Reemtsma, Jan Philipp

Was heißt: einen literarischen Text interpretieren?

Voraussetzungen und Implikationen des Redens über Literatur

Platz 6 der SZ/NDR-Sachbuchbestenliste Mai 2016

Was heißt das eigentlich: einen literarischen Text interpretieren? Was ist das Reden über Literatur überhaupt für eine Tätigkeit? Womit hat man es zu tun, wenn man es mit literarischer Qualität zu tun bekommt? Hat das Gerede von „Tod des Autors“ irgendeinen Sinn – und geht es bei Literatur um anderes als um Schönheit? Jan Philipp Reemtsma entwirft in diesem Buch eine radikale Theorie der Lesekompetenz. Lange gab es keine derart virtuose Einführung in die Grundlagen der Literaturwissenschaft. Wer den Literaturwissenschaftler und public intellectual Jan Philipp Reemtsma kennt, der weiß, dass seine Urteile über Texte – ob sie von Heinrich von Kleist stammen oder von Stephen King – vor allem eines sind: nie langweilig. Sie zeigen nicht nur by the way, was, wie und warum man lesen sollte. Sie verknüpfen auch mühelos Theorie und hermeneutische Praxis, E und U, Germanistik, Philosophie und Polemik. Reemtsmas Grundkurs im Gebrauch von Skalpell und Tupfer im Literatur-OP hat den bestmöglichen Effekt: Man will danach lesen. Besser lesen.


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Bibliografie

978-3-406-69098-3

Erschienen am 10. Februar 2016

316 S.

Gebunden

Hardcover 24,95 € Kaufen
Inhalt
Ein- und Durchführung

Schwierigkeiten

Ratlosigkeit
Die Umstehenden
Es lassen
tà toiau˜ta
Ansichtssachen
Die Nachricht vom Tode des Autors scheint übertrieben
Metaphern verstehen
Verstehen
Paraphrasieren
Subjektive Allgemeinheit
Wer spricht zu wem?
Affekte
Die Welt als Referenzcode und das Erhabene

Die Emanzipation der modernen Philologie von der theologischen – und die Folgen

Sola scriptura, der Blick, die Leute
Schönheit (1)
Schönheit (2)

z. B. Klassik

Klassik als Referenzraum
Schönheit (3)

Dank
Anmerkungen
Pressestimmen

Pressestimmen

 "Eine glänzende Literaturstudie"
Thomas Assheuer, ZEIT, 25. Februar 2016 



 "Jan Philipp Reemtsma spürt in klugen Essays dem literarischen Sinn nach."
Thomas Leitner, Falter, 16. März 2016



"ebenso anschaulich [...] wie auch fundiert. Dass beides nebeneinander stehen kann, zeigt einen ebenso stilistisch versierten Essayisten wie philologisch scharfsinnig Gelehrten"
Deutschlandfunk, 7. September 2016



"So überraschend wie anregend".
Jörg Magenau, Deutschlandradio Kultur, 9. Juni 2016



"Das Vorhaben, feinnervig und unbestechlich an die Sache zu gehen, bringt in diesem Buch viele Einsichten über den literarischen Diskurs hervor und darüber, wie er am besten sein sollte."
Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung, 15. März 2016



"Die Urteile sind messerscharf und immer gut begründet.“
Florian Welle, Münchner Feuilleton, Februar 2016