Merken

Grasskamp, Walter

Sonderbare Museumsbesuche

von Goethe bis Gernhardt

Von Menschen und Museen

Walter Grasskamp versammelt in diesem ungewöhnlichen Buch Texte, aus denen sich ein anderes als das gewohnte Museumsbild ergibt. Sie handeln von Magie und Mord, Diebstahl und Konspiration, Rendezvous und Abschied, Enteignung und Enttäuschung, weltlichem Ekel und profaner Erleuchtung – eine unvermutete Nutzungsvielfalt für eine nur scheinbar konventionelle Institution.
Es geht in diesem Buch um Museumsbesuche, die nicht normal ausfallen, und um Betrachter, die hier auf andere Gedanken kommen, als sie die lehrreiche Institution nahelegt. Sie hängen ihren erotischen Tagträumen nach, hadern mit dem Schicksal, erinnern sich ihrer Kindheit, nutzen die Gelegenheit zu einem Flirt oder kontrollieren die anderen Besucher. Vom Tod ist die Rede, der dem Museum innewohnt und den es zugleich verharmlost. Selber dem Abschied verpflichtet, bietet das Museum eine ideale Kulisse für andere Abschiede, sei es aus der eigenen Kultur oder einer Liebesbeziehung. Als Treffpunkt für Geheimagenten gerät es ebenso ins Blickfeld wie als Schauplatz für Mord und Diebstahl. Literarische Texte, Essays und Reportagen korrigieren das Bild einer Institution, die längst so konventionell geworden ist, daß man sich nicht mehr über sie wundert. Das kann man hier wieder lernen.
Mit Texten unter anderem von:
Ingeborg Bachmann • Julian Barnes • Georges Bataille • Robert Gernhardt • Lars Gustafsson • Arthur Koestler • Cees Noteboom • Peter Rühmkorf • Botho Strauß • Peter Weiss • H.G. Wells • Tom Wolfe

Gesammelt von Walter Grasskamp.

Teilen

Seite drucken

E-Mail

Der Code wurde in die Zwischenablage kopiert.

Bibliografie

978-3-406-55033-1

302 S., mit 16 Abbildungen

Hardcover

Schlagwörter

Hardcover 19,90 € Kaufen
Inhalt
VORWORT

VATER, MUTTER, KIND

Lars Gustafsson, Das Familientreffen
Peter Weiss, Ästhetik des Widerstandes
Walker Percy, Der Kinogeher
Das Völkerkundemuseum ist etwas für die Familie …
Michel Tournier, Der Goldtropfen
Als junger Arbeitsemigrant ist Idris …

RENDEZ-VOUS
Werner Büttner, In Praise of Tools And Women
Warum gehen Liebespaare ins Museum?
Edith Wharton, Zeit der Unschuld
Michel Leiris, Bordelle und Museen
Michel Leiris’Museumsbild trägt inzwischen …

ABSONDERUNGEN
Andrzej Stasiuk, Die Entdeckung der Nutzlosigkeit
Walker Percy, Der Idiot des Südens
Warum gehen so viele Romanfiguren ins Museum?
William Boyd, Stars und Bars
Es sind eigentlich zwei Profis …
Botho Strauß, Paare Passanten

INSPIRATION
Dieter Hacker, Ich gehe gern ins Museum
Wilhelm Worringer, Trocadero

RUMMEL
Tom Wolfe, Die Neue Kunst-Galerie-Gesellschaft
Cees Nooteboom, Die Dame mit dem Einhorn
Robert Gernhardt, Plädoyer für den Kunstfreundschein
Christoph Wiedemann, Schampus aus dem Nachttopf
Anne Meyer-Gatermann, Führe mich in Versuchung
Hanno Rauterberg, Turnen für den Bildergott

VÖLLEGEFÜHL
Peter Rühmkorf, Tagebuch
Theodor Fontane, Kristallpalast-Bedenken
Wassily Kandinsky, Über das Geistige in der Kunst
Paul Valéry, Das Problem der Museen
Der Spiegel, Flatternde Herzen
Die Angst vor der Leere …
Jürg Federspiel, Museum des Hasses

ENTTÄUSCHUNG
Nathaniel Hawthorne, Leere Bildergalerien
Fanny Mendelssohn, Italienisches Tagebuch
Fanny Lewald, Italienisches Bilderbuch
«Der Ausdruck der Leute, …»
Charlotte Mutsaers, Von vorne Laden, von hinten Museum

FEHLSCHLÄGE
Julian Barnes, Metroland
Komische Museumsbesuche werden eher selten …
Juan Moreno, Die beste Methode, Bilder zu verstecken
Javier Marías, Mein Herz so weiß
Peter Moritz Pickshaus, Kunstzerstörer

AGENTENTREFF
Arthur Koestler, Sonnenfinsternis
Der Spiegel, Orden im Müll
Der Spion Fülle dürfte nicht der einzige sein …

FÄLSCHER, RÄUBER UND MÖRDER
Luigi Guarnieri, Das Doppelleben des Vermeer
Worin besteht eigentlich der Triumph des Fälschers?
Martin Page, Der Mann, der die Mona Lisa stahl
FAZ, Selbstbedienung
Alan Bennett, Anmerkungen zu 1997
Die Eignung des Museums für Kriminalgeschichten …

DAS FALSCHE GRAB
Ingeborg Bachmann, Der Fall Franza
Robert Jütte, Das Hunterian Museum im Royal College
Andreas Platthaus, Geist für Kunst
Patrick McGrath, Mein toter Körper
Der Spiegel, Mumien aus dem Museum
Ulrich Raulff, Unter die Haut
Die enge Beziehung des Museums zum Tod …
Rolf Thym, Gefräßiger Museumskäfer

BASILISKENBLICK
Johann Wolfgang von Goethe, Dichtung und Wahrheit
Joseph Roth, Panoptikum am Sonntag
Marguerite Yourcenar, Eine Münze in neun Händen
Peter Sloterdijk, Schule des Befremdens
Zbigniew Herbert: Heraklion
Wie das Wachsfigurenkabinett …

HEILANSTALT
Wilfried Wiegand, Hexerei im Louvre
Georges Bataille, Museum
Robert Coles, «Wie kommt’s, daß die uns hier reinlassen?»

ZWEIMAL MOREAU
Julian Barnes, Metroland
Wilfried Wiegand, Ballett vergeblicher Gefühle

GESCHICHTSPRODUKTION
Walter Grasskamp, Das verpaßte Flugzeug
Ken Ling, Maos Kleiner General
Paul Badde, Berlin Unter den Linden 2
Im Museum besucht der Mensch sich selber …
Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns
Raymond Federman, Die Nacht zum 21. Jahrhundert

UTOPIE
Gerald Traufetter, Fenster in die Vergangenheit
H. G.Wells, Der Palast aus grünem Porzellan
Günter Kunert, Museumsbesuch
Wenn ein Zeitreisender im Jahre 802 701 …

TOPIK
Ernst Jünger, In den Museen
Jean Clair, Unschärfe-Relation
Die Moderne trägt schwer …

NACHRUFE
Joseph Hanimann, Herzstillstand der Finsternis
Walter Grasskamp, Nachruf auf ein Museum

AUSBLICK AUF DEN FILM
NACHBEMERKUNG
ANHANG

Nachweise
Literaturhinweise
Filmempfehlungen

Pressestimmen

Pressestimmen

"Walter Grasskamps „Sonderbare Museumsbesuche“ versammelt Texte über einen Ort, der zwar Ausgestopftes, Berühmtes und pflichtschuldig Bewahrtes in immer wieder neuen Variationen bietet, hier aber meist nicht wegen dieser Schätze besucht wird, sondern aus Langeweile, zum Rendezvous oder weniger romantischen Zeitvertreib. (...) Am Ende fügt sich alles zu einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Denk- und Inspirationsraum Museum."
Welt Kompakt, 17. April 2007



"Walter Grasskamps „Sonderbare Museumsbesuche“ versammelt Texte über einen Ort, der zwar Ausgestopftes, Gemaltes, Geschnitztes, Berühmtes und pflichtschuldig Bewahrtes in immer wieder neuen Variationen bietet, hier aber meist nicht wegen dieser Schätze besucht wird, sondern aus Langeweile, Zerstörungswut, zum Rendezvous oder anderem, weniger romantischem Zeitvertreib. (...) Auf ein Genre festgelegt hat sich Grasskamp bei seiner Sammlung nicht. Zeitungstexte wechseln sich mit Romanausschnitten ab, dem Polizeibericht über einen gelungenen Raub folgt die philosophische Betrachtung. (...) Am Ende fügt sich das Inhomogene zu einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Denk- und Inspirationsraum Museum."
Uta Baier, Die Welt, 14. April 2007



"Für Michel Leiris ähnelt das Museum einem Bordell, Peter Rühmkorf sieht in ihm koloniale Grossspurigkeit am Werk.
Walter Grasskamp hat solche „Sonderbare Museumsbesuche“ (...) zum Lesevergnügen versammelt."
gm., Neue Zürcher Zeitung, 14. Januar 2007



"(...) perfekt geeignet für den heimischen Blätterbüchertisch. (...) Der Leser hüpft erheitert von Text zu Text und darf sich dabei kulturkritisch auf der Höhe fühlen durch Grasskamps exzellente Kommentare."
NK, Der Tagesspiegel, 4. Oktober 2006



Empfehlungen

}

Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-55033-1

302 S., mit 16 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 19,90 € Kaufen

Grasskamp, Walter

Sonderbare Museumsbesuche

von Goethe bis Gernhardt

Von Menschen und Museen

Walter Grasskamp versammelt in diesem ungewöhnlichen Buch Texte, aus denen sich ein anderes als das gewohnte Museumsbild ergibt. Sie handeln von Magie und Mord, Diebstahl und Konspiration, Rendezvous und Abschied, Enteignung und Enttäuschung, weltlichem Ekel und profaner Erleuchtung – eine unvermutete Nutzungsvielfalt für eine nur scheinbar konventionelle Institution.
Es geht in diesem Buch um Museumsbesuche, die nicht normal ausfallen, und um Betrachter, die hier auf andere Gedanken kommen, als sie die lehrreiche Institution nahelegt. Sie hängen ihren erotischen Tagträumen nach, hadern mit dem Schicksal, erinnern sich ihrer Kindheit, nutzen die Gelegenheit zu einem Flirt oder kontrollieren die anderen Besucher. Vom Tod ist die Rede, der dem Museum innewohnt und den es zugleich verharmlost. Selber dem Abschied verpflichtet, bietet das Museum eine ideale Kulisse für andere Abschiede, sei es aus der eigenen Kultur oder einer Liebesbeziehung. Als Treffpunkt für Geheimagenten gerät es ebenso ins Blickfeld wie als Schauplatz für Mord und Diebstahl. Literarische Texte, Essays und Reportagen korrigieren das Bild einer Institution, die längst so konventionell geworden ist, daß man sich nicht mehr über sie wundert. Das kann man hier wieder lernen.
Mit Texten unter anderem von:
Ingeborg Bachmann • Julian Barnes • Georges Bataille • Robert Gernhardt • Lars Gustafsson • Arthur Koestler • Cees Noteboom • Peter Rühmkorf • Botho Strauß • Peter Weiss • H.G. Wells • Tom Wolfe

Gesammelt von Walter Grasskamp.
Webcode: https://www.chbeck.de/17082

Inhalt

VORWORT

VATER, MUTTER, KIND

Lars Gustafsson, Das Familientreffen
Peter Weiss, Ästhetik des Widerstandes
Walker Percy, Der Kinogeher
Das Völkerkundemuseum ist etwas für die Familie …
Michel Tournier, Der Goldtropfen
Als junger Arbeitsemigrant ist Idris …

RENDEZ-VOUS
Werner Büttner, In Praise of Tools And Women
Warum gehen Liebespaare ins Museum?
Edith Wharton, Zeit der Unschuld
Michel Leiris, Bordelle und Museen
Michel Leiris’Museumsbild trägt inzwischen …

ABSONDERUNGEN
Andrzej Stasiuk, Die Entdeckung der Nutzlosigkeit
Walker Percy, Der Idiot des Südens
Warum gehen so viele Romanfiguren ins Museum?
William Boyd, Stars und Bars
Es sind eigentlich zwei Profis …
Botho Strauß, Paare Passanten

INSPIRATION
Dieter Hacker, Ich gehe gern ins Museum
Wilhelm Worringer, Trocadero

RUMMEL
Tom Wolfe, Die Neue Kunst-Galerie-Gesellschaft
Cees Nooteboom, Die Dame mit dem Einhorn
Robert Gernhardt, Plädoyer für den Kunstfreundschein
Christoph Wiedemann, Schampus aus dem Nachttopf
Anne Meyer-Gatermann, Führe mich in Versuchung
Hanno Rauterberg, Turnen für den Bildergott

VÖLLEGEFÜHL
Peter Rühmkorf, Tagebuch
Theodor Fontane, Kristallpalast-Bedenken
Wassily Kandinsky, Über das Geistige in der Kunst
Paul Valéry, Das Problem der Museen
Der Spiegel, Flatternde Herzen
Die Angst vor der Leere …
Jürg Federspiel, Museum des Hasses

ENTTÄUSCHUNG
Nathaniel Hawthorne, Leere Bildergalerien
Fanny Mendelssohn, Italienisches Tagebuch
Fanny Lewald, Italienisches Bilderbuch
«Der Ausdruck der Leute, …»
Charlotte Mutsaers, Von vorne Laden, von hinten Museum

FEHLSCHLÄGE
Julian Barnes, Metroland
Komische Museumsbesuche werden eher selten …
Juan Moreno, Die beste Methode, Bilder zu verstecken
Javier Marías, Mein Herz so weiß
Peter Moritz Pickshaus, Kunstzerstörer

AGENTENTREFF
Arthur Koestler, Sonnenfinsternis
Der Spiegel, Orden im Müll
Der Spion Fülle dürfte nicht der einzige sein …

FÄLSCHER, RÄUBER UND MÖRDER
Luigi Guarnieri, Das Doppelleben des Vermeer
Worin besteht eigentlich der Triumph des Fälschers?
Martin Page, Der Mann, der die Mona Lisa stahl
FAZ, Selbstbedienung
Alan Bennett, Anmerkungen zu 1997
Die Eignung des Museums für Kriminalgeschichten …

DAS FALSCHE GRAB
Ingeborg Bachmann, Der Fall Franza
Robert Jütte, Das Hunterian Museum im Royal College
Andreas Platthaus, Geist für Kunst
Patrick McGrath, Mein toter Körper
Der Spiegel, Mumien aus dem Museum
Ulrich Raulff, Unter die Haut
Die enge Beziehung des Museums zum Tod …
Rolf Thym, Gefräßiger Museumskäfer

BASILISKENBLICK
Johann Wolfgang von Goethe, Dichtung und Wahrheit
Joseph Roth, Panoptikum am Sonntag
Marguerite Yourcenar, Eine Münze in neun Händen
Peter Sloterdijk, Schule des Befremdens
Zbigniew Herbert: Heraklion
Wie das Wachsfigurenkabinett …

HEILANSTALT
Wilfried Wiegand, Hexerei im Louvre
Georges Bataille, Museum
Robert Coles, «Wie kommt’s, daß die uns hier reinlassen?»

ZWEIMAL MOREAU
Julian Barnes, Metroland
Wilfried Wiegand, Ballett vergeblicher Gefühle

GESCHICHTSPRODUKTION
Walter Grasskamp, Das verpaßte Flugzeug
Ken Ling, Maos Kleiner General
Paul Badde, Berlin Unter den Linden 2
Im Museum besucht der Mensch sich selber …
Arno Schmidt, Aus dem Leben eines Fauns
Raymond Federman, Die Nacht zum 21. Jahrhundert

UTOPIE
Gerald Traufetter, Fenster in die Vergangenheit
H. G.Wells, Der Palast aus grünem Porzellan
Günter Kunert, Museumsbesuch
Wenn ein Zeitreisender im Jahre 802 701 …

TOPIK
Ernst Jünger, In den Museen
Jean Clair, Unschärfe-Relation
Die Moderne trägt schwer …

NACHRUFE
Joseph Hanimann, Herzstillstand der Finsternis
Walter Grasskamp, Nachruf auf ein Museum

AUSBLICK AUF DEN FILM
NACHBEMERKUNG
ANHANG

Nachweise
Literaturhinweise
Filmempfehlungen

Pressestimmen

"Walter Grasskamps „Sonderbare Museumsbesuche“ versammelt Texte über einen Ort, der zwar Ausgestopftes, Berühmtes und pflichtschuldig Bewahrtes in immer wieder neuen Variationen bietet, hier aber meist nicht wegen dieser Schätze besucht wird, sondern aus Langeweile, zum Rendezvous oder weniger romantischen Zeitvertreib. (...) Am Ende fügt sich alles zu einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Denk- und Inspirationsraum Museum."
Welt Kompakt, 17. April 2007


"Walter Grasskamps „Sonderbare Museumsbesuche“ versammelt Texte über einen Ort, der zwar Ausgestopftes, Gemaltes, Geschnitztes, Berühmtes und pflichtschuldig Bewahrtes in immer wieder neuen Variationen bietet, hier aber meist nicht wegen dieser Schätze besucht wird, sondern aus Langeweile, Zerstörungswut, zum Rendezvous oder anderem, weniger romantischem Zeitvertreib. (...) Auf ein Genre festgelegt hat sich Grasskamp bei seiner Sammlung nicht. Zeitungstexte wechseln sich mit Romanausschnitten ab, dem Polizeibericht über einen gelungenen Raub folgt die philosophische Betrachtung. (...) Am Ende fügt sich das Inhomogene zu einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Denk- und Inspirationsraum Museum."
Uta Baier, Die Welt, 14. April 2007


"Für Michel Leiris ähnelt das Museum einem Bordell, Peter Rühmkorf sieht in ihm koloniale Grossspurigkeit am Werk.
Walter Grasskamp hat solche „Sonderbare Museumsbesuche“ (...) zum Lesevergnügen versammelt."
gm., Neue Zürcher Zeitung, 14. Januar 2007


"(...) perfekt geeignet für den heimischen Blätterbüchertisch. (...) Der Leser hüpft erheitert von Text zu Text und darf sich dabei kulturkritisch auf der Höhe fühlen durch Grasskamps exzellente Kommentare."
NK, Der Tagesspiegel, 4. Oktober 2006