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Groebner, Valentin

Der Schein der Person

Steckbrief, Ausweis und Kontrolle im Europa des Mittelalters

Wie wurden Menschen in den Jahrhunderten vor der Fotografie, vor dem Fingerabdruck und der DNA-Analyse identifiziert? Wie wurden sie beschrieben, damit andere, die sie noch nie gesehen hatten, sie erkennen konnten? „Steckbrief“ und „Passport“ sind Begriffe des Mittelalters. Von ihrer Geschichte handelt dieses Buch, von Kennzeichen und Portraits, von Papieren und Fälschungen.

Die Geschichte des Identifizierens in Europa handelt von Spionen und falschen Fürsten, von der Geschichte der Hautfarben und vom unaufhaltsamen Siegeszug des Ausweises samt seiner Fälschungen: In den Papieren, die uns heute bescheinigen, wer wir sind, steckt das Mittelalter. Im ganz wörtlichen Sinn: Die Geschichte der Identitätspapiere, Personenbeschreibungen und Ausweise führt uns zurück in die Zeit zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert. Aus Geleitbriefen und Siegeln, Erkennungszeichen und Portraits, zwischen wandernden Handwerksgesellen, Hochstaplern und Zigeunern entwickelten sich jene Aufschreibesysteme, die Name und Identität einer Person amtlich und schwarz auf weiß bescheinigten. So sehr wir überzeugt davon sind, wir selbst zu sein, beweisen können wir es nur mit den machtvollen Papieren, die andere für uns ausgestellt haben. Die Geschichten von „Steckbrief“ und „Passport“ werden deswegen auch am Beginn des 21. Jahrhunderts immer wieder neu erzählt: in den Debatten um DNA-profiling und Biometrie, auf dem Schwarzmarkt für gestohlene Pässe und Identitäten und im Schicksal der papierlosen Flüchtlinge. Wer ist wer? Und womit kann er es beweisen?


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Bibliografie

978-3-406-52238-3

224 S., mit 14 Abbildungen

Hardcover

Hardcover 24,90 € Kaufen
Inhalt
Vorwort

1. Sieht man sich selbst ähnlich? Identifikationsgeschichten

2. Bilder und Zeichen

3. Sag mir deinen Namen: Registraturen

4. Zeichen auf der Haut

5. Von Natur aus: Farbenlehren

6. Briefe und ihre Träger

7. Scheine: Die Verdoppelung der Person

8. Große Apparate

Anmerkungen
Abkürzungen
Register

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-52238-3

224 S., mit 14 Abbildungen

Hardcover

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Groebner, Valentin

Der Schein der Person

Steckbrief, Ausweis und Kontrolle im Europa des Mittelalters

Wie wurden Menschen in den Jahrhunderten vor der Fotografie, vor dem Fingerabdruck und der DNA-Analyse identifiziert? Wie wurden sie beschrieben, damit andere, die sie noch nie gesehen hatten, sie erkennen konnten? „Steckbrief“ und „Passport“ sind Begriffe des Mittelalters. Von ihrer Geschichte handelt dieses Buch, von Kennzeichen und Portraits, von Papieren und Fälschungen.

Die Geschichte des Identifizierens in Europa handelt von Spionen und falschen Fürsten, von der Geschichte der Hautfarben und vom unaufhaltsamen Siegeszug des Ausweises samt seiner Fälschungen: In den Papieren, die uns heute bescheinigen, wer wir sind, steckt das Mittelalter. Im ganz wörtlichen Sinn: Die Geschichte der Identitätspapiere, Personenbeschreibungen und Ausweise führt uns zurück in die Zeit zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert. Aus Geleitbriefen und Siegeln, Erkennungszeichen und Portraits, zwischen wandernden Handwerksgesellen, Hochstaplern und Zigeunern entwickelten sich jene Aufschreibesysteme, die Name und Identität einer Person amtlich und schwarz auf weiß bescheinigten. So sehr wir überzeugt davon sind, wir selbst zu sein, beweisen können wir es nur mit den machtvollen Papieren, die andere für uns ausgestellt haben. Die Geschichten von „Steckbrief“ und „Passport“ werden deswegen auch am Beginn des 21. Jahrhunderts immer wieder neu erzählt: in den Debatten um DNA-profiling und Biometrie, auf dem Schwarzmarkt für gestohlene Pässe und Identitäten und im Schicksal der papierlosen Flüchtlinge. Wer ist wer? Und womit kann er es beweisen?

Webcode: https://www.chbeck.de/14535

Inhalt

Vorwort

1. Sieht man sich selbst ähnlich? Identifikationsgeschichten

2. Bilder und Zeichen

3. Sag mir deinen Namen: Registraturen

4. Zeichen auf der Haut

5. Von Natur aus: Farbenlehren

6. Briefe und ihre Träger

7. Scheine: Die Verdoppelung der Person

8. Große Apparate

Anmerkungen
Abkürzungen
Register