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Beyme, Klaus von

Das Zeitalter der Avantgarden

Kunst und Gesellschaft 1905-1955

Wie sahen die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Bedingungen aus, unter denen die Künstler der Avantgarde ihre einflußreichen Werke schufen? Klaus von Beyme konzentriert sich auf die Zeit zwischen 1905 und 1955 und bietet einen faszinierenden Einblick in die künstlerischen Theorien und Experimente einer Epoche, die in besonderer Weise richtungsweisend für nachfolgende Generationen wirkte.
Das Zeitalter der Avantgarden – im vorliegenden Buch auf den Zeitraum zwischen 1905 und 1955 angesetzt – brachte eine Vielzahl neuer Künstlergruppen hervor, die ein weltweites Netzwerk mit einem neuen Kunstmarkt und einer neuen Kunstkritik schufen. Klaus von Beyme betrachtet diese Epoche aus der Sicht des Politikwissenschaftlers und zieht als eine der Hauptquellen die Selbstaussagen der Künstler heran, in denen das Wechselspiel zwischen Kunst und Gesellschaft sichtbar wird. Das Zeitalter der Avantgarden, so zeigt der Autor, wird unter anderem durch das Streben nach der Einheit von Kunst und Leben gekennzeichnet. Wie zu kaum einer anderen Zeit haben sich die Künste, einschließlich Literatur, Theater und Musik, gegenseitig befruchtet. In dem beeindruckend umfassenden Portrait dieser Epoche erhält der Leser erstmals einen Überblick über die zahlreichen Facetten, die das Zeitalter der Avantgarden prägten.

„Kunst ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“
Igor und Svetlana Kopystiansky

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Bibliografie

978-3-406-53507-9

995 S., mit 104 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 58,00 € Kaufen
Inhalt
Einleitung: Kriterien der Künstlerauswahl, der Generationsbegriff und die Netzwerkanalyse

I. Strapazierte Grundbegriffe in der Avantgarde-Forschung: Moderne und Avantgarde

Teil I: Die sozialen Grundlagen der Entstehung der Avantgarde
II. Sozialstruktur und Ausbildung der Avantgardekünstler
III. Die Einheit von Kunst und Leben nach dem Scheitern der Agrarkommunen: Urbanisierung, Studien- und Arbeitsmigration, Faszination und Entfremdung in den Metropolen
IV. Zur Soziologie von Künstlergruppen
V. Frauen und Partnerschaftsverhältnisse
VI. Die Avantgarde auf dem Kunstmarkt

Teil II: Theorien und Theoriebereiche in der Kunstdebatte der Avantgarde
VII. Selbstinterpretation und Theoriebildung in der Kunst der Avantgarde
VIII. Bildende Künstler als Schriftsteller und Musiker
IX. Kunst zwischen Religion, Esoterik und Wissenschaft
X. Der Kampf zwischen Abstraktion und Figuration
XI. Überwindung der Hierarchie der Gattungen?
XII. Archaismus, Primitivismus, Exotismus, Folklorismus, Infantilismus
XIII. Der Experimentalismus und der Technik- und Maschinenkult in der Kunst

Teil III: Die Illusion der Gesellschaftsveränderung durch die Kunst und das Leiden an der Politik
XIV. Politisches Engagement von Künstlern in konstitutionellen und demokratischen Staaten
XV. Das Kriegserlebnis und der Wandel der politischen Einstellungen
XVI. Künstler in Diktaturen: Die Sowjetunion und die revolutionäre Linke
XVII. Die Muralisten in der populistischen Diktatur Mexikos
XVIII. Künstler und die faschistischen Diktaturen: Italien, Franco-Spanien
XIX. Das nationalsozialistische Deutschland und sein Satellit: Das Vichy-Regime in Frankreich
XX. Politische Emigration der Künstler im Zeitalter der Diktatur
XXI. Die Führungsrolle der USA in der späten Avantgarde
XXII. Von den Postavantgarden der klassischen Moderne zur postmodernen Kunst

Rückblick und Ausblick

Anhang
Danksagung
Verzeichnis der Tabellen und Matrices
Quellen- und Literaturverzeichnis
1. Schriften der Avantgardekünstler und Quellen ihrer Zeitgenossen
2. Quellen zur Theorie und zeitgenössische Dokumente zur Avantgardekunst
3. Sekundärliteratur
Personenregister
Künstlerbewegungen und Künstlerorte

Pressestimmen

Pressestimmen

"Ein „pluralistisches Großaggregat“ sei die Avantgarde; das Buch über sie ist es nicht minder. (...) Noch nie ist ein so dickes, so materialreiches, so gerechtes und so kunstfernes Buch über die Avantgarde geschrieben worden."
Heinz Schlaffer, Frankfurter Rundschau, 7. Dezember 2005



"Eine gute Einführung in dieses Laboratorium der Moderne."
Contraste, Bernd Hüttner



"Ausfahrt ins große Ganze: Klaus von Beymes monumentale Sozialgeschichte der Avantgarde. (…)
Klaus von Beyme berichtet von dieser Seite der Avantgarden in beispielloser Ausführlichkeit. Er hat mehr als eine Abhandlung ein Nachschlagewerk vorgelegt, und man kann den Fleiß, der aus der Liebhaberei eines emeritierten Heidelberger Politologen entspringt, nur bewundern. (...) Die eindrücklichsten Abschnitte des Buches gelten den vielen Varianten, in denen die Weltkriege und die totalitären Regime für die Malerei thematisch wurden."
Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Oktober 2005



"… ein sehr umfangreiches Buch (…)
Hier kann man für lange Zeit nachschlagen, welcher Künstler mit welchen echten oder theoretischen Drogen und ausgefuchsten Lebenskonzepten der Allgegenwart der durchschnittlichen Berufsmenschen zeigen wollte, wo es für Berufsindividualisten lang geht."
Eberhard Rathgeb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Oktober 2005



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-53507-9

995 S., mit 104 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 58,00 € Kaufen

Beyme, Klaus von

Das Zeitalter der Avantgarden

Kunst und Gesellschaft 1905-1955

Wie sahen die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Bedingungen aus, unter denen die Künstler der Avantgarde ihre einflußreichen Werke schufen? Klaus von Beyme konzentriert sich auf die Zeit zwischen 1905 und 1955 und bietet einen faszinierenden Einblick in die künstlerischen Theorien und Experimente einer Epoche, die in besonderer Weise richtungsweisend für nachfolgende Generationen wirkte.
Das Zeitalter der Avantgarden – im vorliegenden Buch auf den Zeitraum zwischen 1905 und 1955 angesetzt – brachte eine Vielzahl neuer Künstlergruppen hervor, die ein weltweites Netzwerk mit einem neuen Kunstmarkt und einer neuen Kunstkritik schufen. Klaus von Beyme betrachtet diese Epoche aus der Sicht des Politikwissenschaftlers und zieht als eine der Hauptquellen die Selbstaussagen der Künstler heran, in denen das Wechselspiel zwischen Kunst und Gesellschaft sichtbar wird. Das Zeitalter der Avantgarden, so zeigt der Autor, wird unter anderem durch das Streben nach der Einheit von Kunst und Leben gekennzeichnet. Wie zu kaum einer anderen Zeit haben sich die Künste, einschließlich Literatur, Theater und Musik, gegenseitig befruchtet. In dem beeindruckend umfassenden Portrait dieser Epoche erhält der Leser erstmals einen Überblick über die zahlreichen Facetten, die das Zeitalter der Avantgarden prägten.

„Kunst ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“
Igor und Svetlana Kopystiansky
Webcode: https://www.chbeck.de/13112

Inhalt

Einleitung: Kriterien der Künstlerauswahl, der Generationsbegriff und die Netzwerkanalyse

I. Strapazierte Grundbegriffe in der Avantgarde-Forschung: Moderne und Avantgarde

Teil I: Die sozialen Grundlagen der Entstehung der Avantgarde
II. Sozialstruktur und Ausbildung der Avantgardekünstler
III. Die Einheit von Kunst und Leben nach dem Scheitern der Agrarkommunen: Urbanisierung, Studien- und Arbeitsmigration, Faszination und Entfremdung in den Metropolen
IV. Zur Soziologie von Künstlergruppen
V. Frauen und Partnerschaftsverhältnisse
VI. Die Avantgarde auf dem Kunstmarkt

Teil II: Theorien und Theoriebereiche in der Kunstdebatte der Avantgarde
VII. Selbstinterpretation und Theoriebildung in der Kunst der Avantgarde
VIII. Bildende Künstler als Schriftsteller und Musiker
IX. Kunst zwischen Religion, Esoterik und Wissenschaft
X. Der Kampf zwischen Abstraktion und Figuration
XI. Überwindung der Hierarchie der Gattungen?
XII. Archaismus, Primitivismus, Exotismus, Folklorismus, Infantilismus
XIII. Der Experimentalismus und der Technik- und Maschinenkult in der Kunst

Teil III: Die Illusion der Gesellschaftsveränderung durch die Kunst und das Leiden an der Politik
XIV. Politisches Engagement von Künstlern in konstitutionellen und demokratischen Staaten
XV. Das Kriegserlebnis und der Wandel der politischen Einstellungen
XVI. Künstler in Diktaturen: Die Sowjetunion und die revolutionäre Linke
XVII. Die Muralisten in der populistischen Diktatur Mexikos
XVIII. Künstler und die faschistischen Diktaturen: Italien, Franco-Spanien
XIX. Das nationalsozialistische Deutschland und sein Satellit: Das Vichy-Regime in Frankreich
XX. Politische Emigration der Künstler im Zeitalter der Diktatur
XXI. Die Führungsrolle der USA in der späten Avantgarde
XXII. Von den Postavantgarden der klassischen Moderne zur postmodernen Kunst

Rückblick und Ausblick

Anhang
Danksagung
Verzeichnis der Tabellen und Matrices
Quellen- und Literaturverzeichnis
1. Schriften der Avantgardekünstler und Quellen ihrer Zeitgenossen
2. Quellen zur Theorie und zeitgenössische Dokumente zur Avantgardekunst
3. Sekundärliteratur
Personenregister
Künstlerbewegungen und Künstlerorte

Pressestimmen

"Ein „pluralistisches Großaggregat“ sei die Avantgarde; das Buch über sie ist es nicht minder. (...) Noch nie ist ein so dickes, so materialreiches, so gerechtes und so kunstfernes Buch über die Avantgarde geschrieben worden."
Heinz Schlaffer, Frankfurter Rundschau, 7. Dezember 2005


"Eine gute Einführung in dieses Laboratorium der Moderne."
Contraste, Bernd Hüttner


"Ausfahrt ins große Ganze: Klaus von Beymes monumentale Sozialgeschichte der Avantgarde. (…)
Klaus von Beyme berichtet von dieser Seite der Avantgarden in beispielloser Ausführlichkeit. Er hat mehr als eine Abhandlung ein Nachschlagewerk vorgelegt, und man kann den Fleiß, der aus der Liebhaberei eines emeritierten Heidelberger Politologen entspringt, nur bewundern. (...) Die eindrücklichsten Abschnitte des Buches gelten den vielen Varianten, in denen die Weltkriege und die totalitären Regime für die Malerei thematisch wurden."
Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Oktober 2005


"… ein sehr umfangreiches Buch (…)
Hier kann man für lange Zeit nachschlagen, welcher Künstler mit welchen echten oder theoretischen Drogen und ausgefuchsten Lebenskonzepten der Allgegenwart der durchschnittlichen Berufsmenschen zeigen wollte, wo es für Berufsindividualisten lang geht."
Eberhard Rathgeb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Oktober 2005