Ludwig, Klemens

Vielvölkerstaat China

Die nationalen Minderheiten im Reich der Mitte

Die Volksrepublik China ist kein so homogener Einheitsstaat wie es der Öffentlichkeit bisweilen erscheinen mag. 56 offiziell anerkannte nationale Minderheiten machen zwar nur acht Prozent der Bevölkerung aus, doch sie bewohnen mehr als die Hälfte des Staatsgebietes – und sie stellen etwa 100 Millionen Menschen. Wie geht China mit diesen Minderheiten um? Welche Traditionen werden gepflegt und wie sieht die politische Teilhabe in China aus? Es zeigt sich, das die Politik der chinesischen Zentralgewalt höchst unterschiedlich ausfällt: sie reicht von "positiver Diskriminierung", d.h. Außerkraftsetzen z.B. des Gebots der Ein-Kind-Familie, bis hin zu militärischer Unterdrückung, z.B. gegenüber Tibetern und Uiguren.
In dem Buch wird das "andere China" kompakt und auf dem aktuellen Stand vorgestellt. Ein zentraler Beitrag zum Verständnis Chinas.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-59209-6

Erschienen am 31. August 2009

192 S., Mit 14 Abbildungen und 1 Karte

Paperback

Broschur 12,95 € Kaufen
Inhalt
Einführung
100 Mio. «Minderheiten»

1. Kapitel
Kampf um die Deutungshoheit
Vom schwierigen Umgang mit den Begriffen

2. Kapitel
Das «Reich der Mitte»
Chinas Machtanspruch auf Ostasien – Ein historischer Überblick

3. Kapitel
Zwischen rücksichtsloser Sinisierung und positiver Diskriminierung
Chinas Nationalitätenpolitik – Ein politischer Überblick

4. Kapitel
Das andere China
55 nationale Minderheiten – Ein ethno-geografischer Überblick

5. Kapitel
Die Renaissance des Glaubens
Die religiösen Gemeinschaften in China

Epilog
Chinas Ängste

Die Nationalitätenfragen
als Faktor der Instabilität?

Anhang
Die chinesischen Dynastien
Weiterführende Literatur
Anmerkungen