Frame, Janet

Auf dem Maniototo

Roman

In ihrem vielleicht schönsten Roman erzählt Janet Frame von einer Frau, die, nachdem sie ihren Ehemann verloren hat, beschließt Schriftstellerin zu werden. Sie absolviert einen Kurs, geht auf Reisen, verliebt sich, heiratet erneut – und wird wieder Witwe. Auf Einladung von Freunden verbringt sie, die Neuseeländerin, den Sommer in Berkeley, Kalifornien, und erbt unversehens das Haus ihrer Freunde, die bei einem Erdbeben in Italien ums Leben kommen. Doch am Ende des Sommers tauchen sie quicklebendig wieder auf. Was ist Realität, was Fiktion, wie glaubwürdig ist die Erzählerin, die sich uns unter verschiedenen Namen vorstellt? Amüsant und detailreich, haarsträubend und bunt, in einer grandiosen Sprache erzählt dieser Roman lauter Geschichten und handelt dabei zugleich vom Schreiben und Erzählen selbst. Und das Maniototo, eine Hochebene in Neuseeland, die die Maori "Blutebene" nennen, ist eine Metapher für die Phantasiewelt der Autorin, für den "Ort der Imagination, den Knotenpunkt zwischen Literatur und Leben" (Manuela Reichart), den Janet Frame mit ihrer unvergleichlichen Sprache sichtbar macht.
Von Janet Frame. Aus dem Englischen von Lilian Faschinger.

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Bibliografie

978-3-406-65385-8

Erschienen am 16. September 2013

304 S.

Gebunden

Hardcover 19,95 € Kaufen
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Pressestimmen

Pressestimmen

"Das ist alles so böse und komisch geschrieben, dass man sich freut und sich gruselt und wonnevoll meint, man selber sei ja ganz anders als diese Romanfiguren. Während man tatsächlich enttarnt wird. Janet Frame kennt sich aus in den Labyrinthen der menschlichen Hirne und Seelen."
Gabriele von Arnim, Deutschlandradio Kultur, 13. September 2013