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Benz, Wolfgang

Überleben im Dritten Reich

Juden im Untergrund und ihre Helfer

Statt 24,90 € nur noch 9,95 €

Dieses Buch schildert anhand von individuellen Schicksalen die Bedingungen des Überlebens von Juden zur Zeit des „Dritten Reiches“. Wer waren die Menschen, die sich dem Deportationsbefehl widersetzten? Und wer leistete ihnen Hilfe? Die Geschichten in diesem Band bieten einen unmittelbaren Einblick in den dramatischen Alltag der Verfolgten und ihrer Helfer, die mit Erfindungsreichtum und unter großem Risiko handelten – ein wichtiger Beitrag zur Geschichte des Nationalsozialismus.

Es waren wenige, aber mehr als bisher bekannt: Nichtjüdische Deutsche aus allen gesellschaftlichen Schichten und mit unterschiedlichen politischen und religiösen Überzeugungen gewährten Juden Unterschlupf und besorgten ihnen Lebensmittel sowie falsche Papiere. Die genaue Zahl dieser „stillen Helfer“ läßt sich allenfalls schätzen, weil sie lange Zeit von der Öffentlichkeit und der Geschichtswissenschaft unbeachtet blieben. Von den 10–15000 Juden, die im nationalsozialistischen Deutschland untertauchten, um sich der drohenden Verschleppung „in den Osten“ zu entziehen, haben wohl etwa 3–5000 überlebt – rund 1500 von ihnen in Berlin. Um einen Verfolgten zu retten, waren fast immer mehrere Personen nötig, denn die Versteckten mußten ihr Quartier häufig wechseln. Nicht selten wurden die Untergetauchten und ihre Helfer verraten und schließlich von der Gestapo gefaßt.
Die Autoren haben Überlebenswege von Juden recherchiert und beschreiben das couragierte Handeln ihrer Helfer, hinter dem sowohl selbstlose als auch eigennützige Motive stehen konnten. Diese grundlegende Arbeit des Autorenteams um Wolfgang Benz entstand am Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin.


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Bibliografie

978-3-406-51029-8

Erschienen am 15. Januar 2009

349 S., mit 28 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 9,95 € Kaufen
Inhalt
Prolog

Wolfgang Benz

Juden im Untergrund und ihre Helfer

II Anständige Leute

Marion Neiss

Berlin Wielandstraße 18 – Ein ehrenwertes Haus

Cornelia Schmalz-Jacobsen

Donata und Eberhard Helmrich, zwei Helfer ohne Eigennutz

Marie-Luise Kreuter

"Können wir uns noch in die Augen sehen, wenn wir hier nicht das tun, was uns möglich ist?"

Karin Friedrich

"Er ist gemein zu unseren Freunden..." Das Retternetz der Gruppe "Onkel Emil"

 

III Kräfte der Milieus

Beate Kosmala

Zuflucht in Potsdam bei Christen der Bekennenden Kirche

Andreas Mix

Hilfe im katholischen Milieu. Das Überleben der Konvertitin Annie Kraus

Christina Herkommer

Rettung im Bordell

Dennis Riffel

Flucht über das Meer. Illegal von Danzig nach Palästina

Mona Körte

Herzensfragen. Überleben im Nonnenkloster

 

IV Unterschiedliche Motive. Bezahlte Hilfe, Risiko und Eigennutz

Isabel Enzenbach

Die Vermieterin

Marion Neiss

"Herr Obersturmbannführer lässt daran erinnern, dass die Rate noch nicht da ist". Eine Rettung auf Abzahlung

Claudia Schoppmann

Fluchtziel Schweiz. Das Hilfsnetz um Luise Meier und Josef Höfler

Wolfgang Benz

Gegenleistungen. Stationen eines Kirchenasyls zwischen Weserbergland und Lausitz

Christine Zahn

Von einem Quartier zum nächsten. Eine Odyssee im Berliner Untergrund

Doris Tausendfreund

"Jüdische Fahnder". Verfolgte, Verfolger und Retter in einer Person

 

V Zivilcourage und Heldenmut. Vom Risiko der Helfer

Frank Görlich

Der Druckereibesitzer Theodor Görner. Helfer aus antifaschistischer Gesinnung

Peter Widmann

Die Kunst der Frechheit. Ein Maler und das Überleben in München

Beate Kosmala

Robert Eisenstädts Flucht aus dem KZ Majdanek. Über Frankfurt am Main in die Schweiz

 

VI Epilog

Juliane Wetzel

Karriere nach der Rettung. Charlotte Knoblochs Weg zur Vizepräsidentin der Juden in Deutschland

 

Anhang
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Die Autoren

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-51029-8

Erschienen am 15. Januar 2009

349 S., mit 28 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 9,95 € Kaufen

Benz, Wolfgang

Überleben im Dritten Reich

Juden im Untergrund und ihre Helfer

Statt 24,90 € nur noch 9,95 €

Dieses Buch schildert anhand von individuellen Schicksalen die Bedingungen des Überlebens von Juden zur Zeit des „Dritten Reiches“. Wer waren die Menschen, die sich dem Deportationsbefehl widersetzten? Und wer leistete ihnen Hilfe? Die Geschichten in diesem Band bieten einen unmittelbaren Einblick in den dramatischen Alltag der Verfolgten und ihrer Helfer, die mit Erfindungsreichtum und unter großem Risiko handelten – ein wichtiger Beitrag zur Geschichte des Nationalsozialismus.

Es waren wenige, aber mehr als bisher bekannt: Nichtjüdische Deutsche aus allen gesellschaftlichen Schichten und mit unterschiedlichen politischen und religiösen Überzeugungen gewährten Juden Unterschlupf und besorgten ihnen Lebensmittel sowie falsche Papiere. Die genaue Zahl dieser „stillen Helfer“ läßt sich allenfalls schätzen, weil sie lange Zeit von der Öffentlichkeit und der Geschichtswissenschaft unbeachtet blieben. Von den 10–15000 Juden, die im nationalsozialistischen Deutschland untertauchten, um sich der drohenden Verschleppung „in den Osten“ zu entziehen, haben wohl etwa 3–5000 überlebt – rund 1500 von ihnen in Berlin. Um einen Verfolgten zu retten, waren fast immer mehrere Personen nötig, denn die Versteckten mußten ihr Quartier häufig wechseln. Nicht selten wurden die Untergetauchten und ihre Helfer verraten und schließlich von der Gestapo gefaßt.
Die Autoren haben Überlebenswege von Juden recherchiert und beschreiben das couragierte Handeln ihrer Helfer, hinter dem sowohl selbstlose als auch eigennützige Motive stehen konnten. Diese grundlegende Arbeit des Autorenteams um Wolfgang Benz entstand am Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin.

Webcode: https://www.chbeck.de/20927

Inhalt

Prolog

Wolfgang Benz

Juden im Untergrund und ihre Helfer

II Anständige Leute

Marion Neiss

Berlin Wielandstraße 18 – Ein ehrenwertes Haus

Cornelia Schmalz-Jacobsen

Donata und Eberhard Helmrich, zwei Helfer ohne Eigennutz

Marie-Luise Kreuter

"Können wir uns noch in die Augen sehen, wenn wir hier nicht das tun, was uns möglich ist?"

Karin Friedrich

"Er ist gemein zu unseren Freunden..." Das Retternetz der Gruppe "Onkel Emil"

 

III Kräfte der Milieus

Beate Kosmala

Zuflucht in Potsdam bei Christen der Bekennenden Kirche

Andreas Mix

Hilfe im katholischen Milieu. Das Überleben der Konvertitin Annie Kraus

Christina Herkommer

Rettung im Bordell

Dennis Riffel

Flucht über das Meer. Illegal von Danzig nach Palästina

Mona Körte

Herzensfragen. Überleben im Nonnenkloster

 

IV Unterschiedliche Motive. Bezahlte Hilfe, Risiko und Eigennutz

Isabel Enzenbach

Die Vermieterin

Marion Neiss

"Herr Obersturmbannführer lässt daran erinnern, dass die Rate noch nicht da ist". Eine Rettung auf Abzahlung

Claudia Schoppmann

Fluchtziel Schweiz. Das Hilfsnetz um Luise Meier und Josef Höfler

Wolfgang Benz

Gegenleistungen. Stationen eines Kirchenasyls zwischen Weserbergland und Lausitz

Christine Zahn

Von einem Quartier zum nächsten. Eine Odyssee im Berliner Untergrund

Doris Tausendfreund

"Jüdische Fahnder". Verfolgte, Verfolger und Retter in einer Person

 

V Zivilcourage und Heldenmut. Vom Risiko der Helfer

Frank Görlich

Der Druckereibesitzer Theodor Görner. Helfer aus antifaschistischer Gesinnung

Peter Widmann

Die Kunst der Frechheit. Ein Maler und das Überleben in München

Beate Kosmala

Robert Eisenstädts Flucht aus dem KZ Majdanek. Über Frankfurt am Main in die Schweiz

 

VI Epilog

Juliane Wetzel

Karriere nach der Rettung. Charlotte Knoblochs Weg zur Vizepräsidentin der Juden in Deutschland

 

Anhang
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Die Autoren