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Preisträger und prämierte Bücher

 

José Eduardo Agualusa erhält den diesjährigen hochdotierten International Dublin Literary Award für "A General Theory of Oblivion"
Auf deutsch erscheint das Werk unter dem Titel "Eine Allgemeine Theorie des Vergessen" am 21. Juli 2017.
(22. Juni 2017)
Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis 2017: Nachwuchsförderpreis an Martin Hallmannsecker
Hallmannsecker wird für seine Übersetzung des Novellenbandes "Maestro Amor" von Luigi Pirandello ausgezeichnet.

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(30.Mai 2017)
Paul Veyne erhält den Preis der Bibliothèque Nationale de France
(19. Mai 2017)
Aleida und Jan Assmann erhalten den Karl-Jaspers-Preis
In seiner Ansprache würdigte der Rektor der Ruperto Carola, Prof. Dr. Bernhard Eitel, die Forschungsleistung der beiden Wissenschaftler als "bahnbrechenden Beitrag zu einer interdisziplinären Verständigung".
(19. Mai 2017)
Der Kulturpreis der Europäischen Kulturstiftung geht an Navid Kermani
Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird jährlich an Künstler und Denker für ihren Beitrag zur Kultur in Europa vergeben. Neben ihm werden auch Asli Erdogan sowie die Berliner Künstlerin Marina Naprushkina und der belgische Musiker Luc Mishalle ausgezeichnet.
(19. Mai 2017)
David Nirenberg erhält den Historikerpreis der Stadt Münster
Der amerikanische Historiker David Nirenberg wird mit dem Historikerpreis der Stadt Münster ausgezeichnet. Dies hat der Rat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen und folgte damit dem einhelligen Votum der Jury. Westfälische Nachrichten
(20. April 2017)
Den neu gestiften liber wiederin Literaturpreis erhält Sabine Gruber für "Daldossi oder Das Leben des Augenblicks"
Der Preis ist mit € 5.555 dotiert und wird am 18. März von und in der Buchhandlung liber wiederin in Innsbruck verliehen.
(15. März 2017)
Adolf Muschg erhält den neuen Hermann-Hesse-Preis
Der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg als Erster den neu gestifteten Hermann-Hesse-Preis, der Personen ehrt, die sich um das Werk Hesses verdient gemacht haben. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am 13. Mai in Calw verliehen.
Das gab Karl-Josef Kuschel, Präsident der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft, in Calw bekannt. Der Preis soll alle zwei Jahre verliehen werden und ist mit 10.000 Euro dotiert, die von der Familie von Hermann Hesses Enkelin Sibylle Hesse-Siegenthaler gestiftet werden.
(15. März 2017)
Barbara Stollberg-Rilinger erhält für "Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit" den Leipziger Buchpreis 2017 in der Kategorie Sachbuch/Essayistik

Die Begründung der Jury
"Barbara Stollberg-Rilingers große Biographie über die Habsburgerin ist tatsächlich bahnbrechend: Zum einen rückt sie eine der bedeutenden Gestalten in der europäischen Geschichte endlich in das ihr gebührende Licht. Und dieses Licht ist postmodern, so wie sie es selber formuliert. Sie sucht nicht die geheime Wurzel, den Generalschlüssel zur Person, so wie es viele Autoren oft genug versuchen und sich dabei selber täuschen. Sie beschreibt stattdessen dieses Leben als Inszenierung eines Spiels in vielen verschiedenen, aber gleichzeitigen Rollen. Natürlich kommt auch die Liebende vor, die Frau, die Mutter von 16 Kindern, Wut, Enttäuschung, Tränen. Aber Barbara Stollberg-Rilinger stützt sich nie auf die morsche Krücke der Psychologisierung. Es gelingt der Autorin, eine ganze Epoche durch diese Gestalt zu erschließen. Unzählige Quellen werden bezwingend von ihr arrangiert und gedeutet, Barbara Stollberg-Rilingers Stil ist glänzend, von dezenter Eleganz. Maria Theresia ist keine Angela Merkel des 18. Jahrhunderts. Aber diese Biographie schärft dennoch unseren Blick auf Rituale und Zeremonien heute und deren Logiken. Die symbolische Ordnung und die Welt der Zeichen in unserer Gegenwart des 21. Jahrhunderts: Sie sieht man nach der Lektüre präziser, unbestechlicher gleichsam in einem anderen Licht. Mit dem Begriff „Meisterwerk“ sollte man ja lieber sorgsam haushalten. Aber manchmal wäre es ein sachlicher Irrtum, das M-Wort nicht auszusprechen. Also: Diese Biographie ist ein Meisterinnenwerk."
(März 2017)
Samuel-Bogumil-Linde-Preis 2018 an Navid Kermani
Der Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreis wird von den beiden Partnerstädten Thorn (Torun) in Polen und Göttingen gemeinsam gestiftet und zum 22. Mal vergeben.
(23. Mai 2017)

Navid Kermani erhält den Princess Margriet Award for Culture 2017
zur Pressemitteilung

"Writer, orientalist scholar, journalist, and one of Germany’s leading public intellectuals. Amidst the divisive views on the refugee problem, Kermani offers an insightful perspective on the acceptance of migrants. In his work, Kermani shows the intertwined foundation of European and Islamic cultures. He explicitly forges connections between the world of Islamic and European philosophy as an analogy for the ways in which Islamic cultures and progressive European Enlightenment thinking are bound together. The overarching theme in much of Kermani’s work is the relationship between Islamic, Judaic and Christian traditions, and that the supposed ideological differences between Europe (or the West) and the Islamic world are largely fictitious. In his fiction Kermani touches on existential subjects such as death, rapture, and art. His latest novel, Sozusagen Paris, is a love story with a twist. Kermani’s exceptional contribution to cultural debate is to challenge an increasingly extremist narrative of discrimination and racism, instead bringing positive messages to counter the politics of fragmentation and fear of migrants and refugees."

(2. Februar 2017)

Elke Stein-Hölkeskamp und Karl-Joachim Hölkeskamp werden mit dem Karl-Christ-Preis für Alte Geschichte ausgezeichnet
Der Karl-Christ-Preis ist dem Andenken an den Marburger Althistoriker Karl Christ gewidmet (1923 - 2008). Mit dem Preis werden herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Alten Geschichte und ihrer Nachbardisziplinen sowie der Wissenschafts - und Rezeptionsgeschichte des Altertums ausgezeichnet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird im zweijährigen Turnus verliehen.

Johan Schloemann kommentiert dazu in der SZ:

"Darf man akademische Leistungen im Paket würdigen, nur weil Preisträgerin und Preisträger miteinander verheiratet sind? Im Falle von Elke Stein-Hölkeskamp und Karl-Joachim Hölkeskamp lautet die Antwort: ja. Beide haben je für sich viele einflussreiche Publikationen herausgebracht, besonders zum frühen Griechenland und zur römischen Republik; aber beide sind auch zusammen so etwas wie das Dream-Team der deutschen Altertumswissenschaften ."

(31. Januar 2017)

Albrecht Beutelsbacher wurde in Turin für das beste mathematische Buch mit dem renommierten Peano-Preis ausgezeichnet.
"Die Verleihung erfolgte aufgrund der vielfältigen Verdienste zur Popularisierung der Mathematik, insbesondere aber für seine Erfolge als Buchautor. Im Anschluss an die Preisverleihung hielt Professor Beutelspacher einen Vortrag in italienischer Sprache über die Geheimnisse der Zahlen."
Der Preis geht auf den Turiner Mathematiker Giuseppe Peano zurück und wird seit 2009 verliehen.
(12. Dezember 2016)
Florian Coulmas erhält den Meyer-Struckmann-Preis für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Der Linguist, Soziologe und Japanologe Florian Coulmas erhält den Meyer-Struckmann-Preis für geistes- und sozi- alwissenschaftliche Forschung, den die Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in Verbin- dung mit der Meyer-Struckmann-Stiftung vergibt. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde 2016 im Themenfeld "Ostasienwissenschaften" ausgeschrieben.
(15. November 2016)
Bild der Wissenschaft zeichnet Lily Kings "Euphoria" als Wissensbuch des Jahres in der Kategorie Unterhaltung aus
"Die bdw-Jury hat sich auch in diesem Jahr durch einen Bücherberg gelesen und zum 24. Mal die 6 "Wissensbücher des Jahres" gekürt. Es sind Bücher, die über Themen aus Wissenschaft und Forschung kompetent, verständlich und unterhaltsam berichten – und von der bdw-Redaktion als Weihnachtsgeschenke empfohlen werden."
Der Juror Peter Ehmer: "Selten wird über Forschung so emotional erzählt wie in diesem Roman. Und selten lernt der Leser nebenbei so viel über die Tücken der Feldforschung, über das Leben sogenannter Urvölker – und dabei auch über sich selbst."
(15. November 2016)
Empfehlung der Stadt Zürich
Zora del Buono, erhält für Ihren jüngsten Roman "Hinter Büschen an eine Hauswand" die Empfehlung der Stadt Zürich mit einer Anerkennungsgabe von CHF 10.000.- . Der Festakt erfolgt am 2. Dezember 2016 in Kaufleuten.
(11. November 2016)

Hölderlin-Ring geht an den deutsch-iranischen Schriftsteller Navid Kermani
Der Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani erhält den Hölderlin-Ring des Vereins Hölderlin-Nürtingen. Das wertvolle Schmuckstück wird an Menschen verliehen, die sich um das Werk, die Biografie und die Erinnerung an Friedrich Hölderlin verdient gemacht haben. Die Preisverleihung beginnt am Dienstag, 22. November, um 11.30 Uhr im Rathaus Nürtingen.
Für die Jury gibt es gleich zwei Gründe, den Preis an Navid Kermani zu verleihen. Es seien zwei miteinander verwobene, aber für sich stehende Publikationen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Zunächst die Frankfurter Poetikvorlesung des Jahres 2010: „Über den Zufall, Jean Paul, Hölderlin und der Roman, den ich schreibe.“ Navid Kermani habe hier die Werke von Hölderlin und Jean Paul ins Zentrum seiner Betrachtungen gestellt. Er stelle sie seinem eigenen Schaffen mit dem Erzählen von Zufall und den Zufälligkeiten des Erzählens gegenüber.
(10. November 2016)

Sternberger-Preis geht an Hans Maier
Verleihung am 11. November in der Alten Aula Heidelberg
Der gebürtige Freiburger Hans Maier (85), Politikwissenschaftler und früherer bayerischer Kultusminister, erhält nun den zweijährlich vergebenen Dolf Sternberger-Preis für politische Rede. Gewürdigt werden seine besonderen Verdienste in der Wissenschaft wie in der Politik. Wie die Dolf Sternberger-Gesellschaft mitteilte, findet die Ehrung am 11. November, 16.30 Uhr, in der Alten Aula der Universität Heidelberg statt.
(10.November 2016)
Albrecht Schöne erhält den Einhard-Preis 2017
Den Einhard-Preis 2017 erhält der Göttinger Germanist Albrecht Schöne für sein Werk "Der Briefschreiber Goethe". Das gab der Vorstand der Einhard-Stiftung heute in Seligenstadt bekannt. Die alle zwei Jahre verliehene und mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ist benannt nach dem Berater und Biographen Kaiser Karls des Großen, Einhard (* um 770, † 840), der in Seligenstadt lebte und dort ein Kloster gründete. Die Laudatio bei der feierlichen Preisverleihung am 11. März 2017 in Seligenstadt wird die Schriftstellerin und Lyrikerin Marion Poschmann halten.
(10. November 2016)
Kurt Drawert erhält Lessing-Preis
Der Dichter und Dramatiker Kurt Drawert erhält den mit 13.000 Euro dotierten Lessingpreis 2017. Mit der Auszeichnung würdigt das Land Sachsen Menschen, die sich dem Schaffen Gotthold Ephraim Lessings verpflichtet fühlen, wie das Kunstministerium am Montag in Dresden mitteilte. In seinen Texten frage Drawert in aufklärerischer Haltung nach der Zerstörbarkeit des Individuums, so die Jury.
(10. Oktober 2016)

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern und die Landeshauptstadt München verleihen Garance Le Caisne für ihr Buch "Codename Caesar. Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie" den Geschwister-Scholl-Preis 2016
In der Jury-Begründung heißt es:

„Das Buch „Codename Caesar. Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie“ von Garance Le Caisne erzählt die Geschichte eines syrischen Militärfotografen, eben jenes anonymen Caesar, der Zehntausende Fotos von den Ermordeten aus den Kerkern des Assad-Regimes kopiert und außer Landes geschmuggelt hat. Zwei Jahre lang hat er täglich sein Leben riskiert, inzwischen lebt er an einem unbekannten Ort in Nordeuropa. Die französische Journalistin Garance Le Caisne hat nach Monaten sein Vertrauen gewonnen – und seine Geschichte aufgeschrieben. Das Buch erspart dem Leser die Bilder der verhungerten, verstümmelten, verbrannten Leichen und ist dennoch Zeugnis eines überragenden, mehr noch: sich seiner selbst kaum bewussten Mutes ebenso wie eine Dokumentation der bürokratischen Obsession eines verbrecherischen Regimes. Denn während die Terroristen des so genannten Islamischen Staates mit demonstrativer Öffentlichkeit morden, verbirgt das Assad-Regime seine Taten. Der Geschwister-Scholl-Preis zeichnet Werke aus, die „dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse geben“. „Codename Caesar“ tut dies auf überragende Weise, unter höchstem persönlichem Risiko und mit möglicherweise völkerrechtlichen Konsequenzen für die Täter. Menschen wie Caesar und wie die Journalistin Garance Le Caisne, die ihm eine Stimme gibt, sind unverzichtbar, wenn man die inneren Mechanismen einer Diktatur verstehen will und wenn den Opfern eines Tages Genugtuung verschafft werden soll.“
Der Geschwister-Scholl-Preis wird im Rahmen des Literaturfests München vergeben. Die Preisverleihung findet am 21. November 2016 in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität statt. Am 22. November 2016 ist eine öffentliche Lesung in der Buchhandlung Lehmkuhl geplant.

Informationen zur Preisträgerin 2016, die vollständige Jurybegründung und das gesamte Archiv des Geschwister-Scholl-Preises finden Sie auf der Internetseite www.geschwister-scholl-preis.de.
(7. Oktober 2016)

Preis für Kia Vahland
Kia Vahland, im Ressort Feuilleton verantwortlich für bildende Kunst, wird mit dem Michael-Althen-Preis ausgezeichnet. Gewürdigt wird ihre Buch-Zwei-Reportage "Meister, die vom Himmel fallen" vom 2./3. Oktober 2015 über Kunstwerke, die fälschlicherweise Michelangelo, Raffael und Leonardo zugesprochen werden. Der Preis wird jährlich von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vergeben. Ausgezeichnet wird Kritik, in der analytische Schärfe und Emotion in der Tradition des Filmkritikers Michael Althen einander bedingen und ergänzen.
(5. Oktober 2016)
Ordensverleihung zum Tag der Deutschen Einheit
Bundespräsident Joachim Gauck zeichnet am 4. Oktober anlässlich des Tages der Deutschen Einheit 29 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland im Schloss Bellevue aus. Die 13 Frauen und 16 Männer haben sich u.a. im sozialen Bereich sowie in Wissenschaft und Kultur verdient gemacht, sich für die Einhaltung der Menschenrechte, in humanitären Organisationen und in der Flüchtlingshilfe in herausragender Weise engagiert.
Der aus Äthiopien stammende Historiker Dr. Asfa-Wossen Prinz Asserate, Unternehmensberater und Autor, ist in der Bundesrepublik einer der herausragenden Vermittler zwischen den europäischen und afrikanischen Kulturen. Darüber hinaus sind sein Wissen und seine Erfahrung auch zu Fragen der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung in Afrika, zur Verantwortung Europas und zu aktuellen Ereignissen immer wieder gefragt. Asfa-Wossen Asserate engagiert sich in vielen Gremien, so war er Mitglied im Innovationsbeirat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und im Kuratorium des bundesweiten Wettbewerbs "Jugend debattiert". Als Autor hat er zahlreiche Bücher sowohl zur Geschichte Afrikas als auch zur Kulturgeschichte Deutschlands veröffentlicht. Asfa-Wossen Asserate gilt als Brückenbauer zwischen den Völkern, der uns hilft, nicht nur die Welt besser zu verstehen, sondern auch uns selbst.
(4. Oktober 2016)
Auszeichnung für Engagement: Navid Kermani erhält Bürgerpreis der deutschen Zeitungen
Die Ehrung für den Autor geht auf den Vorschlag der fünf Zeitungen "Kölner Stadt-Anzeiger", "Express", "Kölnische Rundschau", "General-Anzeiger" (Bonn) und "Rheinische Post" (Düsseldorf) zurück.
Das herausragende Engagement Kermanis für Toleranz wird nun mit dem Bürgerpreis der deutschen Zeitungen des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger gewürdigt. Der Preis wird am 8. März in Berlin verliehen. Zu den Preisträgern gehört auch der kürzlich verstorbene Rupert Neudeck, der 2014 geehrt wurde.
(27. September 2016)
Die "Gruppe Caesar" wird mit dem Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2017 ausgezeichnet
"Die Jury spricht ihre „Anerkennung auch der Entschlossenheit und Beharrlichkeit der investigativ tätigen französischen Journalistin Garance Le Caisne aus“. Nachdem sie von den Fotos erfahren hatte, recherchierte sie monatelang und konnte über einen Vertrauten „Caesars“ Kontakt zu ihm aufnehmen. Aus den Interviews mit ihm und weiteren ehemaligen syrischen Häftlingen entstand ihr Buch „Codename Caesar. Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie“, das die systematische Folter in Syrien dokumentiert. Ihr Ziel war es, eine genaue Studie der Verbrechen vorzulegen, die eines Tages als Grundlage für ein Verfahren vor einem internationalen Gerichtshof dienen soll.“
Die Verleihung der mit 15 000 Euro dotierten Auszeichnung findet am Sonntag, 24. September 2017, im Nürnberger Opernhaus statt. Garance Le Caisne wird den Preis entgegennehmen. Weitere Infos finden Sie hier.
(27. September 2016)
NRW-Staatspreis: Rupert Neudeck und Ehefrau Christel geehrt
Dem im Mai verstorbenen Journalisten Rupert Neudeck und seiner Ehefrau Christel wird "für ihre herausragenden Leistungen" der NRW-Staatspreis 2016 verliehen – eine Auszeichnung, die bereits Künstlerinnen wie Pina Bausch, Rosemarie Trockel und dem Philosophen Jürgen Habermas zuteil wurde.

Der NRW-Staatspreis ist die höchste Auszeichnung des Landes NRW. Er wird seit 1986 verliehen. Bislang erhielten ihn 52 Personen für "herausragende kulturelle oder wissenschaftliche Leistungen oder herausragende Leistungen in anderen Lebensbereichen".
(21. September 2015
Hugo-Ball-Preis 2017 geht an Ann Cotten - Förderpreis für Philipp Felsch
Die renommierte Auszeichnung ist mit 10.000 Euro verbunden und wird am 12. März 2017 im Pirmasenser Kulturforum Alte Post verliehen.
"Ann Cotten erhält den Hugo-Ball-Preis 2017 für ihr eigenwilliges und originelles Werk. In Roman, Essay, Gedicht oder Versepos reizt sie die Möglichkeiten literarischer Formen aus und betrachtet die Sprache in erster Linie als Material der Kunst. Politik, Philosophie und ästhetisches Kalkül verbinden sich in ihren Texten zu oszillierenden Gebilden, die sich gleichermaßen der Revolte wie der Schönheit verschrieben haben. In der zeitgenössischen Literatur sticht ihre Arbeit dank der Furchtlosigkeit ihres Denkens hervor. Sie hinterfragt scheinbar Selbstverständliches, vereinbart das Unvereinbare, doch die Erschütterungen, die dies auslösen mag, werden aufgefangen durch ihren klaren und eleganten Stil", so die Begründung der Vorschlagskommission.
Daneben wird ein Förderpreis von 5 000 Euro an den Historiker und Kulturwissenschaftler Philipp Felsch vergeben. Die Jury erkennt in "seiner klugen und elegant geschriebenen Studie Daldossi oder Das Leben des Augenblicks" von Sabine Gruber wurde in die Longlist für den Österreichischen Buchpreis 2016 aufgenommen
mehr Informationen zum Österreichischen Buchpreis
(6. September 2016)
Gerda-Henkel-Preis 2016 an Lyndal Roper
Seit 2006 wird der Gerda Henkel Preis in einem Turnus von zwei Jahren an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die in den von der Stiftung geförderten Disziplinen und Förderbereichen herausragende Forschungsleistungen erzielt haben und weitere erwarten lassen. Der Gerda Henkel Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Das Preisgeld ist zur freien Verwendung bestimmt. Pressemitteilung der Gerda-Henkel Stiftung
(30. August 2016)
Michael North erhält am 24. September 2016 den Stiftungspreis der Stiftung zur Förderung von Schiffahrts- und Marinegeschichte
Die Stiftung zur Förderung der Schiffahrts- und Marinegeschichte vergibt alle zwei Jahre einen mit EUR10.000 dotierten Preis, mit dem herausragende, aktuelle und innovative Studien zur Schifffahrts- und Marinegeschichte ausgezeichnet werden sollen. Die Stiftung zur Förderung der Schiffahrts- und Marinegeschichte zeichnet damit deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus, die einen substanziellen Beitrag zur geschichtswissenschaftlichen Forschung auf dem Feld der Schifffahrts- und Marinegeschichte geleistet haben und deren Werk dazu beiträgt, schifffahrts- und marinegeschichtliche Themen einer breiteren interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
(8. August 2016)
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 20.000 Euro dotierten Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2016 an den Kulturtheoretiker und Ägyptologen Jan Assmann
Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird zusammen mit dem Georg-Büchner-Preis am 5. November 2016 in Darmstadt verliehen.

Begründung der Jury:
"Jan Assmann hat mit einer an Sigmund Freud erinnernden Kraft des Analysierens und Erzählens, mit weitgespannter Gelehrsamkeit und begrifflichem Scharfsinn die Religionsgeschichte unserer Kultur befragt. Seine Verbindung von Archäologie und Gedächtnisgeschichte und der damit geschaffene neue Begriff von Tradition haben weite Bereiche der kulturwissenschaftlichen Forschung auf neue Grundlagen gestellt. Seine Arbeiten haben damit die geistigen Überlieferungen Europas neu lesbar gemacht, von der altägyptischen Literatur über die jüdisch-christlichen Testamente bis zur Musik Händels und Mozarts und dem Romanwerk Thomas Manns. Die Fülle von Jan Assmanns Forschungsgegenständen sucht ebenso ihresgleichen wie die Konsequenz seines Zugriffs und seine Fähigkeit zur Selbstrevision. Er wurde damit zu einem der bedeutendsten, dabei auch zu einem der am besten schreibenden Kulturtheoretiker unserer Zeit."
Pressemitteilung
(1. Juli 2016)