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Coulmas, Florian

Die Gesellschaft Japans

Arbeit, Familie und demographische Krise

Arbeit, Familie und demografische Krise

Nure ochiba, „nasses Laub“, das an den Schuhen klebt, wurde in Japan zum Wort des Jahres gekrönt. Es bezeichnet boshaft pensionierte Männer, die ohne Aufgabe zuhause ihr Dasein fristen und zum Problem für ihre Angehörigen werden.
Die Japaner sind reich, leben sicher und gesund und erfreuen sich hoher Bildung. Trotzdem sind sie nicht sehr zufrieden; denn starke Kräfte zwingen die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt zu tiefgreifenden Veränderungen, allen voran die Globalisierung der Märkte und die Alterung. Der Autor untersucht die Auswirkungen dieser beiden Entwicklungen auf das Verhältnis der Geschlechter und Generationen, die sozialen Netzwerke, die Politik und den Arbeitsmarkt, aber auch auf gesellschaftliche Normen und Vorstellungen von Leben und Tod. Um ihren Wohlstand zu erhalten, muß die Gesellschaft umgebaut werden. Ein eindrücklicher Blick auf ein Land, das in rasanter Weise Veränderungen durchmacht, die sich in Deutschland erst langsam abzeichnen.

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Bibliografie

978-3-406-54798-0

Erschienen am 15. August 2007

252 S., mit 14 Tabellen und 40 Abbildungen

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 14,95 € Kaufen
Inhalt
Transkription japanischer Wörter und Namen
Vorwort

I Zeichen der Veränderungen
II Das Problem der Generationen und die Struktur der Gesellschaft
III Soziale Beziehungsnetzwerke
IV Das einsame Kind
V Frauen und Männer an der Arbeit
VI Die Vergesellschaftung der Pflege
VII «Reife» Kunden
VIII Das Risiko der Langlebigkeit und die Renten
IX Politik der Alten von Alten für Alte?
X Grenzen des Alterns?
XI Ausländer rein?
XII Bevölkerungsalterung und sozialer Wandel

Anmerkungen
Bibliographie
Weiterführende Internetressourcen
Register
Pressestimmen

Pressestimmen

"(...) was bedeutet das für Japans Generationenvertrag, für die Ökonomie, das Sozialgefüge und die unverrückbar geglaubten kulturellen Fixpunkte des Landes? Florian Coulmas beleuchtet in einer Chronik der Umbrüche die Auswirkungen der alternden und kinderarmen Gesellschaft Japans. Im Zuge der sozialen Alterung, so lautet seine Kernaussage, verändern sich Lebensläufe, ja ganze Generationen sowie das Bewusstsein für Zeit. Eine Lebenserwartung von 85,49 Jahren, ein Bevölkerungsanteil der über Fünfundsechzigjährigen von zwanzig Prozent, steigende Gesundheitskosten und stagnierende Renten, Geburtenrückgang, Eheaufschub, Zunahme der Singlehaushalte und finanzielle Mehrbelastung der Jüngeren kennzeichnen das „Zeitalter der Entvölkerung“. (...) Das Buch zeichnet die Reformbemühungen zur Förderung der Frauenerwerbstätigkeit wie den „Angel Plan“ der japanischen Regierung nach. Auch heute noch überwiegen aber die Opportunitätskosten des Kinderkriegens wie verminderte Beförderungschancen, niedrigere Löhne oder eine langfristige Unterbrechung des Arbeitslebens."
gna, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Oktober 2007



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-54798-0

Erschienen am 15. August 2007

252 S., mit 14 Tabellen und 40 Abbildungen

Softcover

Softcover 14,95 € Kaufen

Coulmas, Florian

Die Gesellschaft Japans

Arbeit, Familie und demographische Krise

Arbeit, Familie und demografische Krise

Nure ochiba, „nasses Laub“, das an den Schuhen klebt, wurde in Japan zum Wort des Jahres gekrönt. Es bezeichnet boshaft pensionierte Männer, die ohne Aufgabe zuhause ihr Dasein fristen und zum Problem für ihre Angehörigen werden.
Die Japaner sind reich, leben sicher und gesund und erfreuen sich hoher Bildung. Trotzdem sind sie nicht sehr zufrieden; denn starke Kräfte zwingen die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt zu tiefgreifenden Veränderungen, allen voran die Globalisierung der Märkte und die Alterung. Der Autor untersucht die Auswirkungen dieser beiden Entwicklungen auf das Verhältnis der Geschlechter und Generationen, die sozialen Netzwerke, die Politik und den Arbeitsmarkt, aber auch auf gesellschaftliche Normen und Vorstellungen von Leben und Tod. Um ihren Wohlstand zu erhalten, muß die Gesellschaft umgebaut werden. Ein eindrücklicher Blick auf ein Land, das in rasanter Weise Veränderungen durchmacht, die sich in Deutschland erst langsam abzeichnen.
Webcode: https://www.chbeck.de/21554

Inhalt

Transkription japanischer Wörter und Namen
Vorwort

I Zeichen der Veränderungen
II Das Problem der Generationen und die Struktur der Gesellschaft
III Soziale Beziehungsnetzwerke
IV Das einsame Kind
V Frauen und Männer an der Arbeit
VI Die Vergesellschaftung der Pflege
VII «Reife» Kunden
VIII Das Risiko der Langlebigkeit und die Renten
IX Politik der Alten von Alten für Alte?
X Grenzen des Alterns?
XI Ausländer rein?
XII Bevölkerungsalterung und sozialer Wandel

Anmerkungen
Bibliographie
Weiterführende Internetressourcen
Register

Pressestimmen

"(...) was bedeutet das für Japans Generationenvertrag, für die Ökonomie, das Sozialgefüge und die unverrückbar geglaubten kulturellen Fixpunkte des Landes? Florian Coulmas beleuchtet in einer Chronik der Umbrüche die Auswirkungen der alternden und kinderarmen Gesellschaft Japans. Im Zuge der sozialen Alterung, so lautet seine Kernaussage, verändern sich Lebensläufe, ja ganze Generationen sowie das Bewusstsein für Zeit. Eine Lebenserwartung von 85,49 Jahren, ein Bevölkerungsanteil der über Fünfundsechzigjährigen von zwanzig Prozent, steigende Gesundheitskosten und stagnierende Renten, Geburtenrückgang, Eheaufschub, Zunahme der Singlehaushalte und finanzielle Mehrbelastung der Jüngeren kennzeichnen das „Zeitalter der Entvölkerung“. (...) Das Buch zeichnet die Reformbemühungen zur Förderung der Frauenerwerbstätigkeit wie den „Angel Plan“ der japanischen Regierung nach. Auch heute noch überwiegen aber die Opportunitätskosten des Kinderkriegens wie verminderte Beförderungschancen, niedrigere Löhne oder eine langfristige Unterbrechung des Arbeitslebens."
gna, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Oktober 2007