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Demurger, Alain

Die Ritter des Herrn

Geschichte der geistlichen Ritterorden

„Das Predigen mit eiserner Zunge“ wurde im 12. Jahrhundert zur Aufgabe der eigens gegründeten geistlichen Ritterorden. Die Ritter im Dienste des Herrn zogen für ihren Glauben ins Feld und prägten über lange Zeit die europäische Geschichte entscheidend mit. Alain Demurger beschreibt diese abgeschlossene Welt der Orden, die die Extreme von weltlichem Kampf und gläubiger Kontemplation in sich versöhnen wollten.
Aus dem Geist der Kreuzzüge entstand im 12. Jahrhundert die Idee des Gottesrittertums, eine Idee, die Europa ein halbes Jahrtausend tiefgreifend prägen sollte. In ihr verbindet sich mönchische, zisterziensisch geprägte Weltentsagung mit diesseitigem Schutz der Kirche und des Glaubens sowie dem Kampf gegen die Ungläubigen. Alle Ritterorden wurden maßgeblich beeinflußt vom ersten Zusammenschluß der Ritter des Herrn, den Templern 1119 in Jerusalem. Ihnen folgten bald die Johanniter und – nach Zusammenschlüssen in Spanien – schließlich der Deutsche Orden, die dritte bedeutsame Ordensgründung, die 1190/98 im Heiligen Land ihren Ursprung hatte und in die Tradition der Missionierung des Ostens im 13. Jahrhundert eintrat.
Das vorliegende Buch zeichnet erstmals auf dem neuesten Stand der Forschung Idee und Wirklichkeit der Gesamtheit dieser Orden nach; welche Persönlichkeiten standen hinter den Orden? Welche Rituale begleiteten die Aufnahme in einen Orden, welche Regeln waren zu befolgen? Wie wurden Kämpfe und Kriege organisiert? In welcher Konkurrenz standen die Orden untereinander, wie wurden Rivalitäten ausgetragen, wie oft gab es Übertritte oder Ausstoßung aus dem Orden? Wodurch wurde der Unterhalt der Ordensritter gesichert, wie kam es zu eigenen Herrschafts- und Staatsgründungen? Schließlich wird die Zeit des Niedergangs im 15. und 16. Jahrhundert beleuchtet und gezeigt, daß einige Vereinigungen den Auflösungstendenzen entgegenwirkten und bis auf die heutige Zeit fortbestehen.
Von Alain Demurger. Aus dem Französischen von Wolfgang Kaiser.

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Bibliografie

978-3-406-50282-8

Statt 26,90 € jetzt nur noch 9,95 €

399 S., mit 20 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Schlagwörter

Sonstiges 9,95 € Kaufen
Inhalt
Vorwort
Einleitung: Geistliche Ritterorden, Laienritterorden, Verdienstorden

Erster Teil: Kraftvoller Aufstieg (11.-13. Jahrhundert)

  • 1. Die Lage im Abendland und die Kreuzzüge
  • 2. Das Heilige Land, die Wiege der geistlichen Ritterorden
  • 3. Die Ritterorden der Reconquista
  • 4. Heidenmission und Kreuzzug im Ostseeraum

Zweiter Teil: Eine mittelalterliche Ordensfamilie eigener Art

  • 5. Nach einer Regel leben
  • 6. Ordensmitglieder und Familiaren. Herkunft und Rekrutierung
  • 7. Aufbau und Organisation der Orden
  • 8. Die geistlichen Ritterorden und der Krieg
  • 9. Armenfürsorge und Krankenpflege. Die karitative Tätigkeit der Ritterorden
  • 10. Der Ordensbesitz: Liegenschaften, fromme Stiftungen und Kolonisation
  • 11. Spiritualität und Kultur der geistlichen Ritterorden
  • 12. Korpsgeist. Zeichen und Symbole

Dritter Teil: Niedergang, Krise, Anpassung? (14.-16. Jahrhundert)

  • 13. Krisen und Schwierigkeiten (um 1270-1330)
  • 14. Die Johanniter auf Rhodos
  • 15. Der Deutsche Orden in Preußen und Livland, 1309-1525
  • 16. Die spanischen Ritterorden zwischen Ränkespiel und Unterwerfung (14.-16. Jahrhundert)
  • 17. Geistliche Orden oder einfache Bruderschaften?

Schluß

Anhang
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Ordensnamen
Abkürzungen und Siglen
Karten

Pressestimmen

Pressestimmen

"Die Darstellung bewältigt den Spagat zwischen wissenschaftlichem Anspruch und gemeinverständlicher Darstellung.
Demurger hat eine ausgewogene und sehr lesbare Gesamtdarstellung nach dem jüngeren Forschungsstand geschrieben, die auch die Entwicklung vom 14. bis zum 16. Jahrhundert umfasst und von Wolfgang Kaiser gut übersetzt wurde."
Jörg Feuchter, Berliner Zeitung, 18. August 2003



"Durch seine konsequente vergleichende Sicht erhellt Demurger in seinem neuen Buch viele bisher unbelichtete Seiten des einen oder anderen der geistlichen Orden und regt zu manchen neuen Nachforschungen an."
Michael Borgolte, Süddeutsche Zeitung, 17. März 2003



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978-3-406-50282-8

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Hardcover (In Leinen)

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Demurger, Alain

Die Ritter des Herrn

Geschichte der geistlichen Ritterorden

„Das Predigen mit eiserner Zunge“ wurde im 12. Jahrhundert zur Aufgabe der eigens gegründeten geistlichen Ritterorden. Die Ritter im Dienste des Herrn zogen für ihren Glauben ins Feld und prägten über lange Zeit die europäische Geschichte entscheidend mit. Alain Demurger beschreibt diese abgeschlossene Welt der Orden, die die Extreme von weltlichem Kampf und gläubiger Kontemplation in sich versöhnen wollten.
Aus dem Geist der Kreuzzüge entstand im 12. Jahrhundert die Idee des Gottesrittertums, eine Idee, die Europa ein halbes Jahrtausend tiefgreifend prägen sollte. In ihr verbindet sich mönchische, zisterziensisch geprägte Weltentsagung mit diesseitigem Schutz der Kirche und des Glaubens sowie dem Kampf gegen die Ungläubigen. Alle Ritterorden wurden maßgeblich beeinflußt vom ersten Zusammenschluß der Ritter des Herrn, den Templern 1119 in Jerusalem. Ihnen folgten bald die Johanniter und – nach Zusammenschlüssen in Spanien – schließlich der Deutsche Orden, die dritte bedeutsame Ordensgründung, die 1190/98 im Heiligen Land ihren Ursprung hatte und in die Tradition der Missionierung des Ostens im 13. Jahrhundert eintrat.
Das vorliegende Buch zeichnet erstmals auf dem neuesten Stand der Forschung Idee und Wirklichkeit der Gesamtheit dieser Orden nach; welche Persönlichkeiten standen hinter den Orden? Welche Rituale begleiteten die Aufnahme in einen Orden, welche Regeln waren zu befolgen? Wie wurden Kämpfe und Kriege organisiert? In welcher Konkurrenz standen die Orden untereinander, wie wurden Rivalitäten ausgetragen, wie oft gab es Übertritte oder Ausstoßung aus dem Orden? Wodurch wurde der Unterhalt der Ordensritter gesichert, wie kam es zu eigenen Herrschafts- und Staatsgründungen? Schließlich wird die Zeit des Niedergangs im 15. und 16. Jahrhundert beleuchtet und gezeigt, daß einige Vereinigungen den Auflösungstendenzen entgegenwirkten und bis auf die heutige Zeit fortbestehen.
Von Alain Demurger. Aus dem Französischen von Wolfgang Kaiser.
Webcode: https://www.chbeck.de/12495

Inhalt

Vorwort
Einleitung: Geistliche Ritterorden, Laienritterorden, Verdienstorden

Erster Teil: Kraftvoller Aufstieg (11.-13. Jahrhundert)

  • 1. Die Lage im Abendland und die Kreuzzüge
  • 2. Das Heilige Land, die Wiege der geistlichen Ritterorden
  • 3. Die Ritterorden der Reconquista
  • 4. Heidenmission und Kreuzzug im Ostseeraum

Zweiter Teil: Eine mittelalterliche Ordensfamilie eigener Art

  • 5. Nach einer Regel leben
  • 6. Ordensmitglieder und Familiaren. Herkunft und Rekrutierung
  • 7. Aufbau und Organisation der Orden
  • 8. Die geistlichen Ritterorden und der Krieg
  • 9. Armenfürsorge und Krankenpflege. Die karitative Tätigkeit der Ritterorden
  • 10. Der Ordensbesitz: Liegenschaften, fromme Stiftungen und Kolonisation
  • 11. Spiritualität und Kultur der geistlichen Ritterorden
  • 12. Korpsgeist. Zeichen und Symbole

Dritter Teil: Niedergang, Krise, Anpassung? (14.-16. Jahrhundert)

  • 13. Krisen und Schwierigkeiten (um 1270-1330)
  • 14. Die Johanniter auf Rhodos
  • 15. Der Deutsche Orden in Preußen und Livland, 1309-1525
  • 16. Die spanischen Ritterorden zwischen Ränkespiel und Unterwerfung (14.-16. Jahrhundert)
  • 17. Geistliche Orden oder einfache Bruderschaften?

Schluß

Anhang
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Ordensnamen
Abkürzungen und Siglen
Karten

Pressestimmen

"Die Darstellung bewältigt den Spagat zwischen wissenschaftlichem Anspruch und gemeinverständlicher Darstellung.
Demurger hat eine ausgewogene und sehr lesbare Gesamtdarstellung nach dem jüngeren Forschungsstand geschrieben, die auch die Entwicklung vom 14. bis zum 16. Jahrhundert umfasst und von Wolfgang Kaiser gut übersetzt wurde."
Jörg Feuchter, Berliner Zeitung, 18. August 2003


"Durch seine konsequente vergleichende Sicht erhellt Demurger in seinem neuen Buch viele bisher unbelichtete Seiten des einen oder anderen der geistlichen Orden und regt zu manchen neuen Nachforschungen an."
Michael Borgolte, Süddeutsche Zeitung, 17. März 2003