Vorwort
I. Wie alles begann ...
1. Das ideale Licht
2. Abschied vom Gewohnten
3. Ein Besuch im Laboratorium oder «Wo ist der Fußball?»
4. Welle ...
5. ... oder Teilchen? Die Entdeckung des Zufalls
II. Neue Experimente, neue Unsicherheiten, neue Fragen
1. Von Teilchen und Zwillingen
2. Verschränkung und Wahrscheinlichkeit
3. Die Entdeckung des John Bell
4. Der Tyrann und das Orakel
5. Die Grenzen der Quantenwelt und der französische Prinz
6. Warum es uns gibt
III. Vom Nutzen des Zwecklosen
1. Romeos geheime Nachricht an Julia
2. Alice und Bob
3. Die ganz neue Generation
IV. Einsteins Schleier
1. Symbol und Wirklichkeit
2. Deutungsmodelle der Quantenphysik
3. Die Kopenhagener Interpretation
4. Die falsche und die tiefe Wahrheit
5. Einsteins Irrtum
6. Wahrscheinlichkeitswellen
7. Die Entschärfung der Superbombe
8. Licht aus der Vergangenheit
V. Die Welt als Information
1. Muss es so kompliziert sein?
2. Das Spiel der zwanzig Fragen
3. Information und Wirklichkeit
4. Hinter dem Schleier - die Welt ist Möglichkeit
Register
"Ein herausforderndes Buch mit magischer Anziehungskraft"
Lois Lammerhuber, Buchreport Express, 3. Mai 2013
"Es ist häßlicher Laborjargon, von gequantelten Teilchen zu reden. Aber was ist ein Quant? Dieser Teil der Einsteinschen Arbeit ist anschaulich und ohne mathematisches Beiwerk dargestellt in „Einsteins Schleier“ von Anton Zeilinger im Verlag C.H.Beck."
Welt am Sonntag, 26. Januar 2005
"Das Buch ist ein aufschlussreiches Lesevergnügen, denn Zeilinger erzählt aus erster Hand von der experimentellen Erforschung der Quantenwelt."
Michael Springer, Spektrum der Wissenschaft, September 2003
"Teleportation, Quantencomputer und allerhand fantastische Dinge. Alles schwer zu verstehen. Aber wie erbaulich, einmal ein Buch zu lesen, in dem Einstein der Dumme ist. Er hat immmer unrecht. Und das nicht etwa, weil Einstein von den Vorgängen im Mikrokosmos nichts versteht. Im Gegenteil: Er begreift die bizarren Phänomene nur allzu gut."
Thomas De Padova, Der Tagesspiegel, 10. Juli 2003
"Zeilingers Buch ist ein harter Brocken. Aber es lohnt sich. Der Vollbärtige Wiener Nobelpreis-Anwärter führt den Leser in die Spiegelpaläste der Quantenphysik, in denen nichts so ist, wie es zu sein scheint. Und das Überraschendste: Zeilinger schreibt gut!"
Hartmut Wewetzer, Der Tagesspiegel, 10. Juli 2003
"Zeilingers Experimente eröffnen einen wunderbar anschaulichen Weg, die Quantenphysik zu erklären. Ein aufgeklärter Laie wird keinem Fachmann etwas glauben, was er nicht mit eigenen Augen überprüfen kann. Also beschreibt Zeilinger einfach und lebendig alles, was er in seinem Labor gesehen hat, wie sich auch größere Materieklumpen wie Wellen verhalten können und Interferenzmuster bilden, wie eine Veränderung an einem Ende des Labors offenbar instantan und mit Überlichtgeschwindigkeit ein Messergebnis an einem anderen Ende beeinflusst."
Ulrich Kühne, Süddeutsche Zeitung, 30. Juni 2003
"(...)die Quantenmechanik erschließt sich nur einem Physiker, vielleicht gerade noch einem Mathematiker, und das erst nach dem Vordiplom. Was ist aber, wenn eine Richterin, ein Elektrikermeister, oder ein Landarzt wissen will, was die Welt im Innersten zusammenhält? In diesem Fall können wir das Buch "Einsteins Schleier" von Anton Zeilinger empfehlen. Zeilinger ist ein bedeutender Experimentalphysiker mit einer selbst für Österreicher großen Anzahl von Ehrentiteln. Sein Buch ist erstaunlich allgemeinverständlich. Er beherrscht die Kunst des Weglassens und beschränkt sich auf das, was ohne viel Grundlagenwissen funktioniert.
Zeilinger schildert ausführlich eine ungewohnte Welt mit verblüffenden Phänomenen, an die man sich gewöhnen muß. Wenn man den ersten Schock einmal überwunden hat, dann hat man einiges begriffen. Die Quantenmechanik ist eine normale physikalische Theorie. Sie macht Vorhersagen, die sich experimentell verifizieren lassen, und enthält keine Widersprüche, die man nicht wegdiskutieren könnte. Sie hat eine wunderbare innere Logik. (...)
Das Buch ist sehr solide. Hier spricht der Hochschullehrer und nicht der Entertainer. Die Illustrationen sind so, wie man sie mit Kreide an die Wandtafel zeichnet: klar verständlich und ohne überflüssigen Schnickschnack. Der Titel spielt übrigens auf einen Kommentar Einsteins über die Dissertation von Luis de Broglie an: "Er hat einen Zipfel des großen Schleiers gelüftet." Und das hat Zeilinger durchaus auch geschafft."
Ernst Horst, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20 Juni 2003
"Die moderne Physik - spannender als jeder Roman! (...)
Anton Zeilinger hält die Erkenntnisse der - vielen nach wie vor obskur und rein theoretisch erscheinenden - Quantenphysik nur im Sinne der zeitgenössischen Philosophie für begreiflich.(...)
Dass Vorstellungen und "Naturgesetze", die wir für wissenschaftlich gesichert halten, falsch sind, dass sie korrigiert werden müssen, hat die Physik immer wieder gezeigt. In radikaler Form führt uns das jetzt der Wiener Professor Anton Zeilinger vor, der zu den anerkanntesten und bedeutendsten lebenden Physikern zählt. Auch er betreibt eine Forschung, bei der es um revolutionäre Theorien geht; nur tut er es, (...) in Verbindung mit bahnbrechenden Experimenten, sodass die schwierige theoretische Materie der Quantenphysik hier zu einem ungewöhnlichen Leseerlebnis wird."
Gerhard Beckmann, Rheinischer Merkur, 29. Mai 2003
"Eine Art Apologie der Quantenmechanik gegen Einsteins Einwände legt der österreichische Physiker Anton Zeilinger vor, der mit seinem Forschungsteam an der Universität Wien maßgeblich dazu beigetragen hat, die seltsamen Konsequenzen der Quantentheorie experimentell zu bestätigen. In seinem Buch >Einsteins Schleier. Die neue Welt der Quantenphysik< analysiert er kleinste Partikel in ihrer Rolle als Informationsträger."
Ulrich Woelk, Literaturen, Mai 2003
"Das Buch ist jedem zu empfehlen, der an der Geschichte der Quantenphysik und Betrachtungen der Kausalität und des Zufalls interessiert ist. Und es liegt ganz im Trend der Zeit."
Thomas Padova, Der Tagesspiegel, 2. April 2003
"Anton Zeilinger, Star-Physiker in Wien, hat ein Buch geschrieben. Es hält, was es verspricht"
Thomas Kramar, Die Presse, 19. März 2003
"Anton Zeilinger freilich ist ein ernsthafter Mann, gewiss Österreichs meistdekorierter Gelehrter. Anno 2000 erhielt er den „Pour le mérite“, die begehrteste deutsche Auszeichnung für Wissenschaft und Künste. Die vorläufige Summe und die Perspektiven seiner Tätigkeit hat der Professor nun in einem Buch zusammengefasst, das nur einer wie er schreiben durfte: authentisch und verständlich."
Ulrich Weinzierl, Die Welt, 15. März 2003
"Zeilinger ist einer der anerkanntesten Physiker der Gegenwart - darüber hinaus aber auch ein begnadeter Kommunikator, der keine Angst hat, komplexe Zusammenhänge einfach darzustellen."
Das Buch, 11. März 2003
"Zeilingers Buch hat einen gleich einfachen wie emotionellen Anspruch: die Faszination, die die Quantenphysik bietet, mit dem Leser zu teilen und ihre möglichen Konsequenzen für unsere Anschauung von der Welt zu diskutieren.
Für Zeilinger ist es ganz offenkundig, dass wir 'Änderungen unseres uns lieb gewordenen Weltbildes' werden hinnehmen müssen. Ohne vom Leser mathematisches Rüstzeug zu verlangen (jede mathematische Gleichung halbiert die Anzahl der Käufer - ausgenommen Einsteins E = mc²), bereitet Zeilinger, unterbrochen von kurzen historischen Exkursen zur Entstehung der Quantentheorie, in einer auch für den nicht eingeweihten Leser fasslichen Art die neuesten experimentellen Ergebnisse auf, an denen er mit seinen Arbeitsgruppen maßgeblichen Anteil hat. (...)
Neben der enormen Herausforderung an den Experimentalphysiker, die Grenzen des technisch Machbaren immer weiter hinauszuschieben und damit zugleich die Grenzen unseres Wissens über die Quantenphänomene zu erweitern, steht über allem der Anspruch Zeilingers, die 'tiefere Bedeutung' der Quantentheorie zu verstehen. Seit Beginn seines Studiums an der Universität Wien 1963 hat ihn, wie er bekennt, dieser Anspruch in Bann gehalten. Es ist eine der Stärken des Buches, dass es dem Autor gelingt, diese Faszination auch dem Leser zu vermitteln. (...)
Noch scheint dieser neue Blick auf die Quantenwelt selbst verschleiert. Die knallharte (mathematische) Anwendung dieses Konzepts der Information als Urgrund allen Seins bleibt vage. Bis jetzt haben wir nur 'Zeilingers Weltbild' - spannend und herausfordernd. Die Physiker aber wollen Formeln, mathematische Gleichungen, die neue Fragestellungen eröffnen. Bis es so weit ist, lassen wir uns von Zeilinger in die 'Welt der Quantenphysik' entführen."
Wolfgang L. Reiter, Falter, März 2003
"Popstar wider Willen
(...) Im alten Gebäude des Instituts für Experimentalphysik in der Wiener Boltzmanngasse weht der Hauch großer österreichischer Physikgeschichte. Boltzmann. Schrödinger. Mach. Und mittendrin sitzt ein Mann von kräftiger Statur, mit dichtem Bart und krausem, in alle Richtungen wegstrebendem Haar. Er sehe aus wie ein Jazzmusiker, finden manche Zeitungen. Oder wie ein Altachtundsechziger. Man könnte auch sagen, er ist die Inkarnation des perfekten Wissenschaftlerklischees.
(...) Bevor Zeilinger berühmt wurde, hatte er schon eine makellose wissenschaftliche Karriere hinter sich. Er konnte respektable Publikationen vorweisen und war nach mehrjährigem Forschungsaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA Professor für Experimentalphysik an der Universität Innsbruck geworden. Dann stieß er auf die Mysterien der so genannten Quantenzustandsteleportation - also das Beamen, bekannt aus "Raumschiff Enterprise". Nach der Heisenbergschen Unschärferelation lassen sich nicht alle Eigenschaften eines Teilchens gleichzeitig präzise messen. Aus diesem Grund, so hatte man vermutet, könne man die in einem Objekt enthaltene Information auch nicht vollständig scannen und an einen anderen Ort übertragen (...) Zeilinger und seine Innsbrucker Kollegen entwickelten dazu einen ausgeklügelten Versuchsaufbau. Mithilfe eines verschränkten Photonenpaars konnten sie - trotz der Unschärferelation - die Informationen von einem Lichtteilchen direkt auf ein anderes übertragen, ohne es zuvor messen zu müssen. Nicht das Teilchen selbst wurde teleportiert, sondern sein Quantenzustand - was nach der Quantenmechanik auf das Gleiche hinausläuft, weil ein Teilchen eben durch seinen Quantenzustand vollständig beschrieben wird.
(...) Zeilinger ist kein Theoretiker, der im stillen Kämmerlein über Gleichungen brütet. In seinem Labor tut sich etwas. Da gibt es sonderbare Effekte der Quantenwelt zu bestaunen (...) [und er] hat keine Scheu vor einfachen, allgemeinverständlichen Antworten.
(...) Der Physiker hat sich entspannt. Er plaudert. Erwähnt beiläufig, dass er an einem Buch schreibt für die breite Öffentlichkeit (...) Schließlich ist Zeilinger ein bisschen milde geworden. Er schaut fragend, als wollte er sich vergewissern, dass seine Botschaft angekommen ist: Das Beamen hat einen tieferen Sinn. Zeilinger findet, das sollten die Leute da draußen ruhig wissen."
Thomas Vasek, Die Zeit, 4. Oktober 2001
"Zeilinger hat keine Scheu vor einfachen Antworten."
Thomas Vasek, Die Zeit