Merken

Brenner, Michael

'Wenn Du geschrieben hättest, Josephus...'

Ungeschriebene Briefe der jüdischen Geschichte

Normalerweise greifen Geisteswissenschaftler auf überlieferte Quellen zurück, die sie sorgfältig auswerten. Für diesen Band aber verfaßten führende Historiker, Literatur- und Religionswissenschaftler ihre eigenen Quellen: Briefe aus über zweitausend Jahren jüdischer Geschichte. Wer immer schon wissen wollte, was Maimonides dem Sultan von Ägypten zu sagen hatte, was der Philosoph Moses Mendelssohn Friedrich dem Großen mitgeteilt hätte oder was die Eltern des Revolutionärs Trotzkij ihrem mißratenen Sohn mit auf den Weg gegeben hätten, der schlage in diesem Band nach.

Worüber beschwerte sich der antike jüdische Historiker Flavius Josephus bei Kaiser Titus? Warum nahm Albert Einstein das Angebot an, israelischer Staatspräsident zu werden? Antworten auf diese und andere äußerst unhistorische Fragen geben die fiktiven Briefe in diesem Band. Das thematische und chronologische Spektrum ist so breit wie die jüdische Geschichte selbst. Die Briefe decken Antike, Mittelalter und Neuzeit bis hin zur Zeitgeschichte ab, sie kommen aus Ägypten und Rußland, aus Berlin und Günzburg, aus dem irdischen Jerusalem und dem himmlischen Paradies. Ihre fiktiven Verfasser reichen von Flavius Josephus über Moses Mendelssohn bis zu Hannah Arendt. Ihre realen Übermittler aus Berkeley und Oxford, Tel Aviv und München verraten für diesen Band bisher unbekannte historische Details und lassen Menschen miteinander kommunizieren, von denen wir immer schon dachten: Wie schade, daß sie nicht in direkter Verbindung miteinander standen.

Herausgegeben von Michael Brenner.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-53400-3

183 S.

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 19,90 € Kaufen
Inhalt
Michael Brenner: Einleitung: Eine Genisa der Phantasie
Daniel Schwartz: Iason an Antiochus IV. Epiphanes (2. Jahrhundert v.u.Z.)
Zvi Yavetz: Flavius Josephus an Titus (77 n.d.Z.)
Mark R. Cohen: Maimonides an den Sultan von Ägypten, Ayyubid Sultan al-Adil Sayfd al-Din (um 1200)
Stefan Rohrbacher: Simon Günzburg an Simon Levi Günzburg zur Gembs (1571)
Jacob Barnai: Rabbiner Haim Benweniste an Schabtai Zwi (1666)
Monika Richarz: Glikl bas Juda Leib an Chaile Kaulla (undatiert)
Robert Liberles: Glikls bas Juda Leibs Tochter Esther an Herrn Levi Minden (1724)
Christoph Schulte: Rabbiner Pinchas Horovitz an Rabbiner Jecheskel Landau (1782/83)
Michael A. Meyer: Moses Mendelssohn an Friedrich den Großen (1785)
Navid Kermani: Loqman as-Sarachsi an Levi Jizchak von Berdichev (1808)
Barbara Hahn: Rahel Levin Varnhagen an Ernst-Peter Wieckenberg (1825)
Steven Lowenstein: Charlotte Dingsfelder an Ihre Schwester Babette Oberdorfer in Bamberg (1846)
Wolfram Siemann: Johann Jacoby an König Friedrich Wilhelm IV. (1848)
Stephen Whitfield: Heinrich Heine an Rachel Felix (1855)
Ittai Tamari: Moritz Steinschneider an Eliakim Carmoly (1874)
Marcus Pyka: Heinrich Graetz an Theodor Mommssen (1880)
Stefanie Schüler-Springorum: Bertha Pappenheim an Martha Bernays (1886)
Peter Pulzer: David Leontievich und Anna Bronstein an ihren Sohn Lev Davidovich (Trotzkij) (1907)
Heike Specht: Lion Feuchtwanger an Franz Muncker (1909)
Jens Malte Fischer: Gustav Mahler an Sigmund Freud (1910)
Martin Baumeister: Ernesto Nathan an Papst Pius X. (1910)
Konrad Feilchenfeldt: Ludwig Geiger an Reinhold Steig (1913)
John Efron: Hermann Struck an seine Mutter Henriette (1915)
Alfred Bodenheimer: Shmuel Josef Agnon an Franz Kafka (1924)
Itta Shedletzky: Gershom Scholem an Else Lasker-Schüler (1937)
Eli Bar-Chen: Albert Einstein an David Ben-Gurion (1949)
Avraham Barkai: Leo Baeck an Ernst-Peter Wieckenberg (undatiert)
Gerald D. Feldman: Jakob Goldschmidt an Georg Solmssen (1955)
Hans Günter Hockerts: Konrad Adenauer an David Ben-Gurion (1966)
Norbert Frei: Hannah Arendt an Karl Jaspers (1968)
Olga Mannheimer: Wladyslaw Gomulka an die polnischjüdischen Emigranten (ca. 1979)
Michael Brenner: Theodor Herzl an Shimon Peres (1998)

Die Autorinnen und Autoren

Personenregister

Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-53400-3

183 S.

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 19,90 € Kaufen

Brenner, Michael

'Wenn Du geschrieben hättest, Josephus...'

Ungeschriebene Briefe der jüdischen Geschichte

Normalerweise greifen Geisteswissenschaftler auf überlieferte Quellen zurück, die sie sorgfältig auswerten. Für diesen Band aber verfaßten führende Historiker, Literatur- und Religionswissenschaftler ihre eigenen Quellen: Briefe aus über zweitausend Jahren jüdischer Geschichte. Wer immer schon wissen wollte, was Maimonides dem Sultan von Ägypten zu sagen hatte, was der Philosoph Moses Mendelssohn Friedrich dem Großen mitgeteilt hätte oder was die Eltern des Revolutionärs Trotzkij ihrem mißratenen Sohn mit auf den Weg gegeben hätten, der schlage in diesem Band nach.

Worüber beschwerte sich der antike jüdische Historiker Flavius Josephus bei Kaiser Titus? Warum nahm Albert Einstein das Angebot an, israelischer Staatspräsident zu werden? Antworten auf diese und andere äußerst unhistorische Fragen geben die fiktiven Briefe in diesem Band. Das thematische und chronologische Spektrum ist so breit wie die jüdische Geschichte selbst. Die Briefe decken Antike, Mittelalter und Neuzeit bis hin zur Zeitgeschichte ab, sie kommen aus Ägypten und Rußland, aus Berlin und Günzburg, aus dem irdischen Jerusalem und dem himmlischen Paradies. Ihre fiktiven Verfasser reichen von Flavius Josephus über Moses Mendelssohn bis zu Hannah Arendt. Ihre realen Übermittler aus Berkeley und Oxford, Tel Aviv und München verraten für diesen Band bisher unbekannte historische Details und lassen Menschen miteinander kommunizieren, von denen wir immer schon dachten: Wie schade, daß sie nicht in direkter Verbindung miteinander standen.

Herausgegeben von Michael Brenner.
Webcode: https://www.chbeck.de/13042

Inhalt

Michael Brenner: Einleitung: Eine Genisa der Phantasie
Daniel Schwartz: Iason an Antiochus IV. Epiphanes (2. Jahrhundert v.u.Z.)
Zvi Yavetz: Flavius Josephus an Titus (77 n.d.Z.)
Mark R. Cohen: Maimonides an den Sultan von Ägypten, Ayyubid Sultan al-Adil Sayfd al-Din (um 1200)
Stefan Rohrbacher: Simon Günzburg an Simon Levi Günzburg zur Gembs (1571)
Jacob Barnai: Rabbiner Haim Benweniste an Schabtai Zwi (1666)
Monika Richarz: Glikl bas Juda Leib an Chaile Kaulla (undatiert)
Robert Liberles: Glikls bas Juda Leibs Tochter Esther an Herrn Levi Minden (1724)
Christoph Schulte: Rabbiner Pinchas Horovitz an Rabbiner Jecheskel Landau (1782/83)
Michael A. Meyer: Moses Mendelssohn an Friedrich den Großen (1785)
Navid Kermani: Loqman as-Sarachsi an Levi Jizchak von Berdichev (1808)
Barbara Hahn: Rahel Levin Varnhagen an Ernst-Peter Wieckenberg (1825)
Steven Lowenstein: Charlotte Dingsfelder an Ihre Schwester Babette Oberdorfer in Bamberg (1846)
Wolfram Siemann: Johann Jacoby an König Friedrich Wilhelm IV. (1848)
Stephen Whitfield: Heinrich Heine an Rachel Felix (1855)
Ittai Tamari: Moritz Steinschneider an Eliakim Carmoly (1874)
Marcus Pyka: Heinrich Graetz an Theodor Mommssen (1880)
Stefanie Schüler-Springorum: Bertha Pappenheim an Martha Bernays (1886)
Peter Pulzer: David Leontievich und Anna Bronstein an ihren Sohn Lev Davidovich (Trotzkij) (1907)
Heike Specht: Lion Feuchtwanger an Franz Muncker (1909)
Jens Malte Fischer: Gustav Mahler an Sigmund Freud (1910)
Martin Baumeister: Ernesto Nathan an Papst Pius X. (1910)
Konrad Feilchenfeldt: Ludwig Geiger an Reinhold Steig (1913)
John Efron: Hermann Struck an seine Mutter Henriette (1915)
Alfred Bodenheimer: Shmuel Josef Agnon an Franz Kafka (1924)
Itta Shedletzky: Gershom Scholem an Else Lasker-Schüler (1937)
Eli Bar-Chen: Albert Einstein an David Ben-Gurion (1949)
Avraham Barkai: Leo Baeck an Ernst-Peter Wieckenberg (undatiert)
Gerald D. Feldman: Jakob Goldschmidt an Georg Solmssen (1955)
Hans Günter Hockerts: Konrad Adenauer an David Ben-Gurion (1966)
Norbert Frei: Hannah Arendt an Karl Jaspers (1968)
Olga Mannheimer: Wladyslaw Gomulka an die polnischjüdischen Emigranten (ca. 1979)
Michael Brenner: Theodor Herzl an Shimon Peres (1998)

Die Autorinnen und Autoren

Personenregister