Schmid, Ulrich

Lew Tolstoi

Tolstoi-Jahr 2010
100. Todestag am 20. November


Lew Tolstoi (1828–1910) hat mit Krieg und Frieden (1868) und Anna Karenina (1875) den russischen Gesellschaftsroman in die Weltliteratur eingeführt. In seiner Schreibweise verwendete er radikal neue Techniken. Diese Kurzbiographie zeichnet nach, wie Tolstoi mit den Lebensentwürfen seiner literarischen Figuren experimentiert und sie auf seine eigene Lebenspraxis anwendet, die sich zunehmend radikalisierte. Tolstoi war am Ende seines Lebens der berühmteste Russe, exkommuniziert, den zaristischen Obrigkeiten ein Dorn im Auge und seine Ehekonflikte ein offenes Geheimnis.

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-58793-1

Erschienen am 31. August 2010

125 S.

Paperback

Broschur 8,95 € Kaufen
Inhalt
1. Einleitung

2. Familie, Ehedrama und Wunsch nach Einsamkeit

3. Erziehung und Bildung – Tolstoi als Autodidakt und Pädagoge

4. Expedition in den Kaukasus, Krimkrieg und Wende zum Pazifismus

5. Tolstois Ablehnung des Staates und seine Korrespondenz mit den Zaren

6. Horror vor dem Sterben, Kritik an der Todesstrafe und symbolischer Selbstmord

7. Der pflügende Graf in Jasnaja Poljana – Tolstois Verherrlichung des einfachen Volks

8. Tolstois Kampf gegen den Sexus

9. Die Erschaffung einer eigenen Religion und der Konflikt mit der orthodoxen Kirche

10. Gegen Shakespeare und Beethoven – Kunst als «Ansteckung»

11. Tolstoi und die russische Kultur – Konkurrenz, Ruhm und Sowjetisierung

12. Tolstois Wirkung in der Weltliteratur

13. Zeittafel

14. Weiterführende Literaturhinweise

15. Personenregister