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Becher

Otto der Große

Kaiser und Reich

«König Otto, der die Heiden mit großer Gewalt niedergeworfen und seligen Frieden gebracht hatte (…) Gütig, mild, voll sanfter Geduld den Guten, schonungslos den Bösen Verderben bringend. Manche Kriege wirst du zu führen haben: Daraus erhebt sich dein Name ruhmvoll zu den Sternen.» Der Lobpreis, den der Geschichtsschreiber Liudprand von Cremona über Otto den Großen ausbringt, ist noch ausschweifender und umfassender, als diese wenigen Zeilen erkennen lassen. Er stammt von einem engen Vertrauten und Berater des Königs, dessen Interessen er auf wichtigen diplomatischen Missionen – so auch an den oströmischen Kaiserhof in Konstantinopel – vertreten hat. Auch wenn uns Heutige solch ein Vokabular irritieren mag, so hat doch Ottos Zeitgenosse Liudprand diesen als militärisch erfolgreichen Herrscher und zugleich als gerechten Friedensfürsten erlebt. Matthias Becher versucht sich seinem Protagonisten anzunähern, indem er zunächst die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen skizziert, unter denen die Herrschaft von den Karolingern an Heinrich, den ersten König aus dem sächsischen Geschlecht der Liudolfinger, gelangt. Er beschreibt im Weiteren, welche Konflikte die Nachfolgeregelung Heinrichs I. hervorruft und wie es Otto versteht, sich durchzusetzen, sein Erbe zu sichern und schließlich die Einheit des Reiches nach innen und außen zu stärken. Wer vor diesem Hintergrund in der vorliegenden, detailreichen und zugleich sehr lebendig geschriebenen Biographie die schweren Entscheidungen, politischen Auseinandersetzungen und die Kriegszüge nachverfolgt, die Otto im Laufe seines Lebens zu treffen und zu überstehen hatte, wird vielleicht das Hohelied der Zeitgenossen besser verstehen, mit dem jene ihren König und Kaiser rühmten.

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Bibliografie

978-3-406-63062-0

Erschienen am 11. Mai 2012

332 S.

ePub

e-Book 19,99 € Kaufen
Hardcover 24,95 € Kaufen
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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-63062-0

Erschienen am 11. Mai 2012

332 S.

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Becher

Otto der Große

Kaiser und Reich

«König Otto, der die Heiden mit großer Gewalt niedergeworfen und seligen Frieden gebracht hatte (…) Gütig, mild, voll sanfter Geduld den Guten, schonungslos den Bösen Verderben bringend. Manche Kriege wirst du zu führen haben: Daraus erhebt sich dein Name ruhmvoll zu den Sternen.» Der Lobpreis, den der Geschichtsschreiber Liudprand von Cremona über Otto den Großen ausbringt, ist noch ausschweifender und umfassender, als diese wenigen Zeilen erkennen lassen. Er stammt von einem engen Vertrauten und Berater des Königs, dessen Interessen er auf wichtigen diplomatischen Missionen – so auch an den oströmischen Kaiserhof in Konstantinopel – vertreten hat. Auch wenn uns Heutige solch ein Vokabular irritieren mag, so hat doch Ottos Zeitgenosse Liudprand diesen als militärisch erfolgreichen Herrscher und zugleich als gerechten Friedensfürsten erlebt. Matthias Becher versucht sich seinem Protagonisten anzunähern, indem er zunächst die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen skizziert, unter denen die Herrschaft von den Karolingern an Heinrich, den ersten König aus dem sächsischen Geschlecht der Liudolfinger, gelangt. Er beschreibt im Weiteren, welche Konflikte die Nachfolgeregelung Heinrichs I. hervorruft und wie es Otto versteht, sich durchzusetzen, sein Erbe zu sichern und schließlich die Einheit des Reiches nach innen und außen zu stärken. Wer vor diesem Hintergrund in der vorliegenden, detailreichen und zugleich sehr lebendig geschriebenen Biographie die schweren Entscheidungen, politischen Auseinandersetzungen und die Kriegszüge nachverfolgt, die Otto im Laufe seines Lebens zu treffen und zu überstehen hatte, wird vielleicht das Hohelied der Zeitgenossen besser verstehen, mit dem jene ihren König und Kaiser rühmten.
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