungen zu erfüllen, die Familie und Hof an die Wittelsbacher-Prinzessin richteten, ging sie ihre eigenen Wege. Sie wurde Naturforscherin, Weltreisende, erwarb akademische Ehrengrade und gewann politische Einsichten, die der untergehenden Monarchie fremd waren.

Hadumod Bußmann hat in jahrelanger Forschung viele unbekannte Quellen ausgewertet und die spannende Biographie einer außergewöhnlichen Frau geschrieben. In ihrer meisterlichen Darstellung wird eine Prinzessin lebendig, die nicht bereit war, ihre Gefühle und Geistesgaben gesellschaftlichen Konventionen zu opfern: Als sich zeigt, dass Therese ihre Liebe zu Otto von Bayern, dem Bruder von Ludwig II., infolge seiner heimtückischen Krankheit niemals würde leben können, schließt sie für sich dieses schmerzliche Kapitel ab. Sie wählt gegen massive Widerstände einen Weg, der sie als Naturwissenschaftlerin zu fremden Kulturen, in entlegene Weltgegenden und zu ganz unzeitgemäßen Erkenntnissen und Ehrungen führt.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-61353-1

Erschienen am 23. Februar 2011

5., durchgesehene Auflage, 2013

346 S.

In Leinen

Hardcover 24,95 € Kaufen
Inhalt

Prolog


1. Therese, Prinzessin von Bayern, 12. November 1850
Geburt in der Münchner Residenz


2. Die glücklichen Jahre meiner Kindheit
Von der Mutter geleitete Erziehung


3. Begabt mit ausgezeichneten Talenten
Privatunterricht im Palais Leuchtenberg


4. In meinem Herzen ging etwas entzwei
Der frühe Tod der Mutter


5. Du mußt heiraten, sonst fällst Du uns allen zur Last
Thereses unglückliche Liebe zu ihrem Vetter Otto


6. Ich bin zu einem Sonderling gestempelt worden
Facetten eines Selbstporträts


7. Könnte ich nur als Koffer mitgehen!
Von der Brautschau zur Schriftstellerei


8. Die geistreichste Frau, die mir im Leben begegnet ist
Charlotte Lady Blennerhassett


9. Freiheit war es, wonach ich leidenschaftlich lechzte
Reisen in die Selbstbestimmung


10. Ich war wie von Stein
Der Tod ihres Vetters Ludwig II.


11. Mein Lebensideal: Reisen in ferne Länder
Sehnsucht nach der Tropenwelt


12. Nach Amerika zu wissenschaftlichen Zwecken
Drei Expeditionen in die Neue Welt


13. Lücken in den Münchner Museen
Leidenschaftliche Sammlerin und Universalgelehrte


14. Damals waren solche Ehrungen etwas Ungeheuerliches
Einlass in die akademische Zunft


15. Schriftstellers Leiden – Schriftstellers Freuden
Reisen, Recherchieren und Redigieren


16. Der gütige Vater ist nicht mehr
Der Tod des Prinzregenten


17. Der unselige Krieg 1914/1918
Thereses oppositionelle Haltung


18. Die Monarchie ist abgesetzt
Kriegsende und Revolution


19. Nur in Staatshänden sind die Dinge sicher gewahrt
Hüterin familiärer und eigener Hinterlassenschaften


20. Ich habe mich vor nichts im Leben gefürchtet
Unerschrockenes Leiden – ergebenes Sterben


Epilog
Dank
ANHANG