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Appel

Caroline Schlegel-Schelling

Das Wagnis der Freiheit

Sie war der weibliche Mittelpunkt des frühromantischen Kreises in Jena: Caroline Michaelis-Böhmer-Schlegel-Schelling, in zweiter Ehe mit August Wilhelm Schlegel verheiratet, dem Mitbegründer der Frühromantik, in dritter Ehe mit dem Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph Schelling. Ihr Leben war gelebte Literatur, Freiheit mit Nebenwirkungen. Schon ihre Vorgeschichte ist außergewöhnlich genug. Als Professorentochter verbringt sie die ersten Jahre im Umfeld der Göttinger Universität, umgeben von illustren Vertretern der deutschen Aufklärung. Früh verwitwet nach einer Konventionsehe, stürzt sie sich in das Abenteuer der Mainzer Republik. Sie nimmt die Freiheitsparolen wörtlich und bezieht sie auch auf das eigene Leben – mit allen Folgen, die sie, wie sie sagt, «nie bejammert». In einer Zeit, die vieles zur Disposition stellt, folgt eine Frau ihrem eigenen Lebensgesetz. Die «jungen Wilden» der Literatur, die um 1800 eine neue Dichtung und eine neue Philosophie, neue Lebensmodelle und eine neue Welthaltung propagieren, suchen danach, nach dem schöpferischen Gesetz. Doch diese Frau, deren Leben ihr Werk ist, scheint es zu kennen, und zwar von jeher. Als die anfängliche Euphorie und die revolutionäre Begeisterung einer Generation in Ernüchterung umschlagen, geht die Sehnsucht, und zwar hier wie dort, zu einer Rückkehr ins Bergende, Elementare, wo zumindest die Freiheit der Phantasie und des Geistes gewahrt bleiben.
Von: Sabine Appel.

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Bibliografie

978-3-406-64627-0

Erschienen am 28. März 2013

287 S.

ePub

e-Book 9,99 € Kaufen
Hardcover 9,95 € Kaufen
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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-64627-0

Erschienen am 28. März 2013

287 S.

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Appel

Caroline Schlegel-Schelling

Das Wagnis der Freiheit

Sie war der weibliche Mittelpunkt des frühromantischen Kreises in Jena: Caroline Michaelis-Böhmer-Schlegel-Schelling, in zweiter Ehe mit August Wilhelm Schlegel verheiratet, dem Mitbegründer der Frühromantik, in dritter Ehe mit dem Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph Schelling. Ihr Leben war gelebte Literatur, Freiheit mit Nebenwirkungen. Schon ihre Vorgeschichte ist außergewöhnlich genug. Als Professorentochter verbringt sie die ersten Jahre im Umfeld der Göttinger Universität, umgeben von illustren Vertretern der deutschen Aufklärung. Früh verwitwet nach einer Konventionsehe, stürzt sie sich in das Abenteuer der Mainzer Republik. Sie nimmt die Freiheitsparolen wörtlich und bezieht sie auch auf das eigene Leben – mit allen Folgen, die sie, wie sie sagt, «nie bejammert». In einer Zeit, die vieles zur Disposition stellt, folgt eine Frau ihrem eigenen Lebensgesetz. Die «jungen Wilden» der Literatur, die um 1800 eine neue Dichtung und eine neue Philosophie, neue Lebensmodelle und eine neue Welthaltung propagieren, suchen danach, nach dem schöpferischen Gesetz. Doch diese Frau, deren Leben ihr Werk ist, scheint es zu kennen, und zwar von jeher. Als die anfängliche Euphorie und die revolutionäre Begeisterung einer Generation in Ernüchterung umschlagen, geht die Sehnsucht, und zwar hier wie dort, zu einer Rückkehr ins Bergende, Elementare, wo zumindest die Freiheit der Phantasie und des Geistes gewahrt bleiben.
Von: Sabine Appel.
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