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Kesselring, Thomas

Ethik der Entwicklungspolitik

Gerechtigkeit im Zeitalter der Globalisierung

Statt 24,90 € nur noch 9,90 €

Thomas Kesselring zeichnet im ersten Teil dieses Buches die philosophische Diskussion um Entwicklungshilfe und internationale Gerechtigkeit seit den sechziger Jahren nach und analysiert im zweiten Teil neben den weiterführenden, konstruktiven auch die destruktiven und widersprüchlichen Seiten der Globalisierungs-Euphorie der neunziger Jahre.
„Ethik hat etwas mit der Kunst zu tun, vom eigenen Standpunkt zu abstrahieren“, sagt Thomas Kesselring und verdeutlicht in diesem Buch, wie notwendig diese Kunst gerade in Zeiten der sich rasch entfaltenden Globalisierung ist. Denn die Zunahme des Entwicklungs- und Armutsgefälles und die anhaltende Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen führt heute gerade auch den reichen Industrienationen deutlich vor Augen, daß man diesem Trend nicht tatenlos zuschauen darf. Kesselring entwickelt aus philosophischer Perspektive eine Ethik der Entwicklungszusammenarbeit, die theoretisch fundiert ist, die praktische Analyse aber nie aus den Augen verliert. Für seine breit angelegte Studie erörtert er sowohl verschiedene philosophische Theorien zu den Themen Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Kooperation, analysiert Konzept und Praxis der Globalisierung, bespricht die Vor- und Nachteile des Freihandels und geht ausführlich auf die ökologische Dimension der internationalen Vernetzung ein. Daraus ergibt sich seine Vision, wie eine ernst gemeinte Entwicklungszusammenarbeit das Zusammenleben der Menschen und Völker gerechter und nachhaltiger gestalten kann. Denn wenn die reichen Nationen jetzt nicht von selbst handeln, werden sie die Konsequenzen bald spüren – die Ausbreitung des internationalen Terrorismus ist vielleicht nur ein erster Vorbote.


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Bibliografie

978-3-406-50920-9

323 S.

Softcover

Bibliografische Reihen

Broschur 9,90 € Kaufen
Inhalt
Vorwort
Einleitung

Erster Teil

Gerechtigkeit und Entwicklung
Philosophische Debatten aus vier Jahrzehnten

Einführung: Was heißt Gerechtigkeit?

  • Erstes Kapitel: Die Welthunger-Diskussion. Orientierung an Leid und Elend: Utilitaristische Positionen
  • Zweites Kapitel: Not verpflichtet. Orientierung an der Idee der Pflicht: Der Kantianismus von Onora O´Neill
  • Drittes Kapitel: Legitime Ansprüche gilt es zu schützen. Orientierung an (Grund-)Rechten
  • Viertes Kapitel: Benachteiligungen sind zu mildern. Orientierung an Grundsätzen der Gerechtigkeit: Die Theorie von John Rawls
  • Fünftes Kapitel: Das gute Leben. Orientierung an Bedürfnissen, Fähigkeiten und am Lebensvollzug: Die Positionen von Amartya Sen und Martha Nussbaum
  • Sechstes Kapitel: In großem Maßstab. John Rawls über Fragen internationaler Gerechtigkeit


Zweiter Teil

Globalisierung und Gerechtigkeit
Tatsachen und Trends aus ethischer Sicht

Einführung

  • Siebtes Kapitel: Ein weicher Begriff und harte Fakten. Globalisierung auf schiefer Ebene
  • Achtes Kapitel: Drinnen – draußen. Zentrum und Peripherie
  • Neuntes Kapitel: Freiheit der Grenzen und Grenzen der Freiheit. Die Kontroverse zwischen Freihandel und Protektionismus
  • Zehntes Kapitel: Nach uns die Sintflut. Die Umwelt-Dimension
  • Elftes Kapitel: Das Geschäft mit dem Altruismus. Entwicklungshilfe oder Entwicklungszusammenarbeit?
  • Zwölftes Kapitel: Zurück zur Philosophie. Entwicklungshilfe und Verteilungsgerechtigkeit aus normativer Sicht

Anhang
Anmerkungen
Literatur
Personenverzeichnis
Sachregister
Verzeichnis der Kontinente, Länder, Regionen

Pressestimmen

Pressestimmen

„Zur Jahrtausendwende verfügen 2,8 Milliarden Menschen, fast die Hälfte der Weltbevölkerung, über ein Tageseinkommen unterhalb von zwei Dollar, (...) Zwar geht es heute, rein materiell gesehen, einer wesentlich größeren Zahl von Menschen besser als jemals zuvor, dennoch hat sich die Kluft zwischen dem reichsten und dem ärmsten Fünftel der Weltbevölkerung in etwa versiebenfacht. (...) Will man es aber überwinden, so Kesselring, bedarf es auch einer normativen Reflexion über Entwicklungszusammenarbeit zwischen Nord und Süd. (...) Wo es aber darum geht, die Regeln der Verteilung wesentlicher sozialer und politischer Güter ethisch zu legitimieren, ist daher von der Voraussetzung der gleichen Menschenwürde und Autonomie aller Menschen auszugehen. Eine solche Politik ist für Kesselring Voraussetzung für die Überwindung „purer Machtpolitik“ und eine „echte“ Entwicklungspolitik. Diese Erkenntnis hat mittlerweile auch den „Norden“ inklusive seiner Institutionen erreicht, wo man wohl spätestens seit der Asien-Krise endgültig bemerkt hat, daß der Öffnungsgrad der Märkte des „Südens“ nur dann zu Wohlstandsgewinnen in der breiten Gesellschaft führt, wenn er von größerer Offenheit der politischen Systeme begleitet wird.“
Stefan Fröhlich, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05. Februar 2004



„Kesselring ist die einschlägige philosophische Literatur Punkt für Punkt durchgegangen, und jenseits der utilitaristischen und liberalistischen Positionen prüft er auch die von John Rawls vorgelegte Gerechtigkeitstheorie anhand der realexistierenden Globalisierung. Die Konsequenz: Der nationalstaatliche Rahmen ist keine probate Bemessungsgrundlage für soziale Gerechtigkeitsforderungen mehr, auch das „Nord-Süd-Gefälle“ kaschiert die tatsächlichen Spaltungs- und Konfliktlinien der wirklichen Weltgesellschaft. Damit wird die Philosophie zwangsläufig politisch: Postulate politischer Gerechtigkeit müssen den nationalen wie staatlichen Rahmen überspringen und 'dritte Akteure' wie die Nicht-Regierungs-Organisationen in den Blick nehmen. Nur so lassen sich universale Grundrechte konkreten Gruppen zurechnen. Dass im Zweifel auch erklärte Altruisten eher utilitaristisch vorgehen, also einzig auf die Folgen einer Handlung und nicht auf normative Voraussetzungen schauen, ist nicht der Philosophie anzulasten."
Claus Leggewie, Frankfurter Rundschau, 26. November 2003



„Die fällige ethische Reflexion der Entwicklungspolitik hat nun erstmalig im deutschsprachigen Raum der in Bern lehrende Thomas Kesselring in Angriff genommen. (...) So endet ein wichtiges (...) Buch mit der impliziten Mahnung, dass es zuletzt auf unser Handeln ankomme."
Michael Schefczyk, Neue Zürcher Zeitung, 29. Oktober 2003



„Der an der Universität Bern lehrende Philosoph unternimmt den anregenden Versuch, philosophische Perspektiven auf Gerechtigkeit und praktische Fragen von Entwicklungspolitik zusammenzuführen, in der Hoffnung, einen Beitrag zur Diskussion über eine brennende Frage des globalen Zeitalters zu leisten: Wie kann Entwicklungszusammenarbeit das Miteinander der Menschen und Völker gerechter, nachhaltiger gestalten?"
Andreas Eckert, Die Zeit, 9. Oktober 2003



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Bibliografie

978-3-406-50920-9

323 S.

Softcover

Softcover 9,90 € Kaufen

Kesselring, Thomas

Ethik der Entwicklungspolitik

Gerechtigkeit im Zeitalter der Globalisierung

Statt 24,90 € nur noch 9,90 €

Thomas Kesselring zeichnet im ersten Teil dieses Buches die philosophische Diskussion um Entwicklungshilfe und internationale Gerechtigkeit seit den sechziger Jahren nach und analysiert im zweiten Teil neben den weiterführenden, konstruktiven auch die destruktiven und widersprüchlichen Seiten der Globalisierungs-Euphorie der neunziger Jahre.
„Ethik hat etwas mit der Kunst zu tun, vom eigenen Standpunkt zu abstrahieren“, sagt Thomas Kesselring und verdeutlicht in diesem Buch, wie notwendig diese Kunst gerade in Zeiten der sich rasch entfaltenden Globalisierung ist. Denn die Zunahme des Entwicklungs- und Armutsgefälles und die anhaltende Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen führt heute gerade auch den reichen Industrienationen deutlich vor Augen, daß man diesem Trend nicht tatenlos zuschauen darf. Kesselring entwickelt aus philosophischer Perspektive eine Ethik der Entwicklungszusammenarbeit, die theoretisch fundiert ist, die praktische Analyse aber nie aus den Augen verliert. Für seine breit angelegte Studie erörtert er sowohl verschiedene philosophische Theorien zu den Themen Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Kooperation, analysiert Konzept und Praxis der Globalisierung, bespricht die Vor- und Nachteile des Freihandels und geht ausführlich auf die ökologische Dimension der internationalen Vernetzung ein. Daraus ergibt sich seine Vision, wie eine ernst gemeinte Entwicklungszusammenarbeit das Zusammenleben der Menschen und Völker gerechter und nachhaltiger gestalten kann. Denn wenn die reichen Nationen jetzt nicht von selbst handeln, werden sie die Konsequenzen bald spüren – die Ausbreitung des internationalen Terrorismus ist vielleicht nur ein erster Vorbote.

Webcode: https://www.chbeck.de/16031

Inhalt

Vorwort
Einleitung

Erster Teil

Gerechtigkeit und Entwicklung
Philosophische Debatten aus vier Jahrzehnten

Einführung: Was heißt Gerechtigkeit?

  • Erstes Kapitel: Die Welthunger-Diskussion. Orientierung an Leid und Elend: Utilitaristische Positionen
  • Zweites Kapitel: Not verpflichtet. Orientierung an der Idee der Pflicht: Der Kantianismus von Onora O´Neill
  • Drittes Kapitel: Legitime Ansprüche gilt es zu schützen. Orientierung an (Grund-)Rechten
  • Viertes Kapitel: Benachteiligungen sind zu mildern. Orientierung an Grundsätzen der Gerechtigkeit: Die Theorie von John Rawls
  • Fünftes Kapitel: Das gute Leben. Orientierung an Bedürfnissen, Fähigkeiten und am Lebensvollzug: Die Positionen von Amartya Sen und Martha Nussbaum
  • Sechstes Kapitel: In großem Maßstab. John Rawls über Fragen internationaler Gerechtigkeit


Zweiter Teil

Globalisierung und Gerechtigkeit
Tatsachen und Trends aus ethischer Sicht

Einführung

  • Siebtes Kapitel: Ein weicher Begriff und harte Fakten. Globalisierung auf schiefer Ebene
  • Achtes Kapitel: Drinnen – draußen. Zentrum und Peripherie
  • Neuntes Kapitel: Freiheit der Grenzen und Grenzen der Freiheit. Die Kontroverse zwischen Freihandel und Protektionismus
  • Zehntes Kapitel: Nach uns die Sintflut. Die Umwelt-Dimension
  • Elftes Kapitel: Das Geschäft mit dem Altruismus. Entwicklungshilfe oder Entwicklungszusammenarbeit?
  • Zwölftes Kapitel: Zurück zur Philosophie. Entwicklungshilfe und Verteilungsgerechtigkeit aus normativer Sicht

Anhang
Anmerkungen
Literatur
Personenverzeichnis
Sachregister
Verzeichnis der Kontinente, Länder, Regionen

Pressestimmen

„Zur Jahrtausendwende verfügen 2,8 Milliarden Menschen, fast die Hälfte der Weltbevölkerung, über ein Tageseinkommen unterhalb von zwei Dollar, (...) Zwar geht es heute, rein materiell gesehen, einer wesentlich größeren Zahl von Menschen besser als jemals zuvor, dennoch hat sich die Kluft zwischen dem reichsten und dem ärmsten Fünftel der Weltbevölkerung in etwa versiebenfacht. (...) Will man es aber überwinden, so Kesselring, bedarf es auch einer normativen Reflexion über Entwicklungszusammenarbeit zwischen Nord und Süd. (...) Wo es aber darum geht, die Regeln der Verteilung wesentlicher sozialer und politischer Güter ethisch zu legitimieren, ist daher von der Voraussetzung der gleichen Menschenwürde und Autonomie aller Menschen auszugehen. Eine solche Politik ist für Kesselring Voraussetzung für die Überwindung „purer Machtpolitik“ und eine „echte“ Entwicklungspolitik. Diese Erkenntnis hat mittlerweile auch den „Norden“ inklusive seiner Institutionen erreicht, wo man wohl spätestens seit der Asien-Krise endgültig bemerkt hat, daß der Öffnungsgrad der Märkte des „Südens“ nur dann zu Wohlstandsgewinnen in der breiten Gesellschaft führt, wenn er von größerer Offenheit der politischen Systeme begleitet wird.“
Stefan Fröhlich, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05. Februar 2004


„Kesselring ist die einschlägige philosophische Literatur Punkt für Punkt durchgegangen, und jenseits der utilitaristischen und liberalistischen Positionen prüft er auch die von John Rawls vorgelegte Gerechtigkeitstheorie anhand der realexistierenden Globalisierung. Die Konsequenz: Der nationalstaatliche Rahmen ist keine probate Bemessungsgrundlage für soziale Gerechtigkeitsforderungen mehr, auch das „Nord-Süd-Gefälle“ kaschiert die tatsächlichen Spaltungs- und Konfliktlinien der wirklichen Weltgesellschaft. Damit wird die Philosophie zwangsläufig politisch: Postulate politischer Gerechtigkeit müssen den nationalen wie staatlichen Rahmen überspringen und 'dritte Akteure' wie die Nicht-Regierungs-Organisationen in den Blick nehmen. Nur so lassen sich universale Grundrechte konkreten Gruppen zurechnen. Dass im Zweifel auch erklärte Altruisten eher utilitaristisch vorgehen, also einzig auf die Folgen einer Handlung und nicht auf normative Voraussetzungen schauen, ist nicht der Philosophie anzulasten."
Claus Leggewie, Frankfurter Rundschau, 26. November 2003


„Die fällige ethische Reflexion der Entwicklungspolitik hat nun erstmalig im deutschsprachigen Raum der in Bern lehrende Thomas Kesselring in Angriff genommen. (...) So endet ein wichtiges (...) Buch mit der impliziten Mahnung, dass es zuletzt auf unser Handeln ankomme."
Michael Schefczyk, Neue Zürcher Zeitung, 29. Oktober 2003


„Der an der Universität Bern lehrende Philosoph unternimmt den anregenden Versuch, philosophische Perspektiven auf Gerechtigkeit und praktische Fragen von Entwicklungspolitik zusammenzuführen, in der Hoffnung, einen Beitrag zur Diskussion über eine brennende Frage des globalen Zeitalters zu leisten: Wie kann Entwicklungszusammenarbeit das Miteinander der Menschen und Völker gerechter, nachhaltiger gestalten?"
Andreas Eckert, Die Zeit, 9. Oktober 2003