Käßmann, Margot / Silomon, Anke

Gott will Taten sehen

Christlicher Widerstand gegen Hitler

Dieses Buch versammelt erstmals die bewegendsten Zeugnisse aus dem christlichen Widerstand gegen Hitler, darunter auch bisher unpublizierte Texte. Die Briefe und Aufzeichnungen, die oft in großer Not und Gefahr geschrieben wurden, berühren zutiefst – und lassen uns darüber nachdenken, wo heute Mut zum Widerstand gefordert ist.
Für viele Widerständler wurde ihr christlicher Glaube zum moralischen Kompass und zur Quelle ihres Mutes. Es waren ganz unterschiedliche Menschen: Theologen, die sich enttäuscht von den Kirchen abwandten, Staatsbeamte und Militärs, die es nicht mehr ertrugen, an Verbrechen mitzuwirken, Studenten, die von einer gerechten Zukunft träumten, Frauen und Männer, Junge und Alte, Katholiken und Protestanten. Die einen führte ihr Glaube in den Widerstand, die anderen wurden durch den lebensgefährlichen Widerstand zu überzeugten Christen. Sie alle einte die Überzeugung, dass etwas getan werden musste, auch unter Einsatz des eigenen Lebens. Durch die chronologische Anordnung und die kundigen Einführungen zu Personen und Zeitumständen ist die einzigartige Anthologie zugleich eine höchst spannende Geschichte des christlichen Widerstands. Hautnah kann der Leser mitverfolgen, wie von den ersten zaghaften Protesten gegen das Unrechtsregime für einige mutige Menschen der Weg in den Untergrund und ins Gefängnis führte und wie ihnen gerade im Angesicht des Todes zur Gewissheit wurde, dass das "Dritte Reich" der größtmögliche Gegensatz zum Reich Gottes ist.
Ausgewählt, eingeleitet und kommentiert von Margot Käßmann und Anke Silomon.

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Bibliografie

978-3-406-64453-5

Erschienen am 12. Februar 2013

479 S., mit 48 Abbildungen

Gebunden

Hardcover 19,95 € Kaufen
e-Book 15,99 € Kaufen
Inhalt

Einleitung von Margot Käßmann

 

1932–1934 Warnungen und Mahnungen

Hermann Sasse
Jochen Klepper
Jochen Klepper
Wilhelm von Pechmann
Edith Stein
Friedrich Schauer
Friedrich Behr

1935–1937 Proteste und Einsprüche

Nieder mit Hitler! Ein Bericht der Gestapo, Mai 1935
Marga Meusel
Elisabeth Schmitz
Eberhard Bethge
Clemens August von Galen
Martin Niemöller
Konrad von Preysing

1938–1939 Ohnmacht und Widerstand

Reinhold Schneider
Karl Barth
Helmut Gollwitzer
Paul Robert Schneider
Theodor Roller
Hebe Kohlbrugge

1940 Wege in den Untergrund

Marion Yorck von Wartenburg
Maria Grollmuß
Lothar Kreyssig
Theophil Wurm
Magda und André Trocmé

1941 Mut und Angst

Gertrud Staewen
Clemens August von Galen
Bernhard Lichtenberg
Madeleine Barot

1942–1943 Die Macht des Wortes

Sophie Scholl
Helene Kafka
Jochen Klepper
Dietrich Bonhoeffer
Katharina Staritz
Helmut Gollwitzer
Hans Scholl und Alexander Schmorell
Kurt Huber

1943–1944 Tat und Attentat

Hans und Christine von Dohnanyi
Theodor Steltzer
Barbara und Hans Bernd von Haeften

1944–1945 Im Angesicht des Todes

Marion Yorck von Wartenburg
Elisabeth von Thadden
Freya und Helmuth James von Moltke
Heinrich Dalla Rosa
Dietrich Bonhoeffer
Albrecht Haushofer
Harald Poelchau
Alfred Delp
Carl Friedrich Goerdeler
Hans von Dohnanyi
Kurt Gerstein

1945–1946 Freiheit und Schuld

Isa Vermehren
Martin Niemöller

 

Literaturhinweise
Textnachweis
Bildnachweis
Personenregister