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Hillert, Andreas / Marwitz, Michael

Die Burnout-Epidemie

oder Brennt die Leistungsgesellschaft aus?

Ausgebrannt, leer, ohne Antrieb: Burnout ist die Kehrseite der modernen, individualisierten Arbeitswelt. Doch wie Burnout behandeln, wo kaum zu definieren ist, worum es sich genau handelt? In einem packend geschriebenen Sachbuch fragen die Autoren nach den Hintergründen, der Funktion und der Zukunft eines zeitgemäßen Syndroms.

1974 beschrieb der in New York lebende Psychoanalytiker Herbert Freudenberger, der bis zu 18 Stunden am Tag um das Wohl seiner Patienten bemüht war, psychische und psychosomatische Folgen von Überlastung erstmals als Burnout. Zu den Symptomen zählen emotionale Erschöpfung, reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit sowie eine zunehmend distanzierte Einstellung gegenüber Klienten, Patienten oder Schülern. Mittlerweile hat das Syndrom epidemische Ausmaße erreicht. Jeden kann es treffen – Burnout ist auf dem Weg zur Volkskrankheit.
Burnout wird von Menschen erlebt, die sich in schwierigen bis ausweglosen Lebenslagen befinden. Doch was ist das für eine rätselhafte Störung, die aus medizinischer Sicht definitiv keine Krankheit und keine Diagnose ist, von den Betroffenen aber wie eine Krankheit erlebt wird, ohne daß sie jedoch das Stigma des psychisch Kranken tragen müssen? Für die Autoren dieses lebendig geschriebenen, im besten Sinne aufklärerischen Buches gleicht Burnout der Quadratur des Kreises: Wer ausgebrannt ist, ist gescheitert, doch ohne eigene Schuld, im Gegenteil, er gilt als besonders leistungsorientiert. Burnout ist die intelligente, das System entwaffnende Antwort des bedrohten Individuums auf die Zumutungen der Dienst-Leistungs-Gesellschaft.


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Bibliografie

978-3-406-53589-5

Titel momentan nicht lieferbar, Lieferung erfolgt nach Preisreduzierung Anfang Juni 2019

336 S., mit 6 Abbildungen und 8 Tabellen

Softcover

Schlagwörter

Broschur 19,90 € Kaufen
Inhalt
Vorwort
Präambel

Stichwort Burnout: Inhalte und Karriere eines populären Konstruktes

1. Betroffene haben das Wort
2. Burnout – ein bodenloser Begriff?
3. Burnout wird entdeckt
4. Burnout macht Karriere
5. Burnout wird gemessen
6. Noch im Stress oder schon Burnout?
7. Burnout: Krankheit, Störung, Diagnose, Prädiktor oder was?
8. Arbeit und Gesundheit: Die Zeit vor Burnout
9. Burnout: psychosomatische Nebenwirkung der postmodernen Arbeitswelt?
10. Burnout, das Chronische Müdigkeitssyndrom und einige andere zeitgemäße Krankheiten
11. Burnout wird behandelt
12. Burnout: Behandlung und Prävention am Arbeitsplatz
13. Zusammenfassung und Ausblick

Anmerkungen
Literatur

Pressestimmen

Pressestimmen

„Hinsichtlich dessen, was Burnout ist und wie es dazu kommen kann, ist der allgemeine Konsens hoch. Die postmoderne, entmenschlichte, flexible und in hohem Takt laufende Arbeitsgesellschaft ist nicht nebenwirkungsfrei. In der anzuzeigenden Publikation gehen die Verfasser, beide Psychiater, auf die subkutanen Zusammenhänge zwischen der spätmodernen Gesellschaft ein. Burnout, so die Autoren, ist durchaus keine Modekrankheit, sondern das Syndrom einer Leistungsgesellschaft, die am Ende ist.“
upj, Neue Zürcher Zeitung, 22./23. April 2006



„Als Psychotherapeuten nehmen Andreas Hillert und Michael Marwitz das Thema ernst und liefern umfassende Erklärungen zur Begriffsdefinition, Ursachen, Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten. Fragen aber auch, inwiefern es diese Epidemie wirklich gibt.“
ska, Die Welt, 20. Mai 2006



„Andreas Hillert und Michael Marwitz sind seit vielen Jahren als Psychotherapeuten an der Psychosomatischen Klinik Roseneck am Chiemsee tätig und wissen, worüber sie schreiben. Und das tun sie gut: Ihr Buch ist mit eleganter Feder verfasst, auch mit einem angenehmen ironischen Unterton. (…) ohne Zweifel eine lesenswerte Lektüre (…).“
Till Bastian, Psychologie Heute, August 2006



„Burnout ist eigentlich ein Etikettenschwindel“, meint der Psychologe Michael Marwitz. In ihrem gemeinsam verfassten Buch begründen Hillert und Marwitz ihre Kritik akribisch und mit fundierten Argumenten. „Es ist weder möglich, Burnout sicher zu diagnostizieren, noch, einem Menschen, der sich ausgebrannt fühlt, zu beweisen, dass er kein Burnout (-Syndrom) hat“, so ein Fazit. Bei Vorträgen sei er anfänglich ausgebuht worden, erinnert sich Hillert.“
Martina Frei, Tages-Anzeiger, 11. November 2006



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-53589-5

336 S., mit 6 Abbildungen und 8 Tabellen

Softcover

Softcover 19,90 € Kaufen

Hillert, Andreas / Marwitz, Michael

Die Burnout-Epidemie

oder Brennt die Leistungsgesellschaft aus?

Ausgebrannt, leer, ohne Antrieb: Burnout ist die Kehrseite der modernen, individualisierten Arbeitswelt. Doch wie Burnout behandeln, wo kaum zu definieren ist, worum es sich genau handelt? In einem packend geschriebenen Sachbuch fragen die Autoren nach den Hintergründen, der Funktion und der Zukunft eines zeitgemäßen Syndroms.

1974 beschrieb der in New York lebende Psychoanalytiker Herbert Freudenberger, der bis zu 18 Stunden am Tag um das Wohl seiner Patienten bemüht war, psychische und psychosomatische Folgen von Überlastung erstmals als Burnout. Zu den Symptomen zählen emotionale Erschöpfung, reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit sowie eine zunehmend distanzierte Einstellung gegenüber Klienten, Patienten oder Schülern. Mittlerweile hat das Syndrom epidemische Ausmaße erreicht. Jeden kann es treffen – Burnout ist auf dem Weg zur Volkskrankheit.
Burnout wird von Menschen erlebt, die sich in schwierigen bis ausweglosen Lebenslagen befinden. Doch was ist das für eine rätselhafte Störung, die aus medizinischer Sicht definitiv keine Krankheit und keine Diagnose ist, von den Betroffenen aber wie eine Krankheit erlebt wird, ohne daß sie jedoch das Stigma des psychisch Kranken tragen müssen? Für die Autoren dieses lebendig geschriebenen, im besten Sinne aufklärerischen Buches gleicht Burnout der Quadratur des Kreises: Wer ausgebrannt ist, ist gescheitert, doch ohne eigene Schuld, im Gegenteil, er gilt als besonders leistungsorientiert. Burnout ist die intelligente, das System entwaffnende Antwort des bedrohten Individuums auf die Zumutungen der Dienst-Leistungs-Gesellschaft.

Webcode: https://www.chbeck.de/13416

Inhalt

Vorwort
Präambel

Stichwort Burnout: Inhalte und Karriere eines populären Konstruktes

1. Betroffene haben das Wort
2. Burnout – ein bodenloser Begriff?
3. Burnout wird entdeckt
4. Burnout macht Karriere
5. Burnout wird gemessen
6. Noch im Stress oder schon Burnout?
7. Burnout: Krankheit, Störung, Diagnose, Prädiktor oder was?
8. Arbeit und Gesundheit: Die Zeit vor Burnout
9. Burnout: psychosomatische Nebenwirkung der postmodernen Arbeitswelt?
10. Burnout, das Chronische Müdigkeitssyndrom und einige andere zeitgemäße Krankheiten
11. Burnout wird behandelt
12. Burnout: Behandlung und Prävention am Arbeitsplatz
13. Zusammenfassung und Ausblick

Anmerkungen
Literatur

Pressestimmen

„Hinsichtlich dessen, was Burnout ist und wie es dazu kommen kann, ist der allgemeine Konsens hoch. Die postmoderne, entmenschlichte, flexible und in hohem Takt laufende Arbeitsgesellschaft ist nicht nebenwirkungsfrei. In der anzuzeigenden Publikation gehen die Verfasser, beide Psychiater, auf die subkutanen Zusammenhänge zwischen der spätmodernen Gesellschaft ein. Burnout, so die Autoren, ist durchaus keine Modekrankheit, sondern das Syndrom einer Leistungsgesellschaft, die am Ende ist.“
upj, Neue Zürcher Zeitung, 22./23. April 2006


„Als Psychotherapeuten nehmen Andreas Hillert und Michael Marwitz das Thema ernst und liefern umfassende Erklärungen zur Begriffsdefinition, Ursachen, Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten. Fragen aber auch, inwiefern es diese Epidemie wirklich gibt.“
ska, Die Welt, 20. Mai 2006


„Andreas Hillert und Michael Marwitz sind seit vielen Jahren als Psychotherapeuten an der Psychosomatischen Klinik Roseneck am Chiemsee tätig und wissen, worüber sie schreiben. Und das tun sie gut: Ihr Buch ist mit eleganter Feder verfasst, auch mit einem angenehmen ironischen Unterton. (…) ohne Zweifel eine lesenswerte Lektüre (…).“
Till Bastian, Psychologie Heute, August 2006


„Burnout ist eigentlich ein Etikettenschwindel“, meint der Psychologe Michael Marwitz. In ihrem gemeinsam verfassten Buch begründen Hillert und Marwitz ihre Kritik akribisch und mit fundierten Argumenten. „Es ist weder möglich, Burnout sicher zu diagnostizieren, noch, einem Menschen, der sich ausgebrannt fühlt, zu beweisen, dass er kein Burnout (-Syndrom) hat“, so ein Fazit. Bei Vorträgen sei er anfänglich ausgebuht worden, erinnert sich Hillert.“
Martina Frei, Tages-Anzeiger, 11. November 2006