Tauber, Christine

Ludwig II.

Das phantastische Leben des Königs von Bayern

Schlösser auf einsamen Inseln und Bergeshöhen wurden zunehmend zum Lebens- und Herrschaftsinhalt des bayerischen Königs. Christine Tauber hat sich diese Fluchtburgen genauer angesehen und erzählt erstmals das Leben Ludwigs II. im Spiegel seiner Bauten. Ihr meisterhaft geschriebenes Buch ist zugleich ein einzigartiger Führer durch die Schlösser und die Traumwelt des "Kini".
Ludwig II. (1845 – 1886) gehörte zu den glücklosen Herrschern des 19. Jahrhunderts, die an der Aufgabe scheiterten, in Zeiten politischer Modernisierung Monarchen sein zu müssen. Das Buch schildert anschaulich, wie der lichtscheue König versuchte, sein Leben mit Hilfe von Idealvorstellungen zu meistern, die ihm Richard Wagner einflüsterte. In Schlössern wie Neuschwanstein, Linderhof oder Herrenchiemsee mit ihren mittelalterlichen, französisch-absolutistischen, byzantinischen oder auch orientalischen Architekturen schuf er sich eine entrückte Gegenwelt zur politischen Realität. Nur in dieser selbstgeschaffenen Utopie konnte er noch als legitimer Alleinherrscher regieren. Christine Tauber gelingt es eindrucksvoll, die faszinierenden und verstörenden Phantasien des Königs wieder lebendig werden zu lassen. Wer ihr Buch gelesen hat, wird Ludwigs Schlösser und Parks mit anderen Augen sehen.

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Bibliografie

978-3-406-65197-7

Erschienen am 23. August 2013

368 S.

Gebunden

Hardcover 24,95 € Kaufen
e-Book 19,99 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Christine Tauber gelingt es eindrucksvoll, die faszinierenden und verstörenden Phantasien des Königs wieder lebendig werden zu lassen"
Bücherrundschau, Herbst 2013



"Christine Tauber besichtigt das künstlerische Universum des bayerischen Königs Ludwig II."
Marcus Spangenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Dezember 2013



"Tauber geht es um seine innere Logik, und tatsächlich scheint sie dem Monarchen mitunter erstaunlich nahe zu kommen."
Irene Binal, Deutschlandradio, 11. September 2013



"[Ein] Führer durch ein besonders fantasievolles Kapitel der Architekturgeschichte."
Wohnenträume, 4/2013



"mit blitzgescheiten Einsichten"
Christian Thomas, Frankfurter Rundschau, 07. Januar 2014



"Christine Tauber gelingt das Kunststück, den Wahnsinn Ludwigs verständlich zu machen. (...) Am Ende ist [dem Leser] das 'Glück der winzigen Freiheit, die im Erkennen als solchem liegt' (Adorno), beschieden."
Detlev Claussen, die tageszeitung, 30. November 2013