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Hassemer, Winfried / Reemtsma, Jan Philipp

Verbrechensopfer

Gesetz und Gerechtigkeit

Statt 22,90 € nur noch 9,90 €

Lange Zeit stand der Täter im Vordergrund aller kriminalpolitischen und strafrechtlichen Bemühungen um eine angemessene Antwort auf Verbrechen und ihre Folgen. Das Opfer kam argumentativ nicht vor. Es handelte sich im wesentlichen um eine Zweierbeziehung zwischen Täter und Strafrecht. Es ging darum, dem Täter gerecht zu werden, und im Komplex von Schuld und Strafe galt der Täter vielen als das eigentliche Opfer, nämlich als Opfer staatlicher Vergeltungsmaßnahmen. Das Verbrechensopfer selbst hingegen, dessen Anspruch auf Gerechtigkeit der Staat im Namen des Gewaltverbots gleichsam „enteignet“ und in die eigene Hand nimmt, trat an den Rand des Blickfelds.
Heute ist das anders geworden. Nicht Freiheit vor staatlichen Übergriffen, sondern Sicherheit vor Kriminalität beherrscht die Diskussion, und ein opferorientiertes Strafrecht gewinnt zunehmend an Boden. Der Staat ist in unserer Wahrnehmung heute eher Schutzmann als Kerkermeister. Dieser Wandel wirft zahlreiche Probleme auf, denen Winfried Hassemer und Jan Philipp Reemtsma in ihrem Buch nachgehen. Sie lassen sich auf eine einzige Frage zuspitzen: Ist die Täterorientierung des Strafrechts ein unverzichtbares Kennzeichen des Rechtsstaats und ein Gebot unserer Verfassung? In ihrer differenzierten Analyse, die juristische und rechtspraktische Aspekte ebenso einbezieht wie moralphilosophische und kulturhistorische, gewinnt ein Programm Konturen, das den Ansprüchen von Verbrechensopfern auf Einbeziehung in die Aufmerksamkeit von Strafrecht und Kriminalpolitik stärker als bislang Rechnung trägt.


Inhalt
Einleitung

1. Kapitel: Vom Täter zum Opfer
I. Ein neues Paradigma
II. Verstrickungen
III. Verheißungen
IV. Kosten
V. Täterorientierung, Opferorientierung und Rechtsstaat

2. Kapitel: Der kulturgeschichtliche Hintergrund des veränderten Blicks auf das Opfer

3. Kapitel: Kriminalpolitik mit dem Opfer
I. Tradition der Täterorientierung
II. Aktualität der Opferorientierung

4. Kapitel: Rücksichten auf das Opfer
I. Typen von Opferorientierung
II. Sachlogik
III. Rückgabe des Konflikt
IV. Versöhnung

5. Kapitel: Schwierigkeiten mit dem Opfer
I. Einkleidung des Opfers
II. Anachronistische Opferorientierung
III. Verbrechensgefährdung und Verbrechensfurcht
IV. Anachronistische Kriminalpolitik

6. Kapitel: Das Interesse des Opfers am strafenden Staat

7. Kapitel: Die Interessen des Opfers und seine Rolle als Zeuge

8. Kapitel: Gerechtigkeit für das Opfer

Anhang

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-49565-6

230 S.

Hardcover

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Hassemer, Winfried / Reemtsma, Jan Philipp

Verbrechensopfer

Gesetz und Gerechtigkeit

Statt 22,90 € nur noch 9,90 €

Lange Zeit stand der Täter im Vordergrund aller kriminalpolitischen und strafrechtlichen Bemühungen um eine angemessene Antwort auf Verbrechen und ihre Folgen. Das Opfer kam argumentativ nicht vor. Es handelte sich im wesentlichen um eine Zweierbeziehung zwischen Täter und Strafrecht. Es ging darum, dem Täter gerecht zu werden, und im Komplex von Schuld und Strafe galt der Täter vielen als das eigentliche Opfer, nämlich als Opfer staatlicher Vergeltungsmaßnahmen. Das Verbrechensopfer selbst hingegen, dessen Anspruch auf Gerechtigkeit der Staat im Namen des Gewaltverbots gleichsam „enteignet“ und in die eigene Hand nimmt, trat an den Rand des Blickfelds.
Heute ist das anders geworden. Nicht Freiheit vor staatlichen Übergriffen, sondern Sicherheit vor Kriminalität beherrscht die Diskussion, und ein opferorientiertes Strafrecht gewinnt zunehmend an Boden. Der Staat ist in unserer Wahrnehmung heute eher Schutzmann als Kerkermeister. Dieser Wandel wirft zahlreiche Probleme auf, denen Winfried Hassemer und Jan Philipp Reemtsma in ihrem Buch nachgehen. Sie lassen sich auf eine einzige Frage zuspitzen: Ist die Täterorientierung des Strafrechts ein unverzichtbares Kennzeichen des Rechtsstaats und ein Gebot unserer Verfassung? In ihrer differenzierten Analyse, die juristische und rechtspraktische Aspekte ebenso einbezieht wie moralphilosophische und kulturhistorische, gewinnt ein Programm Konturen, das den Ansprüchen von Verbrechensopfern auf Einbeziehung in die Aufmerksamkeit von Strafrecht und Kriminalpolitik stärker als bislang Rechnung trägt.

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Inhalt

Einleitung

1. Kapitel: Vom Täter zum Opfer
I. Ein neues Paradigma
II. Verstrickungen
III. Verheißungen
IV. Kosten
V. Täterorientierung, Opferorientierung und Rechtsstaat

2. Kapitel: Der kulturgeschichtliche Hintergrund des veränderten Blicks auf das Opfer

3. Kapitel: Kriminalpolitik mit dem Opfer
I. Tradition der Täterorientierung
II. Aktualität der Opferorientierung

4. Kapitel: Rücksichten auf das Opfer
I. Typen von Opferorientierung
II. Sachlogik
III. Rückgabe des Konflikt
IV. Versöhnung

5. Kapitel: Schwierigkeiten mit dem Opfer
I. Einkleidung des Opfers
II. Anachronistische Opferorientierung
III. Verbrechensgefährdung und Verbrechensfurcht
IV. Anachronistische Kriminalpolitik

6. Kapitel: Das Interesse des Opfers am strafenden Staat

7. Kapitel: Die Interessen des Opfers und seine Rolle als Zeuge

8. Kapitel: Gerechtigkeit für das Opfer

Anhang