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Krämer, Gudrun

Geschichte des Islam

Klar, anschaulich und mit Blick für das Wesentliche erzählt Gudrun Krämer die Geschichte des Islam von Muhammad bis zur Gegenwart. Sie verknüpft dabei auf meisterhafte Weise die Entwicklung der Religion mit der Geschichte von Politik, Recht, Gesellschaft und Kultur. Jenseits von romantischen Orientbildern oder Vorstellungen von finsteren Gotteskriegern bietet das Buch so einen neuen, unverbrauchten Blick auf den Islam. Neue Einblicke vermitteln auch die zahlreichen Abbildungen, die mehr sind als illustrierendes Beiwerk.

Der Islam war von Beginn an eine weltoffene Religion: Seit der Gründung der ersten Gemeinde durch Muhammad und den frühen Eroberungen stand er im Austausch mit anderen Religionen und Kulturen. In der arabischen Welt entstand so ein deutlich anderer Islam als in Iran, Indonesien oder auf dem Balkan. Das zeigen unterschiedliche islamische Kunststile ebenso wie unterschiedliche Vorstellungen von Recht und gesellschaftlicher Ordnung. Wenn sich der Islam heute in Auseinandersetzung mit dem Westen in einem tiefgreifenden Wandel befindet, so wird damit ein Prozeß fortgesetzt, der bereits vor Jahrhunderten begann.
Der erstaunlichen Vielfalt des Islam wird Gudrun Krämer auf eindrucksvolle Weise gerecht. Der Leser erfährt, welche Bedeutung die Kreuzzüge für die islamische Welt hatten, wie der Islam sich in Indonesien, dem größten muslimischen Land, verbreitete oder welche unterschiedlichen Wege der Modernisierung die Türkei und Ägypten gegangen sind. Die Autorin geht aber auch der Frage nach, warum sich ungeachtet der großen Unterschiede in den letzten Jahrzehnten überall in der islamischen Welt religiöse Protestbewegungen gebildet haben.


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Bibliografie

978-3-406-53516-1

334 S., mit 87 Abbildungen und 5 Karten

Hardcover

Hardcover 24,90 € Kaufen
Pressestimmen

Pressestimmen

"Zum Schluss zeigt Krämer die zunehmend konservative Tendenz, die viele islamische Staaten seit den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts erfasst hat, und die Diskussion, die von islamistischen Themen dominiert wird, etwa die Einheit von Staat und Religion – eine islamistische Utopie, die geschichtlich nie existierte. Der Islam ist im Laufe seiner Geschichte viel zu facettenreich und anpassungsfähig gewesen, um sich auf die Wunschvorstellungen islamistischer Eiferer reduzieren zu lassen. Das wird in diesem Buch deutlich."
Mona Naggar, Das Parlament, 17. Oktober 2005



"Ein rundum gelungenes Buch: Gudrun Krämers facettenreiche Geschichte des Islams (...)
Dieses Buch ist wunderschön gestaltet, die bunten Abbildungen, die der Leser erfreut betrachtet, machen das Buch dennoch nicht zu einem Bilderbuch – es ist eine ungemein ernsthaft und dicht geschriebene wissenschaftliche Abhandlung. Das Buch ist auch kein Nachschlagewerk, sondern will als Ganzes gelesen werden – und dennoch ist es ein Nachschlagewerk, denn es ist so gut gegliedert, daß man durchaus an einem Punkt in der Mitte des Buches ein oder zwei Abschnitte lesen kann, die in sich zusammenhängen. (...) Das Buch erzählt die Geschichte des Islam, dennoch ist es keine Geschichte der Muslime, sondern der Gesamtkomplex Islam mit seinen religiösen und säkularisierten Seiten, seiner Machtpolitik und seinem Umgang mit denjenigen, die nicht zum Islam gehören, wird detailliert beschrieben. (...)
Diese Geschichte des Islam ist ein in jeder Beziehung gelungenes Buch."
Friedrich Niewöhner, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Oktober 2005



"Da bieten sich zusammenfassende Darstellungen an, die einen gediegenen, gründlichen und vollständigen Überblick über den Stoff geben, ohne sich in esoterischen Details zu verlieren, die den Blick auf eine Gesamtschau verstellen. Dazu leistet die bekannte, auch international renommierte deutsche Islamkundlerin Gudrun Krämer, die im gleichen Verlag schon durch eine umfassende Darstellung der „Geschichte Palästinas“ hervorgetreten ist, mit ihrer jüngsten „Geschichte des Islam“ einen hervorragenden Beitrag. Auf etwa dreihundert kompakt gefüllten Seiten gelingt es ihr, ausgehend von jener monotheistischen Universalvision des Propheten Muhammad (Mohammed), Entstehen, Werden und Vergehen der zahlreichen islamischen Reiche und Dynastien so darzustellen, daß ihre wichtigsten Herrscher sowie der Charakter der jeweiligen Herrschaft deutlich werden."
Wolfgang Günter Lerch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Oktober 2005



"Krämers Buch hat das Zeug zum Standardwerk."
Andreas Pflitsch, Der Tagesspiegel, 13. November 2005



"Eine gelungene islamische Ideengeschichte von der Frühzeit bis heute (...) für Laien wie für Fachleute geeignet. (...) Es hat in der Vergangenheit viele Versuche gegeben, die Geschichte des Islam neu zu schreiben. (...) Gudrun Krämer, eine ausgewiesene Islamwissenschaftlerin an der Freien Universität Berlin, hat die Aufgabe bravourös gelöst. Mit Feingefühl für Details und Prozesse und einem breiten Hintergrundwissen legt sie die komplexe islamische Geschichte dar. Dazu kommt eine elegante Sprache, auch mit ironischen Untertönen, die das Lesen zum Vergnügen macht."
Reinhard Schulze, Tages-Anzeiger, 13. Dezember 2005



"... wird hier ein Drittel der Weltgeschichte aus einer Hand gut lesbar erzählt."
VSS, Rheinischer Merkur, 12. Januar 2006



Empfehlungen

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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-53516-1

334 S., mit 87 Abbildungen und 5 Karten

Hardcover

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Krämer, Gudrun

Geschichte des Islam

Klar, anschaulich und mit Blick für das Wesentliche erzählt Gudrun Krämer die Geschichte des Islam von Muhammad bis zur Gegenwart. Sie verknüpft dabei auf meisterhafte Weise die Entwicklung der Religion mit der Geschichte von Politik, Recht, Gesellschaft und Kultur. Jenseits von romantischen Orientbildern oder Vorstellungen von finsteren Gotteskriegern bietet das Buch so einen neuen, unverbrauchten Blick auf den Islam. Neue Einblicke vermitteln auch die zahlreichen Abbildungen, die mehr sind als illustrierendes Beiwerk.

Der Islam war von Beginn an eine weltoffene Religion: Seit der Gründung der ersten Gemeinde durch Muhammad und den frühen Eroberungen stand er im Austausch mit anderen Religionen und Kulturen. In der arabischen Welt entstand so ein deutlich anderer Islam als in Iran, Indonesien oder auf dem Balkan. Das zeigen unterschiedliche islamische Kunststile ebenso wie unterschiedliche Vorstellungen von Recht und gesellschaftlicher Ordnung. Wenn sich der Islam heute in Auseinandersetzung mit dem Westen in einem tiefgreifenden Wandel befindet, so wird damit ein Prozeß fortgesetzt, der bereits vor Jahrhunderten begann.
Der erstaunlichen Vielfalt des Islam wird Gudrun Krämer auf eindrucksvolle Weise gerecht. Der Leser erfährt, welche Bedeutung die Kreuzzüge für die islamische Welt hatten, wie der Islam sich in Indonesien, dem größten muslimischen Land, verbreitete oder welche unterschiedlichen Wege der Modernisierung die Türkei und Ägypten gegangen sind. Die Autorin geht aber auch der Frage nach, warum sich ungeachtet der großen Unterschiede in den letzten Jahrzehnten überall in der islamischen Welt religiöse Protestbewegungen gebildet haben.

Webcode: https://www.chbeck.de/13121

Pressestimmen

"Zum Schluss zeigt Krämer die zunehmend konservative Tendenz, die viele islamische Staaten seit den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts erfasst hat, und die Diskussion, die von islamistischen Themen dominiert wird, etwa die Einheit von Staat und Religion – eine islamistische Utopie, die geschichtlich nie existierte. Der Islam ist im Laufe seiner Geschichte viel zu facettenreich und anpassungsfähig gewesen, um sich auf die Wunschvorstellungen islamistischer Eiferer reduzieren zu lassen. Das wird in diesem Buch deutlich."
Mona Naggar, Das Parlament, 17. Oktober 2005


"Ein rundum gelungenes Buch: Gudrun Krämers facettenreiche Geschichte des Islams (...)
Dieses Buch ist wunderschön gestaltet, die bunten Abbildungen, die der Leser erfreut betrachtet, machen das Buch dennoch nicht zu einem Bilderbuch – es ist eine ungemein ernsthaft und dicht geschriebene wissenschaftliche Abhandlung. Das Buch ist auch kein Nachschlagewerk, sondern will als Ganzes gelesen werden – und dennoch ist es ein Nachschlagewerk, denn es ist so gut gegliedert, daß man durchaus an einem Punkt in der Mitte des Buches ein oder zwei Abschnitte lesen kann, die in sich zusammenhängen. (...) Das Buch erzählt die Geschichte des Islam, dennoch ist es keine Geschichte der Muslime, sondern der Gesamtkomplex Islam mit seinen religiösen und säkularisierten Seiten, seiner Machtpolitik und seinem Umgang mit denjenigen, die nicht zum Islam gehören, wird detailliert beschrieben. (...)
Diese Geschichte des Islam ist ein in jeder Beziehung gelungenes Buch."
Friedrich Niewöhner, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Oktober 2005


"Da bieten sich zusammenfassende Darstellungen an, die einen gediegenen, gründlichen und vollständigen Überblick über den Stoff geben, ohne sich in esoterischen Details zu verlieren, die den Blick auf eine Gesamtschau verstellen. Dazu leistet die bekannte, auch international renommierte deutsche Islamkundlerin Gudrun Krämer, die im gleichen Verlag schon durch eine umfassende Darstellung der „Geschichte Palästinas“ hervorgetreten ist, mit ihrer jüngsten „Geschichte des Islam“ einen hervorragenden Beitrag. Auf etwa dreihundert kompakt gefüllten Seiten gelingt es ihr, ausgehend von jener monotheistischen Universalvision des Propheten Muhammad (Mohammed), Entstehen, Werden und Vergehen der zahlreichen islamischen Reiche und Dynastien so darzustellen, daß ihre wichtigsten Herrscher sowie der Charakter der jeweiligen Herrschaft deutlich werden."
Wolfgang Günter Lerch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Oktober 2005


"Krämers Buch hat das Zeug zum Standardwerk."
Andreas Pflitsch, Der Tagesspiegel, 13. November 2005


"Eine gelungene islamische Ideengeschichte von der Frühzeit bis heute (...) für Laien wie für Fachleute geeignet. (...) Es hat in der Vergangenheit viele Versuche gegeben, die Geschichte des Islam neu zu schreiben. (...) Gudrun Krämer, eine ausgewiesene Islamwissenschaftlerin an der Freien Universität Berlin, hat die Aufgabe bravourös gelöst. Mit Feingefühl für Details und Prozesse und einem breiten Hintergrundwissen legt sie die komplexe islamische Geschichte dar. Dazu kommt eine elegante Sprache, auch mit ironischen Untertönen, die das Lesen zum Vergnügen macht."
Reinhard Schulze, Tages-Anzeiger, 13. Dezember 2005


"... wird hier ein Drittel der Weltgeschichte aus einer Hand gut lesbar erzählt."
VSS, Rheinischer Merkur, 12. Januar 2006