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Hofmann, Werner

Goya

Vom Himmel durch die Welt zur Hölle

Werner Hofmann bietet in diesem, mit über 200 weitgehend farbigen Abbildungen großzügig ausgestatteten Band einen umfassenden Überblick über das einzigartige malerische und graphische Werk Francisco Goyas. Darüber hinaus erschließt er dem Leser das Verständnis und den rätselvollen Doppelsinn einer Bildwelt, deren abgründige Chiffren für die „Welt als Tollhaus“ bis heute Geltung besitzen.
Die Bahnbrecher des Neuen am Ende des 18. Jahrhunderts, und Francisco Goya y Lucientes (1764 – 1828) ist einer von ihnen, sind bestürzend zweideutig – moralisch wie ästhetisch. So lautet Werner Hofmanns Fazit seines hier vorgelegten Bandes, der in einem brillanten Bogen Leben und Werk des spanischen Malers nachzeichnet.
Der Bilderkosmos Goyas reicht von den frühen Teppichkartons und ihrer delikaten Formenvielfalt des Rokoko bis zu den Schwarzen Gemälden seiner späten Jahre und den graphischen Serien der Caprichos, Desastres und Proverbios, vom Gesellschaftsportrait über die Sittenchronik bis zur „Welt als Tollhaus“, in dem diesseitige und jenseitige Hölle sich verschränken. Auch die religiösen Bilder geraten Goya zum Traditionsbruch: „… in der Malerei gibt es keine Regeln.“
Folgt man den hellsichtigen Visionen des Malers, so erfüllen Absurdes und Irrationales die Welt. Goya benennt deren Abgründe in ihrer teuflischen Schönheit. Aber er zügelt die barbarischen Schrecknisse nicht, sondern bannt sie und steigert sie formal. In diesem rationalen Gestaltungsakt einer absurden Welt liegt die unerhörte und verstörende, bis heute andauernde Modernität seiner Schöpfungen.

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Bibliografie

978-3-406-48619-7

2. Auflage, 2005

336 S., mit 277 Abbildungen im Text, davon 253 in Farbe

Hardcover (In Leinen)

Sonstiges 78,00 € Kaufen
Inhalt
Prolog: Goya und Goethe
"Das Wechselspiel der Gegensätze verschönert, ja erhält die Welt"
Glorie und Leiden des Glaubens
Die spanischen Wurzeln von Goyas Mehrsinnigkeit
Abstürze, Umstürze, Auflösungen
Eine kurze Idylle: Sanlúcar

Die Krankheit der Vernunft
Im Vorfeld der ‚Caprichos‘: Maskeraden und Dämonenbeschwörungen
Die ‚Caprichos‘
Eine negative Idealität
Der Traum des Künstlers
Die Krankheit der Vernunft

Der Zeitzeuge
Zwei Kirchen in einer: San Antonio de la Florida
Die französischen Jahre
Die ‚Schrecken des Krieges‘
Ein erstes Selbstgespräch: die ‚Schwarzen Gemälde‘
Die ‚Disparates‘

Goya spricht mit sich selbst: ‚Immer noch lerne ich‘
Die Selbstbildnisse
‚Lux ex Tenebris
‚Unauflösliche Bande‘
‚Sterben ist besser‘

Epilog: Der Künstler heilt, indem er bewußtmacht

Anhang
Dank und Widmung
Lebensdaten
Anmerkungen
Bibliographie
Abbildungsnachweis
Register
Pressestimmen

Pressestimmen

"Ein grossartiges Buch, dessen prächtige Bildausstattung dieser illuminierten Archäologie der Arcana des Künstlers par excellence unserer Moderne auf vorbildlich sinnliche Weise gerecht wird."
André Stoll, Neue Zürcher Zeitung, 19./20. März 2005



"Hofmann hat mit seinem Goya-Buch keine Künstlermonographie im konventionellen Sinne geschrieben. Sein Thema ist die innere Geschichte von Goyas Werk, der Weg durch Dunkelheiten, Labyrinthen, Zweideutigkeiten, aber auch das Streben nach Licht, das in diesem Schaffen immer wieder aufscheint."
Willibald Sauerländer, Süddeutsche Zeitung, 6. Oktober 2003



„Bereits im letzten Jahr legte Werner Hofmann mit „Goya – Vom Himmel durch die Welt zur Hölle" (C.H. Beck) die Summe seiner jahrzehntelangen, eher akademischen Auseinandersetzung mit dem Künstler vor. Der ehemalige Direktor der Hamburger Kunsthalle spürt die Widersprüche in Goyas Werk und Wesen auf...“
Volker Isfort, Abendzeitung, 30. Dezember 2004



„Francisco José de Goya y Lucientes (1746-1828) zählt zu den vielschichtigsten und virtuosesten Schöpferfiguren der „Kunst um 1800“. Zeitkritik ist in seinem weitgespannten Œuvre fast allgegenwärtig, doch lenkt Goya seinen Blick zugleich in die existenziellen Tiefen der „condition humaine“. Diesem Doppelsinn von Goyas Schaffen hat der Hamburger Kunsthistoriker Werner Hofmann eine faszinierende Darstellung gewidmet. (...)Werner Hofmann meldet uns nichts Neues, wenn er zum Hauptmotiv von Goyas Schaffenstrieb die Hinfälligkeit des Menschen mitsamt seiner latenten Animalität erkürt. Aber sein Buch beweist einen zugleich gedanklichen und philologischen Schwung, der durch alle Phasen des Werks und des Mannes trägt, um jene Obsession zu dokumentieren, zu ordnen und zu deuten.“
Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung, 31. Januar / 01. Februar 2004



„Da führt ein Kenner der Zeit mit grossem Atem durch Leben und Werk des epochalen Künstlers.“
gm., Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 28. Dezember 2003



„Es ist ein intelligente, aufregende und zeitgemäße Analyse vom Werk des großen spanischen Malers gelungen. Goya sah die Welt als Tollhaus und fand erschreckend passende und noch heute gültige Bilder. Das schönste Geschenk für Menschen mit Augen und Vergnügen an Erkenntnis."
Verena Auffermann, Focus, 15. Dezember 2003



"Goya. Vom Himmel durch die Welt zur Hölle, eine opulente Künstlermonographie von Werner Hoffmann im Verlag C.H. Beck."
Deutsche Presse-Agentur, 9. Dezember 2003



"Werner Hofmann, Gründungsdirektor des Wiener Museums des 20. Jahrhunderts, liefert in seinem reich bebilderten Band das Porträt eines Schaffenden, den er, analog zu Goethe, als Künstler sieht, der seinen Stoff „aus der zeitgenössischen Umwelt" bezieht, jedoch dieser Wirklichkeit eine Doppelbödigkeit verlieh, die die Realität umstandslos in einen von Menschen erschaffenen Alptraum verwandeln konnte."
cs, Buchjournal, Dezember 2003



"Und einen Krieg weiter sieht Hofmann in den Schilderungen der Gräuel sogar Bilderfahrungen aus den Todeslagern des Holocaust antizipiert.(...) Seiner historischen Absicht zum Trotz landet Hofmann dennoch im Hier und Jetzt. Aber wie er diesen Sprung ins Werk setzt, macht ihm so leicht keiner nach. Und dem Verlag macht keiner so schnell diese Pracht der Präsentation nach: Noch nie dürften Goyas Zeichnungen derart plastisch unter Leseraugen gekommen sein."
Claudia Schmölders, Literaturen, November 2003



"Goyas Werk erschließt uns Hofmann in einem Text, der sich so eindringlich die Ausdruckswerte von Goyas Kunst anverwandelt, dass sich der Leser gelegentlich bei dem Eindruck ertappt, die brillant abgebildeten Bilder seien für den Text in Auftrag gegeben worden.(...) Noch nie ist die deutende Sprache diesen eigentlich unbeschreiblichen Bilderwelten und den ihnen zugrunde liegenden Angst- und Schreckenserfahrungen so nahe gekommen."
Martin Warnke, Die Zeit, 20. Oktober 2003



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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-48619-7

2. Auflage , 2005

336 S., mit 277 Abbildungen im Text, davon 253 in Farbe

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 78,00 € Kaufen

Hofmann, Werner

Goya

Vom Himmel durch die Welt zur Hölle

Werner Hofmann bietet in diesem, mit über 200 weitgehend farbigen Abbildungen großzügig ausgestatteten Band einen umfassenden Überblick über das einzigartige malerische und graphische Werk Francisco Goyas. Darüber hinaus erschließt er dem Leser das Verständnis und den rätselvollen Doppelsinn einer Bildwelt, deren abgründige Chiffren für die „Welt als Tollhaus“ bis heute Geltung besitzen.
Die Bahnbrecher des Neuen am Ende des 18. Jahrhunderts, und Francisco Goya y Lucientes (1764 – 1828) ist einer von ihnen, sind bestürzend zweideutig – moralisch wie ästhetisch. So lautet Werner Hofmanns Fazit seines hier vorgelegten Bandes, der in einem brillanten Bogen Leben und Werk des spanischen Malers nachzeichnet.
Der Bilderkosmos Goyas reicht von den frühen Teppichkartons und ihrer delikaten Formenvielfalt des Rokoko bis zu den Schwarzen Gemälden seiner späten Jahre und den graphischen Serien der Caprichos, Desastres und Proverbios, vom Gesellschaftsportrait über die Sittenchronik bis zur „Welt als Tollhaus“, in dem diesseitige und jenseitige Hölle sich verschränken. Auch die religiösen Bilder geraten Goya zum Traditionsbruch: „… in der Malerei gibt es keine Regeln.“
Folgt man den hellsichtigen Visionen des Malers, so erfüllen Absurdes und Irrationales die Welt. Goya benennt deren Abgründe in ihrer teuflischen Schönheit. Aber er zügelt die barbarischen Schrecknisse nicht, sondern bannt sie und steigert sie formal. In diesem rationalen Gestaltungsakt einer absurden Welt liegt die unerhörte und verstörende, bis heute andauernde Modernität seiner Schöpfungen.
Webcode: https://www.chbeck.de/12372

Inhalt

Prolog: Goya und Goethe
"Das Wechselspiel der Gegensätze verschönert, ja erhält die Welt"
Glorie und Leiden des Glaubens
Die spanischen Wurzeln von Goyas Mehrsinnigkeit
Abstürze, Umstürze, Auflösungen
Eine kurze Idylle: Sanlúcar

Die Krankheit der Vernunft
Im Vorfeld der ‚Caprichos‘: Maskeraden und Dämonenbeschwörungen
Die ‚Caprichos‘
Eine negative Idealität
Der Traum des Künstlers
Die Krankheit der Vernunft

Der Zeitzeuge
Zwei Kirchen in einer: San Antonio de la Florida
Die französischen Jahre
Die ‚Schrecken des Krieges‘
Ein erstes Selbstgespräch: die ‚Schwarzen Gemälde‘
Die ‚Disparates‘

Goya spricht mit sich selbst: ‚Immer noch lerne ich‘
Die Selbstbildnisse
‚Lux ex Tenebris
‚Unauflösliche Bande‘
‚Sterben ist besser‘

Epilog: Der Künstler heilt, indem er bewußtmacht

Anhang
Dank und Widmung
Lebensdaten
Anmerkungen
Bibliographie
Abbildungsnachweis
Register

Pressestimmen

"Ein grossartiges Buch, dessen prächtige Bildausstattung dieser illuminierten Archäologie der Arcana des Künstlers par excellence unserer Moderne auf vorbildlich sinnliche Weise gerecht wird."
André Stoll, Neue Zürcher Zeitung, 19./20. März 2005


"Hofmann hat mit seinem Goya-Buch keine Künstlermonographie im konventionellen Sinne geschrieben. Sein Thema ist die innere Geschichte von Goyas Werk, der Weg durch Dunkelheiten, Labyrinthen, Zweideutigkeiten, aber auch das Streben nach Licht, das in diesem Schaffen immer wieder aufscheint."
Willibald Sauerländer, Süddeutsche Zeitung, 6. Oktober 2003


„Bereits im letzten Jahr legte Werner Hofmann mit „Goya – Vom Himmel durch die Welt zur Hölle" (C.H. Beck) die Summe seiner jahrzehntelangen, eher akademischen Auseinandersetzung mit dem Künstler vor. Der ehemalige Direktor der Hamburger Kunsthalle spürt die Widersprüche in Goyas Werk und Wesen auf...“
Volker Isfort, Abendzeitung, 30. Dezember 2004


„Francisco José de Goya y Lucientes (1746-1828) zählt zu den vielschichtigsten und virtuosesten Schöpferfiguren der „Kunst um 1800“. Zeitkritik ist in seinem weitgespannten Œuvre fast allgegenwärtig, doch lenkt Goya seinen Blick zugleich in die existenziellen Tiefen der „condition humaine“. Diesem Doppelsinn von Goyas Schaffen hat der Hamburger Kunsthistoriker Werner Hofmann eine faszinierende Darstellung gewidmet. (...)Werner Hofmann meldet uns nichts Neues, wenn er zum Hauptmotiv von Goyas Schaffenstrieb die Hinfälligkeit des Menschen mitsamt seiner latenten Animalität erkürt. Aber sein Buch beweist einen zugleich gedanklichen und philologischen Schwung, der durch alle Phasen des Werks und des Mannes trägt, um jene Obsession zu dokumentieren, zu ordnen und zu deuten.“
Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung, 31. Januar / 01. Februar 2004


„Da führt ein Kenner der Zeit mit grossem Atem durch Leben und Werk des epochalen Künstlers.“
gm., Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 28. Dezember 2003


„Es ist ein intelligente, aufregende und zeitgemäße Analyse vom Werk des großen spanischen Malers gelungen. Goya sah die Welt als Tollhaus und fand erschreckend passende und noch heute gültige Bilder. Das schönste Geschenk für Menschen mit Augen und Vergnügen an Erkenntnis."
Verena Auffermann, Focus, 15. Dezember 2003


"Goya. Vom Himmel durch die Welt zur Hölle, eine opulente Künstlermonographie von Werner Hoffmann im Verlag C.H. Beck."
Deutsche Presse-Agentur, 9. Dezember 2003


"Werner Hofmann, Gründungsdirektor des Wiener Museums des 20. Jahrhunderts, liefert in seinem reich bebilderten Band das Porträt eines Schaffenden, den er, analog zu Goethe, als Künstler sieht, der seinen Stoff „aus der zeitgenössischen Umwelt" bezieht, jedoch dieser Wirklichkeit eine Doppelbödigkeit verlieh, die die Realität umstandslos in einen von Menschen erschaffenen Alptraum verwandeln konnte."
cs, Buchjournal, Dezember 2003


"Und einen Krieg weiter sieht Hofmann in den Schilderungen der Gräuel sogar Bilderfahrungen aus den Todeslagern des Holocaust antizipiert.(...) Seiner historischen Absicht zum Trotz landet Hofmann dennoch im Hier und Jetzt. Aber wie er diesen Sprung ins Werk setzt, macht ihm so leicht keiner nach. Und dem Verlag macht keiner so schnell diese Pracht der Präsentation nach: Noch nie dürften Goyas Zeichnungen derart plastisch unter Leseraugen gekommen sein."
Claudia Schmölders, Literaturen, November 2003


"Goyas Werk erschließt uns Hofmann in einem Text, der sich so eindringlich die Ausdruckswerte von Goyas Kunst anverwandelt, dass sich der Leser gelegentlich bei dem Eindruck ertappt, die brillant abgebildeten Bilder seien für den Text in Auftrag gegeben worden.(...) Noch nie ist die deutende Sprache diesen eigentlich unbeschreiblichen Bilderwelten und den ihnen zugrunde liegenden Angst- und Schreckenserfahrungen so nahe gekommen."
Martin Warnke, Die Zeit, 20. Oktober 2003