Zora del Buono: Die Marschallin

Zora del Buono hat von ihrer Großmutter nicht nur den Vornamen geerbt, sondern auch ein Familienverhängnis, denn die alte Zora war in einen Raubmord verwickelt. Diese Geschichte und ihre Folgen bis heute erzählt dieser große Familienroman.
Die Slowenin Zora lernt ihren späteren Ehemann, den Radiologieprofessor Pietro Del Buono, am Ende des Ersten Weltkriegs kennen. Ihr Leben und das Leben ihrer Familie, ihrer Kinder und Enkelkinder, vollziehen sich in einer Zeit der Kriege und der Gewalt, erbitterter territorialer und ideologischer Kämpfe, die unsere Welt bis heute prägen. In einem grandiosen Schlussmonolog erzählt die alte Zora Del Buono ihre Geschichte zu Ende, eine Geschichte der Liebe, der Kämpfe, des Hasses und des Verrats. «Die Marschallin» ist ein farbiger, lebenspraller Roman über eine unvergessliche Frau und ein tragisches Familienschicksal.

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"Die Marschallin" gelesen von Brigitte Trübenbach auch als Hörbuch erhältlich

Veranstaltungen der Autorin

30. August 2020: Zora del Buono auf dem Diwan des Bayerischen Rundfunks live vom Erlanger Poetenfest, Erlangen 

10. September 2020
: Zora del Buono zu Gast auf dem 20. Internationalen Literaturfestival Berlin
, Chausseestraße 5, Berlin

12. September 2020: Zora del Buono beim ilb 2020 Special "Visionen der Bioökonomie" / Panel: „Bäume zwischen Nutzen und Schutz“, Berlin 

30. September 2020Lesung mit Zora del Buono, Buchhandlung Hirslanden Zürich, Freiestrasse 221

15. November 2020: Züri Littéraire Buchvorstellung mit Zora del Buono, Kaufleuten, Zürich, Pelikanpl. 18

aktuelle Informationen zu Veranstaltungen finden Sie hier.

"‘Die Marschallin‘ setzt nicht nur einer faszinierenden, widersprüchlichen Figur ein Denkmal, sondern lässt eine ganze Epoche erstehen, und wir bewegen uns staunend durch eine Welt, in der Multikulturalität zum ganz selbstverständlichen Alltag gehörte.“
Neue Zürcher Zeitung, Manfred Papst

Leseprobe

Bovec, Mai 1919

Wann hatte sie angefangen, ihre Mutter zu hassen? An dem Tag, als die Mutter sie verließ? Als der Vater sie frühmorgens anherrschte, sie solle sämtliche Schuhe, die nicht der Mutter gehörten, in die Stube bringen, ihre eigenen, die von den Brüdern und auch seine, und zwar zackig!, um dann mit ausgreifenden, rhythmischen Bewegungen die glatten Sonntagsschuhe, die feinen und die weniger feinen Stiefeletten, die Pantoffeln, die Landarbeitsschuhe und die Fellstiefel mit dem Besen aus dem Hausflur auf die Straße zu fegen und immer weiter zu fegen, auch als längst kein Krümel mehr auf dem Boden zu entdecken war? Zwölf Damenschuhe lagen zwischen plattgefahrenen Pferdeäpfeln vor ihrer Haustür, damit alle sehen konnten, dass Marija mehr Schuhe besaß als jede andere Frau im Dorf, was sowieso jeder wusste. Damit alle sehen konnten, was Marija aufgegeben hatte. Zwölf weggefegte Schuhe bedeuteten aber auch: Mutter war mit kleinem Gepäck gegangen... weiterlesen

Aus dem Fotoalbum von Zora del Buono

<p>Zora und Prof. Pietro Del Buono in ihrem Haus in Bari</p>

Zora und Prof. Pietro Del Buono in ihrem Haus in Bari

<p>Das von Zora entworfene Haus in Bari</p>

Das von Zora entworfene Haus in Bari

<p>Historische Postkarte des Lungomare in Bari, der Strandpromenade</p>

Historische Postkarte des Lungomare in Bari, der Strandpromenade

<p>Zora und Pietro Del Buono bei der Hochzeit ihres Sohnes Manfredi (im Hintergrund links) mit Marie-Louise Zumbühl in Zürich (die Frau in Weiß ist unbekannt)</p>

Zora und Pietro Del Buono bei der Hochzeit ihres Sohnes Manfredi (im Hintergrund links) mit Marie-Louise Zumbühl in Zürich (die Frau in Weiß ist unbekannt)

<p>Prof. Pietro Del Buono an der Universität Bari</p>

Prof. Pietro Del Buono an der Universität Bari

<p>Dazwischen Bari 2018</p>

Dazwischen Bari 2018

<p>Manfredi Del Buono und seine Tochter Zora (die Autorin) in Davos, wenige Monate vor seinem Unfalltod</p>

Manfredi Del Buono und seine Tochter Zora (die Autorin) in Davos, wenige Monate vor seinem Unfalltod

<p>Das Haus in der Via Dieta in vernachlässigtem Zustand</p>

Das Haus in der Via Dieta in vernachlässigtem Zustand

<p>Historische Postkarte</p>

Historische Postkarte