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Calic, Marie-Janine

Tito

Der ewige Partisan

Josip Broz Tito war der ewige Partisan – ein typisches Geschöpf des Zeitalters der Extreme, welches er persönlich erlebt, erlitten und gestaltet hat. Bei seinem Tod galt er als ein international anerkannter Staatsmann. Heute halten ihn viele für einen brutalen Diktator. Doch was war er wirklich? Marie-Janine Calic lässt die historische Person hinter den Legenden sichtbar werden und erzählt die Geschichte eines abenteuerlichen Lebens, in dem sich Aufstieg und Fall Jugoslawiens spiegeln.

Tito war ein Politiker eigenen Kalibers. Er war Visionär und Pragmatiker, Stratege und Macher, einer, der durch außergewöhnliche Talente und unter ganz besonderen historischen Umständen eine beispiellose Karriere machte. Im Zweiten Weltkrieg befreite er Jugoslawien mit seinen Partisanen aus eigener Kraft von der deutschen Besatzung. Es war die Rolle, in der er ganz bei sich war und die seine langjährige Herrschaft legitimierte. Ohne den ewigen Partisanen hätte es Jugoslawien nach dem Zweiten Weltkrieg wahrscheinlich nicht mehr gegeben. 35 Jahre lang blieb er der unverzichtbare Moderator eines mehr oder weniger gedeihlichen Zusammenlebens. Doch Titos Jugoslawien überlebte seinen Schöpfer kaum eine Dekade, und es folgte ein Gewaltausbruch, wie ihn Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hatte. Über Titos Lebenswerk liegt somit der Schatten bitteren Scheiterns.

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Bibliografie

978-3-406-75548-4

Erschienen am 17. September 2020

442 S., mit 42 Abbildungen und 3 Karten

Hardcover

Hardcover 29,95 € Kaufen
e-Book 22,99 € Kaufen
Inhalt
Apropos Tito

KUMROVEC, 7. MAI 1892
Der Bauernsohn

Kindheit im Zagorje
Mutters Sohn
Versagte Lebenschancen
Politisierung

PETROGRAD, 23. FEBRUAR 1917
Der Bolschewist

Vom Weltkrieg zum Roten Oktober
Kairos der Weltrevolution
Frühe politische Arbeit

ZAGREB, 7. NOVEMBER 1928
Der Revolutionär

Der «Bomber-Prozess»
Chef der Zagreber Ortsgruppe
Das Zuchthaus – die Schule des Revolutionärs
Generation Revolution

MOSKAU, 25. JULI 1935
Parteiarbeiter der Komintern

Faszinosum Moskau
Im «Generalstab der Weltrevolution»
Im Hotel Lux
In geheimer Mission
Der Alte
Hanni König (Lucie Bauer) – ein deutsches Schicksal
Auf Messers Schneide
Endlich Generalsekretär

ZAGREB, 10. APRIL 1941
Der Partisanenführer

Hitlers Strafgericht
Volksbefreiungsaufstand
Der Rivale
Untergang und Neuanfang
Im Wald
«Brüderlichkeit und Einheit»

BIHAC, 26. UND 27. NOVEMBER 1942
Der Staatsgründer

«Titos Staat»
«Schicksalsstunde der Revolution» an der Neretva
Der Alte wird verletzt
«Der sagenhafte Tito»
Auf dem Weg zur internationalen Anerkennung
Unternehmen «Rösselsprung»
Churchills Dilemma

BELGRAD, 20. OKTOBER 1944
Der stalinistische Autokrat

Machtübernahme
«Das Schwert der Revolution»
«Kein Schwabe darf bleiben»
«Ich trage die Verantwortung, ich entscheide!»
Wiederaufbau und Versöhnung
Das Gewissen des Erzbischofs

MOSKAU, 28. JUNI 1948
Der Abtrünnige

Moskaus treuester Verbündeter
Stalins Bannfluch
Die Reihen fest geschlossen
Trumans Keilstrategie
Titoland
Goli Otok

ZAGREB, 2.–7. NOVEMBER 1952
Der Reformkommunist

Die Erfindung der Arbeiterselbstverwaltung
Die Geister, die ich rief: der Fall Ðilas
Ich, Jovanka
Coca-Cola-Sozialismus
Titos Charisma

DELHI, DEZEMBER 1954
Der «Weltbürger»
Der Globetrotter

Stalin ist tot – hoch lebe Jugoslawien!
«Unternehmen Diamant»
Anführer der Blockfreien
«Riese auf der Weltbühne»
Der Gastgeber

BRIONI, 1. JULI 1966
Der Richter und Schlichter

Titos Sorgen
Der Sturz des Aleksandar Rankovic
Aufstand der Intellektuellen
Das Verdikt von Karadordevo
Abgang der serbischen «Liberalen»
«Neutralisierung» der Emigration
Mehr Brüderlichkeit, weniger Einheit

BONN, DÜSSELDORF UND HAMBURG, 24.–27. JUNI 1974
Der Elder Statesman

Endlich Versöhnung
Entspannung – aber bitte global!
Nur noch schnell die Welt retten
Anfang vom Ende
Rückkehr an die Sutjeska

LJUBLJANA, 4. MAI 1980
«Nach Tito: Tito!»

Das «Ende einer Epoche»
Nach Tito kein neuer Tito
Sockelsturz
Titostalgie

Dank

Anhang
Anmerkungen
Quellen und Literatur
Abkürzungen
Bildnachweis
Ortsregister
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Marie-Janine Calic beschreibt das mit großem Wissen und in einem Stil, der Seite um Seite zum Weiterlesen einlädt.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung Messebeilage, Michael Martens



"eine lesenswerte und spannende Biografie dieses schillernden Ausnahmeherrschers“

dpa



"Eine packende Biografie.“
Kleine Zeitung, Thomas Roser



"Zugänglich und plastisch erzählte Geschichte ist das Markenzeichen der Historikerin, die mit der „Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert“ (2010) und „Südosteuropa. Weltgeschichte einer Region“ (2016) bereits zwei Standardwerke zum besseren Verständnis des Vielvölkerlabyrinths verfasst hat.“
Tageblatt, Thomas Roser



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-75548-4

Erschienen am 17. September 2020

442 S., mit 42 Abbildungen und 3 Karten

Hardcover

Hardcover 29,95 € Kaufen
e-Book 22,99 € Kaufen

Calic, Marie-Janine

Tito

Der ewige Partisan

Josip Broz Tito war der ewige Partisan – ein typisches Geschöpf des Zeitalters der Extreme, welches er persönlich erlebt, erlitten und gestaltet hat. Bei seinem Tod galt er als ein international anerkannter Staatsmann. Heute halten ihn viele für einen brutalen Diktator. Doch was war er wirklich? Marie-Janine Calic lässt die historische Person hinter den Legenden sichtbar werden und erzählt die Geschichte eines abenteuerlichen Lebens, in dem sich Aufstieg und Fall Jugoslawiens spiegeln.

Tito war ein Politiker eigenen Kalibers. Er war Visionär und Pragmatiker, Stratege und Macher, einer, der durch außergewöhnliche Talente und unter ganz besonderen historischen Umständen eine beispiellose Karriere machte. Im Zweiten Weltkrieg befreite er Jugoslawien mit seinen Partisanen aus eigener Kraft von der deutschen Besatzung. Es war die Rolle, in der er ganz bei sich war und die seine langjährige Herrschaft legitimierte. Ohne den ewigen Partisanen hätte es Jugoslawien nach dem Zweiten Weltkrieg wahrscheinlich nicht mehr gegeben. 35 Jahre lang blieb er der unverzichtbare Moderator eines mehr oder weniger gedeihlichen Zusammenlebens. Doch Titos Jugoslawien überlebte seinen Schöpfer kaum eine Dekade, und es folgte ein Gewaltausbruch, wie ihn Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hatte. Über Titos Lebenswerk liegt somit der Schatten bitteren Scheiterns.
Webcode: https://www.chbeck.de/30931967

Inhalt

Apropos Tito

KUMROVEC, 7. MAI 1892
Der Bauernsohn

Kindheit im Zagorje
Mutters Sohn
Versagte Lebenschancen
Politisierung

PETROGRAD, 23. FEBRUAR 1917
Der Bolschewist

Vom Weltkrieg zum Roten Oktober
Kairos der Weltrevolution
Frühe politische Arbeit

ZAGREB, 7. NOVEMBER 1928
Der Revolutionär

Der «Bomber-Prozess»
Chef der Zagreber Ortsgruppe
Das Zuchthaus – die Schule des Revolutionärs
Generation Revolution

MOSKAU, 25. JULI 1935
Parteiarbeiter der Komintern

Faszinosum Moskau
Im «Generalstab der Weltrevolution»
Im Hotel Lux
In geheimer Mission
Der Alte
Hanni König (Lucie Bauer) – ein deutsches Schicksal
Auf Messers Schneide
Endlich Generalsekretär

ZAGREB, 10. APRIL 1941
Der Partisanenführer

Hitlers Strafgericht
Volksbefreiungsaufstand
Der Rivale
Untergang und Neuanfang
Im Wald
«Brüderlichkeit und Einheit»

BIHAC, 26. UND 27. NOVEMBER 1942
Der Staatsgründer

«Titos Staat»
«Schicksalsstunde der Revolution» an der Neretva
Der Alte wird verletzt
«Der sagenhafte Tito»
Auf dem Weg zur internationalen Anerkennung
Unternehmen «Rösselsprung»
Churchills Dilemma

BELGRAD, 20. OKTOBER 1944
Der stalinistische Autokrat

Machtübernahme
«Das Schwert der Revolution»
«Kein Schwabe darf bleiben»
«Ich trage die Verantwortung, ich entscheide!»
Wiederaufbau und Versöhnung
Das Gewissen des Erzbischofs

MOSKAU, 28. JUNI 1948
Der Abtrünnige

Moskaus treuester Verbündeter
Stalins Bannfluch
Die Reihen fest geschlossen
Trumans Keilstrategie
Titoland
Goli Otok

ZAGREB, 2.–7. NOVEMBER 1952
Der Reformkommunist

Die Erfindung der Arbeiterselbstverwaltung
Die Geister, die ich rief: der Fall Ðilas
Ich, Jovanka
Coca-Cola-Sozialismus
Titos Charisma

DELHI, DEZEMBER 1954
Der «Weltbürger»
Der Globetrotter

Stalin ist tot – hoch lebe Jugoslawien!
«Unternehmen Diamant»
Anführer der Blockfreien
«Riese auf der Weltbühne»
Der Gastgeber

BRIONI, 1. JULI 1966
Der Richter und Schlichter

Titos Sorgen
Der Sturz des Aleksandar Rankovic
Aufstand der Intellektuellen
Das Verdikt von Karadordevo
Abgang der serbischen «Liberalen»
«Neutralisierung» der Emigration
Mehr Brüderlichkeit, weniger Einheit

BONN, DÜSSELDORF UND HAMBURG, 24.–27. JUNI 1974
Der Elder Statesman

Endlich Versöhnung
Entspannung – aber bitte global!
Nur noch schnell die Welt retten
Anfang vom Ende
Rückkehr an die Sutjeska

LJUBLJANA, 4. MAI 1980
«Nach Tito: Tito!»

Das «Ende einer Epoche»
Nach Tito kein neuer Tito
Sockelsturz
Titostalgie

Dank

Anhang
Anmerkungen
Quellen und Literatur
Abkürzungen
Bildnachweis
Ortsregister
Personenregister

Pressestimmen

"Marie-Janine Calic beschreibt das mit großem Wissen und in einem Stil, der Seite um Seite zum Weiterlesen einlädt.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung Messebeilage, Michael Martens


"eine lesenswerte und spannende Biografie dieses schillernden Ausnahmeherrschers“

dpa


"Eine packende Biografie.“
Kleine Zeitung, Thomas Roser


"Zugänglich und plastisch erzählte Geschichte ist das Markenzeichen der Historikerin, die mit der „Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert“ (2010) und „Südosteuropa. Weltgeschichte einer Region“ (2016) bereits zwei Standardwerke zum besseren Verständnis des Vielvölkerlabyrinths verfasst hat.“
Tageblatt, Thomas Roser