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Broeckhoven, Diane

Eine Reise mit Alice

„Ein ganz liebenswertes, kleines, schönes Buch darüber, wie Rituale uns manchmal helfen, große Verluste zu überwinden.“
Elke Heidenreich in LESEN! über „Ein Tag mit Herrn Jules“


In Diane Broeckhovens neuem Buch begegnen wir buchstäblich einer alten Bekannten: Alice, die nach dem Tod von Jules, ihrem Mann, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben versucht und feststellt, daß es sie an Orte ihrer gemeinsamen Vergangenheit mit Jules führt oder dorthin, wo sie am Ende gar nicht bleiben will. Dabei ist Alice keineswegs weltfremd, sentimental oder voller Altersgrimm gegen die Gegenwart erfüllt. Mit Selbstironie und Humor, dankbar und offen, aber eben voller Sehnsucht nach dem Leben mit Jules beobachtet sie die Welt und wünscht sich auf ihren Reisen doch, bald wieder nach Hause fahren zu können. Ein komischer und zugleich rührender Höhepunkt in „Eine Reise mit Alice“ ist das Kapitel „Ostende“, das von Alice’ Besuch bei ihrer jüngeren Schwester Esther in deren Ferienwohnung erzählt und zeigt, wie sehr die prägenden Gefühle die gleichen bleiben, auch wenn Jahrzehnte vergangen sind.
Einfühlsam und genau, liebevoll und mitunter nicht ohne Sarkasmus erzählt Diane Broeckhoven von den Empfindungen und Gedanken, den Erlebnissen und Sehnsüchten einer alternden Frau, die sich nach dem Tod ihres Mannes, nach dessen ewiger Rechthaberei sie sich inzwischen sogar sehnt, nicht einfach in die Riege der „lustigen Witwen“ mit ihrem krachenden Lebenshunger einordnen will, sondern auch allein auf einem gemeinsamen Leben beharrt. Nicht nur die, die „Ein Tag mit Herrn Jules“ liebten, werden „Eine Reise mit Alice“ ins Herz schließen.
Von Diane Broeckhoven. Aus dem Niederländischen von Isabel Hessel.

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Bibliografie

978-3-406-55613-5

Erschienen am 16. Februar 2007

92 S.

Hardcover

Schlagwörter

Pressestimmen

Pressestimmen

"Die niederländische Autorin behandelt ihre Figur mit viel Verständnis für deren Bedürfnisse und Eigenarten. Jeden Charakterzug weiss sie beinahe zärtlich einzubringen, etwa Alices Sparsamkeit oder ihre Sorgfalt gegenüber alten Gegenständen. (...) Das lässt einen oftmals schmunzeln – und doch wird zeitweise leise Wehmut spürbar, wenn Alice sich in frühere Zeiten zurücksehnt. So ist der luftig geschriebene, episodenhafte Roman rund ums Reisen und Nicht-Reisen bald vergnüglich zu lesen, bald stimmt er nachdenklich – und wie „Ein Tag mit Herrn Jules“ ist er ein wunderbar feinfühliges Porträt einer alten Dame."
Andrea Lüthi, Neue Zürcher Zeitung, 5. Juni 2008



"Selten sind die letzten Tage eines Menschen so prägnant realistisch, dabei ungezwungen leicht und mit feiner Komik dargestellt worden. Man kann sich Alices Leben aus diesen Episoden gut rekonstruierten und resümiert, dass man am Ende nichts mehr herumreißt. Eine hübsche Studie, mit gutem Tiefgang."
Ellen Pomikalko, BuchMarkt, 30. Mai 2007



"Nun widmet Diane Broeckhoven Alice eine konzentrierte Erzählung. Sie handelt nüchtern von der Beschwerlichkeit des Alters und davon, dass das Ausschlagen von Angeboten kein Starrsinn sein muss, sondern ein Zeichen von Autonomie ist. Verlust heißt ja nicht zwingend, dass der Horizont enger wird, solange Erinnerung und Sehnsucht bleiben, wozu auch die Todessehnsucht zählt."
Bettina Göcmener, Die Welt, 10. März 2007



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-55613-5

Erschienen am 16. Februar 2007

92 S.

Hardcover

Broeckhoven, Diane

Eine Reise mit Alice

„Ein ganz liebenswertes, kleines, schönes Buch darüber, wie Rituale uns manchmal helfen, große Verluste zu überwinden.“
Elke Heidenreich in LESEN! über „Ein Tag mit Herrn Jules“


In Diane Broeckhovens neuem Buch begegnen wir buchstäblich einer alten Bekannten: Alice, die nach dem Tod von Jules, ihrem Mann, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben versucht und feststellt, daß es sie an Orte ihrer gemeinsamen Vergangenheit mit Jules führt oder dorthin, wo sie am Ende gar nicht bleiben will. Dabei ist Alice keineswegs weltfremd, sentimental oder voller Altersgrimm gegen die Gegenwart erfüllt. Mit Selbstironie und Humor, dankbar und offen, aber eben voller Sehnsucht nach dem Leben mit Jules beobachtet sie die Welt und wünscht sich auf ihren Reisen doch, bald wieder nach Hause fahren zu können. Ein komischer und zugleich rührender Höhepunkt in „Eine Reise mit Alice“ ist das Kapitel „Ostende“, das von Alice’ Besuch bei ihrer jüngeren Schwester Esther in deren Ferienwohnung erzählt und zeigt, wie sehr die prägenden Gefühle die gleichen bleiben, auch wenn Jahrzehnte vergangen sind.
Einfühlsam und genau, liebevoll und mitunter nicht ohne Sarkasmus erzählt Diane Broeckhoven von den Empfindungen und Gedanken, den Erlebnissen und Sehnsüchten einer alternden Frau, die sich nach dem Tod ihres Mannes, nach dessen ewiger Rechthaberei sie sich inzwischen sogar sehnt, nicht einfach in die Riege der „lustigen Witwen“ mit ihrem krachenden Lebenshunger einordnen will, sondern auch allein auf einem gemeinsamen Leben beharrt. Nicht nur die, die „Ein Tag mit Herrn Jules“ liebten, werden „Eine Reise mit Alice“ ins Herz schließen.
Von Diane Broeckhoven. Aus dem Niederländischen von Isabel Hessel.
Webcode: https://www.chbeck.de/18490

Pressestimmen

"Die niederländische Autorin behandelt ihre Figur mit viel Verständnis für deren Bedürfnisse und Eigenarten. Jeden Charakterzug weiss sie beinahe zärtlich einzubringen, etwa Alices Sparsamkeit oder ihre Sorgfalt gegenüber alten Gegenständen. (...) Das lässt einen oftmals schmunzeln – und doch wird zeitweise leise Wehmut spürbar, wenn Alice sich in frühere Zeiten zurücksehnt. So ist der luftig geschriebene, episodenhafte Roman rund ums Reisen und Nicht-Reisen bald vergnüglich zu lesen, bald stimmt er nachdenklich – und wie „Ein Tag mit Herrn Jules“ ist er ein wunderbar feinfühliges Porträt einer alten Dame."
Andrea Lüthi, Neue Zürcher Zeitung, 5. Juni 2008


"Selten sind die letzten Tage eines Menschen so prägnant realistisch, dabei ungezwungen leicht und mit feiner Komik dargestellt worden. Man kann sich Alices Leben aus diesen Episoden gut rekonstruierten und resümiert, dass man am Ende nichts mehr herumreißt. Eine hübsche Studie, mit gutem Tiefgang."
Ellen Pomikalko, BuchMarkt, 30. Mai 2007


"Nun widmet Diane Broeckhoven Alice eine konzentrierte Erzählung. Sie handelt nüchtern von der Beschwerlichkeit des Alters und davon, dass das Ausschlagen von Angeboten kein Starrsinn sein muss, sondern ein Zeichen von Autonomie ist. Verlust heißt ja nicht zwingend, dass der Horizont enger wird, solange Erinnerung und Sehnsucht bleiben, wozu auch die Todessehnsucht zählt."
Bettina Göcmener, Die Welt, 10. März 2007