Zora del Buono: Die Marschallin

Zora del Buono hat von ihrer Großmutter nicht nur den Vornamen geerbt, sondern auch ein Familienverhängnis, denn die alte Zora war in einen Raubmord verwickelt. Diese Geschichte und ihre Folgen bis heute erzählt dieser große Familienroman.
Die Slowenin Zora lernt ihren späteren Ehemann, den Radiologieprofessor Pietro Del Buono, am Ende des Ersten Weltkriegs kennen. Ihr Leben und das Leben ihrer Familie, ihrer Kinder und Enkelkinder, vollziehen sich in einer Zeit der Kriege und der Gewalt, erbitterter territorialer und ideologischer Kämpfe, die unsere Welt bis heute prägen. In einem grandiosen Schlussmonolog erzählt die alte Zora Del Buono ihre Geschichte zu Ende, eine Geschichte der Liebe, der Kämpfe, des Hasses und des Verrats. «Die Marschallin» ist ein farbiger, lebenspraller Roman über eine unvergessliche Frau und ein tragisches Familienschicksal.

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"Die Marschallin" gelesen von Brigitte Trübenbach auch als Hörbuch erhältlich

Veranstaltungen der Autorin

17. Oktober 2020: BOOKFEST digital 2020, Zora del Buono im Live-Gespräch mit Bärbel Schäfer, zur Veranstaltungsseite

29. Oktober 2020: Lesung mit Zora del Buono, Moderiert von Stephanie Krawehl, Lesesaal Hamburg, Stadthausbrücke 6

15. November 2020
: Züri Littéraire Buchvorstellung mit Zora del Buono, 
Kaufleuten, Zürich, Pelikanpl. 18

22. November 2020Literatursendung zur Schaffhauser Buchwoche mit Zora del Buono Moderiert von Annette König (SRF Literatur), zur Veranstaltungsseite

18. Februar 2021Lesung mit Zora del Buono, Veranstaltungsort: Kantonsbibliothek Baselland, Liestal , Emma Herwegh-Platz 4


aktuelle Informationen zu Veranstaltungen finden Sie hier.

"‘Die Marschallin‘ setzt nicht nur einer faszinierenden, widersprüchlichen Figur ein Denkmal, sondern lässt eine ganze Epoche erstehen, und wir bewegen uns staunend durch eine Welt, in der Multikulturalität zum ganz selbstverständlichen Alltag gehörte.“
Neue Zürcher Zeitung, Manfred Papst

Leseprobe

Bovec, Mai 1919

Wann hatte sie angefangen, ihre Mutter zu hassen? An dem Tag, als die Mutter sie verließ? Als der Vater sie frühmorgens anherrschte, sie solle sämtliche Schuhe, die nicht der Mutter gehörten, in die Stube bringen, ihre eigenen, die von den Brüdern und auch seine, und zwar zackig!, um dann mit ausgreifenden, rhythmischen Bewegungen die glatten Sonntagsschuhe, die feinen und die weniger feinen Stiefeletten, die Pantoffeln, die Landarbeitsschuhe und die Fellstiefel mit dem Besen aus dem Hausflur auf die Straße zu fegen und immer weiter zu fegen, auch als längst kein Krümel mehr auf dem Boden zu entdecken war? Zwölf Damenschuhe lagen zwischen plattgefahrenen Pferdeäpfeln vor ihrer Haustür, damit alle sehen konnten, dass Marija mehr Schuhe besaß als jede andere Frau im Dorf, was sowieso jeder wusste. Damit alle sehen konnten, was Marija aufgegeben hatte. Zwölf weggefegte Schuhe bedeuteten aber auch: Mutter war mit kleinem Gepäck gegangen... weiterlesen

Aus dem Fotoalbum von Zora del Buono

<p>Zora und Prof. Pietro Del Buono in ihrem Haus in Bari</p>

Zora und Prof. Pietro Del Buono in ihrem Haus in Bari

<p>Das von Zora entworfene Haus in Bari</p>

Das von Zora entworfene Haus in Bari

<p>Historische Postkarte des Lungomare in Bari, der Strandpromenade</p>

Historische Postkarte des Lungomare in Bari, der Strandpromenade

<p>Zora und Pietro Del Buono bei der Hochzeit ihres Sohnes Manfredi (im Hintergrund links) mit Marie-Louise Zumbühl in Zürich (die Frau in Weiß ist unbekannt)</p>

Zora und Pietro Del Buono bei der Hochzeit ihres Sohnes Manfredi (im Hintergrund links) mit Marie-Louise Zumbühl in Zürich (die Frau in Weiß ist unbekannt)

<p>Prof. Pietro Del Buono an der Universität Bari</p>

Prof. Pietro Del Buono an der Universität Bari

<p>Dazwischen Bari 2018</p>

Dazwischen Bari 2018

<p>Manfredi Del Buono und seine Tochter Zora (die Autorin) in Davos, wenige Monate vor seinem Unfalltod</p>

Manfredi Del Buono und seine Tochter Zora (die Autorin) in Davos, wenige Monate vor seinem Unfalltod

<p>Das Haus in der Via Dieta in vernachlässigtem Zustand</p>

Das Haus in der Via Dieta in vernachlässigtem Zustand

<p>Historische Postkarte</p>

Historische Postkarte