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Herbst, Ludolf / Weihe, Thomas

Die Commerzbank und die Juden 1933-1945

Wie war es möglich, daß in Deutschland jüdische Mitbürger, die gesellschaftlich integriert waren und eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielten, stigmatisiert, isoliert, an ihrer Berufsausübung gehindert, ihres Eigentums beraubt, ins Ausland abgedrängt, und – wenn sie nicht auswanderten oder auswandern konnten – in die Vernichtungslager deportiert, und schließlich getötet wurden? Am Beispiel der Rolle der Commerzbank im „Dritten Reich“ geben die Autoren Antworten auf diese Fragen. Sie können zeigen, daß die deutschen Banken eine wichtige Rolle in diesem beispiellosen Entrechtungs- und Enteignungsprozeß gespielt haben.
Der Raub jüdischen Eigentums und die Vernichtung jüdischer Geschäftstätigkeit war ein zentraler Bestandteil der nationalsozialistischen „Neuordnung“ der Wirtschaft nach 1933. Die Zerstörung der wirtschaftlichen Existenz, die sich als Besitzübernahme durch nichtjüdische Deutsche, als (staatliche) Enteignung oder gar Liquidation vollzog, und von der allein im Altreich mehr als 500.000 Menschen betroffen waren, geschah unter Mitwirkung und Mitverantwortung der Banken. Die Autoren untersuchen die zentralen Motive und Optionen der Manager und Angestellten. Sie zeichnen die Verdrängung jüdischer Mitarbeiter aus dem Unternehmen ebenso nach wie die Beteiligung der Commerzbank an der Vernichtung jüdischer Industrie- und Handelsunternehmen.
Nach 1938 nutzte die Commerzbank die neuen Betätigungsfelder, die ihr das nationalsozialistische Regime in den hinzugewonnenen und eroberten Gebieten bot. Die Autoren zeigen, wie sich die Bank auch hier an antisemitischen Maßnahmen beteiligte und diskutieren die Frage, welche Kenntnisse innerhalb der Commerzbank über das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau bestanden.

Herausgegeben von Ludolf Herbst und Thomas Weihe.

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Bibliografie

978-3-406-51873-7

444 S.

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Die Commerzbank und die Juden 1933-1945

Wie war es möglich, daß in Deutschland jüdische Mitbürger, die gesellschaftlich integriert waren und eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielten, stigmatisiert, isoliert, an ihrer Berufsausübung gehindert, ihres Eigentums beraubt, ins Ausland abgedrängt, und – wenn sie nicht auswanderten oder auswandern konnten – in die Vernichtungslager deportiert, und schließlich getötet wurden? Am Beispiel der Rolle der Commerzbank im „Dritten Reich“ geben die Autoren Antworten auf diese Fragen. Sie können zeigen, daß die deutschen Banken eine wichtige Rolle in diesem beispiellosen Entrechtungs- und Enteignungsprozeß gespielt haben.
Der Raub jüdischen Eigentums und die Vernichtung jüdischer Geschäftstätigkeit war ein zentraler Bestandteil der nationalsozialistischen „Neuordnung“ der Wirtschaft nach 1933. Die Zerstörung der wirtschaftlichen Existenz, die sich als Besitzübernahme durch nichtjüdische Deutsche, als (staatliche) Enteignung oder gar Liquidation vollzog, und von der allein im Altreich mehr als 500.000 Menschen betroffen waren, geschah unter Mitwirkung und Mitverantwortung der Banken. Die Autoren untersuchen die zentralen Motive und Optionen der Manager und Angestellten. Sie zeichnen die Verdrängung jüdischer Mitarbeiter aus dem Unternehmen ebenso nach wie die Beteiligung der Commerzbank an der Vernichtung jüdischer Industrie- und Handelsunternehmen.
Nach 1938 nutzte die Commerzbank die neuen Betätigungsfelder, die ihr das nationalsozialistische Regime in den hinzugewonnenen und eroberten Gebieten bot. Die Autoren zeigen, wie sich die Bank auch hier an antisemitischen Maßnahmen beteiligte und diskutieren die Frage, welche Kenntnisse innerhalb der Commerzbank über das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau bestanden.

Herausgegeben von Ludolf Herbst und Thomas Weihe.
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