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Jütte, Robert

Lust ohne Last

Geschichte der Empfängnisverhütung von der Antike bis zur Gegenwart

Empfängnisverhütung ist keine Erfindung der Neuzeit und auch nie reine Privatsache gewesen. Mächtige Institutionen wie Kirche und Staat machten hier ihren Einfluß ebenso geltend wie bestimmte Berufsgruppen, die für sich besondere Kompetenz in ethischen und sittlichen Fragen beanspruchen.
Wie sind unsere Vorfahren mit Empfängnisverhütung umgegangen, und wie haben sich Techniken und Moralvorstellungen, die heute noch aktuell sind, entwickelt? Das Buch verfolgt diese Fragen von der Antike bis zur Gegenwart und wirft darüber hinaus noch einen Blick in die Zukunft. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf dem neuzeitlichen Europa, daneben werden aber auch unterschiedliche Kulturkreise (Europa, Amerika, China, Indien) und Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam) wie auch zentrale demographische und bevölkerungspolitische Aspekte berücksichtigt.

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Bibliografie

978-3-406-49430-7

367 S., mit 11 Abbildungen

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 14,90 € Kaufen
Inhalt
Vorwort
Einleitung

Ars erotica oder: Die frühe Kunst der Empfängnisverhütung

Die Ökonomie der sexuellen Reproduktion: Geburtenkontrolle in der Antike? - Einforderungen der Fruchtbarkeit: Anfänge der Fortpflanzungsethik im Judentum, Christentum und Islam - Das gar nicht so geheime Wissen der antiken Medizin – Die Wahrheit der Dichter: Gewollte Unfruchtbarkeit als Thema der antiken Literatur - Unfruchtbare Aktivitäten: «Mutter-Zäpfchen» und Kräutertränke

Transformationen oder: Die angebliche Repression des Verhütungswissens im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

Die Historische Demographie und die Anfänge der Geburtenbeschränkung – Secreta mulierum: Weibliches Wissen um Schwangerschaft und Empfängnisverhütung - Begehrlichkeit und Buße: Die Theologie des «sündigen Fleisches» - Kastraten, Kondome, Casanovas: Alte und neue Techniken der Empfängnisverhütung

Die Anfänge der scientia sexualis im 19. Jahrhundert:
Der Diskurs über die Empfängnisverhütung unter dem Imperativ von Moral und Politik


Der (Neo-)Malthusianismus und seine demographischen Schlußfolgerungen - Die Neuformierung des Wissens: Aufklärungsbroschüren und ihre Leser - Sexualpolitiken: Verstärkte Kontrolle und Widerstände - Die Praxis des «Sich-in-acht-Nehmens» zwischen Tradition und Fortschritt

Das Regime des Normalen: Die «Demokratisierung» der Geburtenkontrolle im 20. Jahrhundert

Das Versprechen einer Befreiung: Empfängnisverhütung als Emanzipation - Die «Verstaatlichung» der Schwangerschaftsverhütung: Zwangssterilisation und staatliche Geburtenkontrollprogramme - Der Wandel der Sexualmoral und der schwindende Einfluß der Religion - Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: Alte und neue Verhütungstechniken

Ausblick

Die «Pille für den Mann» oder: Die Empfängnisverhütung der Zukunft

Anmerkungen - Literaturverzeichnis - Bildnachweis - Register

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Bibliografie

978-3-406-49430-7

367 S., mit 11 Abbildungen

Softcover

Softcover 14,90 € Kaufen

Jütte, Robert

Lust ohne Last

Geschichte der Empfängnisverhütung von der Antike bis zur Gegenwart

Empfängnisverhütung ist keine Erfindung der Neuzeit und auch nie reine Privatsache gewesen. Mächtige Institutionen wie Kirche und Staat machten hier ihren Einfluß ebenso geltend wie bestimmte Berufsgruppen, die für sich besondere Kompetenz in ethischen und sittlichen Fragen beanspruchen.
Wie sind unsere Vorfahren mit Empfängnisverhütung umgegangen, und wie haben sich Techniken und Moralvorstellungen, die heute noch aktuell sind, entwickelt? Das Buch verfolgt diese Fragen von der Antike bis zur Gegenwart und wirft darüber hinaus noch einen Blick in die Zukunft. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf dem neuzeitlichen Europa, daneben werden aber auch unterschiedliche Kulturkreise (Europa, Amerika, China, Indien) und Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam) wie auch zentrale demographische und bevölkerungspolitische Aspekte berücksichtigt.
Webcode: https://www.chbeck.de/20913

Inhalt

Vorwort
Einleitung

Ars erotica oder: Die frühe Kunst der Empfängnisverhütung

Die Ökonomie der sexuellen Reproduktion: Geburtenkontrolle in der Antike? - Einforderungen der Fruchtbarkeit: Anfänge der Fortpflanzungsethik im Judentum, Christentum und Islam - Das gar nicht so geheime Wissen der antiken Medizin – Die Wahrheit der Dichter: Gewollte Unfruchtbarkeit als Thema der antiken Literatur - Unfruchtbare Aktivitäten: «Mutter-Zäpfchen» und Kräutertränke

Transformationen oder: Die angebliche Repression des Verhütungswissens im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

Die Historische Demographie und die Anfänge der Geburtenbeschränkung – Secreta mulierum: Weibliches Wissen um Schwangerschaft und Empfängnisverhütung - Begehrlichkeit und Buße: Die Theologie des «sündigen Fleisches» - Kastraten, Kondome, Casanovas: Alte und neue Techniken der Empfängnisverhütung

Die Anfänge der scientia sexualis im 19. Jahrhundert:
Der Diskurs über die Empfängnisverhütung unter dem Imperativ von Moral und Politik


Der (Neo-)Malthusianismus und seine demographischen Schlußfolgerungen - Die Neuformierung des Wissens: Aufklärungsbroschüren und ihre Leser - Sexualpolitiken: Verstärkte Kontrolle und Widerstände - Die Praxis des «Sich-in-acht-Nehmens» zwischen Tradition und Fortschritt

Das Regime des Normalen: Die «Demokratisierung» der Geburtenkontrolle im 20. Jahrhundert

Das Versprechen einer Befreiung: Empfängnisverhütung als Emanzipation - Die «Verstaatlichung» der Schwangerschaftsverhütung: Zwangssterilisation und staatliche Geburtenkontrollprogramme - Der Wandel der Sexualmoral und der schwindende Einfluß der Religion - Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: Alte und neue Verhütungstechniken

Ausblick

Die «Pille für den Mann» oder: Die Empfängnisverhütung der Zukunft

Anmerkungen - Literaturverzeichnis - Bildnachweis - Register