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Kern, Björn

Das erotische Talent meines Vaters

Roman

"Seit nun schon zwei Jahren verhielt er sich, als durchlebe er eine zweite Pubertät. Ich hatte ihm diese Phase damals erspart, es war nicht fair."

Ist es ein vom Wunsch nach Nähe angeregter Wochenendausflug zum Vater oder ein Kontrollbesuch? Als der Sohn, der Icherzähler in Björn Kerns neuem Roman, aus Berlin an den Bodensee kommt, um nach längerer Zeit einmal wieder nach dem Vater zu sehen, holt dieser ihn nicht vom Zug ab. Vergessen, verschusselt, egal? Der Vater Jakob, hoch in den Sechzigern, aber von fast schon erschreckender Virilität, durchtrainiert und mit einer beeindruckenden schwarzen Lockenpracht gesegnet, stellt den Sohn, der als Pfleger arbeitet, vor nicht wenige Rätsel. Welche Rolle spielen die beiden Frauen, die den Vater zu belagern scheinen und von denen er sich angeblich belästigt fühlt, tatsächlich? Was finden sie an ihm und was am Sohn? Wieso ist der Vater so fit und wo treibt er sich eigentlich nachts herum? Nimmt er gar Drogen?

Farbig und unterhaltsam, spannend und mit einigem Augenzwinkern erzählt Björn Kern von der neuen, verkehrten Welt, in der die Kinder bürgerlicher sind als ihre freizügigen, sich um ihre Selbstverwirklichung sorgenden Eltern. Komisch und melancholisch zugleich bietet der Roman eine höchst zeitgemäße Variante des uralten Vater-Sohn-Konfliktes.

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Bibliografie

978-3-406-59837-1

Erschienen am 22. Februar 2010

190 S.

Hardcover

Hardcover 18,95 € Kaufen
e-Book 9,49 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Er beschwört bedächtig und poetisch beflissen die Nebel über dem See. (...) Kern montiert starke Bilder und dunkle Geheimnisse."
Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Juli 2010



"Björn Kern ist einer der wenigen jüngeren Autoren, die auf das Grelle und den allzu deutlichen Verweis auf einen Abgrund oder eine Untiefe verzichten. Der kurze, leichte Roman 'Das erotische Talent meines Vaters' des schon vielfach preisgekrönten Autors ist ein rundherum sympathisches Buch. Es ist frei von Überhebung, frei von sprachlicher Gewagtheit, frei von hahnebüchenen, extremen Gedanken – es ist also angenehm frei von Überspanntheit."
Marius Meller, Deutschlandradio Kultur, 21. April 2010



"Das ist alles sehr interessant und spannend geschildert. Es ist keine Seite zu kurz und keine Seite zu lang."
Ulrich Sonnenschein, Hessischer Rundfunk, HR 2, 19. April 2010



"Als eine Geschichte von Erwartung und Enttäuschung beschreibt Björn Kern den eigentlichen Vater-Sohn-Konflikt, ausgelöst durch ‘Das erotische Talent’ des Vaters, und beweist damit sein eigenes, erzählerisches Talent."
Nadja Mayer, Abendzeitung, 10. April 2010



"Martin Walser lässt grüßen!"
Maris Hubschmid, Potsdamer Neueste Nachrichten, 30. März 2010



"Björn Kern hat vor der düsteren Kulisse des verhangenen Bodensees ein kauziges Kammerspiel inszeniert. Welche Werte gelten noch, wenn der Vater ein selbstverliebter Dandy und die Mutter eine mit Ethnokitsch behangene Weltenbummlerin ist? Wenn der Familienverband in ein lockeres Arrangement von Freizügigkeit und Zurückweisung abdriftet? Wenn der Vater für sein kreislaufanregendes Mentholparfüm monatlich ein Drittel so viel Geld ausgibt wie der Sohn für seine Berliner Hinterhofwohnung?
Witz und Wehmut, Komik und Kummer durchziehen leise die ironische Umkehrung der scheinbar traditionellen Rollen. Ein anregendes, augenzwinkerndes Gedankenspiel, eine höchst amüsante Lektüre für ein verlängertes Wochenende."
Ingeborg Jaiser, Titel-Magazin, 29. März 2010



"Kerns Erzählung ist literarisch, sie wartet mit wunderschönen Sätzen auf. Die Betrachtungen sind feinsinnig, die Sprache gesiebt, die Innenschau gründlich."
Maris Hubschmid, Der Tagesspiegel. 28. März 2010



"Aber eigentlich ist ‚Das erotische Talent meines Vaters’ eine Geschichte über Vater und Sohn und bei dieser Gelegenheit auch über das endlich Erwachsenwerden auf der einen Seite, das Älterwerden auf der anderen. Über Abnabelung und trotzdem beieinander bleiben. Über Lieben und Loslassen."
Cornelia Jönsson, Die Tageszeitung Junge Welt, Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse 2010, 18. März 2010



"Björn Kern zeigt mit seinem neuen Roman ‘Das erotische Talent meines Vaters’, dass Anspruch und Unterhaltung keine Gegensätze sind. Nach ‘Einmal noch Marseille’ (2005) und ‘Die Erlöser AG’ (2007) gelingt ihm damit wieder ein packender Roman, der den Leser bis zur letzten Seite in Spannung hält. Und doch sind es die leisen Töne, die hier bestechen und nach dem Lesen noch lange nachklingen. Mit seiner fein abgestimmten Komposition schaffet Björn Kern eine atmosphärische Dichte, die junge deutschsprachige Erzähler oftmals vermissen lassen."
ARTE, ARTE & Buchmesse Leipzig, 16. März 2010



"Björn Kern erzählt in seinem neuen Roman von der Liebe der Generationen und der nicht ganz einfachen Liebe zwischen den Generationen."
Thea Dorn, Literatur im Foyer, SWR Fernsehen, 12. März 2010



"Seine Generationengeschichte erzählt der junge deutsche Schriftsteller und Absolvent der Leipziger Autorenschmiede Björn Kern (…) als höchst subtile Angelegenheit. (…) Was Philipp sieht, ist ein feines Gespinst aus Lebenslust und Selbstbetrug."
Paul Jandl, Berliner Morgenpost, 12. März 2010



"‚Das erotische Talent meines Vaters’ gäbe eine wunderbare Filmvorlage für einen französischen Regisseur (...) ab. (...) Es passiert nicht viel zwischen den Hauptfiguren, aber das Wenige beschreibt der Autor sehr pointiert und detailreich. Sein Roman ist ein leichter Sommerroman mit herrlichen Schrullen."
Heinrich Oehmsen, Hamburger Abendblatt, 10. Juni 2010



"Björn Kerns Realismus hat einen feinen Blick für die Bewegungen der Figuren. Die Mutter, der Sohn, der Vater und seine beiden Geliebten formieren sich zu einer fast klassischen Choreografie der Anziehung. Es sind die tiefen Provinzen Deutschlands und der Vater-Sohn-Beziehungen, die dieser Roman in lapidarer Komik bereist."
Paul Jandl, Die Welt, 6. März 2010



"Der sensible Erzähler und genaue Beobachter Björn Kern findet zu einer bildhafteren Sprache als in den lakonischeren Vorgängerromanen. Der Leser bleibt gefangen in der Eigendynamik eines Wochenendbesuchs, bei dem zwei Generationen und zwei Lebensentwürfe aufeinander prallen."
Roswitha Frey, Badische Zeitung, 4. März 2010



"Björn Kern und sein Erzähler erweisen sich als Generation der Söhne, bzw. Enkel dieser Kommunarden, deren Ideale heute als verschroben-verstaubt erscheinen. Die Nachfahren hingegen sind pragmatisch statt idealistisch, die alten, kauzigen Geschichten sind höchst unterhaltsam."
Matthias Kehle, Badische Neueste Nachrichten, 3. März 2010



"Björn Kerns neues Buch ist ein Generationenroman, der die Kälte der saturierten und sich zurückziehenden Achtundsechziger-Spießer schildert, die noch eine gewisse Anziehungskraft auf die Generation nach ihnen ausüben, die aber von den Jungen in ihrer ganzen Erbärmlichkeit durchschaut werden. Im Hintergrund sind die Schauplätze Berlin und die Villa am Bodensee liebevoll und mit schönen Details geschildert."
Oswald Burger, Südkurier, 2. März 2010



"Die tragikomische Geschichte wird vielschichtig, nicht chronologisch, sprachlich absolut grandios und spannend erzählt."
FAZ.NET, Literaturkurier, 27. Mai 2010



"Apropos Erfolg, Björn Kern kann schreiben, nämlich farbig und unterhaltsam, sogar spannend und augenzwinkernd, wenn er die bürgerliche Welt, in der der Vater in die Pubertät gerät, verkehrt und so eine aktuelle Variante des nicht umzubringenden Vater-Sohn-Konflikts darstellt, um nichts anderes als die große Zuneigung zwischen ihnen zu artikulieren."
Janko Ferk, Die Presse, 15. Mai 2010



"Ein feiner Roman über die fidele Elterngeneration, die ihre Kinder alt aussehen lässt."
Annabelle, 10. Mai 2010



"Ein erwachsener Sohn und seine Eltern: Nichts ist, wie es früher war. Die Alten tun so als seien sie für immer jung, der Junge sorgt sich um die unsichere Lage von Vater und Mutter, die getrennt leben, vereint sind aber im unkonventionellen Lebensstil. Die Mutter ist eine unstete Reisende, ein ewiger Hippie, der Vater ein von den Frauen immer noch Begehrter, der gerne mit seiner politisch aufregenden Zeit Ende der 1960er Jahre prahlt. Vom klassischen Vater-Sohn-Konflikt erzählt Björn Kern mit veränderten Vorzeichen: Der bürgerliche Sohn redete dem virilen Vater ins Gewissen. Es geht um Frauen und Drogen - und um nichts weniger als die Vorstellung vom richtigen Leben. Ein Wochenendbesuch am Bodensee: Der Sohn putzt die Küche und versucht der elterlichen Selbstverwirklichungs-Ideologie endlich auf die Spur zu kommen. Ein schwieriges und immer wieder auch höchst komisches Unterfangen."
Manuela Reichart, RBB Kulturradio, 6. Mai 2010



"Kern präsentiert in ‚Das erotische Talent meines Vaters’ einen kurzweiligen Generationenroman mit verkehrten Vorzeichen – und noch viel mehr. Es geht um die Fragen, ob sich normales und unnormales Verhalten wirklich voneinander unterscheiden lassen und wie weit man sich von seinen Idealen entfernen kann, ohne sich und seine Beziehungen zu gefährden. Und nicht zuletzt geht es auch um eine Ehe, die beendet scheint, es aber vielleicht doch noch nicht ist. Mehr kann man von 190 Seiten wirklich nicht erwarten."
Philipp Hammermeister, Literaturkritik.de, 28. April 2010



"‚Das erotische Talent meines Vaters’ ist ein unterhaltsames Portrait eines Generationenkonfliktes: unaufgeregt, und dadurch sehr glaubwürdig."
Laura Freisberg, BR 2, „Favoriten der Woche“, 27. April 2010



"Früher pflegten Väter einem renitenten Sohn zu drohen: ‚Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch streckst, machst du gefälligst, was ich will!’ Auch dieser Satz fällt im Roman. Interessanterweise lautet er bei einem 68er-Vater dann etwa so: Solange du deine Füße unter meinen Tisch streckst, trinke gefälligst mehr und schleppe auch mal Mädchen mit nach Hause, und verschwinde mit ihnen, unauffällig! ‚Sei doch kein Wackeldackel. Brüll mal ein bisschen, ist das so schwer?’"
Daniela Weiland, BR Fernsehen, „Lesezeichen“, 26. April 2007



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-59837-1

Erschienen am 22. Februar 2010

190 S.

Hardcover

Hardcover 18,95 € Kaufen
e-Book 9,49 € Kaufen

Kern, Björn

Das erotische Talent meines Vaters

Roman

"Seit nun schon zwei Jahren verhielt er sich, als durchlebe er eine zweite Pubertät. Ich hatte ihm diese Phase damals erspart, es war nicht fair."

Ist es ein vom Wunsch nach Nähe angeregter Wochenendausflug zum Vater oder ein Kontrollbesuch? Als der Sohn, der Icherzähler in Björn Kerns neuem Roman, aus Berlin an den Bodensee kommt, um nach längerer Zeit einmal wieder nach dem Vater zu sehen, holt dieser ihn nicht vom Zug ab. Vergessen, verschusselt, egal? Der Vater Jakob, hoch in den Sechzigern, aber von fast schon erschreckender Virilität, durchtrainiert und mit einer beeindruckenden schwarzen Lockenpracht gesegnet, stellt den Sohn, der als Pfleger arbeitet, vor nicht wenige Rätsel. Welche Rolle spielen die beiden Frauen, die den Vater zu belagern scheinen und von denen er sich angeblich belästigt fühlt, tatsächlich? Was finden sie an ihm und was am Sohn? Wieso ist der Vater so fit und wo treibt er sich eigentlich nachts herum? Nimmt er gar Drogen?

Farbig und unterhaltsam, spannend und mit einigem Augenzwinkern erzählt Björn Kern von der neuen, verkehrten Welt, in der die Kinder bürgerlicher sind als ihre freizügigen, sich um ihre Selbstverwirklichung sorgenden Eltern. Komisch und melancholisch zugleich bietet der Roman eine höchst zeitgemäße Variante des uralten Vater-Sohn-Konfliktes.

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Webcode: https://www.chbeck.de/29811

Pressestimmen

"Er beschwört bedächtig und poetisch beflissen die Nebel über dem See. (...) Kern montiert starke Bilder und dunkle Geheimnisse."
Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Juli 2010


"Björn Kern ist einer der wenigen jüngeren Autoren, die auf das Grelle und den allzu deutlichen Verweis auf einen Abgrund oder eine Untiefe verzichten. Der kurze, leichte Roman 'Das erotische Talent meines Vaters' des schon vielfach preisgekrönten Autors ist ein rundherum sympathisches Buch. Es ist frei von Überhebung, frei von sprachlicher Gewagtheit, frei von hahnebüchenen, extremen Gedanken – es ist also angenehm frei von Überspanntheit."
Marius Meller, Deutschlandradio Kultur, 21. April 2010


"Das ist alles sehr interessant und spannend geschildert. Es ist keine Seite zu kurz und keine Seite zu lang."
Ulrich Sonnenschein, Hessischer Rundfunk, HR 2, 19. April 2010


"Als eine Geschichte von Erwartung und Enttäuschung beschreibt Björn Kern den eigentlichen Vater-Sohn-Konflikt, ausgelöst durch ‘Das erotische Talent’ des Vaters, und beweist damit sein eigenes, erzählerisches Talent."
Nadja Mayer, Abendzeitung, 10. April 2010


"Martin Walser lässt grüßen!"
Maris Hubschmid, Potsdamer Neueste Nachrichten, 30. März 2010


"Björn Kern hat vor der düsteren Kulisse des verhangenen Bodensees ein kauziges Kammerspiel inszeniert. Welche Werte gelten noch, wenn der Vater ein selbstverliebter Dandy und die Mutter eine mit Ethnokitsch behangene Weltenbummlerin ist? Wenn der Familienverband in ein lockeres Arrangement von Freizügigkeit und Zurückweisung abdriftet? Wenn der Vater für sein kreislaufanregendes Mentholparfüm monatlich ein Drittel so viel Geld ausgibt wie der Sohn für seine Berliner Hinterhofwohnung?
Witz und Wehmut, Komik und Kummer durchziehen leise die ironische Umkehrung der scheinbar traditionellen Rollen. Ein anregendes, augenzwinkerndes Gedankenspiel, eine höchst amüsante Lektüre für ein verlängertes Wochenende."
Ingeborg Jaiser, Titel-Magazin, 29. März 2010


"Kerns Erzählung ist literarisch, sie wartet mit wunderschönen Sätzen auf. Die Betrachtungen sind feinsinnig, die Sprache gesiebt, die Innenschau gründlich."
Maris Hubschmid, Der Tagesspiegel. 28. März 2010


"Aber eigentlich ist ‚Das erotische Talent meines Vaters’ eine Geschichte über Vater und Sohn und bei dieser Gelegenheit auch über das endlich Erwachsenwerden auf der einen Seite, das Älterwerden auf der anderen. Über Abnabelung und trotzdem beieinander bleiben. Über Lieben und Loslassen."
Cornelia Jönsson, Die Tageszeitung Junge Welt, Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse 2010, 18. März 2010


"Björn Kern zeigt mit seinem neuen Roman ‘Das erotische Talent meines Vaters’, dass Anspruch und Unterhaltung keine Gegensätze sind. Nach ‘Einmal noch Marseille’ (2005) und ‘Die Erlöser AG’ (2007) gelingt ihm damit wieder ein packender Roman, der den Leser bis zur letzten Seite in Spannung hält. Und doch sind es die leisen Töne, die hier bestechen und nach dem Lesen noch lange nachklingen. Mit seiner fein abgestimmten Komposition schaffet Björn Kern eine atmosphärische Dichte, die junge deutschsprachige Erzähler oftmals vermissen lassen."
ARTE, ARTE & Buchmesse Leipzig, 16. März 2010


"Björn Kern erzählt in seinem neuen Roman von der Liebe der Generationen und der nicht ganz einfachen Liebe zwischen den Generationen."
Thea Dorn, Literatur im Foyer, SWR Fernsehen, 12. März 2010


"Seine Generationengeschichte erzählt der junge deutsche Schriftsteller und Absolvent der Leipziger Autorenschmiede Björn Kern (…) als höchst subtile Angelegenheit. (…) Was Philipp sieht, ist ein feines Gespinst aus Lebenslust und Selbstbetrug."
Paul Jandl, Berliner Morgenpost, 12. März 2010


"‚Das erotische Talent meines Vaters’ gäbe eine wunderbare Filmvorlage für einen französischen Regisseur (...) ab. (...) Es passiert nicht viel zwischen den Hauptfiguren, aber das Wenige beschreibt der Autor sehr pointiert und detailreich. Sein Roman ist ein leichter Sommerroman mit herrlichen Schrullen."
Heinrich Oehmsen, Hamburger Abendblatt, 10. Juni 2010


"Björn Kerns Realismus hat einen feinen Blick für die Bewegungen der Figuren. Die Mutter, der Sohn, der Vater und seine beiden Geliebten formieren sich zu einer fast klassischen Choreografie der Anziehung. Es sind die tiefen Provinzen Deutschlands und der Vater-Sohn-Beziehungen, die dieser Roman in lapidarer Komik bereist."
Paul Jandl, Die Welt, 6. März 2010


"Der sensible Erzähler und genaue Beobachter Björn Kern findet zu einer bildhafteren Sprache als in den lakonischeren Vorgängerromanen. Der Leser bleibt gefangen in der Eigendynamik eines Wochenendbesuchs, bei dem zwei Generationen und zwei Lebensentwürfe aufeinander prallen."
Roswitha Frey, Badische Zeitung, 4. März 2010


"Björn Kern und sein Erzähler erweisen sich als Generation der Söhne, bzw. Enkel dieser Kommunarden, deren Ideale heute als verschroben-verstaubt erscheinen. Die Nachfahren hingegen sind pragmatisch statt idealistisch, die alten, kauzigen Geschichten sind höchst unterhaltsam."
Matthias Kehle, Badische Neueste Nachrichten, 3. März 2010


"Björn Kerns neues Buch ist ein Generationenroman, der die Kälte der saturierten und sich zurückziehenden Achtundsechziger-Spießer schildert, die noch eine gewisse Anziehungskraft auf die Generation nach ihnen ausüben, die aber von den Jungen in ihrer ganzen Erbärmlichkeit durchschaut werden. Im Hintergrund sind die Schauplätze Berlin und die Villa am Bodensee liebevoll und mit schönen Details geschildert."
Oswald Burger, Südkurier, 2. März 2010


"Die tragikomische Geschichte wird vielschichtig, nicht chronologisch, sprachlich absolut grandios und spannend erzählt."
FAZ.NET, Literaturkurier, 27. Mai 2010


"Apropos Erfolg, Björn Kern kann schreiben, nämlich farbig und unterhaltsam, sogar spannend und augenzwinkernd, wenn er die bürgerliche Welt, in der der Vater in die Pubertät gerät, verkehrt und so eine aktuelle Variante des nicht umzubringenden Vater-Sohn-Konflikts darstellt, um nichts anderes als die große Zuneigung zwischen ihnen zu artikulieren."
Janko Ferk, Die Presse, 15. Mai 2010


"Ein feiner Roman über die fidele Elterngeneration, die ihre Kinder alt aussehen lässt."
Annabelle, 10. Mai 2010


"Ein erwachsener Sohn und seine Eltern: Nichts ist, wie es früher war. Die Alten tun so als seien sie für immer jung, der Junge sorgt sich um die unsichere Lage von Vater und Mutter, die getrennt leben, vereint sind aber im unkonventionellen Lebensstil. Die Mutter ist eine unstete Reisende, ein ewiger Hippie, der Vater ein von den Frauen immer noch Begehrter, der gerne mit seiner politisch aufregenden Zeit Ende der 1960er Jahre prahlt. Vom klassischen Vater-Sohn-Konflikt erzählt Björn Kern mit veränderten Vorzeichen: Der bürgerliche Sohn redete dem virilen Vater ins Gewissen. Es geht um Frauen und Drogen - und um nichts weniger als die Vorstellung vom richtigen Leben. Ein Wochenendbesuch am Bodensee: Der Sohn putzt die Küche und versucht der elterlichen Selbstverwirklichungs-Ideologie endlich auf die Spur zu kommen. Ein schwieriges und immer wieder auch höchst komisches Unterfangen."
Manuela Reichart, RBB Kulturradio, 6. Mai 2010


"Kern präsentiert in ‚Das erotische Talent meines Vaters’ einen kurzweiligen Generationenroman mit verkehrten Vorzeichen – und noch viel mehr. Es geht um die Fragen, ob sich normales und unnormales Verhalten wirklich voneinander unterscheiden lassen und wie weit man sich von seinen Idealen entfernen kann, ohne sich und seine Beziehungen zu gefährden. Und nicht zuletzt geht es auch um eine Ehe, die beendet scheint, es aber vielleicht doch noch nicht ist. Mehr kann man von 190 Seiten wirklich nicht erwarten."
Philipp Hammermeister, Literaturkritik.de, 28. April 2010


"‚Das erotische Talent meines Vaters’ ist ein unterhaltsames Portrait eines Generationenkonfliktes: unaufgeregt, und dadurch sehr glaubwürdig."
Laura Freisberg, BR 2, „Favoriten der Woche“, 27. April 2010


"Früher pflegten Väter einem renitenten Sohn zu drohen: ‚Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch streckst, machst du gefälligst, was ich will!’ Auch dieser Satz fällt im Roman. Interessanterweise lautet er bei einem 68er-Vater dann etwa so: Solange du deine Füße unter meinen Tisch streckst, trinke gefälligst mehr und schleppe auch mal Mädchen mit nach Hause, und verschwinde mit ihnen, unauffällig! ‚Sei doch kein Wackeldackel. Brüll mal ein bisschen, ist das so schwer?’"
Daniela Weiland, BR Fernsehen, „Lesezeichen“, 26. April 2007