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Deutscher, Guy

Im Spiegel der Sprache

Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht

„Ich spreche Spanisch zu Gott, Italienisch zu den Frauen, Französisch zu den Männern und Deutsch zu meinem Pferd.“ Die scherzhafte Vermutung Karls V., dass verschiedene Sprachen nicht in allen Situationen gleich gut zu gebrauchen sind, findet wohl auch heute noch breite Zustimmung. Doch ist sie aus sprachwissenschaftlicher Sicht haltbar? Sind alle Sprachen gleich komplex, oder ist Sprache ein Spiegel ihrer kulturellen Umgebung – sprechen „primitive“ Völker „primitive“ Sprachen? Und inwieweit sieht die Welt, wenn sie „durch die Brille“ einer anderen Sprache gesehen wird, anders aus?

Das neue Buch des renommierten Linguisten Guy Deutscher ist eine sagenhafte Tour durch Länder, Zeiten und Sprachen. Auf seiner Reise zu den aktuellsten Ergebnissen der Sprachforschung geht Guy Deutscher mit Captain Cook auf Känguruh-Jagd, prüft mit William Gladstone die vermeintliche Farbblindheit der Griechen zur Zeit Homers und verfolgt Rudolf Virchow in Carl Hagenbecks Zoo auf dem Kurfürstendamm im Berlin des 19. Jahrhunderts. Mitreisende werden nicht nur mit einer glänzend unterhaltsamen Übersicht der Sprachforschung, mit humorvollen Highlights, unerwarteten Wendungen und klugen Antworten belohnt. Sie vermeiden auch einen Kardinalfehler, dem Philologen, Anthropologen und – wer hätte das gedacht – auch Naturwissenschaftler allzu lange aufgesessen sind: die Macht der Kultur zu unterschätzen.
Von Guy Deutscher. Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer.

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Bibliografie

978-3-406-60689-2

Erschienen am 12. Februar 2013

Statt € 22,95 jetzt € 8,95

5. Auflage, 2013

320 S., mit 14 Abbildungen und 8 Seiten Farbteil

Hardcover

Hardcover 8,95 € Kaufen
Inhalt
Einleitung: Sprache, Kultur, Denken


TEIL I
Die Sprache als Spiegel

1. Das weindunkle Meer
2. Das Auge der Seele
3. Naturvölker am Kurfürstendamm
4. Die vor uns unsere Dinge sagten
5. Platon und der makedonische Schweinehirt

TEIL II
Die Sprache als Linse

6. Der mit dem Whorf tanzt
7. Wo die Sonne nicht im Osten aufgeht
8. Sex und Syntax
9. Grün und blau vor Augen

Nachwort: Vergib uns unsere Unwissenheit

Anhang - Farbe: Im Auge des Betrachters
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Register
Pressestimmen

Pressestimmen

"Das neue Buch des renommierten Linguisten Guy Deutscher ist eine sagenhafte Tour durch Länder, Zeiten und Sprachen."
Der Neue Tag, 24. Dezember 2011



"'Im Spiegel der Sprache' ist eine sehr aufregende Darstellung der vielen verschiedenen Weisen, die Welt in Worte zu fassen, und damit eine regelrechte Einführung in die Linguistik."
Iris Hanika, Deutschlandradio Kultur, Lesart – das Politische Buchmagazin, 27. Februar 2011



"Der Sprachwissenschaftler Guy Deutscher hat in seinem neuen, auch für Laien verständlichen Buch die spannendsten Ergebnisse einer Linguistik zusammengefasst, die lange ein Schattendasein geführt hat: jener nämlich, die die Verschiedenheit menschlicher Sprachen und deren Einfluss auf unser Denken erkunden möchte."
Jürgen Broschart, GEO, 1. November 2010



"Dieses Buch auf der Westseite meines Schreibtischs: ein reines Lesevergnügen."
Sibylle Salewski, Deutschlandradio Kultur, 27. Oktober 2010



"Guy Deutschers Buch gibt eine scharfsinnige, flott geschriebene, gut gelaunte und ausgesprochen spannend erzählte Antwort auf die Frage nach den Weltansichten: Sprache ist Denken, Sprachen 'denken' die Welt verschieden, und diese besonderen Denkweisen wirken tatsächlich - wer hätte das noch zu denken gewagt? - auf das weitere Denken (und Verhalten) des Menschen ein."
Jürgen Trabant, Süddeutsche Zeitung, 5. Oktober 2010 



"Es braucht vielmehr sehr gewitzt angelegte Experimente, um einer solchen Wirkung auf die Spur zu kommen. Fündig wird Deutscher zum einen bei Untersuchungen, die in den Blick nehmen, wie die Assoziationsräume von Sprechern affiziert werden, je nachdem ob ein Wort in ihrer Muttersprache männlichen oder weiblichen oder neutralen Geschlechts ist. Und der raffinierteste experimentelle Beleg - Kernspintomographie des Gehirns eingeschlossen - führt auf das Gebiet der Farben zurück."
Helmut Mayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2010



"Wie zündet Deutscher seine Lichter an? Am liebsten, indem er uns zunächst in die Irre führt und auf die einleuchtendste Weise gängige Klischees ausbreitet, um sie dann glanzvoll zu widerlegen. Deutscher diskutiert die Frage, ob das Genus, also das grammatische Geschlecht unsere Empfindung beeinflusst, ob etwa die weibliche Sonne in uns Deutschen andere Assoziationen wecke als der männliche sole bei Italienern. Dass dem so sei, legen neue Forschungen nahe. Mit Witz und Präzision erzählt Deutscher von den mühevollen Experimenten, mit denen nachgewiesen wurde, dass die Art und Weise, wie wir die Welt sehen und empfinden, von der Kultur bestimmt wird – und damit von der Sprache. Jedenfalls ist Guy Deutscher für sein umfassendes Wissen ebenso zu bewundern wie für seine Fähigkeit, uns mit dem Geheimnis der Sprache, von dem wir gar nicht dachten, dass es eins wäre, so vertraut zu machen, dass wir uns nun etwas vorsichtiger auf ihrem scheinbar sicheren Boden bewegen."
Ulrich Greiner, Die Zeit, 30. September 2010



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Bibliografie

978-3-406-60689-2

Erschienen am 12. Februar 2013

Statt € 22,95 jetzt € 8,95

5. Auflage , 2013

320 S., mit 14 Abbildungen und 8 Seiten Farbteil

Hardcover

Hardcover 8,95 € Kaufen

Deutscher, Guy

Im Spiegel der Sprache

Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht

„Ich spreche Spanisch zu Gott, Italienisch zu den Frauen, Französisch zu den Männern und Deutsch zu meinem Pferd.“ Die scherzhafte Vermutung Karls V., dass verschiedene Sprachen nicht in allen Situationen gleich gut zu gebrauchen sind, findet wohl auch heute noch breite Zustimmung. Doch ist sie aus sprachwissenschaftlicher Sicht haltbar? Sind alle Sprachen gleich komplex, oder ist Sprache ein Spiegel ihrer kulturellen Umgebung – sprechen „primitive“ Völker „primitive“ Sprachen? Und inwieweit sieht die Welt, wenn sie „durch die Brille“ einer anderen Sprache gesehen wird, anders aus?

Das neue Buch des renommierten Linguisten Guy Deutscher ist eine sagenhafte Tour durch Länder, Zeiten und Sprachen. Auf seiner Reise zu den aktuellsten Ergebnissen der Sprachforschung geht Guy Deutscher mit Captain Cook auf Känguruh-Jagd, prüft mit William Gladstone die vermeintliche Farbblindheit der Griechen zur Zeit Homers und verfolgt Rudolf Virchow in Carl Hagenbecks Zoo auf dem Kurfürstendamm im Berlin des 19. Jahrhunderts. Mitreisende werden nicht nur mit einer glänzend unterhaltsamen Übersicht der Sprachforschung, mit humorvollen Highlights, unerwarteten Wendungen und klugen Antworten belohnt. Sie vermeiden auch einen Kardinalfehler, dem Philologen, Anthropologen und – wer hätte das gedacht – auch Naturwissenschaftler allzu lange aufgesessen sind: die Macht der Kultur zu unterschätzen.
Von Guy Deutscher. Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer.
Webcode: https://www.chbeck.de/32222

Inhalt

Einleitung: Sprache, Kultur, Denken


TEIL I
Die Sprache als Spiegel

1. Das weindunkle Meer
2. Das Auge der Seele
3. Naturvölker am Kurfürstendamm
4. Die vor uns unsere Dinge sagten
5. Platon und der makedonische Schweinehirt

TEIL II
Die Sprache als Linse

6. Der mit dem Whorf tanzt
7. Wo die Sonne nicht im Osten aufgeht
8. Sex und Syntax
9. Grün und blau vor Augen

Nachwort: Vergib uns unsere Unwissenheit

Anhang - Farbe: Im Auge des Betrachters
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Register

Pressestimmen

"Das neue Buch des renommierten Linguisten Guy Deutscher ist eine sagenhafte Tour durch Länder, Zeiten und Sprachen."
Der Neue Tag, 24. Dezember 2011


"'Im Spiegel der Sprache' ist eine sehr aufregende Darstellung der vielen verschiedenen Weisen, die Welt in Worte zu fassen, und damit eine regelrechte Einführung in die Linguistik."
Iris Hanika, Deutschlandradio Kultur, Lesart – das Politische Buchmagazin, 27. Februar 2011


"Der Sprachwissenschaftler Guy Deutscher hat in seinem neuen, auch für Laien verständlichen Buch die spannendsten Ergebnisse einer Linguistik zusammengefasst, die lange ein Schattendasein geführt hat: jener nämlich, die die Verschiedenheit menschlicher Sprachen und deren Einfluss auf unser Denken erkunden möchte."
Jürgen Broschart, GEO, 1. November 2010


"Dieses Buch auf der Westseite meines Schreibtischs: ein reines Lesevergnügen."
Sibylle Salewski, Deutschlandradio Kultur, 27. Oktober 2010


"Guy Deutschers Buch gibt eine scharfsinnige, flott geschriebene, gut gelaunte und ausgesprochen spannend erzählte Antwort auf die Frage nach den Weltansichten: Sprache ist Denken, Sprachen 'denken' die Welt verschieden, und diese besonderen Denkweisen wirken tatsächlich - wer hätte das noch zu denken gewagt? - auf das weitere Denken (und Verhalten) des Menschen ein."
Jürgen Trabant, Süddeutsche Zeitung, 5. Oktober 2010 


"Es braucht vielmehr sehr gewitzt angelegte Experimente, um einer solchen Wirkung auf die Spur zu kommen. Fündig wird Deutscher zum einen bei Untersuchungen, die in den Blick nehmen, wie die Assoziationsräume von Sprechern affiziert werden, je nachdem ob ein Wort in ihrer Muttersprache männlichen oder weiblichen oder neutralen Geschlechts ist. Und der raffinierteste experimentelle Beleg - Kernspintomographie des Gehirns eingeschlossen - führt auf das Gebiet der Farben zurück."
Helmut Mayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2010


"Wie zündet Deutscher seine Lichter an? Am liebsten, indem er uns zunächst in die Irre führt und auf die einleuchtendste Weise gängige Klischees ausbreitet, um sie dann glanzvoll zu widerlegen. Deutscher diskutiert die Frage, ob das Genus, also das grammatische Geschlecht unsere Empfindung beeinflusst, ob etwa die weibliche Sonne in uns Deutschen andere Assoziationen wecke als der männliche sole bei Italienern. Dass dem so sei, legen neue Forschungen nahe. Mit Witz und Präzision erzählt Deutscher von den mühevollen Experimenten, mit denen nachgewiesen wurde, dass die Art und Weise, wie wir die Welt sehen und empfinden, von der Kultur bestimmt wird – und damit von der Sprache. Jedenfalls ist Guy Deutscher für sein umfassendes Wissen ebenso zu bewundern wie für seine Fähigkeit, uns mit dem Geheimnis der Sprache, von dem wir gar nicht dachten, dass es eins wäre, so vertraut zu machen, dass wir uns nun etwas vorsichtiger auf ihrem scheinbar sicheren Boden bewegen."
Ulrich Greiner, Die Zeit, 30. September 2010