Roth, Joseph

Reisen in die Ukraine und nach Russland

Platz 7 - 8 der SZ/NDR-Bestenliste Sachbücher im Mai 2015

Auf seinen Expeditionen nach Kiew, Moskau und Odessa, nach Lemberg, Baku oder Astrachan taucht der in Galizien geborene Schriftsteller und Journalist Joseph Roth in den vielgestaltigen Kosmos des östlichen Europa ein. Seine Berichte und Essays aus den 1920er Jahren sind bewegende Zeugnisse von großer Aktualität! Die Aufmerksamkeit von Joseph Roth gilt den Menschen und ihrer Lebenswirklichkeit in der Sowjetunion, die von einem Nebeneinander an Sprachen, Kulturen und Religionen geprägt ist. Ob im Alltagstrubel auf den Straßen von Leningrad, am Grenzübergang von Niegoreloje oder an Bord eines Wolga-Dampfers: Stets bestechen Roths Schilderungen durch fundierte Recherchen und seinen besonderen Stil. Dabei entwirft er spannungsreiche Bilder gesellschaftlicher Realitäten zwischen den gegensätzlichen Polen von Staat und Kirche, Diktatur und Pressefreiheit, Armut und Reichtum. Und zeigt damit gleichzeitig, wie er, der heimatlos Gewordene, sich reisend, schreibend und kritisch sondierend ein Stück Heimat zurückerobert.
Von Joseph Roth. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Jan Bürger.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-67545-4

Erschienen am 10. Februar 2015

4. Auflage

136 S.

Klappenbroschur

Broschur 14,95 € Kaufen
e-Book 8,99 € Kaufen
Inhalt
I. NACHRICHTEN AUS DEM OSTEN
Ukrainomanie. Berlins neueste Mode.
Die ukrainische Minderheit.
Lemberg, die Stadt.
Die Krüppel. Ein polnisches Invalidenbegräbnis.


II. RUSSISCHE ANSICHTEN
Eine Nacht mit Wanzen.
Leningrad.


III. SOWJETISCHE WIRKLICHKEIT
Die Grenze Niegoreloje.
Gespenster in Moskau.
Auf der Wolga bis Astrachan.
Die Wunder von Astrachan.
Das Völker-Labyrinth im Kaukasus.
Wie sieht es in der russischen Straße aus?
Rußland geht nach Amerika.
Die Frau, die neue Geschlechtsmoral und die Prostitution.
Die Kirche, der Atheismus, die Religionspolitik.
Die Stadt geht ins Dorf.
Öffentliche Meinung, Zeitungen, Zensur.
Der Liebe Gott in Rußland.


NACHWORT
EDITORISCHE NOTIZ
DANKSAGUNG
Pressestimmen

Pressestimmen

„Nicht nur sprachlich brillant, sondern vor allem ehrlich.“
Tim Neshitov, Süddeutsche Zeitung, 12. Februar 2015



"Glänzend geschriebene Reportagen aus Osteuropa, in denen sich scharfsinnige Beobachtungen mit Sprachkunst und Weitblick vereinigen."
Joseph Croitoru, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. Juli 2015



"Liest sich heute wie ein Bericht aus der Gegenwart.“
Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten, 17. Februar 2015



"Ebenso sachkundig wie umsichtig.“
Rudolf Walther, Neues Deutschland, 27. März 2015



"Textura heißt Gewebe, und treffender könnte der Name nicht sein für eine Sammlung, die sich um randständige Texte von Sappho, Boccaccio, Kafka und Trakl über die Klassiker der Moderne bis in die Gegenwart kümmert, jeweils hervorragend kommentiert und grafisch exquisit ausgeführt.“
Gerhard Wilhelm, 5 Plus, 01/2015



"Roths Reportagen von gestern lesen sich wie von heute."
Gabriele Weingartner, Die Rheinpfalz, 10. Januar 2015



"Herausragende journalistische Arbeiten eines scharfsinnigen Beobachters.“
Katharina Brenner, Badische Zeitung, 20. Februar 2015



"Der ganze Text klingt wie das Reklamebuch eines Europas, das sich heute anscheinend ganz und gar vergessen hat."
Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28. Dezember 2014



"Eine unbedingte Leseempfehlung!“
Hanne Kulessa, HR2 Kultur, 12. Februar 2015



"Roths beinahe 90 Jahre alte Schilderungen sind lehrreich, unterhaltsam – manchmal auch erstaunlich aktuell.“
Diana Laarz, GEO, April 2015



"Roths hellsichtige, feinsinnige, klar formulierte Sprache, die manchmal fast kindlich einfach wirkt, ohne jemals banal zu werden, gibt den Reisebeobachtungen eine hohe poetische Dichte.“
Thomas Heinold, Nürnberger Zeitung, 21. August 2015



"Man kann dem Verlag C.H.Beck und dem Herausgeber Jan Bürger gar nicht genug dafür danken, dass sie dieses Buch gerade jetzt zusammengestellt und herausgebracht haben.“
Thomas Schmid Blog, 9. März 2015



"Joseph Roths klarsichtige Berichte aus der Ukraine und Russland sind auch noch neun Jahre später politisch aufschlussreich. Mit Joseph Roth zu reisen ist ein Abenteuer der Wahrnehmung."
Oliver vom Hove, Der Standard, 7. November 2015



"Brillante(…) Reportagen.“
Oliver Pfohlmann, Neue Zürcher Zeitung, 25. April 2015



"Joseph Roths sensible Beobachtungen aus dem Russland und der Ukraine der 1920er Jahre entlarven eine triste gesellschaftliche Realität.“
Lennart Laberenz, TAZ, 28. März 2015



"Eine Entdeckung.“
Katharina Döbler, RBB Kulturradio, 20. März 2015