Rees, Matt Beynon

Der Verräter von Bethlehem

Omar Jussufs erster Fall

„Der palästinensische Dashiel Hammett“
L’Express

Omar Jussuf ist Geschichtslehrer für muslimische und christliche Kinder in Bethlehem, ein aufgeklärter, aber auch streitbarer Mann, den seine Vorgesetzten lieber heute als morgen im Ruhestand sehen möchten. Die christliche Minderheit schmilzt immer mehr zusammen, und gerade als Omar Jussuf sich dazu durchgerungen hat, mehr Abstand von der Schule zu gewinnen, wird einer seiner ehemaligen Lieblingsschüler verhaftet. George Saba, ein Christ, soll als Kollaborateur an einem Attentat auf einen führenden palästinensischen Widerstandskämpfer beteiligt gewesen sein. Jussuf kann nicht glauben, daß Saba „der Verräter von Bethlehem“ sein soll. Als niemand das geringste Interesse daran zeigt, die Wahrheit ans Licht zu bringen, beginnt der Lehrer auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei ist er alles andere als ein Held, ihn plagen Rückenschmerzen, ihm zittern die Hände, und besonders waghalsig war er noch nie. Die Morde aber gehen weiter, und Jussuf kämpft mit aller Kraft, damit kein Unschuldiger verurteilt wird. Vor einem politisch brisanten Hintergrund entspinnt Matt Beynon Rees eine tragische Geschichte, die uns am palästinensischen Alltag teilhaben läßt. Besatzung, Korruption und Selbstmordattentate zwischen bewaffneten Banden sind hier Normalität. Rees verbindet in seinem literarischen Debüt einen packenden Kriminalfall mit der Schilderung des Lebens in Bethlehem und stellt mit Omar Jussuf den ersten palästinensischen Ermittler in der Literatur vor. „Der Verräter von Bethlehem“ wurde in viele Länder verkauft und mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Omar Jussufs erster Fall, dem noch weitere folgen werden, ist ein Roman über den Kampf um Menschlichkeit in einer von Gewalt bedrohten Welt.
Von Matt Beynon Rees. Aus dem Englischen von Sigrid Langhaeuser.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-57035-3

Erschienen am 15. Februar 2008

3. Auflage, 2009

327 S.

Gebunden

Hardcover 17,90 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Ein subtiler Krimi, in dem neben der Klärung einer Mordserie auch Palästinas Alltag geschildert wird."
Franziska Schläpfer, Buchjournal, Sommer 2008



"‘Der Verräter von Bethlehem’ ist nicht nur ein überaus spannender Krimi, sondern gleichzeitig ein literarisches Soziogramm der palästinensischen Gesellschaft der Westbank. (...)
Rees Roman knüpft in seiner Mischung aus Milieuschilderung und  Mordserie an große amerikanische Autoren wie Dashiell Hammett und Raymond Chandler an und überzeugt auch in der gekürzten Hörbuchfassung, nicht zuletzt dank des variantenreichen Vortrags von Stephan Benson. ‘Der Verräter von Bethlehem’, auf 4 CDs bei C.H. Beck erschienen, zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass Autor Matt Reynon Rees die Krimihandlung nach authentischen Fällen modelliert hat."
Bernhard Jugel, Bayrischer Rundfunk – Hörfunk, 5. April 2008



"Bethlehem: Als sein Ex-Schüler George unter der Anklage verhaftet wird, ein Spitzel der Israelis zu sein, rafft sich der alte Lehrer Omar Jussuf auf, ihn zu retten. Und legt sich, trotz Husten und Rückenschmerzen, mit den lokalen Polit-Gangstern an, den Märtyrerbrigaden. Gut und Böse unter Kriegsbedingung."
Die Welt, Die 10 besten Krimis des Monats, 26. April 2008



"Aber Omar Jussuf, der „erste palästinensische Ermittler in der Literatur“, ist ja auch kein normaler Privatdetektiv und „Der Verräter von Bethlehem“ kein genretypischer Krimi. Matt Beynon Rees, lange Jahre britischer „Time“-Korrespondent in Jerusalem, benutzt die Form nur, um seine Erfahrungen mit und Ansichten über Wurzeln und Hintergründe des Nahost-Konflikts auf unterhaltsame, spannende Weise an seine – wohl eher westlichen – Leser zu vermitteln. Das ist legitim und über weite Strecken auch tatsächlich gelungen. „Der Verräter von Jerusalem“ stellt eine kenntnisreiche Milieustudie dar, was mehr ist als nur eine dramatisierte Reportage. Man lernt beiläufig viel über das schwierige Verhältnis von Muslimen, Christen und Juden rund um die Geburtskirche, über die Rolle der Familienclans im Westjordanland und die Ausbildung von Selbstmordattentätern, über die Machtkämpfe zwischen Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden und Regierung. Rees kennt die Atmosphäre permanenten Terrors und kann eindrucksvoll vom Alltag zwischen den Scharfschützen der israelischen Armee und den Scharfschützen des palästinensischen „Freiheitskampfes“ erzählen, von Menschen, die getrieben sind von ohnmächtiger Wut, Stolz, Angst und Resignation und sich im Grunde nur nach ein bisschen Friede, Liebesabenteuern, einem guten Geschäft oder einem Gespräch unter Freunden sehnen."
Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Juni 2008



"‘Alle in diesem Buch beschriebenen Verbrechen haben sich wirklich in Bethlehem zugetragen’, versichert Matt Rees eingangs. Man glaubt es seinem Roman aufs Wort."
Sigrid Löffler, Literaturen, Mai 2008



"Mal wütend, mal resigniert, aber immer furchtlos wettert der pädagogische Detektiv gegen die Phrasen der Hassprediger und eine ignorante, intolerante Gesellschaft überhaupt."
Martin Halter, Tagesanzeiger, 7. Juli 2008



"Der Jerusalemer ‘Time’- Korrespondent Matt Rees schickt seinen Helden tief in die Abgründe des Alltags im Besatzungsgebiet zwischen Israel und Palästina. Und auch, wenn Omar Jussuf am Ende vom Detektivleben erst einmal genug hat: bitte mehr von diesem ersten palästinensischen Ermittler der Literatur!"
Silja Ukena, Brigitte, 2. Juli 2008



"Bethlehem: Als sein Ex-Schüler George unter der Anklage verhaftet wird, ein Spitzel der Israelis zu sein, rafft sich der alte Lehrer Omar Jussuf auf, ihn zu retten. Legt sich mit den lokalen Märtyrerbrigaden an."
Die Welt, Krimi Welt - Die 10 besten Krimis des Monats Mai 2008, 31. Mai 2008



"Matt Beynon Rees weiß, wovon er spricht. Er ist Mitte der neunziger Jahre als Reporter nach Jerusalem gegangen und hat den Ausbruch der zweiten Intifada im Jahr 2000 als Bürochef des ‚Time’-Magazins erlebt. Mit ‚Cain’s Fields’ hat er ein Sachbuch über ‚Religion, Brudermord und Angst im Nahen Osten’ geschrieben, bevor er aus seinen Erfahrungen einen Detektivroman gemacht hat. Er bleibt dabei allerdings nahe an der Wirklichkeit, einer Wirklichkeit, die aus Folter, Selbstmordattentaten und Lynchjustiz besteht und mit ihrem body count den Rahmen jedes herkömmlichen Krimis sprengt."
Kolja Mensing, Der Tagesspiegel, 2. März 2008



"Vor einem brisanten Hintergrund verbindet Rees einen packenden Kriminalfall mit der Schilderung des Lebens in Bethlehem."
Buchjournal, Frühjahr 2008



"Matt Beynon Rees (...) erlebte jene blutigen Jahre von 2000 bis 2005 in Israel als Reporter der 'Times'. Täglich berichtete er über den Nahostkonflikt. Zwar ist er in Jerusalem geblieben, das Genre aber hat er gewechselt. Selbst traumatisiert vom Krieg, begab er sich 2008 auf das Feld der Fiktion, 'in der Hoffnung, auf diese Weise Wahrheiten aussprechen zu können, die mir als Journalist nicht mehr möglich schienen'. Mit seinem Debüt, 'Der Verräter von Bethlehem', das ein Jahr nach der englischen Ausgabe auch auf Deutsch beim Münchner C.H.-Beck-Verlag erschien, wagte Rees, was vor ihm niemand riskiert hatte: einen Krimi in den Palästinensergebieten anzusiedeln."
Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Februar 2011



"(...) endlich einmal ein Krimi aus dem palästinensischen Gebiet! Matt Beynon Ress hat ein kluges, ruhiges und zum Schluss sehr spannendes Buch geschrieben. Bitte bald mehr von Omar Jussuf!"
Günther Keil, Radio Gong 96,3, 20. April 2008



"Verblüffenderweise gibt es erst jetzt den ersten Detektiv, der in Palästina ermittelt. Geschaffen hat ihn Matt Beynon Rees. Der 1967 geborene Waliser war sieben Jahre lang Nahostkorrespondent des ‘Time Magazine’. Noch heute lebt er dort. Sein sorgfältig konstruierter Kriminalroman um den Lehrer Omar Jussuf, der versucht, einen christlichen Freund vor einem Todesurteil zu bewahren und tief in Korruption und Machenschaften palästinensischer Terrorgruppen gezogen wird, zehrt stark vom Lokalkolorit."
ka, Rheinischer Merkur, 3. April 2008



"Statt die Liste unzähliger, meist oberflächlicher, sich im Nachhinein prompt als Fehlurteile auszeichnende Analysen über den israelisch-palästinensischen Konflikt noch zu verlängern, wagt der walisische Autor ein Experiment: Er schreibt einen Kriminalroman, der vor Ort, in Palästina, spielt. Und der brisante Versuch ist ganz überwiegend gelungen. Der frühere Bürochef von „Time“ in Jerusalem lässt Omar Jussuf, Geschichtslehrer an einer von der UNO betriebenen Schule in Bethlehem, in die Rolle des wohl ersten palästinensischen Ermittlers in der Geschichte der Kriminalliteratur schlüpfen."
Ewald Stein, Handelsblatt, 21./22. November 2008



"Matt Beynon Rees hat mit ihm (Omar Jussuf) eine Figur geschaffen, die sich nicht hinter anderen berühmten Ermittlern verstecken muss. Zugleich gibt der Journalist in seinem hervorragenden Krimidebut einfühlsam und ausgewogen Einblicke in den krisengeschüttelten Alltag im Nahen Osten. Hochspannung pur – gerade will die Geschichte so real ist: Alle in dem Buch beschriebenen Verbrechen haben sich in all ihrer Grausamkeit wirklich in Bethlehem zugetragen."
Susanne Neumann, Norddeutscher Rundfunk, 23. April 2008



"Egal, wo Matt Rees auf dem Papier morden und ermitteln lässt – ich werde es bestimmt lesen."
Katja Stumpp, Bild.de, 14. Oktober 2008



"Rees’ Bücher sind weder proisraelisch noch propalästinensisch. ‘Omar Jussuf ist ein klar denkender Mann, der weiß, dass die Probleme auch mit der israelischen Politik zu tun haben, aber die kann er ohnehin nicht beeinflussen’. (...) Doch so erfährt der Krimileser über diese schöne, karge Landschaft und ihre Menschen denn auch Geschichten, um die sich sonst kaum jemand kümmert."
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung, 22. Juni 2011



"Um Yussufs Recherchen und ständig wechselnden Theorien folgen zu können, sind Kenntnisse über die schwierige Situation in Bethlehem und den umliegenden Flüchtlingslagern nötig – denn darin liegen letztlich Ursache und Lösung des Falls um den Verräter von Bethlehem. Und weil es dem wesentlichen Leser gerade an diesem Wissen über die palästinensischen Gesellschaftsstrukturen mangelt, vermittelt es der Autor mit geschicktem und sensiblem Kunstgriff zwischen den Zeilen. Was steckt hinter dem Jubel der Mütter von Sprengstoffgürtel-Trägern? Was macht die Familienväter zu Märtyrern? Nicht alle Fragen werden von Rees beantwortet. Aber zumindest gestellt."
Caro Wiesauer, Kurier, 29. März 2008



"Da hat mitten in explosivstem Weltgeschehen ein gebürtiger Waliser eine Marktlücke entdeckt – spannend geschriebene Fiktion, die der scheinbar hoffnungslos einander verquirlten Tatsachenwelt (und Zeitungswirklichkeit) wenigstens im Rahmen einer Story zu Kohärenz verhilft, dabei jedoch weder glättet noch übertreibt oder idealisiert."
Marko Martin, Die Welt, Die literarische Welt, 25. Oktober 2008



"Matt Rees hat nach langen Jahren als Journalist festgestellt, dass er der Wirklichkeit in Büchern näher kommt – also schreibt er nun Palästinenser-Krimis, die eine kaputte Gesellschaft und ihre Tragik von innen beleuchtet. ‘Der Verräter von Bethlehem’ ist die erste Folge. Sein Held ist Omar Jussuf, ein streitbarer und kränklicher Geschichtslehrer, der stur seinen Schülern beibringt, den eigenen Kopf und das eigene Herz zu benutzen."
Abendzeitung, 26. April 2008



"‘Der Verräter von Bethlehem’ ist ein packender Krimi vor dem Hintergrund einer bitteren politischen Wirklichkeit."
MSE, Süddeutsche Zeitung, SZ Extra, 17. April 2008



"‘Der Verräter von Bethlehem’ ist absolut authentisch und spannend."
Vanity Fair, 27. März 2008



"Wer wirklich etwas über das Leben in den palästinensischen Gebieten lernen will, soll unbedingt zu Rees greifen, der zum Thema auch schon Sachbücher geschrieben hat. Jetzt funktioniert sein Wissen als Krimi. (...) Definitiv eine Empfehlung."
Andreas Ammer, Deutschlandfunk, 12. Februar 2008



"Falsches Spiel unter falschen Freunden – ‘Der Dashiell Hammett von Palästina’. Matt Beynon Rees und sein Meisterkrimi ‘Der Verräter von Bethlehem’
(...) Geschickt hat Matt Beynon Rees in seinen Ermittlerroman die palästinensischen Realitäten eingesponnen. Er beschreibt, wie die gemäßigten Palästinenser den extremistischen Gruppierungen hilflos ausgeliefert sind. (...)
Mit seinem literarischen Auftakt gelang Matt Beynon Rees sogleich der Sprung in die Ehrenhalle der Krimiautoren. Die internationalen Kritiker verglichen seinen Kriminalroman mit den Arbeiten von Graham Greene, John Le Carré, Georges Simenon und Henning Mankell, der französische L’Express bezeichnete Rees als ‘Dashiell Hammett von Palästina’. Im Magazin der amerikanischen Library Association fand ‘Der Verräter von Bethlehem’ einen Platz unter den zehn besten Krimis. Der Dramaturg und Filmemacher Sir David Hare kürte Omar Yussuf’s ersten Fall im englischen Guardian sogar zum Buch des Jahres. Freizeitkommissar Omar Yussuf fand sogleich Aufnahme in die Spitzenriege internationaler Ermittler der Kriminalliteratur. Es finden sich Vergleiche mit Agatha Christies Miss Marple, mit Ian Rankins Kommissar John Rebus oder mit Andrea Camilleries Inspektor Montalbano. (...)
Mit ‘Der Verräter von Bethlehem’ legt der C.H. Beck Verlag daher den Auftakt einer viel versprechenden Kriminalreihe auf, die nicht nur höchst spannend ist, sondern dem Leser auch einen einmaligen Zugang zur palästinensischen Gesellschaft verschafft. Rees’ Buch ist ein kriminalistisches Glanzstück, welches journalistisches Faktenwissen mit literarischem Einfallsreichtum aufs Vortrefflichste miteinander verbindet. ‘Der Verräter von Bethlehem’ – ein Muss für jeden Anhänger der Kriminalliteratur und zugleich höchst empfehlenswert für jeden Nahostinteressierten."
Thomas Hummitzsch, Die Berliner Literaturkritik, 26. März 2008



"Hochspannend!"
Freundin, 21. Mai 2008