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Kaplan, Marion

Geschichte des jüdischen Alltags in Deutschland

Vom 17. Jahrhundert bis 1945

Dieses grundlegende Buch eröffnet aus der Perspektive einer „Geschichte von unten“ einen faszinierenden Einblick in Lebenswelt und Alltag der Juden vom 17. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Von zentraler Bedeutung sind dabei die komplexen sozialen Beziehungen der Juden untereinander als auch mit ihrer nichtjüdischen Umwelt. Erstmals stehen in dieser wegweisenden Darstellung individuelle Erfahrungen, Hoffnungen und Ängste der „kleinen Leute“ im Mittelpunkt des Interesses. Vom 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts erfuhren Juden im deutschsprachigen Raum soziale Ausgrenzung und Integration ebenso wie organisierte Verfolgung. Die Autorinnen und Autoren dieses umfassend angelegten Buches zeichnen diesen vielschichtigen Prozess nach und beschreiben anschaulich die Alltagsbedingungen und individuellen Wahrnehmungen der jüdischen Minderheit. Sie schildern nicht nur das Leben in der Stadt, sondern widmen sich ebenso den Lebensbedingungen auf dem Land. Dabei werden die religiöse Praxis und das Gemeinschaftsleben gleichermaßen berücksichtigt wie die „Binnenstrukturen“ der Familien und die Adaption des bildungsbürgerlichen Habitus. Im Mittelpunkt stehen jedoch die individuellen Erfahrungen der Menschen: Wie nahmen Juden die historischen „Wechselbäder“ von Emanzipation und Ausgrenzung wahr, wie wurden sie verarbeitet und welchen Sinn konnten sie den oft radikalen Veränderungen ihres Lebens geben? Die wechselhafte Geschichte der Juden in Deutschland im Wandel der Jahrhunderte nicht auf eine bloße Geschichte des Antisemitismus reduziert zu haben, ist dabei das große Verdienst dieser vom Leo-Baeck-Institute initiierten und von Marion Kaplan herausgegebenen Arbeit. Der konsequente „Blick von unten“ legt zudem eine Vielfalt jüdischer Lebenswelten offen, die gängige – auch historiographische – Stereotype korrigiert.

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Bibliografie

978-3-406-50205-7

638 S., mit 20 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Schlagwörter

Sonstiges 19,95 € Kaufen
Inhalt
Einführung

Erster Teil: An der Schwelle zur Moderne 1618-1780
Von Robert Liberles. Übersetzt aus dem Englischen von Alice Jakubeit

  • 1. Jüdisches Lebensumfeld
  • 2. Familienleben
  • 3. Kindheit und Bildungswesen
  • 4. Wirtschaftsleben
  • 5. Religiöses Leben und Gemeindeleben
  • 6. Soziale Beziehungen

Zweiter Teil: Anfänge der Integration 1780-1871
Von Steven M. Lowenstein. Übersetzt aus dem Englischen von Georgia Hanenberg

  • 1. Jüdische Siedlungsmuster und Wohnformen
  • 2. Familienleben
  • 3. Ausbildung und Erziehung
  • 4. Wirtschaftsleben
  • 5. Religiosität in Gesinnung und Ausübung
  • 6. Soziale Beziehungen

Dritter Teil: Konsolidierung eines bürgerlichen Lebens im kaiserlichen Deutschland 1871-1918
Von Marion Kaplan. Übersetzt aus dem Englischen von Friedrich Griese

  • 1. Die Umwelt
  • 2. Die Familie
  • 3. Erziehung und Bildung
  • 4. Arbeit
  • 5. Religiöse Bräuche, Mentalitäten und Gemeinde
  • 6. Das gesellschaftliche Leben

Vierter Teil: Vom Alltag zum Ausnahmezustand: Juden in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1918-1945
Von Trude Maurer

  • 1. Wohnen und Wirtschaften
  • 2. Familienleben
  • 3. Bildung und Ausbildung
  • 4. Beruf und Arbeit
  • 5. Gemeinde und häusliche Religionspraxis
  • 6. Freizeit und Geselligkeit
  • 7. Einengung und Abschnürung jüdischer Lebensmöglichkeiten in Deutschland

Anhang

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-50205-7

638 S., mit 20 Abbildungen

Hardcover (In Leinen)

Hardcover (In Leinen) 19,95 € Kaufen

Kaplan, Marion

Geschichte des jüdischen Alltags in Deutschland

Vom 17. Jahrhundert bis 1945

Dieses grundlegende Buch eröffnet aus der Perspektive einer „Geschichte von unten“ einen faszinierenden Einblick in Lebenswelt und Alltag der Juden vom 17. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Von zentraler Bedeutung sind dabei die komplexen sozialen Beziehungen der Juden untereinander als auch mit ihrer nichtjüdischen Umwelt. Erstmals stehen in dieser wegweisenden Darstellung individuelle Erfahrungen, Hoffnungen und Ängste der „kleinen Leute“ im Mittelpunkt des Interesses. Vom 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts erfuhren Juden im deutschsprachigen Raum soziale Ausgrenzung und Integration ebenso wie organisierte Verfolgung. Die Autorinnen und Autoren dieses umfassend angelegten Buches zeichnen diesen vielschichtigen Prozess nach und beschreiben anschaulich die Alltagsbedingungen und individuellen Wahrnehmungen der jüdischen Minderheit. Sie schildern nicht nur das Leben in der Stadt, sondern widmen sich ebenso den Lebensbedingungen auf dem Land. Dabei werden die religiöse Praxis und das Gemeinschaftsleben gleichermaßen berücksichtigt wie die „Binnenstrukturen“ der Familien und die Adaption des bildungsbürgerlichen Habitus. Im Mittelpunkt stehen jedoch die individuellen Erfahrungen der Menschen: Wie nahmen Juden die historischen „Wechselbäder“ von Emanzipation und Ausgrenzung wahr, wie wurden sie verarbeitet und welchen Sinn konnten sie den oft radikalen Veränderungen ihres Lebens geben? Die wechselhafte Geschichte der Juden in Deutschland im Wandel der Jahrhunderte nicht auf eine bloße Geschichte des Antisemitismus reduziert zu haben, ist dabei das große Verdienst dieser vom Leo-Baeck-Institute initiierten und von Marion Kaplan herausgegebenen Arbeit. Der konsequente „Blick von unten“ legt zudem eine Vielfalt jüdischer Lebenswelten offen, die gängige – auch historiographische – Stereotype korrigiert.
Webcode: https://www.chbeck.de/16010

Inhalt

Einführung

Erster Teil: An der Schwelle zur Moderne 1618-1780
Von Robert Liberles. Übersetzt aus dem Englischen von Alice Jakubeit

  • 1. Jüdisches Lebensumfeld
  • 2. Familienleben
  • 3. Kindheit und Bildungswesen
  • 4. Wirtschaftsleben
  • 5. Religiöses Leben und Gemeindeleben
  • 6. Soziale Beziehungen

Zweiter Teil: Anfänge der Integration 1780-1871
Von Steven M. Lowenstein. Übersetzt aus dem Englischen von Georgia Hanenberg

  • 1. Jüdische Siedlungsmuster und Wohnformen
  • 2. Familienleben
  • 3. Ausbildung und Erziehung
  • 4. Wirtschaftsleben
  • 5. Religiosität in Gesinnung und Ausübung
  • 6. Soziale Beziehungen

Dritter Teil: Konsolidierung eines bürgerlichen Lebens im kaiserlichen Deutschland 1871-1918
Von Marion Kaplan. Übersetzt aus dem Englischen von Friedrich Griese

  • 1. Die Umwelt
  • 2. Die Familie
  • 3. Erziehung und Bildung
  • 4. Arbeit
  • 5. Religiöse Bräuche, Mentalitäten und Gemeinde
  • 6. Das gesellschaftliche Leben

Vierter Teil: Vom Alltag zum Ausnahmezustand: Juden in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1918-1945
Von Trude Maurer

  • 1. Wohnen und Wirtschaften
  • 2. Familienleben
  • 3. Bildung und Ausbildung
  • 4. Beruf und Arbeit
  • 5. Gemeinde und häusliche Religionspraxis
  • 6. Freizeit und Geselligkeit
  • 7. Einengung und Abschnürung jüdischer Lebensmöglichkeiten in Deutschland

Anhang