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Broeckhoven, Diane

Einmal Kind, immer Kind

Roman

Es sind die fünfziger Jahre im katholischen Flandern, und Flora, die in ihrem Dorf in der Poststelle arbeitet, hat sich damit abgefunden, von ihrer dominanten Mutter bei Familienfeiern bloßgestellt und wegen ihrer Unfruchtbarkeit gehänselt zu werden. Als die Mutter jedoch plötzlich an einem Schlaganfall stirbt, sucht Flora Trost in den Armen des Handwerkers Mon und wird zur Überraschung aller schwanger.

Ihre Tochter Rosa ist ein stilles, etwas sonderbares Kind, das von Flora vergöttert wird, sich aber langsamer entwickelt als die anderen Kinder. Rosa geht in eine Klosterschule und darf dort bei der Ablage helfen. Dabei entdeckt sie ihre Leidenschaft fürs Lochen und für das Konfetti, das dabei entsteht und das man bei den Marienprozessionen streut.

Flora hortet das Geld, das der fleißige Mon verdient, und auch sein nicht unbeträchtliches Erbe in einem Versteck im Haus, weil sie den Banken nicht traut. Nur Rosa, der Flora, „wenn ihre Zukunft beginnt“, das Geld zugedacht hat, weiß, wo es ist. Flora stirbt viel zu früh, und Rosa, die mit ihrem Vater allein lebt, lernt irgendwann Wout kennen, der auch ein bißchen langsam ist. Die Liebe lernen sie dann doch, aber Mon und Wouts Mutter lassen diese Liebe nicht zu.

Erst zwanzig Jahre später, als Mon sich ins Altersheim zurückziehen will, holt Rosa das versteckte Geld hervor. Beginnt jetzt ihre Zukunft?

Ebenso ungewöhnlich und anrührend wie in ihrem Bestseller „Ein Tag mit Herrn Jules“, aber auch ironisch und direkt erzählt Diane Broeckhoven in ihrem neuen Roman von der Liebe zwischen Eltern und Kindern, die mitunter skurrile Formen annehmen kann, von Wünschen und Träumen, die manchmal auf seltsame Weise in Erfüllung gehen

Von Diane Broeckhoven. Aus dem Niederländischen von Isabel Hessel.

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Bibliografie

978-3-406-53642-7

173 S.

Hardcover

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Hardcover 14,90 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"In „Ein Tag mit Herrn Jules“ musste man die unwahrscheinlich knappe Genauigkeit ihrer Charakterisierung bewundern. Hier ist es genauso. Scheinbar einfach erzählt, unspektakulär und doch vollkommen, kein Wort zu viel oder zu wenig. Sie hat ihn, den Stil. Die Lebensgeschichte einer dörflichen Familie mit einer etwas debilen Tochter ist hinreißend beschrieben. Man kann nicht aufhören, sie zu lesen, weil sie übers Äußere ins Innere führt und die Tatsachen dabei für sich selbst sprechen. Das ist die hohe Kunst der Beiläufigkeit. Im Hintergrund sind die Befindlichkeiten der 50er Jahre deutlich zu spüren. Beide Romane vergisst man wohl nicht so schnell wieder."
Ellen Pomikalko, BuchMarkt, 6. Dezember 2005



"Das macht der Belgierin Diane Broeckhoven wohl so schnell niemand nach – so leichthändig und sympathieerzeugend über eine behinderte Tochter, ihre an Krebs sterbende Mutter und kleine Leben zu schreiben. Ohne jemals in irgendeiner Form rührselig zu werden. (...) Eine so berührende und menschenfreundliche Darstellung einer „Zurückgebliebenen“ wie Rosa sucht man lange in der zeitgenössischen Literatur. (...) Die Übersetzerin Isabel Hessel trifft sehr genau den märchenhaft getönten, doch stets überzeugenden Ton Diane Broeckhovens."
aky, Rheinischer Merkur, 20. Oktober 2005



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-53642-7

173 S.

Hardcover

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Broeckhoven, Diane

Einmal Kind, immer Kind

Roman

Es sind die fünfziger Jahre im katholischen Flandern, und Flora, die in ihrem Dorf in der Poststelle arbeitet, hat sich damit abgefunden, von ihrer dominanten Mutter bei Familienfeiern bloßgestellt und wegen ihrer Unfruchtbarkeit gehänselt zu werden. Als die Mutter jedoch plötzlich an einem Schlaganfall stirbt, sucht Flora Trost in den Armen des Handwerkers Mon und wird zur Überraschung aller schwanger.

Ihre Tochter Rosa ist ein stilles, etwas sonderbares Kind, das von Flora vergöttert wird, sich aber langsamer entwickelt als die anderen Kinder. Rosa geht in eine Klosterschule und darf dort bei der Ablage helfen. Dabei entdeckt sie ihre Leidenschaft fürs Lochen und für das Konfetti, das dabei entsteht und das man bei den Marienprozessionen streut.

Flora hortet das Geld, das der fleißige Mon verdient, und auch sein nicht unbeträchtliches Erbe in einem Versteck im Haus, weil sie den Banken nicht traut. Nur Rosa, der Flora, „wenn ihre Zukunft beginnt“, das Geld zugedacht hat, weiß, wo es ist. Flora stirbt viel zu früh, und Rosa, die mit ihrem Vater allein lebt, lernt irgendwann Wout kennen, der auch ein bißchen langsam ist. Die Liebe lernen sie dann doch, aber Mon und Wouts Mutter lassen diese Liebe nicht zu.

Erst zwanzig Jahre später, als Mon sich ins Altersheim zurückziehen will, holt Rosa das versteckte Geld hervor. Beginnt jetzt ihre Zukunft?

Ebenso ungewöhnlich und anrührend wie in ihrem Bestseller „Ein Tag mit Herrn Jules“, aber auch ironisch und direkt erzählt Diane Broeckhoven in ihrem neuen Roman von der Liebe zwischen Eltern und Kindern, die mitunter skurrile Formen annehmen kann, von Wünschen und Träumen, die manchmal auf seltsame Weise in Erfüllung gehen

Von Diane Broeckhoven. Aus dem Niederländischen von Isabel Hessel.
Webcode: https://www.chbeck.de/13175

Pressestimmen

"In „Ein Tag mit Herrn Jules“ musste man die unwahrscheinlich knappe Genauigkeit ihrer Charakterisierung bewundern. Hier ist es genauso. Scheinbar einfach erzählt, unspektakulär und doch vollkommen, kein Wort zu viel oder zu wenig. Sie hat ihn, den Stil. Die Lebensgeschichte einer dörflichen Familie mit einer etwas debilen Tochter ist hinreißend beschrieben. Man kann nicht aufhören, sie zu lesen, weil sie übers Äußere ins Innere führt und die Tatsachen dabei für sich selbst sprechen. Das ist die hohe Kunst der Beiläufigkeit. Im Hintergrund sind die Befindlichkeiten der 50er Jahre deutlich zu spüren. Beide Romane vergisst man wohl nicht so schnell wieder."
Ellen Pomikalko, BuchMarkt, 6. Dezember 2005


"Das macht der Belgierin Diane Broeckhoven wohl so schnell niemand nach – so leichthändig und sympathieerzeugend über eine behinderte Tochter, ihre an Krebs sterbende Mutter und kleine Leben zu schreiben. Ohne jemals in irgendeiner Form rührselig zu werden. (...) Eine so berührende und menschenfreundliche Darstellung einer „Zurückgebliebenen“ wie Rosa sucht man lange in der zeitgenössischen Literatur. (...) Die Übersetzerin Isabel Hessel trifft sehr genau den märchenhaft getönten, doch stets überzeugenden Ton Diane Broeckhovens."
aky, Rheinischer Merkur, 20. Oktober 2005